Marcus.91. wenn der Anfall von Gestaltungsdrang nicht abebben will, dann mach ein kleines Spaßdepot auf, aber bespare den FTSE weiter. Das bisschen Bicoin ist gut gegen FOMO. Und hat mir gezeigt, dass FOMO kein guter Ratgeber ist und auch Bauchgefühle nicht.
Strategie hinterfragen: Reicht der FTSE All-World wirklich oder lasse ich Potenzial liegen?
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Marcus.91. -
5. Mai 2026 um 17:37 -
Unerledigt
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Ich denke, man lässt mit einem Welt ETF auf jeden Fall Rendite liegen. Allerdings ist einem diese Rendite gewiss, ein Wert für sich. Man muss sich auch mal zufriedengeben können.
Oder man doktert so lange am Portfolio herum, bis man es auf die harte Tour erlernt: Glück kann man nicht erzwingen. Und Zufriedenheit kommt nicht mit "mehr", wenn man schon genug hat.
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Würde mich freuen, wenn ein paar von euch mit mehr Tiefe in der Materie was dazu schreiben – gern auch begründet, warum ihr was macht und was nicht.
Durch eine regionale Andersgewichtung wird die langfristige Performance sehr wahrscheinlich nicht deutlich höher sein als bei einem Investment nach Marktkapitalisierung. Die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen, steigt nachweislich, wenn man mehrere Produkte mischt. Zudem zeigt sich, dass viele Privatanleger nach Kosten und Steuern mit einer Abweichung von einem Plain-Vanilla-Market-Cap-ETF schlechter fahren.
Was tatsächlich passiert: Die Risiken verschieben sich. Klumpenrisiken werden auf der einen Seite reduziert (z. B. sinkt die Abhängigkeit von einem möglichen Black-Swan-Ereignis in den USA), während auf der anderen Seite neue Risiken entstehen (etwa in Europa, China usw.).
Gleichzeitig ist es so, dass die wissenschaftliche Forschung zum (rationalen) Investieren nicht bei der Idee marktkapitalisierungsgewichteter Fonds stehen geblieben ist. Immerhin eine Strategie, die vor über 50 Jahren für Privatanleger entwickelt wurde. Inzwischen weiß man deutlich mehr über die Quellen von Rendite und Risiko. Unternehmen wie beispielsweise Dimensional gelingt es, diese Erkenntnisse systematisch zu nutzen und durch Factor Investing eine Outperformance zu erzielen.
Die entscheidende Frage ist jedoch, ob das für jeden Privatanleger ohne ausreichende Kenntnisse und Überzeugung tatsächlich langfristig umsetzbar ist.
Ich selbst verfolge einen Factor-Investing-Ansatz und erwarte eine Outperformance von 1% p.a. nach Kosten.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass das KISS-Prinzip allerdings Vorrang haben und man nur ein Produkt im risikobehafteten Teil halten sollte. Ich rate davon ab, mit mehreren Produkten und Rotationen eine Outperformance erzielen zu wollen. Das geht in der Regel schief.
Ich denke auch, dass man den Fokus nicht zu stark auf dieses Thema legen sollte, da es andere Stellschrauben gibt, die relevanter sind. Im Grunde ist es nämlich egal, welche Strategie man verfolgt, solange sie breit diversifiziert, kostengünstig ist und man nur wenig handelt. Ob nach 30 oder 40 Jahren eine Out- oder Underperformance gegenüber einer anderen Strategie in den Büchern steht, dürfte letztlich kaum entscheidend sein.
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Auf der ständigen Suche nach dem "Free Lunch", den es aber nunmal nicht gibt. Natürlich unentwegt bombardiert von der Finanzindustrie und den Finanzmedien.
Hier kann ich mich wiederfinden
... vermutlich muss ich jetzt an mein mindset ran.Turn off the noise

Es erzeugt innere Ruhe und Gelassenheit, wenn man mal erkannt und akzeptiert hat, dass es vergebliche Mühe ist, dem Free Lunch hinterherzujagen. Es gibt ihn nicht und wird ihn nie geben. Jeder der etwas anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung oder belügt dich aus Eigeninteresse. Sei demütig und begnüge dich mit der Marktrendite.
Amen
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Unternehmen wie beispielsweise Dimensional gelingt es, diese Erkenntnisse systematisch zu nutzen und durch Factor Investing eine Outperformance zu erzielen.
Meinst du konkrete Fonds, die auch in Deutschland erhältlich sind ? Dann können wir vergleichen.
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Unternehmen wie beispielsweise Dimensional gelingt es, diese Erkenntnisse systematisch zu nutzen und durch Factor Investing eine Outperformance zu erzielen.
Du schreibst so viel Richtiges um es dann mit nur einem Satz doch wieder auf den Kopf zu stellen.

