Kostenlose Mitversicherung in der GKV soll wegfallen

  • Hallo zusammen,

    Ich hoffe, dass ich mit meiner Frage in diesem Thread richtig bin:

    Ich (63 Jahre alt) bin seit Anfang des Jahres in Rente. Meine Frau (58) hat seit Anfang der 1990er nicht mehr gearbeitet und ist bei mir mitversichert. Aus gesundheitlichen Gründen wird sie auch zukünftig nicht mehr arbeiten. Muss ich Als Rentner zukünftig trotzdem den Zusatzbeitrag entrichten?

    Saludos,

    Der Mexikaner

    Ja, höchst wahrscheinlich wirst du für deine Frau zahlen müssen solange deine Frau selbst nicht in Rente ist. Dumm gelaufen, wärst du Bürgergeldempfänger wäre alles in Butter.

    Hier wird ein ähnlicher Fall beschrieben, Gruppe 1.

    Wahrscheinlich wird dich diese Gesetzeslücke treffen, so wie tausende andere.

  • https://www.br.de/nachrichten/de…-kosten,VHbOXDp

    Nach den geplanten Regelungen der Regierung (Bundeskabinett hat das verabschiedet und dem Bundestag zugeleitet), wärt ihr wohl dabei. Sie Erklärungen oben.

    Aber: im parlamentarischen Verfahren stehen einige konstruktive Auseindersetzungen bevor. Die medial immer „geprügelte“ SPD will den Beitrag für familienversicherte Ehepartner nicht in der Form haben.

  • Wollen wir mal hoffen das die SPD etwas ereicht, es gibt viele die wegen Krankheit nicht arbeiten können aber für die Rente nicht krank genug sind. Diese Fälle werden ordentlich abkassiert und das obwohl der Staat froh sein kann das der Partner diese Menschen versorgt und nicht das Amt dafür aufkommen muss.

  • Das W in SPD steht eben für Wirtschaftskompetenz. There is no such thing as a free lunch, und wenn endlich Beiträge fällig werden würden, wäre das ein Weg hin zur realistischen Bepreisung des Gutes Gesundheit.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Es wird dadurch fairer, auch wenn es die nervt, die bisher das Privileg hatten. Jetzt noch das Dienstwagenprivileg weg, den Diesel adäquat besteuern, die Gießkannen-Mütterrente und noch einiges mehr. Ist aber leider so, dass diese Regierung konsequent weghört, wenn Wirtschaftsweise, Regierungskommissionen und Expertise aus den Konzernen mit fundierten Vorschlägen kommen. Die Gesundheitsreform hätte besser ausfallen können.

  • Und die Expertenkommission musste ja schon mit der Vorgabe arbeiten, dass man über einen Einbezug der Privatversicherten oder eine Strukturänderung bei den Krankenversicherung nicht nachdenken dürfe. Keine Ahnung welche weiteren Beschränkungen man den Experten noch auf den Weg gegeben hatte.

    Darauf muss man erst mal kommen, Einsparpotential für die GKV vor dem ersten gedanken auszuschliessen.

    Frage mich nur, ob es aus der Lobby der Versicherungen und/oder Privatversicherten kommt oder gleich von der Union ausgeschlossen wurde, dass nicht zuviele potentieller CDU Wähler böse werden.

    Fakt für mich, da es sinnbefreit ist, muss es aus einer Lobby( incl. Lobby der pot CDU Wähler )kommen

  • Sozialabgaben auf Kapitalerträge und Mieteinnahmen habt ihr vergessen, schließlich sollte doch auch dieses Privileg für die Vermögenderen abgebaut werden wenn wir schon dabei sind. Aber Familien abziehen ist halt einfacher.

  • Es wird dadurch fairer, auch wenn es die nervt, die bisher das Privileg hatten. Jetzt noch das Dienstwagenprivileg weg, den Diesel adäquat besteuern, die Gießkannen-Mütterrente und noch einiges mehr. Ist aber leider so, dass diese Regierung konsequent weghört, wenn Wirtschaftsweise, Regierungskommissionen und Expertise aus den Konzernen mit fundierten Vorschlägen kommen. Die Gesundheitsreform hätte besser ausfallen können.

    Und die Steuer in soweit erhöhen, dass Versicherungsfremdeleistungen aus Steuergeldern bezahlt werden kann.

    Bisher schleicht sich der halbwegs gut verdienende PKVler.

  • Sozialabgaben auf Kapitalerträge und Mieteinnahmen habt ihr vergessen, schließlich sollte doch auch dieses Privileg für die Vermögenderen abgebaut werden wenn wir schon dabei sind. Aber Familien abziehen ist halt einfacher.

    Dann würden 90% des Forums sich beschweren, weil der ETF fürs Alter plötzlich verbeitragt wird.

    Bisher schleicht sich der halbwegs gut verdienende PKVler.

