Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Es muss v.a. einen Markt für Gebrauchte oder Leasingrückläufer geben.

    Keine Angst, der kommt. 2025 waren Elektroautos bei 20% der Neuzulassungen, in 2028 wird ein Großteil davon als Rückläufer in den Gebrauchtwagenmarkt gehen. Für 2026 dürfte der Anteil an den Neuzulassungen ein Stück höher liegen.

    Aber das wird halt in der Diskussion gerne vergessen. Der aktuelle Gebrauchtmarkt bildet im Wesentlichen den Neuwagenmarkt der Jahre 2022 und 2023 ab. Sowohl von der reinen Anzahl als auch von den zur Verfügung stehenden Modellen als auch von der Technik. Viele der aktuellen Verkaufsschlager gab es in 2023 noch gar nicht zu kaufen. 800V und Akkus über 80kWh netto gab es damals nur sehr selten.

    Der Gebrauchtmarkt ist einfach noch unglaublich dünn...wenn ich einen Enyaq oder ID4 mit maximal 60 000km und 35 000€ suche, habe ich im Umkreis von 200km (Luftlinie!) gigantische 36 Fahrzeuge mit großem Akku. Eine AHK haben davon nur 15 Stück und ein Akku-Zertifikat nur 5 Autos...wir reden hier von einem Bereich, der vom westlichen Bodensee bis München, Nürnberg und kurz vor Würzburg geht...

  • Und ja, natürlich wird sich bei der Effizienz noch ein bisschen was tun. Die möglichen Gewinne sind aber - eben aufgrund der hohen Grundeffizienz des Elektroantriebs - relativ beschränkt.

    Bei der Effizienz vom gesamten Antrieb gibt's schon deutliche Unterschiede und immer noch Potenzial. Ich sehe dass an unserem Fiat 500e, dessen Leegewicht ca. 800 kg geringer als beim ID.4 Pro ist und bei identischen Strecken trotzdem mehr verbraucht, als der große, schwere SUV.

    Zitat

    solange Akkus so degradieren, wie sie das aktuell tun, wird man auch das mit einrechnen müssen. Ich will das Auto ja nicht einen Leasingzyklus fahren, sondern 200 000k aufwärts.

    Nach dem was ich so weiß, ist das Thema Degradation nicht so heftig, wie von vielen befürchtet. Entscheidend ist die Akkuchemie, da gibt's natürlich auch Unterschiede.

  • Du liegst genau richtig, allerdings würde ich für diesen POLO ohne Förderung rund 10 T€ mehr bezahlten als für den POLO Verbrenner. Das ist für mich doch der Knackpunkt an der ganzen Sache.

    Wenn du ausstattungsbereinigt vergleichst, wird der Preisunterschied geringer.
    Wobei man natürlich wieder damit argumentieren könnte, dass implizit verbaute Automatikschaltung oder die Vorheizung/Vorkühlung nicht berücksichtigt werden darf, weil man diese gar nicht will bzw. weglassen würde.

    Aber auch unabhängig davon hat ein ID.Polo "Life" deutlich mehr Serienausstattung als der normale Polo "Life".

    Bezogen auf den Kaufpreis sind Elektroautos immer noch teurer, aber der Abstand wird zum Glück kleiner. Das hat auch damit zu tun, dass die Preise für Akkupacks weiterhin sinken. Ein Ende der Fahnenstange ist auch noch nicht in Sicht.

  • Eine Klasse höher und wenn man ein chin. E-Auto möchte, schaut's interessanter aus.

    Xpeng G6 (wird in Steyr gebaut) und der Zeekr 7GT sind für unter 50T€ zu haben.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Sehe ich auch so, die Preise gehen stetig nach unten. Momentan sieht es aber auf der VW Page (und bei anderen) aber auch noch so aus.

    Wie schon gesagt, der Vergleich ist irreführend. Der Verbrenner-Polo hat die einfachste Ausstattungslinie "Trend", während es aktuell beim ID.Polo mit der höheren Linie "Life" losgeht, die deutlich mehr Ausstattung hat. Zudem müssen 3000 (oder gar 5000?) Euro Kaufprämie und Förderung noch abgezogen werden. Der ID.Polo "Trend" für 25k kommt erst noch.

