Du solltest den Sicherheitsbaustein lieber ausbauen.
Geldmarkt-ETF in ACWI umschichten und nach und nach wieder aufbauen?
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Fuchs73 -
2. Mai 2026 um 18:02 -
Erledigt
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Ich denke, ich werde es gar nicht merken. Da ich die 20k in einen zu Jahresanfang neu besparten ACWI investiere, würde ich ja in der nächsten Zeit sogar noch günstig rankommen.
Mal konkret: Was muss ich Brutto verkaufen, um auf 20k Netto zu kommen, bei einem Geldmarkt-ETF? KI sagt 20450 € kann das stimmen?
Es handelt sich um den: LU1190417599.
Kennt die KI denn alle Deine Kaufzeitpunkte und -beträge?
Wieviel Steuer anfällt, kommt doch total darauf an, wieviel Gewinn in einer Position drinsteckt und wenn man nicht die gesamte Position verkauft, sondern nur einen Teil, wieviel Gewinn konkret in den zu verkaufenden Tranchen (FIFO!) steckt.
Ich persönlich finde knapp 40k Tagesgeld / Geldmarkt bei Deinem Gesamt-Depotvolumen nicht soooo viel.
Nur die 7k auf dem Tagesgeld wären mir zu wenig (und ich bin schon mit sehr hoher Aktienquote unterwegs und da eigentlich ziemlich entspannt). Aber so um die 20k haben wir schon immer abseits der Aktien-ETFs auf dem Tagesgeld liegen. Wie andere schon geschrieben haben, Kosten von mehreren tausend Euro auf einen Schlag können schonmal anfallen. Da muss man nur mal einen größeren Urlaub machen. Oder braucht ein neues Auto. Oder es gibt eine größere Sonderumlage der WEG. Oder oder oder... Klar kann man dann ggf. auch Anteile aus dem Depot verkaufen. Aber da fallen (bei uns zumindest) Verkaufsgebühren an, und 1-2 Tage dauert es dann trotzdem, bis das Geld auf dem Konto ist.
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und 1-2 Tage dauert es dann trotzdem, bis das Geld auf dem Konto ist.
Soviel Zeit hat man immer, außer beim Enkel Trick
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Ja, ich denke dennoch, ich entscheide mich für die vernünftige Variante.
Mir sind die 32k Sicherheitsbaustein zu groß.
Ich hoffe, Dir ist klar, dass Dein Sicherheitsbaustein prozentual gesehen winzig ist und Du da wirklich absolut am unteren Ende der Skala bist, was Sicherheit angeht.
Du hast gut 93% in Aktien und gerade mal knapp 7% in Tagesgeld / Geldmarkt.
Natürlich kann das jeder machen, wie er will, aber die die meisten Leute würden Deine Aufstellung eher als "super risikogeneigt" und nicht "sicherheitsbewusst" einstufen.
Wenn - nur als Beispiel - Dein Arbeitgeber Stellen abbaut (oder insolvent wird) und Du mit Mitte / Ende 50 den Job verlierst, gleichzeitig die Wirtschaft crasht (der Grund für den Stellenabbau / Insolvenz...), Dein Depot plötzlich nur noch die Hälfte wert ist und Du noch 10 Jahre bis zur Rente überbrücken musst, wirst Du Dir vielleicht wünschen, Deine Aktienquote hätte keine 93% betragen.
Das muss natürlich nicht so kommen, es kann gut sein, dass Du bis zur Rente in Deinem jetzigen Job bleibst, fleißig Geld ansammelst, das Depot siebenstellig wird und Du es Zeit Deines Lebens nichtmal schaffst, den kleinen Sicherheitsteil auszugeben, geschweige denn einen signifikanten Teil des Depotvermögens. Aber man weiß es eben nicht.
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Kennt die KI denn alle Deine Kaufzeitpunkte und -beträge?
Hatte ich ihr mitgeteilt. Bei einem linear angewachsen Volumen, bei ebenfalls sehr linearer Verzinsung, scheint das aber nicht so relevant.
Aber so um die 20k haben wir schon immer abseits der Aktien-ETFs auf dem Tagesgeld liegen.
Ich habe mich mit mir selbst auf diesen Wert geeinigt: Also 20k im Geldmarkt plus 5k übers Jahr leicht ansteigend auf dem Tagesgeld.
Bei mir liegen Geldmarkt-ETF und Tagesgeld bei TradeRepublic. Wenn ich das Geld benötigen sollte, wäre is mit einem Klick verkauft und recht zügig auf meinem Girokonto. Am gleichen Tag oder max. in wenigen Tagen.
Aber wie eingangs schon erwähnt: Noch nie benötigt. Liegt vielleicht auch an meinem schlanken Leben.
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Wenn - nur als Beispiel - Dein Arbeitgeber Stellen abbaut (oder insolvent wird) und Du mit Mitte / Ende 50 den Job verlierst, gleichzeitig die Wirtschaft crasht (der Grund für den Stellenabbau / Insolvenz...), Dein Depot plötzlich nur noch die Hälfte wert ist und Du noch 10 Jahre bis zur Rente überbrücken musst, wirst Du Dir vielleicht wünschen, Deine Aktienquote hätte keine 93% betragen.
