Kostenlose Mitversicherung in der GKV soll wegfallen

  • Trotz der höheren Kosten, die PKV Versicherten von den Ärzten für vergleichbare Leistungen (gegenüber GKV Versicherten) berechnet werden? (s.o.)

    Die Beihilfe trägt 50% (ggf. 70% bei Kindern/Ruhestand) der beihilfefähigen Kosten. Die beihilfefähigen Kosten sind nicht gleich mit den in Rechnung gestellten Kosten, sondern oftmals niedriger. Das ist auch der Grund, warum bei PKV-Tarifen für Beamte eben zu den Beihilfeergänzungstarifen usw. geraten wird, weil die Beihilfe gerade nicht konsequent wirklich alles zu 50% trägt. Dieser Ergänzungstarif der PKV fängt dann den Unterschied zwischen Beihilfe und PKV-Grundtarif (30-50%) ab.

  • Die Beihilfe trägt 50% (ggf. 70% bei Kindern/Ruhestand) der beihilfefähigen Kosten. Die beihilfefähigen Kosten sind nicht gleich mit den in Rechnung gestellten Kosten, sondern oftmals niedriger. Das ist auch der Grund, warum bei PKV-Tarifen für Beamte eben zu den Beihilfeergänzungstarifen usw. geraten wird, weil die Beihilfe gerade nicht konsequent wirklich alles zu 50% trägt. Dieser Ergänzungstarif der PKV fängt dann den Unterschied zwischen Beihilfe und PKV-Grundtarif (30-50%) ab.

    Danke!

    Das vermittelt mir den Eindruck, dass GKV Versicherte - wie ich - sich auch mal genauer mit dem PKV System beschäftigen sollten. Sonst wird man zu Fehleinschätzungen verleitet und ja, auch zu Vorurteilen.

  • Nach

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ver…kosten-100.html

    Nun auch

    https://www.welt.de/wirtschaft/art…V49.6.A_control

    Zitat

    Als besonders dringend mahnte Dulger an, dass der Bund die Krankenversicherungsbeiträge für Bürgergeldempfänger auf ein realistisches Niveau anhebt. Derzeit zahle der Bund lediglich 140 Euro pro Person und Monat an die Krankenkassen – daraus entstehe ein jährliches Defizit von rund zehn Milliarden Euro, das die Beitragszahler ausgleichen müssten. „Solche versicherungsfremden Leistungen müssen aus dem Steuerhaushalt finanziert werden, nicht über Sozialbeiträge“, so Dulger.

    Aber auch

    Zitat

    Zudem sprach sich der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) für die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern als Teil eines Gesamtkonzepts aus.

    Solch ein Schritt brächte rund drei Milliarden Euro Entlastung.

  • Die letzten Zahlen sind schon mal falsch. Der ein Spar wäre sogar noch größer für die Krankenkasse und die Pflegeversicherung.

    Da etwa 2,1 Millionen Menschen über ihren Ehepartner familienversichert sind, müsste man jetzt noch den Anteil der Menschen abziehen, die ein Kind bis sechs Jahren beziehungsweise einen pflegebedürftigen Menschen „real“ betreuen.

    dann multipliziert man die Zahl mal etwa 220 €.

  • Vielleicht ist ja auch die erste Zahl falsch.

    Wenn ich diesen Artikel hier nehmen

    https://www.merkur.de/politik/kosten…r-94231118.html


    Zitat

    Den Bund verklagten sie, weil die staatliche Pauschale pro Bürgergeld-Bezieher nur rund ein Drittel davon deckt, wie viel ihre Gesundheitsversorgung wirklich kostet.

    ...

    Es stelle sich die Frage, „ob es richtig ist, die arbeitende Bevölkerung immer stärker zu belasten, was den Faktor Arbeit verteuert, während etwa fünfeinhalb Millionen Bürgergeldempfänger Leistungen erhalten, die von den Beitragszahlern mitfinanziert werden“.

