Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Wer zu Hause laden kann, holt sich den S-Tarif oder M-Tarif und wer nicht, der hat halt ein Abo für 11,99 und ,,tankt" für 35-39 Cent.

    wer nicht zuhause laden kann, ist bei einem tarif mit der EnBw meistens schlecht bedient.

    wer beispielsweise sich in dresden/Sachsen aufhält benötigt eher eine Ladekarte von Sachsen-Energie

    ohne tarif zahlt man dort 50cent/kwh

    mit 5€ tarif 45cent/kwh

    Blockiergebühren standartmäßig bei der Verwendung 0€ dauerhaft, bitte Beschilderung beachten die geg. die parkdauer einschränken.


    im Bereich stuttgart von Hinata herkommt sollte man sich eher eine Karte der StadtwerkeStuttgart anschaffen, die weist zwischen 22 und 6uhr morgens keine blockiergebühren auf, und ist in vielen wohngebieten vertreten.

    Algemein lohnt sich daher ein Blick auf den örtlichen ladeanbieter.


    Ich halte das Laden beim einkaufen aber immernoch die beste wahl, da steht das auto sowieso während des einkaufens, und man muss sich daher um wenig kümmern, auch hier braucht man keine abbo gebühren:

    für Ladungen bei Kaufland & Lidl sollte man entpsrechende app nutzen

    AC: 0,29€ je kWh

    DC: 0,44€ je kWh

    HPC: 0,47€ je kWh


    Bei Aldi zahlt man am besten direkt mit Visa/Mastercard an der Ladestation (sowas mit solch einem tarif, sollte eigentlich der default sein, ist es aber leider immernoch nicht)

    AC: 0,22€ je kWh

    HPC: 0,47€ je kWh


    die EnBw ist eine Starke Ladekarte, aber nicht für städtisches Laden, sondern hauptsächlich für die Langstrecken, innerstädtisch lokal gibt es oft besser gelegene Angebote.

  • Daher der Wechsel zurück zum viel günstigeren Verbrenner.

    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass insbesondere die Leute uneingeschränkt begeistert von ihren E-autos sind, die richtig viel Geld für dicke Batterien ausgegeben haben und sich dann über das günstige laden freuen. Am Ende bei Anschaffung, Versicherung aber massiv draufgezahlt haben und die Opportunitätskosten auch vergessen.

    Es kommt darauf an, welche Kosten man ansetzt und wen man dafür bezahlen lässt. Wie ich mehrfach erwähnt habe, berücksichtigen die meisten die realen Kosten von Öl nicht. Sie sind aber trotzdem vorhanden und werden an anderer Stelle sowie von anderen Menschen „bezahlt“.

    Ich glaube außerdem, dass viele nicht bedenken, welche Kosten es für den Industriestandort Deutschland haben wird, wenn man weiter an veralteter Technik festhält, statt rechtzeitig in zukunftsfähige Lösungen zu investieren. Das schiebt man gerne auf die Politik und die Unternehmen. Aber Deutschland sind wir alle. Und wir alle sind Schuld, dass es so lange gedauert hat, bis ein Umdenken stattgefunden hat. Einfach weil man lange die kurzfristigen Vorteile direkt vor der Nase priorisiert hat und noch immer tut (siehe dieser Thread). Ich hoffe es ist nicht zu spät.

    Und nein, ich bin weder „Grüner“ noch „Idealist“. Ich habe allerdings Kinder und sehe, was geopolitisch und menschenrechtlich direkt und indirekt durch Öl passiert und wer am Ende die Zeche zahlen wird. Ich sehe auch was dieser Strukturwandel mit diesem Land macht. Ich finde es deshalb etwas zynisch, wenn man sich als Verbrenner-Fahrer über die ,,geringen Gesamtkosten" freut und kritisiert, dass BEV-Fahrer sich bei den Kosten etwas vormachen würden. Ich glaube es ist genau anders herum.