  • Der Ölmarkt ist global. Es spielt keine Rolle, woher wir unser Öl unmittelbar beziehen. Fakt ist: Der Großteil des Öls wird in Staaten gefördert, die bei Menschenrechten und Friedfertigkeit keinen besonders guten Ruf haben. Du willst Öl jetzt doch nicht ernsthaft moralisch reinwaschen, oder?

    Soso... 20 Minuten am Schnelllader sind unbequemer als zur Tanke zu fahren. :rolleyes:

    Ich picke jetzt auf die nur mal zwei Punkte raus:

    Gehen wir mal von relativ günstigen Kleinwagen (z.B. ZOE) und 15000 km im Jahr aus.

    Klar sind jeden zweiten Tag für 20 Minuten Laden viel unbequemer als alle ein bis zwei Wochen beim Großeinkauf 5 Minuten fürs Tanken hintendran zu hängen. Viele Mehrfamilienhausbewohner (und überhaupt viele Menschen) können sich nicht unbedingt ein Modell mit großem Akku leisten.

    Ich kann jeden verstehen, der dies als äußerst unbequem empfindet und mir persönlich wäre meine Lebens- und Arbeitszeit auch zu kostbar dafür.

    Fakt ist weiterhin, dass in einer globalisierten Welt alle komplexeren Produkte Anteile an Komponenten aus moralisch nicht 100% einwandfreien Staaten haben. Lithium und Elektrodenmaterialien für Akkus gehören auch dazu....

  • Wie schon gesagt, der Vergleich ist irreführend. Der Verbrenner-Polo hat die einfachste Ausstattungslinie "Trend", während es aktuell beim ID.Polo mit der höheren Linie "Life" losgeht, die deutlich mehr Ausstattung hat. Zudem müssen 3000 (oder gar 5000?) Euro Kaufprämie und Förderung noch abgezogen werden. Der ID.Polo "Trend" für 25k kommt erst noch.

    Die Life Verbrenner Version kostet auf der Seite mit 22.510€ noch immer 11.285 € weniger als der Elektrische und die Prämie würde ich z.B. auch nicht bekommen.

    Der neue E-Polo könnte allerdings der echte Wendepunkt werden, bin sehr gespannt.

  • Die Life Verbrenner Version kostet auf der Seite mit 22.510€ noch immer 11.285 € weniger als der Elektrische und die Prämie würde ich z.B. auch nicht bekommen.

    Nochmals: Auch wenn die Linien die gleichen Namen haben, so ist die Ausstattung nicht vergleichbar.

    Und: Die (bis zu?) 5000 Euro Kaufprämie von VW sind unabhängig von der Bundesförderung. Je nach Haltedauer und Lademöglichkeit hat man die Differenz dann über die Zeit finanziert dank THG-Quote, Steuerfreiheit und günstigerem Laden.

  • Ich glaube außerdem, dass viele nicht bedenken, welche Kosten es für den Industriestandort Deutschland haben wird, wenn man weiter an veralteter Technik festhält, statt rechtzeitig in zukunftsfähige Lösungen zu investieren. Das schiebt man gerne auf die Politik und die Unternehmen. Aber Deutschland sind wir alle. Und wir alle sind Schuld, dass es so lange gedauert hat, bis ein Umdenken stattgefunden hat. Einfach weil man lange die kurzfristigen Vorteile direkt vor der Nase priorisiert hat und noch immer tut (siehe dieser Thread). Ich hoffe es ist nicht zu spät.

    Und nein, ich bin weder „Grüner“ noch „Idealist“. Ich habe allerdings Kinder und sehe, was geopolitisch und menschenrechtlich direkt und indirekt durch Öl passiert und wer am Ende die Zeche zahlen wird. Ich sehe auch was dieser Strukturwandel mit diesem Land macht. Ich finde es deshalb etwas zynisch, wenn man sich als Verbrenner-Fahrer über die ,,geringen Gesamtkosten" freut und kritisiert, dass BEV-Fahrer sich bei den Kosten etwas vormachen würden. Ich glaube es ist genau anders herum.

    Sorry - Ich komme aus der globalen Großindustrie und bringe einiges an Expertise mit. Seit 30 Jahren befasse ich mich mit Standortfaktoren und Großinvestitionen.