Meinst du konkrete Fonds, die auch in Deutschland erhältlich sind ? Dann können wir vergleichen.
Hier mal ein Vergleich eines älteren Dimensional-Fonds (bewusste Übergewichtung von Value und Small-Caps) mit dem ältesten MSCI World ETF.https://www.fondsweb.com/de/vergleichen…53,IE00B0M62Q58
Seit 2008 liefern sich beide Produkte ein Kopf an Kopf rennen mit einem kleinen Vorteil für den (teuren!) MSCI World ETF. Wenn man nun einen aktuellen günstigen MSCI World ETF ansetzten würde, wäre seit 2008 eine deutlich größere Outperformance des MSCI World feststellbar.
Das kann in Zukunft für die kommenden 18 Jahre natürlich auch anders aussehen und der Dimensional-Fonds könnte in den kommenden 18 Jahren eine Outperformance gegenüber dem MSCI World erzielen. Zwischendrin (2008-2015) lag der Dimensional ja auch vorn, hat diesen Vorsprung dann aber in den letzten 11 Jahren wieder verloren und in eine Underperformance verwandelt.
Eine systematische Outperformance sehe ich beim besten Willen weder für die Vergangenheit noch für die Zukunft. Faktorprämien sind eben keinesfalls sicher und können auch mal langfristig komplett entfallen. Ob man dann langfristig unter Berücksichtigung aller Kosten eine Outperformance erzielt hat m.E. mehr mit demrichtigenglücklichen Anlagezeitraum zu tun als mit besonderen Erkenntnissen von Dimensional. -
Du schreibst so viel Richtiges um es dann mit nur einem Satz doch wieder auf den Kopf zu stellen.

Das habe ich dir und Tomarcy schon mehrfach erklärt. Ich bin es leid immer wieder die gleiche Diskussion zu führen. Die Informationen sind für jeden abrufbar. 75% der Fonds von Dimensional schlagen ihre Benchmark. Wenn ihr das nicht glauben wollt, dann ist es eben so.
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Eine systematische Outperformance sehe ich beim besten Willen weder für die Vergangenheit noch für die Zukunft. Faktorprämien sind eben keinesfalls sicher und können auch mal langfristig komplett entfallen. Ob man dann langfristig unter Berücksichtigung aller Kosten eine Outperformance erzielt hat m.E. mehr mit dem
richtigenglücklichen Anlagezeitraum zu tun als mit besonderen Erkenntnissen von Dimensional.Du solltest unbedingt ein Paper dazu veröffentlichen. Schließlich widerlegst du mal eben einen Nobelpreisträger und zerlegst eines der zentralen Werke der Finanzwissenschaft. Der Nobelpreis ist dir damit praktisch sicher. Rund eine Million Euro für ein bisschen Gegen-den-Konsens-Denken. Danach kannst du dir das Investieren ja komplett sparen.

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Das habe ich dir und Tomarcy schon mehrfach erklärt. Ich bin es leid immer wieder die gleiche Diskussion zu führen.
Mein Gedächtnis ist glücklicherweise noch sehr gut. Ich kann mich nicht erinnern, dass du das mehrfach erklärt hättest.
Verwechselst du da vielleicht etwas? -
Mein Gedächtnis ist glücklicherweise noch sehr gut. Ich kann mich nicht erinnern, dass du das mehrfach erklärt hättest.
Verwechselst du da vielleicht etwas?Nope. Das Video habe ich bestimmt schon drei Mal gepostet und die Webseite von Dimensional auch. Aber ich gehe mittlerweile davon aus, dass ihr das nicht glauben wollt. Und das ist auch okay so. Man verteidigt halt, was man im Depot hat, nicht wahr? Deshalb finde ich ja auch den Kommer so gut.

Wie oft haben wir diese Diskussion schon geführt? 10 Mal? 20 Mal? Und jedes Mal endet sie damit, dass ihr euch zurück zieht.
Soll ich euch nochmal erklären warum es eine Equity Prämie gibt und ihr (zurecht) daran glaubt? Oder warum sie auch mal 15 Jahre ausfallen kann? Und was das mit systematisch höherem Risiko und der Erwartung der Anleger zu tun hat? Und warum man dies auch auf kleinere Unternehmen und Value-Unternehmen übertragen kann?
Um dann in ein paar Wochen wieder das gleiche Fass aufzumachen?