Das muss natürlich nicht so kommen, es kann gut sein, dass Du bis zur Rente in Deinem jetzigen Job bleibst, fleißig Geld ansammelst, das Depot siebenstellig wird und Du es Zeit Deines Lebens nichtmal schaffst, den kleinen Sicherheitsteil auszugeben, geschweige denn einen signifikanten Teil des Depotvermögens. Aber man weiß es eben nicht.
Man weiß es nicht.
Das Forum kennt das Risiko noch weniger als der TE, da ihm zumindest etwas mehr Daten zur Einschätzung der persönlichen Arbeitslosigkeitswahrscheinlichkeit, alle Daten seiner Ausgaben und somit insgesamt mehr Daten zur Einschätzung seiner Risikotragfähigkeit zur Verfügung stehen. -
Wenn
Das ist das quälende Wort meines Lebens. Wer kann schon in die Zukunft gucken. Wenn ich hohes Risiko fahren würde, hätte ich nichts auf der hohen Kante. Behaupte, sehr viele Menschen leben exakt so.
Ich vermute, ich habe jetzt schon so viele Aktienanteile, dass ich das Geld bei meiner schlanken Lebensweise nicht mehr ausgeben kann.
Und dennoch hast du Recht. Dieser Puffer gibt einem eine psyhologische Sicherheit. Aktuell 32k plus 7 K Tagesgeld sind fast 40k, die ich zusammen mit dem Gesamtdepot nicht ausgeben kann.
Aus meiner Sicht ist es zu viel. Wenn alles dumm läuft, wäre es zu wenig.
Übrigens sind in deinem Szenario: arbeitslos werden in einer Wirtschaftskrise mit Mitte 50 die Leute ohne Kapital besser aufgestellt. Denn da springt der Staat ein. Ich werde alles erstmal verbrauchen müssen, bis auf einen kleinen Selbstbehalt.
Das Forum kennt das Risiko noch weniger als der TE, da ihm zumindest etwas mehr Daten zur Einschätzung der persönlichen Arbeitslosigkeitswahrscheinlichkeit, alle Daten seiner Ausgaben und somit insgesamt mehr Daten zur Einschätzung seiner Risikotragfähigkeit zur Verfügung stehen.
Ich habe ein sehr schlankes Leben. Kein Auto, Mietwohnung. 18 Jahre in einer Firma beschäftigt, der es nicht schlecht geht.
Das Investieren in ETFs ist ein wenig zu meinem Hobby geworden. Da schraubt man natürlich gern mal hier und da rum.
Von meiner Idee 20k umzuschichten bin ich nun ja schon weg. Jetzt sollen es nur noch 10k. Vielleicht lasse ich es auch wie es ist. In Prozent ausgedrückt ist das Depot ja schon offensiv aufgestellt.
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Ich vermute, ich habe jetzt schon so viele Aktienanteile, dass ich das Geld bei meiner schlanken Lebensweise nicht mehr ausgeben kann.
Vielleicht mal erwägen, abseits der finanziellen Fragestellung ein paar Euro in Literatur oder ein Coaching zu investieren: was sind meine Ziele im Leben, was möchte ich noch erleben…
Das ist der Kompass, an dem sich die weiteren Finanzentscheidungen ausrichteten sollten.
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Das ist das quälende Wort meines Lebens. Wer kann schon in die Zukunft gucken. Wenn ich hohes Risiko fahren würde, hätte ich nichts auf der hohen Kante. Behaupte, sehr viele Menschen leben exakt so.
Ich vermute, ich habe jetzt schon so viele Aktienanteile, dass ich das Geld bei meiner schlanken Lebensweise nicht mehr ausgeben kann.
Und dennoch hast du Recht. Dieser Puffer gibt einem eine psyhologische Sicherheit. Aktuell 32k plus 7 K Tagesgeld sind fast 40k, die ich zusammen mit dem Gesamtdepot nicht ausgeben kann.
Aus meiner Sicht ist es zu viel. Wenn alles dumm läuft, wäre es zu wenig.
Übrigens sind in deinem Szenario: arbeitslos werden in einer Wirtschaftskrise mit Mitte 50 die Leute ohne Kapital besser aufgestellt. Denn da springt der Staat ein. Ich werde alles erstmal verbrauchen müssen, bis auf einen kleinen Selbstbehalt.
Ich habe ein sehr schlankes Leben. Kein Auto, Mietwohnung. 18 Jahre in einer Firma beschäftigt, der es nicht schlecht geht.
Das Investieren in ETFs ist ein wenig zu meinem Hobby geworden. Da schraubt man natürlich gern mal hier und da rum.
Von meiner Idee 20k umzuschichten bin ich nun ja schon weg. Jetzt sollen es nur noch 10k. Vielleicht lasse ich es auch wie es ist. In Prozent ausgedrückt ist das Depot ja schon offensiv aufgestellt.
Mal andersherum betrachtet: Die gute Nachricht bei Dir ist ja, ob Du jetzt 7k oder 20k oder 39k Puffer hast, Du hast ein großes Vermögen. Das heißt, so richtig viel falsch machen kannst Du nicht.