    Der Industrie wäre massiv geholfen, wenn man massive Deregulation betreiben würde bzw. betrieben hätte. Dann könnte sie selbst entscheiden welche Technologien derzeit und zukünftig wirtschaftlich sind und entsprechend das aktuelle Produktportfolio und den F&E Aufwand für Zukunftstechnologien zu steuern.

    Die planwirtschaftlichen Anteile haben in Europa in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht mehr tragbare Ausmaße angenommen. Und Planwirtschaft, das zeigt die Historie wohl deutlich, hat noch nie zu Wirtschaftswundern geführt.

  • Ich kann jeden verstehen, der dies als äußerst unbequem empfindet und mir persönlich wäre meine Lebens- und Arbeitszeit auch zu kostbar dafür.

    Am Ende ist das doch eine ziemlich subjektive Frage. Ob 20 Minuten am Schnelllader verlorene Zeit sind oder ob man in derselben Zeit zu Hause fernsieht bzw. liest oder auf Finanztip Beiträge schreibt, bewertet jeder anders. Wenn ich mir anschaue, womit viele Menschen ihre Freizeit verbringen, sehe ich da ehrlich gesagt keinen grundlegenden Unterschied. Ob jemand nun zu Hause aufs Smartphone schaut oder ein paar Minuten im Auto verbringt. Ist das wirklich so verschieden?

    Vielleicht gehörst du natürlich zu den 0,000001 % der Menschen, die jede Minute ihres Tages mit extrem wichtigem und sinnstiftendem Inhalt füllen. Dann wäre es tatsächlich eine gesellschaftliche Tragödie, wenn davon 20 Minuten fürs Laden draufgehen würden. Ich bezweifle allerdings, dass das auf die Mehrheit der Menschen zutrifft. Irgendwie ein ziemliches schwaches Argument.

    Und wie gesagt: Ich bin lange Verbrenner gefahren. Ich hatte nie das Gefühl, dass der Umstieg aufs BEV plötzlich außergewöhnlich mühselig wäre.

    Zitat von Jochen Emm

    Fakt ist weiterhin, dass in einer globalisierten Welt alle komplexeren Produkte Anteile an Komponenten aus moralisch nicht 100% einwandfreien Staaten haben. Lithium und Elektrodenmaterialien für Akkus gehören auch dazu....

    Ja, das gute alte Whataboutism. Zu dem Thema gibt es mittlerweile so viele neutrale Studien, dass eigentlich selbst dem Letzten klar sein müsste, dass BEVs langfristig deutlich weniger problematisch sind als das permanente Verbrennen fossiler Kraftstoffe. Das sind nun einmal die Fakten. Man kann sie akzeptieren oder verdrängen. Letzteres scheint hierzulande allerdings fast schon Volkssport zu sein.

    Und das Argument „Mein Diesel ist günstiger“ funktioniert in der Regel auch nur dann, wenn man bewusst oder unbewusst ziemlich kreativ rechnet und seinen Kindern nicht in die Augen guckt.

  • Sorry - Ich komme aus der globalen Großindustrie und bringe einiges an Expertise mit. Seit 30 Jahren befasse ich mich mit Standortfaktoren und Großinvestitionen.

    Der Industrie wäre massiv geholfen, wenn man massive Deregulation betreiben würde bzw. betrieben hätte. Dann könnte sie selbst entscheiden welche Technologien derzeit und zukünftig wirtschaftlich sind und entsprechend das aktuelle Produktportfolio und den F&E Aufwand für Zukunftstechnologien zu steuern.

    Die planwirtschaftlichen Anteile haben in Europa in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht mehr tragbare Ausmaße angenommen. Und Planwirtschaft, das zeigt die Historie wohl deutlich, hat noch nie zu Wirtschaftswundern geführt.

    Am Ende bekommt eine Gesellschaft meist genau die Politik, die sie über Jahrzehnte hinweg wählt. Man kann nicht immer wieder dieselben Parteien und Konzepte unterstützen und sich dann überrascht zeigen, wenn am Ende wieder derselbe Stillstand herauskommt.

    Dieses ständige „Man müsste“, „man sollte“, „man könnte“ beginnt letztlich bei jedem Einzelnen. Und wenn ich mir diesen Thread anschaue, fehlt genau diese Selbstreflexion oft komplett. In den vergangenen Jahrzehnten habe ich vor allem viel Gemecker gehört. Aber nur selten echte Ideen, Engagement oder den Willen, Veränderungen auch konsequent einzufordern. Zur Not auf der Straße.