    Unter Berücksichtigung von

    Zitat

    Besonders brisant ist aus Dulgers Sicht die Finanzierung der Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger. Der Staat zahlt derzeit nur 140 Euro pro Person und Monat an die Kassen . Das sei deutlich zu wenig, wie der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert.

    Dann fehlen also pro Bürgergeldempfänger 280 Euro pro Monat.

    5,5 Mio x 280 Euro x 12 = 18,48 Mrd Euro

  • Lassen wir die Kinder erst mal draussen vor und konzentrieren uns auf die kostenlos mitversicherten Ehepartner, um die es ja in den aktuellen Diskussionen vornehmlich geht.

    https://www.msn.com/de-de/finanzen…ppe/ar-AA1Zet8q

    Zitat

    Jeder Fünfte ist beitragsfrei mitversichert

    Nach Angaben des Kassenverbands gibt es in Deutschland 75,3 Millionen gesetzlich Versicherte. Darunter sind fast ein Fünftel oder 15,7 Millionen beitragsfrei mitversicherte Angehörige; die meisten sind Kinder. Rund 2,5 Millionen aber sind Ehegatten oder Lebenspartner. Müssten diese je 200 Euro im Monat einzahlen, kämen im Jahr rechnerisch sechs Milliarden Euro zusammen.

    Das wären dann jährliche Kosten von

    2,5 Millionen x 420 euro x 12 = 12,6 Mrd Euro.

  • Zudem sprach sich der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) für die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern als Teil eines Gesamtkonzepts aus.

    Solch ein Schritt brächte rund drei Milliarden Euro Entlastung.

    Zitat

    Die Rede ist von 11,4 Milliarden Euro Kosten, die nur durch die mitversicherten Ehepartner anfallen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…63-a53e6657a925

  • Zudem sprach sich der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) für die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern als Teil eines Gesamtkonzepts aus.

    Solch ein Schritt brächte rund drei Milliarden Euro Entlastung.

    Zitat

    Die Rede ist von 11,4 Milliarden Euro Kosten, die nur durch die mitversicherten Ehepartner anfallen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…63-a53e6657a925

    11,4 Mrd Euro Kosten bzw. 12,6 Mrd Euro Kosten liegen relativ nahe beieinander.

    Aber die Einsparung - wenn man die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern durchführt - sollte den Zahlen zufolge mindestens 6,75 Mrd Euro betragen, nicht 3 Mrd. Denn es ging bei dem Vorschlag darum:

    Zitat

    Künftig müssten dem Bericht zufolge die mitversicherten Ehepartner einen Mindestsatz von etwa 225 Euro zahlen.

    2,5 Millionen x 225 Euro x 12 = 6,75 Mrd Euro


    So oder so: die 18,48 Mrd Euro Kosten, die dadurch enstehen, dass der Staat nur 1/3 der tatsächlichen Kosten übernimmt, für die 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger, sind deutlich höher.

  • So oder so: die 18,48 Mrd Euro Kosten, die dadurch enstehen, dass der Staat nur 1/3 der tatsächlichen Kosten übernimmt, für die 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger, sind deutlich höher.

    Bezahlen. Bei dieser Diskussion ist ziemlich schwierig. Du musst natürlich die Aufstocker Fälle abziehen.

    Die Aufstocker Fälle erhalten logischerweise zu einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit noch eine Aufstockung als „Stütze.“

    Hier gibt es ernsthafte juristische Vorschläge, die vollkommen mit dem Europarecht konform gehen. der Entzug der Bürger, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst in Deutschland sicherstellen können.

    Das ist dann oder hier aufgrund mafiöse Strukturen brutto 700 € verdient.

  • Bezahlen. Bei dieser Diskussion ist ziemlich schwierig. Du musst natürlich die Aufstocker Fälle abziehen.