Wenn alles gutgeht, kommt es auf das letzte bisschen Renditeoptimierung nicht an. Und wenn alles katastrophal schief geht, mit Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, dann reißen es 10k hin oder her auch nicht rum.
Von daher würde ich einfach sagen, mach' es so, wie Du Dich damit wohlfühlst!
Mein Hinweis, dass Du genaugenommen eine Aktienquote von 93% fährst und Dein Cash-Puffer in Relation dazu gering ist, war eher dafür gedacht, Dir eine andere Perspektive zu geben, dass Deine Aufstellung für die meisten Leute das Gegenteil von "sicherheitsorientiert" wäre. Aber am Ende sind die Menschen unterschiedlich risikoavers, und was für Dich gut funktioniert (auch psychologisch) muss für jemand anders nicht funktionieren.
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Wenn alles gutgeht, kommt es auf das letzte bisschen Renditeoptimierung nicht an. Und wenn alles katastrophal schief geht, mit Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, dann reißen es 10k hin oder her auch nicht rum.
Da hast du Recht. Das ist alles krampfhaftes optimieren, mit kaum einem Unterschied.
Wenn ich den Sicherheitsbaustein noch weiter reduziere, handle ich konträr zu der gängigen Regel, nach hinten hin eher Risiko rauszunehmen.
Daher bleibt es nun wie es ist. Ich merke ja auch dass mir eine massive Reduktion des Puffers psychologisch nicht gefällt. Ihn dann minimal zu reduzieren wird dann allerdings noch irrelevanter als ohnehin schon.
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Du solltest den Sicherheitsbaustein lieber ausbauen.
welche Argumente hast du?
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Anhand der preisgegebenen Zahlen hast du aktuell ein RK1 Anteil von 7,5%. Das passt doch. Sollte vermutlich zwischen 5-10% liegen (bei Vermögen jenseits der 100-200k)
Bei mir liegt RK1 bei 6%
wenn ich das richtig verstanden habe - ist dein Asset Allokation:
94% Aktien ETF 6% Risikolos (TG, usw)
ist dein Notgroschen innerhalb die 6% RK1 enthalten oder hast du einen separaten „Topf“ für das Notgroschen? -
Zur Bewertung der Situation müsste man wissen welche jährlichen Entnahmen in der Rentenphase gedacht sind. Das größte Pleiterisiko besteht ja darin, das man zu (zu hohen) Entnahmen aus dem Depot gezwungen ist, auch wenn die Kurse schlecht stehen. Davor soll der Cash Anteil schützen.
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auch wenn die Kurse schlecht stehen. Davor soll der Cash Anteil schützen.
Hier plane ich, 5 Jahre vor Renteneintritt nur noch in den Geldmarkt zu investieren. Das würde zu einem Sicherheitstopf von 130k führen. Dann würde halt das 2-Töpfeprinzip gelten. Den Sicherheitstopf in schlechten Börsenphasen aufbrauchen, in guten auffüllen.
Von daher auch ein Argument, es jetzt bei den 30k zu belassen.
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nicht mehr ausgeben kann.
da kann ich sehr gerne behilflich sein

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wenn ich das richtig verstanden habe - ist dein Asset Allokation:
94% Aktien ETF 6% Risikolos (TG, usw)Level 1 Asset Allocation bei uns (Meiner Frau und mir) aktuell
- Immobilien (Selbstbewohnt und vermietet) 49% -> Ziel 35%
- Aktien in ETFs 20% -> Ziel 35%
- GRV, PRV, Pensionskasse (Barwert) 26% -> Ziel 20%
- Liquide Mittel wie Giro und TG Konto 4% -> Ziel 5%
- Gold, Silber, Krypto 1% -> Ziel (max. 5%)
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ist dein Notgroschen innerhalb die 6% RK1 enthalten oder hast du einen separaten „Topf“ für das Notgroschen?
Genau, Notgroschen ist Teil der RK1.
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Ich hoffe, Dir ist klar, dass Dein Sicherheitsbaustein prozentual gesehen winzig ist und Du da wirklich absolut am unteren Ende der Skala bist, was Sicherheit angeht.
Du hast gut 93% in Aktien und gerade mal knapp 7% in Tagesgeld / Geldmarkt.
Ich finde den Ansatz der prozentualen Assetlokalisation hinterfragungswürdig. Für mich muss der Sicherheitsanteil nicht unbedingt mit dem Renditeanteil prozentual mitwachsen. Der Sicherheitsanteil soll groß genug sein, um die Risiken und Unwägbarkeiten abzupuffern. Diese wachsen nicht automatisch mit dem Aktienanteil mit (höchstens mit der Inflation oder mit veränderten Lebensumständen). Daher darf der Sicherheitsanteil bleiben wie er ist, wenn er gefüllt ist. Der Rest wird angelegt und darf vor sich hinwachsen, auch wenn die Gesamtverteilung dadurch risikoorientierter / renditeorientierter wird.
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ist dein Asset Allokation:
Wie handhabst du das mit Notgroschen und Asset Allocation?
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