  • Ich bin seit über 30 Jahren, durch meinen Außendienst-Job, ein viel Fahrer, bis letztes Jahr im Diesel, dann hat die Firma komplett auf E Mobilität umgestellt, ich war sehr skeptisch und auch widerwillig auf diese Tatsache eingestellt. Jetzt habe ich das erste halbe Jahr und damit 30 tkm hinter mir und habe meine Meinung grundlegend geändert, sehr guter Fahrkomfort und entspanntes Fahren. Laden ist in 20 Minuten für die nächsten 300km erledigt, also eine Kaffeepause, die Dichte der Ladepunkte nimmt zu. Bisher habe ich nichts negatives von E Wagen Fahrern gehört, Kritiker kommen aus der Verbrenner-Fraktion. Vermutlich wird es wie mit der Gurtpflicht, es ist irgendwann Normalität.

  • Laden ist in 20 Minuten für die nächsten 300km erledigt, also eine Kaffeepause, die Dichte der Ladepunkte nimmt zu.

    ich fahre das schon seit nunmehr fast 8 jahren bereits elektrisch, genau dass ist auch mein Eindruck der ganzen Sache, sicherlich gibt es noch verbesserungspotential, aber alles in allem ist es eine gut funktionierende sache.

    mal nebenbei erwähnt ab 15 minuten hat man eine arbeitsrechtliche pause eingelegt, je nachdem wie man dafür in der zeiterfassung stempelt...

  • Man sollte sich halt beim Diskutieren entscheiden welchen Fall man diskutiert.

    Ich habe den Fall deiner Zahlen diskutiert. Fakten.

    Nur tanken ist beim BEV einfach günstiger.

    Da gebe ich dir ja recht. Sehe ich genauso. Trotzdem kann man über Zahlen auch etwas entspannter diskutieren, als deine Limitierungen zeigen. Was für einen teuer, billig, lächerlich ist, kannst du jedem selbst überlassen zu entscheiden und musst dich hier nicht als Bewerter aufspielen.

  • Da gebe ich dir ja recht. Sehe ich genauso. Trotzdem kann man über Zahlen auch etwas entspannter diskutieren, als deine Limitierungen zeigen. Was für einen teuer, billig, lächerlich ist, kannst du jedem selbst überlassen zu entscheiden und musst dich hier nicht als Bewerter aufspielen.

    So funktioniert eine Diskussion nicht. Wenn jeder dem anderen einfach „seine Meinung überlässt“, kann man sich jeden Austausch sparen. Ich vertrete hier die Ansicht, dass viele Befürworter von Verbrennern das große Ganze ausblenden und sich bei den tatsächlichen Kosten etwas vormachen. Natürlich haben sie das Recht, das anders zu sehen. Das kann und möchte ich niemandem absprechen.

    Die bisherigen Argumente wirken auf mich allerdings oft zu kurz gedacht, zu stark auf den eigenen Geldbeutel im Hier und Jetzt fixiert und basieren häufig noch auf einem längst überholten Narrativ der Reichweitenangst. Bei bestimmten Fahrprofilen kann ich diese Sorge nachvollziehen, bei den meisten Fahrern jedoch nicht.

  • Vielleicht ist bisher das Narrativ falsch gesetzt. Zu linksgrün und ökologisch.

    Eventuell müsste man für bestimmte Klientel eher im Stil der "Heimatstrom"-Memes arbeiten, die in Social Media kursieren :/


    https://www.spiegel.de/geschichte/hei…fb-d73aa0166ee0

    "»Deutsche Sonne, deutscher Wind«: Sie werben für erneuerbare Energien und nehmen gleichzeitig Rechtsextreme aufs Korn. Im Netz tauchen immer mehr »Heimatstrom«-Plakate auf. Doch Experten warnen vor dem Spiel mit der NS-Ästhetik."

  • Ich habe vor mir in nächster Zeit ein E-Auto zu kaufen.

    Wenn ich lese wie schwer das Laden außerhalb des eigenen Hauses ist(Undurchsichtigkeit des Preises,viele verschiedene Anbieter mit eigenen Karten usw,)muß ich mir das wohl nochmal überlegen.

    Warum kriegt der Staat das nicht hin das Laden so einfach wie das Tanken zu machen?

    D.

  • Wenn ich lese wie schwer das Laden außerhalb des eigenen Hauses ist(Undurchsichtigkeit des Preises,viele verschiedene Anbieter mit eigenen Karten usw,)muß ich mir das wohl nochmal überlegen.