    Stattdessen richtet man sich bequem ein: Urlaub, Grillabend, Alltag und bei der nächsten Wahl wieder das bekannte Kreuz an derselben Stelle. Und irgendwann stellt man dann fest, dass sich nichts bewegt, und beschwert sich erneut.

    So unbequem es klingt: Die Verantwortung liegt nicht ausschließlich bei „der Politik“. Bürger tragen daran genauso ihren Anteil. Die einzige Partei, die zumindest stärker auf Deregulierung und mehr Eigenverantwortung setzen wollte, wurde bei der Bundestagswahl aus dem Parlament gewählt. Das sagt am Ende auch etwas über die gesellschaftliche Stimmung aus.

    Denn wenn man ehrlich ist, wünschen sich viele Menschen zwar Veränderung, möchten Verantwortung aber möglichst selten selbst tragen. Versuch doch einmal öffentlich mehr Eigenverantwortung einzufordern. Der Gegenwind kommt garantiert. Schon kleine Schritte in diese Richtung werden oft massiv kritisiert oder direkt abgelehnt.

    Genau darin zeigt sich doch das eigentliche Problem: Der Ruf nach Freiheit ist häufig groß, solange sie keine zusätzlichen Pflichten oder Risiken mit sich bringt

  • Und wie gesagt: Ich bin lange Verbrenner gefahren. Ich hatte nie das Gefühl, dass der Umstieg aufs BEV plötzlich außergewöhnlich mühselig wäre.

    Das kommt immer darauf an. Wer in einem Eigenheim wohnt und sein E-Auto, mit dem er täglich 10 km zur Arbeit fährt, an der Wallbox laden kann, für den macht es kaum einen Unterschied. Anders sieht es für jemanden aus, der in einem fünfstöckigen Mietshaus wohnt und jeden Abend Probleme hat, überhaupt einen Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung zu finden. Zur nächsten Ladestation sind es 15 Minuten zu Fuß. Da er 50 km zu seinem Arbeitsplatz fahren muss, ist dementsprechend häufiges Laden erforderlich. Der hat vielleicht eine andere Meinung zu E-Autos als du.

    Letztens war ich übrigens längere Zeit auf der Autobahn unterwegs. Spätabends, wohl so gegen 23 Uhr, musste ich kurz an einem Rastplatz anhalten, um ein dringendes Geschäft zu erledigen. Auf einem abgelegenen Teil der Parkplätze, völlig unbeleuchtet, sah ich dort drei E-Autos incl. Insassen am Kabel hängen. Da dachte ich mir: wer empfindet es als Fortschritt, irgendwo in der Pampa im Dunkeln auf einem Parkplatz zu stehen und eine halbe Stunde oder länger dort darauf zu warten, bis die Batterie so weit geladen ist, dass er weiterfahren kann?

  • Ich habe mir nun nicht alle Beiträge durchgelesen. Ich fahre seit gut drei Jahren ein E-Auto, bin durchweg sehr zufrieden. Vielleicht könnten die weniger Leistung haben (meiner hat derzeit über 400 PS), dafür würde ich einen viel größeren Akku (meiner hat derzeit knapp 70 kWh) nehmen.

  • Das kommt immer darauf an. Wer in einem Eigenheim wohnt und sein E-Auto, mit dem er täglich 10 km zur Arbeit fährt, an der Wallbox laden kann, für den macht es kaum einen Unterschied. Anders sieht es für jemanden aus, der in einem fünfstöckigen Mietshaus wohnt und jeden Abend Probleme hat, überhaupt einen Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung zu finden. Zur nächsten Ladestation sind es 15 Minuten zu Fuß. Da er 50 km zu seinem Arbeitsplatz fahren muss, ist dementsprechend häufiges Laden erforderlich. Der hat vielleicht eine andere Meinung zu E-Autos als du.

    Da hast du einen Punkt: Wer einen kleinen Akku hat, im alten Mietshaus ohne Wallbox wohnt, täglich 50 km einfache Strecke zur Arbeit fährt und keinen Schnelllader auf der Strecke hat, könnte daran tatsächlich scheitern.

