AV-Depot - Aufteilung?

  • Ich denke nicht das Menschen mit 70-120k benachteiligt werden. Glaube da gibt es Förderungen die man mit 30k nicht bekommt die obenrum greifen wie beispielsweise Beitragsbemessungsgrenzen.

    Ich hab auch noch nicht ganz verstanden, was genau an der AVD-Förderung die 70-120k’ler benachteiligen soll.

  • Ich hab auch noch nicht ganz verstanden, was genau an der AVD-Förderung die 70-120k’ler benachteiligen soll.

    Sie werden nicht benachteiligt, das AV Depot als Produkt ist für diese Zielgruppe nett und kann weg. Die Attraktivität des Produktes für diese Zielgruppe steht in keinem Verhältnis zur Attraktivität für Geringverdiener mit vielen Kindern. Also, hat auch keiner bei der Modellierung des Produktes an sie gedacht...

  • Ach schade. Und ich dachte schon, endlich kommt mal ein staatlich gefördertes Produkt, was sich sogar mal für mich lohnen könnte :o

    Das Verhältnis aus Förderquote und Kosten ist gerade so, dass es sich irgendwie für jeden lohnen müsste.

  • Sie werden nicht benachteiligt, das AV Depot als Produkt ist für diese Zielgruppe nett und kann weg. Die Attraktivität des Produktes für diese Zielgruppe steht in keinem Verhältnis zur Attraktivität für Geringverdiener mit vielen Kindern. Also, hat auch keiner bei der Modellierung des Produktes an sie gedacht...

    Natürlich wurde über die Modellierung nachgedacht. Kinder werden belohnt weil sie das umlagefinanzierte System am Leben erhalten. Außerdem führen sie nahezu automatisch zu Gehaltseinbußen und müssen so anderweitig refinanzieren werden. Exakt das setzt Anreize die wichtig sind.

    Die 'geringen' Beiträge für die maximale Förderung, können leider große Teile der Bevölkerung nicht aufbringen um diese zu bekommen. In dieser Hinsicht wäre es sicher besser für Geringverdiener andere Lösungen zu finden.

    Die wirklich mittleren Einkommen mit Median 45k haben hier wirklich die besten Möglichkeiten. Der Steuersatz ist attraktiv in der Rente, die Förderung ist verhältnismäßig hoch, wenn die Kosten stimmen ist genau der Mittelstand das größte Profiteur.

    Hohe Einkommen wurden hier natürlich mitgedacht, da sie keinerlei Förderung benötigen. Das Gehalt erlaubt bereits problemlos ein normales Depot zu eröffnen können und für ihr Alter die Rentenlücke zu schließen.

    In meinen Augen wurde hier ziemlich zielgenau gefördert bis auf das es untenrum in prekären Beschäftigungsverhältnissen nicht ankommen wird.

    Über Steuergerechtigkeit für Gutverdiener mag ich jetzt nicht weiter ausholen. Das sollte hinlänglich bekannt sein das es nach oben hin immer gerechter wird.

  • Hohe Einkommen wurden hier natürlich mitgedacht, da sie keinerlei Förderung benötigen. Das Gehalt erlaubt bereits problemlos ein normales Depot zu eröffnen können und für ihr Alter die Rentenlücke zu schließen.

    Bitte nicht persönlich nehmen, nur diese Paradigmen, die auf Ignoranz und Arroganz beruhen, treiben diese Gruppe dazu an, das Land zu verlassen.

  • Ich verstehe Lena schon, deshalb habe ich auch meine Abstimmung mit Nein getätigt, ich habe es mir die letzten Tage auch mittels einiger Rechner und KI mit eigenen Werten mal beispielhaft durchgerechnet. Im Grunde genommen ist es wie immer man selbst also der Staat gibt Milliarden für alles mögliche aus und der Bürger bekommt Peanuts. (z.B. 7ct mehr pro Kilometer Spritgeld)

    Aber ja die kalte Progression schlägt zu. Und das ja schon ab um die 65-70k €, diese war früher mal beim Doppelten bis Dreifachen. Dann bekommt man ein höheres Gehalt und dies wird dann gleich im neuen Jahr verringert durch steigende Krankenkassenbeiträge und das höher Rutschen in der Lohnsteuertabelle. Und dann wird der Grundfreibetrag so minimal erhöht, dass man vielleicht unterm Strich vor Abzug der gestiegenen Krankenkassenbeiträgen 10€ / Monat mehr hat.