    Es ist im Prinzip nicht schwer. Schwerer ist nur, wenn man nicht absurde Preise zahlen oder besonders flexibel sein will. Dank so genanntem Roaming kann man im Prinzip bei fast jedem Anbieter laden (mit der Ladekarte oder App eines anderen Anbieters), aber wie gesagt, die Preise sind oft nicht gut.

    Teilweise bieten auch die jeweiligen Autohersteller Ladetarife an, die das ganze etwas einfacher handhabbar und günstiger machen.

    Ansonsten wurde ja EnBW schon als Anbieter genannt, mit dem man in ganz Deutschland ziemlich gut laden kann.

    Zitat

    Warum kriegt der Staat das nicht hin das Laden so einfach wie das Tanken zu machen?

    Der Staat hat hier schon eingegriffen. Neu errichtete Ladepunkte müssen Adhoc-Ladung mit elektronischer Zahlung (also z.B. mit Kreditkarte) unterstützen.

  • Ich glaube nicht, das da der Staat in der Bütt steht, sondern die Lade-Anbieter. Mit wenig Aufwand kann man sich eine Ladekarte besorgen, die man überall nutzen kann und meist kostenlos ist. Wenn ich dereinst ein E-Auto besitze, werde ich den ACE e-Power Tarif via dem EnBw HyperNetz nutzen, da habe ich dann noch einen weiteren finanziellen Vorteil von 5 Cent pro kWh und zahle derzeit 54 Cent. In der App werden bislang über 900 000 Ladesäulen europaweit angezeigt und ob die Säule auch verfügbar ist. Das finde ich schon ganz nützlich.

  • Ich habe vor mir in nächster Zeit ein E-Auto zu kaufen.

    Wenn ich lese wie schwer das Laden außerhalb des eigenen Hauses ist(Undurchsichtigkeit des Preises,viele verschiedene Anbieter mit eigenen Karten usw,)muß ich mir das wohl nochmal überlegen.

    Warum kriegt der Staat das nicht hin das Laden so einfach wie das Tanken zu machen?

    D.

    Dass die Benzinpreise auch volatil sind, hast du mitbekommen? Genügend Ladesäulen gibt es. Etwas Gehirnschmalz musst du selbst verwenden.

    Wenn du Kaufland/Lidl im Nahbereich hast, kannst du mit der Kaufland-App für 29 Cent/kWh bis 22 kW AC (diese Geschwindigkeit war deshalb für mich Bedingung am Auto) laden - natürlich deutlich langsamer und durch Zeitbegrenzungen nicht so optimal wie mit DC-Schnellladern. Schau dir die DC-Schnellade-Tarife von EnBW an. Dort kannst du monatlich wechseln und wenn du ihn zeitweise, weil keine Fernfahrten anliegen, im grundgebührfreien Tarif S lässt, bist du flexibel.

  • Wenn ich dereinst ein E-Auto besitze, werde ich den ACE e-Power Tarif via dem EnBw HyperNetz nutzen, da habe ich dann noch einen weiteren finanziellen Vorteil von 5 Cent pro kWh und zahle derzeit 54 Cent.

    Wenn du weitere Strecken fährst, lohnen sich schnell die originalen Tarife von EnBW. Die 5 Cent gibts ja bei ACE nur auf die teuersten kWh (ohne Grundgebühr), die derzeit 56 Cent kosten..

  • Ich habe vor mir in nächster Zeit ein E-Auto zu kaufen.

    Wenn ich lese wie schwer das Laden außerhalb des eigenen Hauses ist(Undurchsichtigkeit des Preises,viele verschiedene Anbieter mit eigenen Karten usw,)muß ich mir das wohl nochmal überlegen.

    Warum kriegt der Staat das nicht hin das Laden so einfach wie das Tanken zu machen?

    D.

    Dass die Dinge einfacher werden, wenn der Staat eingreift, daran könnte man seine Zweifel haben.

