Vom Staat zur Drückerkolonne: Warum Deutschland beim Thema Geld hoffnungslos bleibt

  • Sorry, ich muss mangels Sprachschreibkenntnis die vermutbare Antwort in Hochdeutsch schreiben:


    "Von was?"

    „Zoe, die haben gesagt, wenn du nicht bald zurücktrittst, wählen die mich nicht. Tust du mir bitte den Gefallen ?“

    Dr. Mayer gibt ihr Bundestagsmandat nur auf, um Landesministerin im Kabinett Özdemir zu werden. Sie hat braun-grüne Augen.

  • Das ist doch totaler Unfug. Frau Dr. Mayer sehe ich sogar als Nachfolgerin des CDU-Ministers Peter Hauk (65). Als Ministerin für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Das ist ihr Fachgebiet.

    Ich glaube, die Option hat sie sich für die kommende Legislaturperiode verbaut. Kann mir nicht vorstellen, dass sich die CDU aktuell auf die Personalie einlässt.

  • Was die CDU da veranstaltet, ist mittlerweile regelrecht trumpesk. Da holt eine Grüne einen alten Clip hervor – ein Vorgang, wie er im Internet täglich millionenfach vorkommt – und sofort wird daraus eine „Schmutzkampagne“ konstruiert. Ausgerechnet die CDU, deren Bundesvorsitzender erst vor Kurzem Millionen von Bürgern als „links-grüne Spinner“ beschimpft hat, heult jetzt rum. Dabei war das nur die Spitze der Hetze, die aus Unionsreihen gegen Habeck und Baerbock betrieben wurde; das waren tatsächliche Schmutzkampagnen. Hinzu kommt ein grundsätzlich sehr zweifelhaftes Verhältnis zu Redlichkeit und Ehrlichkeit.

    Im Vergleich zu Reiche war selbst der „schlechteste Wirtschaftsminister aller Zeiten“ ein Segen. Und warum holt man bei den steigenden Spritpreisen eigentlich nicht einfach – ganz „technologieoffen“ – die E-Fuels raus?

    Was die Union hier abzieht, ist eine massive Beschädigung unserer Demokratie. Bei jedem dieser Stunts wandern weitere Wähler nach rechts außen ab. Das Schlimmste daran: Es ist keinerlei Strategie erkennbar. Was ist das Ziel? Im Superwahljahr mit der AfD koalieren? Neuwahlen provozieren?

    Dafür braucht es nicht einmal das „Rehaugen-Video“. Wer gesehen hat, mit wie viel „Kompetenz“ Hagel den Treibhauseffekt erklärt hat, kann doch nicht ernsthaft der Meinung sein, dass dieser Mann für ein höheres Amt bestimmt ist.

  • Ich finde die Wählerwanderungsanalysen nach Wahlen mindestens so interessant wie das Wahlergebnis selbst. Auch nach BaWü sieht man dabei - mal wieder! - zwei Dinge:

    1. Die AfD erreicht vorherige Nichtwähler wie keine andere Partei.

    2. Es ist angesicht der Zahlen schlicht Blödsinn so zu tun, als sei die CDU die einzige Partei, die der AfD das stetige Wachstum bringt, und auch die einzige, die etwas dagegen tun könnte. Die AfD profitiert regelmäßig und sehr verlässlich von allen, egal wie doof sie sich selber an- und darstellt.

    Da fehlt mir auch bei allen anderen Parteien eine erkennbare Strategie.


    https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…emberg-100.html

  • Wer gesehen hat, mit wie viel „Kompetenz“ Hagel den Treibhauseffekt erklärt hat, kann doch nicht ernsthaft der Meinung sein, dass dieser Mann für ein höheres Amt bestimmt ist.

    Es soll Menschen geben, denen Umweltschutz a) völlig egal ist und b) aktuell viel zu sehr in den Vordergrund gerückt wird.

    2. Es ist angesicht der Zahlen schlicht Blödsinn so zu tun, als sei die CDU die einzige Partei, die der AfD das stetige Wachstum bringt, und auch die einzige, die etwas dagegen tun könnte. Die AfD profitiert regelmäßig und sehr verlässlich von allen, egal wie doof sie sich selber an- und darstellt.

    Richtig. Und das liegt unter anderem daran, dass jede Seite ideologisch auf ihrer Klientel besteht. Die SPD behindert notwendige Reformen, die Grünen können beim Thema Klima nicht 5 grade sein lassen und die CDU weicht jeder Art von Steuererhöhung aus.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Natürlich nicht, als eingebildeter Wahlsieger

    Da in der Politik ja viel mit besonderen und flexiblen Definitionen gearbeitet wird, könnte man fragen, was ist denn ein Wahlsieger? Der, der alleine regieren könnte (haben wir hier keinen)? Der, der sich Partner aussuchen könnte (darf die CDU ja bloß nicht). Der, der anderen oder dem bisher regierenden die meisten Stimmen weggenommen hat?

    Ich finde es schon nachvollziehbar, wie sich die CDU nach dieser Wahl in Position bringt. Unter den ersten Stimmen der Grünen waren ja durchaus auch welche, so sinngemäß: Wir haben nur wenige Stimmen verloren, die CDU ziemlich viele gewonnen, wir haben jetzt beide gleich viele Sitze, wir haben zwar 470.000 Erststimmen weniger, aber 27.000 Zweitstimmen mehr - also CDU: Brandmauer, Klappe halten, ihr seid klarer Juniorpartner hier, und der Gestaltungsanspruch, den Grün in anderen Regierungskoalitionen mit viel deutlicherem Abstand zum Wahlsieger hatte, steht euch hier nicht im Ansatz zu.