    Und man darf zur Freunde dann noch in ein marodes Schneeballsystem einzahlen ohne Opt-Out Funktionalität. Daher verstehe ich das schon von Lena, den größten Anteil der Steuerlast zahlen ja genau diese Gruppen, die dann auch gehen, weil die Check und Balances nicht mehr stimmen in diesem Land.

    Diese Lösung ist ehrlich gesagt auch nichts Neues, das hätte man so viel besser gestalten können.

    Ohne Sonderkommission und zig Millionen Euros dafür zu verschwenden und auch innerhalb einer Woche. (Auf dem Land gibt es btw. auch solche Gehälter ;) . )


    Die Berechnung ist doch ganz einfach : höheres Einkommen = Mehr Rentenpunkte, dadurch höhere Rente, ggf. gibts bei dem einen oder anderen noch eine BAV , dazu kommt dann das AV-D und schwups ist man dann wieder beim Höchstsatz, oder über 18,4% . Das ist dann die entscheidende Grenze.

    Was auch ich auch für geringe Einkommen schade finde ist, dass die Einkommen die für einen Rentenpunkt benötigt werden auch immer sehr schnell steigen von Jahr zu Jahr und manch einer gar nicht diese Erhöhung seines Gehaltes bekommt. Und somit eine noch geringere Rente bekommt.

    Ich finde es schade, dass bei dem ganzen Gerede um das AV Depot genau der steuerliche Aspekt nicht beachtet wird auch vom Finanztip. Nur die Gebühren sind wichtig, ja das mag für den LEO der zur Sparkasse geht richtig sein, aber für die Menschen die sich zunehmend im Netz ihre Informationen holen eher weniger, die werden dann zu ihren kostenlosen Neobrokern gehen.

    Zumal es von Anfang an klar war, dass die 1,5% bzw. 1% Maximalpreise / Gebühren waren und nicht für jedes Produkt gilt.

    1,5% und 45% sind halt auch schon ein Unterschied.

    Man "schenkt" quasi dem Bürgern Geld und nimmt es Ihnen dann wieder bei der Auszahlung.

    Da ist mir das ganze mit dem AP7 und dem 2,5% vom Bruttogehalt dann doch logischer. + anderer Altersvorsorge Ausgestaltung.

    Meine Negativpunkte sind hierbei :

    1. Steuerlast
    2. Unflexibilität
    3. Vertrauen darauf, dass man nicht später irgendwelche lustigen Steuersätze oder sonstiges einführt

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Bitte nicht persönlich nehmen, nur diese Paradigmen, die auf Ignoranz und Arroganz beruhen, treiben diese Gruppe dazu an, das Land zu verlassen.

    Nicht persönlich nehmen, aber der Mythos das diese Gruppe abwandert hält sich hartnäckig, wurde aber schon des öfteren widerlegt. Es ist zwar möglich, aber meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab.

    Das meine Ignoranz jetzt besserverdienende aus dem Land treibt halt ich auch für eine eher waghalsige These.

  • Abwanderung bestimmter Gruppen hat ja nicht nur wirtschaftliche / steuerliche Gründe. Oft spielt die Aussicht auf besseres Wetter / Klima eine nicht zu unterschätzende Rolle.

    Kenne auch viele Rückkehrer (die von Duregar genannten Argumente sowie bestimmte Probleme im Alter), aktuell auch aufgrund von politischen Entwicklungen.

  • Denken in ganzheitlichen Lösungen ist ungehörig?

    Es müssen alle etwas davon haben. Vor allem darf die Last nicht ständig auf die Mittelschicht abgewälzt werden, nur weil es so einfacher erscheint. Sonst sind diese Menschen irgendwann weg. Ein hohes Einkommen bedeutet im Regelfall auch eine hohe Qualifikation, auf die man im Land angewiesen ist. Ohne den Beruf abzuwerten - eine Kassiererin wird sich am WIrtschaftswachstum wohl kaum signifikant beteiligen können. Irgendwann gibt es halt die Zielgruppe nicht mehr von der man schöpfen kann.

    Hmm, harter Tobak, welcher Beruf oder Tätigkeit ist denn für Wirtschaftswachstum verantwortlich? Da fallen ja fast alle durchs Raster, zumindest würde ich alle Ärzte, Richter, Anwälte und und und auch nicht dabei sehen. Hat dann wohl mit dem Einkommen nicht allzu viel zu tun. Bei hohem Einkommen bin ich wahrscheinlich nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen, ob ich deswegen das Land verlasse? Welches Land hat denn für diese Menschen Milch und Honig am fließen?

