Vorwurf mangelnder Kritikfähikeit in Mitarbeitergespräch.

  • Hi zusammen,

    in meine Arbeitsstelle werden jährlich Mitarbeitergespräche geführt. In meinem wurde mir mangelnde Kritikfähigkeit vorgeworfen. Es hätten sich schon einige Mitarbeiter beschwert.

    Ich finde das psychologisch schwierig sich gegen so einen Vorwurf zu wehren, denn jedes Gegenargument verstärkt ja quasi den Vorwurf.

    Hinzukommt, dass die Person, die mir dieses vorwirft in keinem der angeführten Gespräche dabei war. Und ich selbst kann nicht prüfen, ob sich tatsächlich jemand beschert hat und wenn ja, wie die Beschwerde lautete.

    Das Ganze ist kein existenzielles Problem, ich weiß nur nicht, wie ich mich verhalte.

    Es es geht darum, dass dieses Gespräch schriftlich protokolliert wird. Jeder dort seinen Standpunkt vermerkt, das Protokoll unterschreibt, wonach es wie jedes Jahr in die Personalakte kommt.

    Ich möchte dort nur psyologisch klug meinen Standpunkt festhalten.


    Gruß

    Fuchs

  • Fuchs73 28. März 2026 um 13:33

    Hat den Titel des Themas von „Vorwurf mangelnder Kritikfähikeit in Mitarbeitergrspräch.“ zu „Vorwurf mangelnder Kritikfähikeit in Mitarbeitergespräch.“ geändert.
  • Mit e. guten Kollegen oder Kollegin besprechen. Oder jemand, der die Situation kennt und für Fairness und Gerechtigkeitsdenken bekannt ist.

    Es ist nicht zufällig der, der die Gespräche führt, der mit dir nicht klarkommt?

    Bist du sicher, dass es real Beschwerden gab?

    Hast du Ähnliches über deine Kritikfähigkeit schon im Freundeskreis gesagt bekommen?

    Was sagt deine Frau?

  • Wir wissen auch nicht, wie du dich verhältst. 😉


    Ich würde mit den Kollegen mal sprechen. Bist du deren Teamleiter o.ä.?


    Ich sage mir immer, dass sprechenden Leuten geholfen werden kann.

    Das stimmt natürlich Nein, ich bin normaler Angestellter.

    Ich denke, ich werde es ähnlich wie oben beschrieben im Protokoll festhalten. Und für die Zukunft direkte Gespräche mit der sich beschwerenden Person anregen, damit es am konkreten Fall bestrochen und bewertet werden kann.

  • Es ist nicht zufällig der, der die Gespräche führt, der mit dir nicht klarkommt?

    Die Gespräche führt immer der/ die direkte Vorgesetzt. Die aber selbst inicht Teil der dort angesprochen Diskussionen war.

    Bist du sicher, dass es real Beschwerden gab?

    Mich beschuldigt jemand, ohne selbst dabei gewesen zu sein.

    Ich weiß nicht ob es wirklich Bescherden gab.

    Ich weiß nicht wie die Bescherde aussah.

    Ich werde es so in der Art festhalten.

    Das Dlemma bleibt, damit beweise ich mutmaßlich, das ich nicht kritikfähig bin.

    Konstruktiv werde ich direkte Gespräche einfordern, sollte sich zukünftig ein Kollege nicht verstanden fühlen.

  • Wenn du hinterlegst, dass du gerne das direkte Gespräch möchtest, hat das nichts mit mangelnder Kritikfähigkeit zu tun. Du kannst nur etwas verändern, wenn du weisst, worum es geht. Sonderlich fit in Gesprächsführung scheint d. Vorgesetzte nicht zu sein.

  • Ich verstehe die Darstellung nicht ganz … die Mitarbeiter, die sich angeblich beschwert haben sollen, sind also Deine Kollegen? Und der, von dem Du schreibst, er werfe Dir das vor, ist ein Vorgesetzter? Und dieser teilt den Vorwurf nicht, gibt ihn aber weiter?

    Wie wäre als Kommentierung, dass Du verwundert bist und es eigentlich Dein Anspruch sei, Kritik an- und aufzunehmen? Insofern tue Dir der bei manchen Kollegen entstandene Eindruck leid - Du könntest ihn auch jetzt nachlaufend nicht recht nachvollziehen, willst diesbezüglich aber gerne achtsamer sein und wünschst Dir, dass das in den jeweiligen Situationen künftig direkt angesprochen wird, so dass ein Gegensteuern möglich ist.

  • Fuchs73

    Immer schön Giraffensprache (gewaltfreie Kommunikation).

    Wenn deine Vorgesetzten dich raus haben wollen oder auch die Mehrheit deines Teams, kann das psychoemotional sehr belastend sein.

    Manchmal ist es wichtig zu fragen: Change it or leave it.