    Da hätte den anderen Wahlsiegern auch etwas weniger Einbildung gut gestanden. Was es für Folgen auf künftige Wahlergebnisse hätte, wenn sich die CDU jetzt dort brav und ruhig in dieser Juniorpartnerrolle einfinden würde, kann man sich wohl denken. Ich gehe soweit zu sagen, die Brandmauer wird in BaWü gerade derart zu einer heftigen Belastungsprobe für Demokratie und Politikverdrossenheit, das haben die ostdeutschen Wahlergebnisse und -umfragen so noch nicht hinbekommen.

  • Da in der Politik ja viel mit besonderen und flexiblen Definitionen gearbeitet wird, könnte man fragen, was ist denn ein Wahlsieger? Der, der alleine regieren könnte (haben wir hier keinen)? Der, der sich Partner aussuchen könnte (darf die CDU ja bloß nicht). Der, der anderen oder dem bisher regierenden die meisten Stimmen weggenommen hat?

    Ich finde es schon nachvollziehbar, wie sich die CDU nach dieser Wahl in Position bringt. Unter den ersten Stimmen der Grünen waren ja durchaus auch welche, so sinngemäß: Wir haben nur wenige Stimmen verloren, die CDU ziemlich viele gewonnen, wir haben jetzt beide gleich viele Sitze, wir haben zwar 470.000 Erststimmen weniger, aber 27.000 Zweitstimmen mehr - also CDU: Brandmauer, Klappe halten, ihr seid klarer Juniorpartner hier, und der Gestaltungsanspruch, den Grün in anderen Regierungskoalitionen mit viel deutlicherem Abstand zum Wahlsieger hatte, steht euch hier nicht im Ansatz zu.

    Da hätte den anderen Wahlsiegern auch etwas weniger Einbildung gut gestanden. Was es für Folgen auf künftige Wahlergebnisse hätte, wenn sich die CDU jetzt dort brav und ruhig in dieser Juniorpartnerrolle einfinden würde, kann man sich wohl denken. Ich gehe soweit zu sagen, die Brandmauer wird in BaWü gerade derart zu einer heftigen Belastungsprobe für Demokratie und Politikverdrossenheit, das haben die ostdeutschen Wahlergebnisse und -umfragen so noch nicht hinbekommen.

    Treffende Analyse. Die Brandmauer ist allerdings dennoch richtig und wichtig.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Es soll Menschen geben, denen Umweltschutz a) völlig egal ist und b) aktuell viel zu sehr in den Vordergrund gerückt wird.

    Es geht hier um das Verständnis von trivialen physikalischen Zusammenhängen auf Mittelstufenniveau. Klar, kann einem egal sein. Aber man könnte wenigstens versuchen zu verstehen, was einem da so egal ist.

  • Es geht hier um das Verständnis von trivialen physikalischen Zusammenhängen auf Mittelstufenniveau.

    Das in grüner Politik, zumindest in einem Flügel dort, mit einer gewissen Regelmäßigkeit triviale mathematische Zusammenhänge auf Grundschulniveau ausblendet oder gleich negiert wird.

  • Ich finde es schon nachvollziehbar, wie sich die CDU nach dieser Wahl in Position bringt. Unter den ersten Stimmen der Grünen waren ja durchaus auch welche, so sinngemäß: Wir haben nur wenige Stimmen verloren, die CDU ziemlich viele gewonnen, wir haben jetzt beide gleich viele Sitze, wir haben zwar 470.000 Erststimmen weniger, aber 27.000 Zweitstimmen meh

    Interessant dabei: Nach altem Wahlrecht hätte man die Diskussion jetzt gar nicht. Die Grün*innen wissen schon, warum sie das ändern wollten.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Halten wir mal fest das Irving diesen Thread wohl nur zum Zweck der Polarisierung hier im Forum gestartet hat und um Unfrieden zu stiften, anders ist das in einem Finanzforum nicht zu erklären. Aber wir haben draussen in der Politik ja auch so einige die gerne Entzweien und sich dabei diebisch freuen.....

    Springt einfach nicht weiter über Irvings Stöckchen und diskutiert wieder über Finanzthemen.

  • Interessant dabei: Nach altem Wahlrecht hätte man die Diskussion jetzt gar nicht. Die Grün*innen wissen schon, warum sie das ändern wollten.

    Meinst du damit, dass auch 16- und 17-jährige wählen durften, denen vielleicht einen Tick weniger egal ist, wenn Parteien keine verantwortungsvolle Zukunftsperspektiven zeigen? Die Alterskohorten 70plus haben trotzdem noch einen riesigen Überhang.

  • 2. Es ist angesicht der Zahlen schlicht Blödsinn so zu tun, als sei die CDU die einzige Partei, die der AfD das stetige Wachstum bringt, und auch die einzige, die etwas dagegen tun könnte.

    Blödsinn ist es, aber für Grüne und SPD unglaublich bequem. Mit dem Beharren auf einer überzogenen Brandmauer engt man den Spielraum des politischen Konkurrenten massiv ein, selbst muss man aber gar nichts tun.

    Wenn die Ränder erstarken, ist das immer ein klares Indiz, dass die Parteien der Mitte versagt haben. Und da ist es auch egal, ob wir von rechts, links oder purem Populismus nach Hufeisenart reden. Alle drei Varianten sind mittlerweile gut in der deutschen Politik etabliert

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