  • Nicht persönlich nehmen, aber der Mythos das diese Gruppe abwandert hält sich hartnäckig, wurde aber schon des öfteren widerlegt. Es ist zwar möglich, aber meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab.

    Das meine Ignoranz jetzt besserverdienende aus dem Land treibt halt ich auch für eine eher waghalsige These.

    Passt zwar nicht ganz genau, da hier von einem Unternehmen gesprochen wird, aber da es ganz aktuell ist und ungefähr in diese Richtung geht:

    „[...] nach Angaben der Journalisten auf einer umfangreichen Recherche auf Basis von rund 133.000 internen Dokumenten beruht. Den Recherchen zufolge hat das Unternehmen geplant, einen Großteil seines Auslandsgeschäfts über eine Gesellschaft in der Schweiz abzuwickeln. Das Ziel, so geht es aus dem Bericht hervor, sei es, Steuern zu sparen.

    https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/ber…hweiz-113918020

    Sprich: Es ist ein schmaler Grat und man sollte das Thema es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn das Argument „[...] meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab“ ist zwar richtig, trägt aber nicht zwingend zur Zufriedenheit bei. Dies wiederum kann langfristig zu den Entwicklungen in Beitrag #54 führen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Was hat das alles mit dem AV-Depot zu tun ? Das Forum hat leider inzwischen die Tendenz, sehr viel Threads in eine Laberei über alles zu entführen.

    Dazu gehört auch, dass mancher einfach Umfrageergebnisse zur sogenannte. „Sonntagsfrage“ hier graphisch als Bildchen bringt.

  • Über solche Bildchen heulen, und den Text dazu zu ignorieren, ist am Ende genau einer der Hauptgründe, wieso solche Bildchen eigentlich immer mehr zum Heulen sind.

    Aber ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass das noch von genügend kapiert wird, bevor der blaue Balken da an 40% kratzt.

  • Über solche Bildchen heulen, und den Text dazu zu ignorieren, ist am Ende genau einer der Hauptgründe, wieso solche Bildchen eigentlich immer mehr zum Heulen sind.

    Aber ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass das noch von genügend kapiert wird, bevor der blaue Balken da an 40% kratzt.

    Das Bildchen hatte ich nicht ganz verstanden, da die AfD eine liberale Partei ist, die ganz sicher nicht Geringverdiener verteidigen wird. Es wird eher so sein, dass Gruppen, die ich erwähnt hatte, eher dazu neigen könnten das Kreuzchen bei Blau zu setzen.

    Und der Text zum Bildchen ist goldig. :D

  • einmal plus die Beiträge

    Nicht persönlich nehmen, aber der Mythos das diese Gruppe abwandert hält sich hartnäckig, wurde aber schon des öfteren widerlegt. Es ist zwar möglich, aber meistens hat man hier auch Familie, Eigentum, Arbeit, usw. sowas hält den überwiegenden Teil davon ab.

    Das meine Ignoranz jetzt besserverdienende aus dem Land treibt halt ich auch für eine eher waghalsige These.

    Auf dieser Einstellung ruht man sich aktuell aus, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht. Deutschland 1980-2015 und 2015-2026 ist nicht zu vergleichen. Man verkennt, dass sich die Parameter drastisch ändern (werden) und es selbstverständlich zu erhöhter Abwanderung von Fachkräften kommen wird. Ist einfach nur eine logische Konsequenz.

  • Es muss ja nicht nur Abwanderung sein. Das Thema Lifesyle-Teilzeit wurde ja erst vor kurzem diskutiert...wenn man deutlich über 50% der Zeit für Steuern und Abgaben arbeitet, fällt der Netto-Einkommensverlust durch 4 statt 5 Tage deutlich geringer aus.

  • Beitragsbemessungsgrenzen wirken sich doch genau auf diese Gruppe negativ aus. jedes Jahr mehr einzahlen dürfen in das (marode) Sozialsystem ist eine Förderung?

    Da verkennst du etwas. Solange du drüberliegst, wirst du gefördert, jedenfalls im Sinne von Duregar. Zugegeben, mit jeder Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze geht ceteris paribus deine Förderung etwas zurück. Und? Nagst du dadurch am Hungertuch? 8)

    Auch das kleinere von zwei Übeln kann ein größeres sein.

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