    Und mir ist klar, zweite Option ist im Kontext Lebensphase und private Rahmenbedingungen oft extrem belastend.

    Gibt es bei euch im Betreib vielleicht eine Vermittlungsstelle, AN-Vertretung, Sozialberatung, Betriebsarzt, wo du in vertrauensvoller Umgebung mal konkret darüber sprechen kannst?

    Vielleicht wird dir auch ein Coaching angeboten, von dem du profitieren könntest. Oft liegt die „Wahrheit“ und wechselseitigen Ansichten nicht in der Mitte.

    LG Finanzschlumpf

  • Wie wäre als Kommentierung, dass Du verwundert bist und es eigentlich Dein Anspruch sei, Kritik an- und aufzunehmen? Insofern tue Dir der bei manchen Kollegen entstandene Eindruck leid - Du könntest ihn auch jetzt nachlaufend nicht recht nachvollziehen, willst diesbezüglich aber gerne achtsamer sein und wünschst Dir, dass das in den jeweiligen Situationen künftig direkt angesprochen wird, so dass ein Gegensteuern möglich ist.

    Und jetzt wissen wir, dass WorriedDad im echten Leben Politiker ist. :D

  • Hallo Fuchs73,

    verstehe ich den Sachverhalt richtig: Sie sind Mitarbeiter und einige anderer Ihnen gleichgestellte Mitarbeiter beschuldigt Sie bei Ihrem Chef, Sie wären nicht kritikfähig? Der Chef trägt Ihnen das so vor?

    Da würde ich doch glatt den Chef fragen, wie er die Sache sieht. Meint er auch, Sie wären nicht kritikfähig?

    Falls er das bejaht, ist Gefahr im Verzug. „Der ist ein guter Mitarbeiter, den sein Chef dafür hält.“ (Heiko Mell) Da hilft dann nur, Reue zu zeigen, um Hinweise nach empfohlenen Verbesserungsmöglichkeiten bitten und Besserung versprechen. Sonst ist der Job gefährdet.

    Sieht er das nicht so, dann sollte er doch bitte auf die petzenden Mitarbeiter einwirken, ihr Verhalten zu ändern.

    Oder haben Sie einen Chef, der sich mit der Situation sichtlich unwohl fühlt? Dann hat der Chef seine Truppe nicht im Griff und eine signifikante Anzahl von Mitarbeitern betreibt Mobbing gegen Sie. Da hilft nur, sich nach einem neuen Job umsehen.

    Gruß Pumphut

  • Wenn du hinterlegst, dass du gerne das direkte Gespräch möchtest, hat das nichts mit mangelnder Kritikfähigkeit zu tun. Du kannst nur etwas verändern, wenn du weisst, worum es geht. Sonderlich fit in Gesprächsführung scheint d. Vorgesetzte nicht zu sein.

    Das Dilemma ist, dass ich mit meinen Gegenargumenten ja wieder keine Kritik annehme.

    Daher die Idee, der zeitnahe Gespräche mit allen Beteigten.

    Ich verstehe die Darstellung nicht ganz … die Mitarbeiter, die sich angeblich beschwert haben sollen, sind also Deine Kollegen? Und der, von dem Du schreibst, er werfe Dir das vor, ist ein Vorgesetzter? Und dieser teilt den Vorwurf nicht, gibt ihn aber weiter?

    Dieser war nicht dabei und gibt etwas weiter, was ich nicht prüfen kann. Hat es Beschwerden gegeben, was hat die Person gesagt.

    Wie wäre als Kommentierung, dass Du verwundert bist und es eigentlich Dein Anspruch sei, Kritik an- und aufzunehmen? Insofern tue Dir der bei manchen Kollegen entstandene Eindruck leid - Du könntest ihn auch jetzt nachlaufend nicht recht nachvollziehen, willst diesbezüglich aber gerne achtsamer sein und wünschst Dir, dass das in den jeweiligen Situationen künftig direkt angesprochen wird, so dass ein Gegensteuern möglich ist.

    Das ist sehr gut, Achtsam würde ich noch dich - werde es beobachten- ersetzen. Aber das ist schon sehr gut, danke.

    Wenn deine Vorgesetzten dich raus haben wollen oder auch die Mehrheit deines Teams, kann das psychoemotional sehr belastend sein.

    Bin ich mir nicht sicher, diese jährlichen Gespräche fordern ja quasi dazu auf einen Kritikpunkt zu suchen. Diese Jahrsgespräche sind für jeden von uns verpflichtend

    Manchmal ist es wichtig zu fragen: Change it or leave it.

    Und mir ist klar, zweite Option ist im Kontext Lebensphase und private Rahmenbedingungen oft extrem belastend.

    Wie du selbst sagt, wäre das nicht so einfach. Zum anderen, geht es mir hier eher ums Prinzip.

    Ich könnte hier auch, wie gewünscht, die Kritik annehmen, alles wäre gut. Halte ich die Kritik für ungerechtfertigt Wobei wir dann wieder bei dem Dilemma sind.