    Aber das ist schon eine ziemlich spezielle Konstellation, oder? Die Frage ist ja, wie viele Menschen überhaupt so leben: Mieten, aber gleichzeitig jeden Tag 100 km pendeln, ohne vernünftige Ladeoptionen unterwegs oder zuhause.

    Typischerweise mietet man doch eher, weil man zentral oder städtisch wohnt und/oder relativ nah am Arbeitsplatz ist. Natürlich kann man sich immer abstrakte Extremfälle konstruieren, in denen etwas nicht funktioniert. Die entscheidende Frage ist aber, ob das die Realität der breiten Masse abbildet.

    Zitat von sam51

    Letztens war ich übrigens längere Zeit auf der Autobahn unterwegs. Spätabends, wohl so gegen 23 Uhr, musste ich kurz an einem Rastplatz anhalten, um ein dringendes Geschäft zu erledigen. Auf einem abgelegenen Teil der Parkplätze, völlig unbeleuchtet, sah ich dort drei E-Autos incl. Insassen am Kabel hängen. Da dachte ich mir: wer empfindet es als Fortschritt, irgendwo in der Pampa im Dunkeln auf einem Parkplatz zu stehen und eine halbe Stunde oder länger dort darauf zu warten, bis die Batterie so weit geladen ist, dass er weiterfahren kann?

    Das dürfte eher an den Leuten liegen. Das Auto zeigt ja genau und vorher(!) an, wie lange die Fahrt dauert und wie lange man wo laden muss. Die Wahrscheinlichkeit, plötzlich und unerwartet laden zu müssen, ist praktisch null. Sie wussten schließlich im Voraus, dass sie dort landen würden.

  • Nun macht Euch doch mal ehrlich:

    Hier dürften viele Leute lesen + schreiben, in deren Haushalt es mehr als ein Auto gibt. Dass beide Partner ständig mit dem Auto weite + wechselnde Strecken fahren (müssen), so dass ein Elektroauto auch als Zweitwagen nicht in Frage kommt, mag vorkommen, dürfte aber selten sein.

    Hier dürften auch viele Leute lesen + schreiben, die ihr Auto unproblematisch zu Hause oder auf Arbeit oder beim Einkauf laden könnten.

    Und fahren hier alle außer mir privat wirklich oft >500 km in den Urlaub oder zu Familienbesuchen?

    Ist es nicht vielmehr so, dass für viele zumindest hier im Forum ein Elektroauto (ggf. als Zweitwagen bei Paaren) sowohl finanziell drin wäre als auch keine wirklich großen Umstände machen würde?

    Ich hab den Umstieg ja selbst erstmal aufgeschoben, weil es zum einen derzeit auf dem Markt noch kein E-Auto gibt, bei dem für mich alles stimmt (und auf das Göttergatte und ich uns einigen könnten ... schwieriges Thema), und zum anderen die geliebte Nuckelpinne gerade mal 10.000 km runter hat. Aber ich gedenke mich bei meiner Entscheidung nicht von Argumenten beeinflussen zu lassen, die für einige Leute - Verdacht: es sind gar nicht einmal so sehr viele Leute - tatsächlich eine Rolle spielen mögen, in meiner Alltagsrealität aber herzlich egal sind.

  • Der Industrie wäre massiv geholfen, wenn man massive Deregulation betreiben würde bzw. betrieben hätte. Dann könnte sie selbst entscheiden welche Technologien derzeit und zukünftig wirtschaftlich sind und entsprechend das aktuelle Produktportfolio und den F&E Aufwand für Zukunftstechnologien zu steuern.

    Die planwirtschaftlichen Anteile haben in Europa in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht mehr tragbare Ausmaße angenommen. Und Planwirtschaft, das zeigt die Historie wohl deutlich, hat noch nie zu Wirtschaftswundern geführt.

    Warum betreibt die Automobilindustrie solch einen starken Lobbyismus? Ohne diesen würde die Politik vielleicht weniger eingreifen. Planwirtschaft in der Automobilindustrie ist hausgemacht, zumindest in Deutschland.

  • Und das Argument „Mein Diesel ist günstiger“ funktioniert in der Regel auch nur dann, wenn man bewusst oder unbewusst ziemlich kreativ rechnet und seinen Kindern nicht in die Augen guckt.

    "Kosten" ist das, was sich auf meinem Konto wiederspiegelt. In beiden Fällen kann man weitere Faktoren reinrechnen.

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