Ihr bleibt mir weiterhin die Erklärung schuldig, warum Anleger langfristig kein höheres systematisches Risiko vergütet bekommen sollen, es aber gleichzeitig bei der Equity-Prämie annehmen. Schließlich ist das eure These.
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Danke für eure ganzen Beiträge - es ist ein gewisser Aufwand auf jeden einzelnen einzugehen, aber bedanken möchte ich mich mindestens.
Hier kann ich mich wiederfinden
... vermutlich muss ich jetzt an mein mindset ran. Das bisschen Bitcoin werde ich übrigens bald abstoßen, das war nur ein Experiment. Sollte bald auch ein leichtes Plus haben. LGWenn Bitcoin rausfällt, ist FTSE All World oder MSCI ACWI die richtige Entscheidung, bei der man hervorragend aufgestellt ist und grds auch sehr gute schlafen kann.
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Mein bisschen BC (2k) darf bleiben. Vielleicht ist es mal nützlich.
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Ich persönlich habe mich inzwischen so sehr an das Auf und Ab gewöhnt, dass ich Bitcoin und den Nasdaq100 mittlerweile tatsächlich als feste und „sichere“ Bausteine meines langfristigen Depots betrachte.😁
Breit gestreute ETFs schwanken logischerweise meist weniger, liefern dafür langfristig aber oft auch etwas weniger Rendite. Konzentriertere Investments wie Nasdaq100 oder Bitcoin haben deutlich mehr Volatilität – dafür historisch eben auch mehr Renditepotenzial.
Im Kern reagieren aber alle auf ähnliche Dinge: Liquidität, Zinsen, Wirtschaftslage, Stimmung am Markt usw. Der Unterschied liegt oft weniger im ob, sondern eher im wie stark.
Wenn ich nur Btc hätte würde ich vermutlich verzweifeln wenns runter geht. Aber dann schau ich auf Nasdaq100 und Acwi IMI oder welchen Index auch immer und sehe das es da genauso runtergeht. Und wenns da hochgeht geht mit Versatz auch überall anders hoch. Nur dort halt auch wieder stärker…
Also ja, aus meiner Sicht lässt Du Rendite liegen. Hab ich recht - zeigt die Zeit. Ist das eine Empfehlung - nein.🙃 -
Nasdaq100 mittlerweile tatsächlich als feste und „sichere“ Bausteine meines langfristigen Depots betrachte.😁
Wie lange bist du denn schon dabei? die letzten 15 Jahre war Börse einfach.
Es gab auch schon mal andere Zeiten . -
Da hast Du recht, unbestritten. Das muss jeder für sich entscheiden was er da aushält. Aber wenns runter geht, geht eben alles runter. Da läuft auch ein All World nicht gut. Und wenns hoch geht, geht alles hoch. Das eine mehr, das andere weniger. Rendite gibts halt nicht ohne Risiko. Und da ich nur Geld investiere auf das ich lange verzichten kann, (theoretisch „für immer“) bin ich da auch resilient.🙃 Wenn in 20 Jahren nur die Hälfte da ist, ärgerts mich - klar. Aber ist immer noch mehr als hätte ich nicht gespart/investiert.
Erste Fonds hab ich so ca. 2000 gekauft, Btc und Nasdaq etc. aber erst seit 5 Jahren…
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Wenn in 20 Jahren nur die Hälfte da ist, ärgerts mich - klar.
Quatsch, das sitzt du mit der Erfahrung dann ganz gelassen aus. Zumal du dann immer noch fett im Plus bist. 😉
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Wenn der Job sicher ist und du und deine weiterhin gesund bleiben kannst du das locker aushalten, aber wehe es bröckelt an einer oder mehreren Fronten. Dann glaube ich nicht das die meisten das so locker und cool wegstecken, aber vielleicht kommt ja auch alles anders….
Alles kann passieren, sogar das Gegenteil.
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(dank DWS) hervorragend möglichen Lösung mit spottbilligen USA-ETF
Welchen meinst du denn?
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Welchen meinst du denn?
Den USA-ETF oder den FTSE All-World Ex USA ??
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75% der Fonds von Dimensional schlagen ihre Benchmark.
Klar. Daher findet sich auch der folgende Satz im Produktinformationsblatt zum von mir mit dem ishares MSCI World verglichenen Dimensional Fonds :"Der Fonds wird ohne Bezug auf eine Benchmark verwaltet."
Wenn ich mich auf keine Benchmark beziehe, kann ich diese Benchmark natürlich auch schlagen.
Es geht darum einen neutralen Benchmark systematisch zu schlagen. Und zwar nach Kosten.
Dann nenne doch hier mal die WKN der 75% der Dimensional-Fonds an, die Ihre im offiziellen Produktinformationsblatt des Fonds, angegebene Benchmark geschlagen haben.
Da bin ich dann mal gespannt.
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