    Das System dieser Stromtankstellen ist vergleichbar mit dem der Telekommunikation. Da gibt es auch x Anbieter mit einer unüberschaubaren Anzahl von Tarifvarianten. Natürlich gibt es hier auch Komfort-Modelle, die allerdings meist am oberen Rand der Preisgestaltung liegen und damit für viele nicht erschwinglich sind. Würde der Staat gesetzlich eine solche Komfort-Regelung, egal ob nun für Telekommunikation oder Stromtankstellen einführen, würden sich die Preise notwendigerweise nach oben bewegen. Denn dann dürfte es keine vertraglichen Bindungen mehr geben, also auch keine Grundgebühren oder Roaming-Gebühren. Was dann eben durch generell höhere Preise für eine kWh kompensiert werden müsste.

  • Stell dir vor, du kannst nur bei Aral tanken, Shell geht auch, aber dann sind Roaming Gebühren fällig. ;(

    Mein nächster wird auch elektrisch, den Benziner brauche ich vorher aber noch auf, der ist erst acht Jahre alt. Und dann muss eine Wallbox her.

  • Stell dir vor, du kannst nur bei Aral tanken, Shell geht auch, aber dann sind Roaming Gebühren fällig. ;(

    Oder du zahlst Ad-Hoc...sollte günstiger als schlechtes Roaming sein.

    Und nein, ich heiße die aktuelle Situation nicht gut, hier ist definitiv noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Und das muss genutzt werden, um die Akzeptanz zu steigern. Hier sehe ich auch die Autohersteller in der Pflicht. Das Anbieten eines einfachen und günstigen Ladetarifs, der praktisch überall gilt (ohne Abogebühen) wäre ein ordentlicher USP.

    VW will wohl so etwas zukünftig für den ID.Polo anbieten, aber nur AC-Ladungen:
    https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/m…00-ladepunkten/

    39 Cent überall.

  • Diese ,,Ich-muss-1000km-ohne-Pause-fahren-Denke" ist einfach konstruiert und praxisfern.

    Wer behauptet denn das?


    Ich habe oben mein Szenario geschildert, wo ich zwar Pausen mache aber dort keine Möglichkeit habe zu laden. Und das lässt sich auch nicht ändern.


    Mit dem Diesel tanke ich halt örtlich und zeitlich dann, wenn/wo der Preis passt. Mit dem E-Auto bräuchte ich zusätzliche Stopps nur zum Laden.


    Edit: mein Fahrprofil wird sich in absehbarer Zeit ändern, dass die Langstrecken weitgehend entfallen. Da ist die Diskussion dann eine andere und das e-Auto im Vorteil. Bis dahin muss der Diesel noch halten.

  • Ich habe oben mein Szenario geschildert, wo ich zwar Pausen mache aber dort keine Möglichkeit habe zu laden. Und das lässt sich auch nicht ändern.

    dass ist eines der probleme die es tatsächlich noch gibt, gerade bei diesen rundtrips ist das extrem schade, dass habe ich auch bei manchen trips zu sehenswürdigeiten da muss man dann extra nochmal laden auf dem rückweg, weil es vor ort am ziel keine lademöglichkeit gibt.

  • Welches E-Auto fahrt ihr?

    Und wie schnell fahrt ihr auf der Autobahn?

    Als AN würde ich auch einen E fahren, allein wegen der Besteuerung.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Der Staat hat hier schon eingegriffen. Neu errichtete Ladepunkte müssen Adhoc-Ladung mit elektronischer Zahlung (also z.B. mit Kreditkarte) unterstützen.

    Was aber halt mit einem Paradebeispiel für Malicious Compliance umgangen wurde.

    Meiner Ansicht nach müsste die Ad-Hoc-Ladung zu diskriminierungsfreien Preisen stattfinden. Ein symbolischer Cent für ADAC-Mitglieder, App-Nutzer, etc. ist ok. Aber 50% Aufschlag für Ad-Hoc sind definitiv nicht diskriminierungsfrei. Problem für die Anbieter ist...wenn sie nur noch Ad-Hoc anbieten würden, müssten sie über den Preis vor Ort konkurrieren. Viel bequemer ist da doch, mit einem großen Netz den Kunden einmal einzufangen. Wer jeden Monat 12€ an die EnBW abdrückt, wird selten zur Konkurrenz gehen...

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