    Die Aufstocker Fälle erhalten logischerweise zu einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit noch eine Aufstockung als „Stütze.“

    Hier gibt es ernsthafte juristische Vorschläge, die vollkommen mit dem Europarecht konform gehen. der Entzug der Bürger, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst in Deutschland sicherstellen können.

    Das ist dann oder hier aufgrund mafiöse Strukturen brutto 700 € verdient.

    Tomarcy Ich verstehe Deinen letzten Beitrag nicht. Es sieht irgendwie so aus, als ob die Autokorrektur dazwischengefunkt hat.

  • Hier noch ein aktueller Beitrag von Professor Dr. Christian Rieck zu diesem und anderen Themen, die gerade diskutiert werden:

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  • Jetzt donnert wieder jeder mit seinen eigenen komischen Vorschlägen durch die Medienwelt. Auch IKK-Chef Hermes, mit 64 ein gewaltiges Gehalt abzockt, meldet sich und fordert radikale Kürzungen und Kopf-Kopfpauschalen.
    Kompletter Systemwechsel.

    Einen Link zu dem Gebrabbel erspare ich mir.

    Allerdings habe ich einen Verbesserungsvorschlag zum Systemwechsel:

    Herr Hermes geht mit Brutto 4.000 Euro in den Ruhestand und wird pflichtversichert in der IKK.
    Viel Spaß…

  • Jetzt donnert wieder jeder mit seinen eigenen komischen Vorschlägen durch die Medienwelt. Auch IKK-Chef Hermes, mit 64 ein gewaltiges Gehalt abzockt, meldet sich und fordert radikale Kürzungen und Kopf-Kopfpauschalen.
    Kompletter Systemwechsel.

    Einen Link zu dem Gebrabbel erspare ich mir.

    Allerdings habe ich einen Verbesserungsvorschlag zum Systemwechsel:

    Herr Hermes geht mit Brutto 4.000 Euro in den Ruhestand und wird pflichtversichert in der IKK.
    Viel Spaß…

    Warum muss man eigentlich auf jeden Vorschlag, der einem nicht gefällt, so unsachlich reagieren?

    Damit sich jeder selbst eine Meinung zu diesen Vorschlägen bilden kann, hier der Link:

    Kassenchef in BILD: So müssen die Krankenkassen reformiert werden | Politik | BILD.de

  • Neben dem Hochsetzen der JAEG wäre natürlich das Abschaffen der Beihilfe-Konstruktion für die Beamten (immerhin 2/3 der PKV-Versicherten) ein wirksamer Hebel. Hier dürfte allerdings mit deutlichem Widerstand der Beamten-Lobby zu rechnen sein.

    Das wäre noch wesentlich teurer. Dann müsste der Staat nämlich die Bezüge um die Kosten einer Vollversicherung anheben, sprich: 100% PKV. Wäre ich übrigens dafür, die Behilfe hat größtenteils nur Leistungen auf GKV-Niveau und braucht lange zur Erstattung.


    Trotz der höheren Kosten, die PKV Versicherten von den Ärzten für vergleichbare Leistungen (gegenüber GKV Versicherten) berechnet werden? (s.o.)

    Ja. Um einiges. Ein Routine-Besuch beim Arzt kostet zwischen 50 und 80 Euro. Da müsste ich schon fast täglich gehen, um den AG-Beitrag zu produzieren.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Das wäre noch wesentlich teurer. Dann müsste der Staat nämlich die Bezüge um die Kosten einer Vollversicherung anheben, sprich: 100% PKV. Wäre ich übrigens dafür, die Behilfe hat größtenteils nur Leistungen auf GKV-Niveau und braucht lange zur Erstattung.

    Würden sich bei einer Anhebung des Gehaltes zum Ausgleich der KV-Kosten nicht die Pensionsansprüche erhöhen? Soweit ich weiß, orientiert sich die Beamtenpension am letzten Bruttogehalt.

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