    Mir fehlt immer noch die Erklärung, warum jemand, der nicht Versicherter ist, für die Versicherung bezahlen soll.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Sozialabgaben auf Kapitalerträge und Mieteinnahmen habt ihr vergessen, schließlich sollte doch auch dieses Privileg für die Vermögenderen abgebaut werden wenn wir schon dabei sind. Aber Familien abziehen ist halt einfacher.

    Welche Sozialabgaben möchte man denn z.B. von privat versicherten Rentnern erheben?

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass manche begeistert nach einer Erhöhung von Steuern und Abgaben rufen. Zumindest solange, wie sie nicht selbst betroffen sind. Aber die anderen, die mehr haben, kann es gerne treffen.

    Dieser Staat hat aktuell soviel Steuereinnahmen wie nie zuvor. Aber er benötigt immer mehr, weil die verantwortlichen Politiker, die allerdings nie für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden können, das Geld mit vollen Händen verteilen.

  • Sozialabgaben auf Kapitalerträge und Mieteinnahmen habt ihr vergessen, schließlich sollte doch auch dieses Privileg für die Vermögenderen abgebaut werden wenn wir schon dabei sind. Aber Familien abziehen ist halt einfacher.

    Was Politik dummerweise ganz gerne übersieht: Oma Erna mit ihren 10 BMW-Mitarbeiteraktien hat klägliche Kapitalerträge zur Armutsrente, und Elon Musk hat nebenbei noch ne Familie.

  • Dann würden 90% des Forums sich beschweren, weil der ETF fürs Alter plötzlich verbeitragt wird.

    Mir fehlt immer noch die Erklärung, warum jemand, der nicht Versicherter ist, für die Versicherung bezahlen soll.

    mindestens mal bei mir geht es darum, dass der Versicherte GKVler als Versicherter Versicherungsfremde Leisungen zahlen muss, der Versicherte aus der PKV jedoch nicht.


    Und darum sind auch meine Beiträge deutlich höher als die bei der PKV, wie es bei vergleichbaren Leistungen wäre, lassen wir mal Ausen vor. Ich z.B. zahle mehr, ohne einen Termin zu bekommen. Das sollte man sich mal auf der Zuge zergehen lassen.

  • mindestens mal bei mir geht es darum, dass der Versicherte GKVler als Versicherter Versicherungsfremde Leisungen zahlen muss, der Versicherte aus der PKV jedoch nicht.

    Solange der Versicherte aus der PKV auch keine versicherungsfremden Leistungen bekommt (Stichwort z.B. Familienversicherung) ist das auch folgerichtig.

    Und darum sind auch meine Beiträge deutlich höher als die bei der PKV, wie es bei vergleichbaren Leistungen wäre, lassen wir mal Ausen vor. Ich z.B. zahle mehr, ohne einen Termin zu bekommen. Das sollte man sich mal auf der Zuge zergehen lassen.

    Klingt härter als es gemeint ist, aber wenn du mehr für schlechtere Leistungen zahlst ist das eine Art Dummensteuer.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ich bin immer wieder erstaunt, dass manche begeistert nach einer Erhöhung von Steuern und Abgaben rufen. Zumindest solange, wie sie nicht selbst betroffen sind. Aber die anderen, die mehr haben, kann es gerne treffen.

    Der gute alte St. Florian. Ursache und Lösung so vieler politischer Probleme...

    Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich kein grundsätzliches Problem mit einer Umverteilung der Sozialabgaben hätte. Also so, dass diese eben nicht nur vom Faktor Arbeit bezahlt werden. Aber so, dass das Gesamtaufkommen nicht steigt. Denn es ist tatsächlich ein Problem, dass die effektive Belastung ab einem gewissen Einkommen und Vermögen abnimmt. Wie so häufig trägt die Mittelschicht einen übermäßigen Anteil, verglichen mit der Oberschicht. Irgendwann ist man in der PKV oder Beitragsbemessungsgrenze und weitere Gehaltssteigerungen werden nicht mehr mit KV-Beiträgen belastet. Irgendwann werden Kapitaleinkünfte ein relevanter Anteil am Einkommen und die sind nur mit der Abgeltungssteuer belastet

  • Klingt härter als es gemeint ist, aber wenn du mehr für schlechtere Leistungen zahlst ist das eine Art Dummensteuer.

    Ne, das nennt man Solidarität

    Klingt härter als es gemeint ist, ich verhalte mich mit meiner Mitgliedschaft sozial, sich der solidargemeinschaft zu entziehen ist eher asozial


    Wenn jeder so denken würde, gute Nacht Deutschland

    Wie sagt man noch in der PKV, wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht

  • Welche Sozialabgaben möchte man denn z.B. von privat versicherten Rentnern erheben?

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass manche begeistert nach einer Erhöhung von Steuern und Abgaben rufen. Zumindest solange, wie sie nicht selbst betroffen sind. Aber die anderen, die mehr haben, kann es gerne treffen.