    Gibt es bei euch im Betreib vielleicht eine Vermittlungsstelle, AN-Vertretung, Sozialberatung, Betriebsarzt, wo du in vertrauensvoller Umgebung mal konkret darüber sprechen kannst?

    Es gibt eine Personalabteilung, diese legt später auch das Protokoll ab.

    Wahrheit“ und wechselseitigen Ansichten nicht in der Mitte.

    Das Problem liegt eher in der verzögerten Ansprache, ohne direkte Klärung mit allen Beteiligten.

  • verstehe ich den Sachverhalt richtig: Sie sind Mitarbeiter und einige anderer Ihnen gleichgestellte Mitarbeiter beschuldigt Sie bei Ihrem Chef, Sie wären nicht kritikfähig? Der Chef trägt Ihnen das so vor?

    Die Vorgestzte trägt etwas für mich nicht übrrprüfbares vor. Sie könnte sich das auch ausgedacht haben.

    Da würde ich doch glatt den Chef fragen, wie er die Sache sieht. Meint er auch, Sie wären nicht kritikfähig?

    Falls er das bejaht, ist Gefahr im Verzug. „Der ist ein guter Mitarbeiter, den sein Chef dafür hält.“ (Heiko Mell) Da hilft dann nur, Reue zu zeigen, um Hinweise nach empfohlenen Verbesserungsmöglichkeiten bitten und Besserung versprechen. Sonst ist der Job gefährdet.

    So wild sehe ich das alles nicht. Mir geht es mehr um das Dilemma. Kritik üben an dem Vorworf, nicht kritikfähig zu sein.

    Unten angegebenes unterwürfuges Verhalte werde ich in keine Lebenssituation einnehmen.

    Und wie gesagt, hier geht es nicht um Jobvrrlust.

    Es geht mehr um taktisch kluge Richtigdtellung.

    Da finde ich eine Darlegung der Problematik mit Verbessengsvorschlag für die Zukunft richtiger.

  • Oder tatsächlich: ich würde mir überlegen, so einen runden Tisch zu erbeten / einzufordern. Oft sind es Kommunikationsprobleme... Gerade, wenn du dir aus deiner Sicht nichts vorzuwerfen hast...

    Genau, zukünftig alle Beteiligten zeitnah an einen Tisch. Nicht im Jahresgespräch von/mit einer Person, die nicht dabei war. Das werde ich so vorschlagen. Ich halte es auch mehr um ein Sender-/Empfänger-Problem. Es wird anders verstanden als gemeint.

  • in meine Arbeitsstelle werden jährlich Mitarbeitergespräche geführt.

    Das ist gut. Und gleichzeitig (zu) wenig, wenn es nur das eine Jahresgespräch gibt. Ich führe jährlich drei protokollierte Gespräche im Team

    • Jahresgespräch mit Rückblick, Ausblick, Ziele sowie
    • 2 weitere Gespräche, um übers Jahr verteilt ggf. Justierungen / Orientierung zu geben.

    Zusätzlich reden wir (jeder Mitarbeiter und ich) spätestens 3-wöchig für 15 bis 30 Minuten vertraulich, um Feedback zu geben / zu bekommen oder um Fortschritte zu würdigen / Hürden zu beseitigen. Macht ihr das ähnlich? Wenn nicht: Würde dir das helfen?

    In meinem wurde mir mangelnde Kritikfähigkeit vorgeworfen.

    Frage nach konkreten Beispielen. Und fordere (oder bitte) für die Zukunft eine sofortige Rückmeldung, damit du das bemängelte Verhalten sofort erkennst und darauf reagieren kannst. Das ist hilfreich, da du damit ggf. Muster erkennen kannst oder um Unterstützung bitten kannst (in der Form: wenn da was passiert, sprich mich bitte gleich unter 4 Augen an und sag mir deine Wahrnehmung. Ich kann nur dann erkennen, worauf ich in Zukunft achten soll.)

    Einmal editiert, zuletzt von mst (28. März 2026 um 15:56)

  • Kennst du die Personen, die sich beschwert haben oder hast du die Möglichkeit, die Namen zu erfahren, damit ein (moderiertes) Gespräch stattfindet?

    Wenn das nicht möglich ist, könntest du als Stellungnahme zu diesem Gespräch angeben, dass du das gerne kurzfristig nach einem solchen Vorfall das in einem persönlichen Gespräch mit den Beteiligten aufarbeitest.

    Was denkst du, wie deine Position gegenüber deinem Vorgesetzten ist? Ich hatte mal sowas ähnliches, wusste aber, dass mich mein Vorgesetzter sehr schätzt. Ich habe mündlich darauf geantwortet, dass das wohl kein allzu relevanter Punkt sein kann, wenn das nicht direkt vom Betroffenen mit mir besprochen wird sondern über Umwege mit Verspätung.

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