    Dieser Staat hat aktuell soviel Steuereinnahmen wie nie zuvor. Aber er benötigt immer mehr, weil die verantwortlichen Politiker, die allerdings nie für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden können, das Geld mit vollen Händen verteilen.

    Trotzdem kann auch jeder geben, der was hat.

    Der Rentner mit PKV hat sich ja den ganz grossen Teil der solidargemeinschaft entzogen und wurde in der Regel vom Steuerzahler finanziert .

    Kapitalerträge ab Summe x finde ich schon angebracht

    Rede jetzt nicht von Ertraegen , die nicht mehr als einen schönen Lebensabend oder das Eigenheim finanzieren.

  • Wird aber leider alles nicht passieren, da nur an der GKV herum "gedoktort" wird und es keine grundlegende Reform des gesamten Systems gibt, so wie es nötig wäre. Mit dieser sog. Reform erkauft man sich wieder ein paar Jahre bevor der Mist von vorne los geht.

  • Irgendwann ist man in der PKV oder Beitragsbemessungsgrenze und weitere Gehaltssteigerungen werden nicht mehr mit KV-Beiträgen belastet. Irgendwann werden Kapitaleinkünfte ein relevanter Anteil am Einkommen und die sind nur mit der Abgeltungssteuer belastet

    Steigende Einkommen werden mit progressiv steigenden Steuern belastet. Damit tragen doch "Besserverdienenden" sogar überproportional zur Finanzierung des Staates bei. 10% tragen 50% der Einkommensteuerlast. Ist das nicht genug?

    Für den KV-Beitrag erhält man eine Leistung: medizinische Versorgung. Und die wird, obwohl gleich, unterschiedlich bepreist, zumindest für gesetzlich Versicherte. Ich kenne einige Solo-Selbständige, die in der GKV sind und auch nicht von der Familienversicherung profitieren. Die zahlen über 1000 EUR monatlich und bekommen die gleiche (Nicht-)Leistung wie der arbeitsfähige Empfänger von Grundsicherung (heißt Bürgergeld jetzt so?). Sollen die noch mehr bezahlen? Da gibt es schon ein gewisses Akzeptanzproblem. Auch wenn man die Kosten für Bürgergeldempfänger komplett aus Steuermitteln bezahlte, würde sich bei den GKV-Beiträgen keine signifikante Entlastung ergeben.

    Kapitalertragssteuer nur 25%, Einkommensteuer 42%? Leider wird dieses Argument immer wieder gebracht, um Stimmung gegen "die Reichen" zu machen. Betrachtet werden muss immer der durchschnittliche Steuersatz bei der Einkommensteuer. Und der liegt selbst bei unteren sechsstelligen Jahreseinkommen deutlich unter 42%. Wer einen durchschnittlichen Steuersatz von 42% zahlen müsste oder sechsstellige Kapitalerträge jährlich erzielt, hat in der Regel Möglichkeiten durch fachkundige Beratung gestaltend zu wirken.

  • Und darum sind auch meine Beiträge deutlich höher als die bei der PKV, wie es bei vergleichbaren Leistungen wäre, lassen wir mal Ausen vor. Ich z.B. zahle mehr, ohne einen Termin zu bekommen. Das sollte man sich mal auf der Zuge zergehen lassen.

    Dann schätzen wir doch mal ab, wie sich die Beiträge in der GKV durchschnittlich erhöhen, weil versicherungsfremde Leistungen, hier die Kosten für Bürgergeldempfänger, von den Versicherten getragen werden müssen.

    Der jährliche Fehlbetrag wird mit 12 Mrd. EUR beziffert. Um die Rechnung einfach zu halten, gehen wir von 60 Mio. Beitragszahlern in der GKV aus. Das macht dann 200 EUR jährlich oder ca. 16 EUR monatlich für jeden durchschnittlich aus. Um diesen Betrag könnte man die Beiträge durchschnittlich senken, wenn der Fehlbetrag aus Steuermitteln käme. Das erscheint mir jetzt nicht übermäßig viel.

    Und damit fällt deine Argumentation in sich zusammen. Die 16 EUR machen es nicht. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Jeder PKV-Kunde zahlt einen individuellen Beitrag, seinem Risiko und dem gewählten Leistungsumfang entsprechend. Eine Familienversicherung gibt es da nicht. In der GKV zahlst du für alle Leistungsberechtigten mit, auch wenn die keinen Cent zahlen. Und je mehr du verdienst, desto mehr zahlst du (bis zur Kappungsgrenze). Dass du keinen Termin bekommst, hängt auch mit dem GKV-Modell zusammen. Für Ärzte ist es einfach lukrativer, Privatpatienten zu behandeln. Würde die GKV ähnlich Arzthonorare zahlen, würde das GKV-System wahrscheinlich sofort zusammenbrechen, da die Beiträge explodieren würden. Das muss man nicht gut finden, ist aber so.

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