Menschen, die niemals eine Altersvorsorge betrieben haben

  • Miete, Nebenkosten, Auto, Lebensmittel, Kleidung, Telekommunikation, Urlaub, Kultur, Geschenke, etc pp

    Viele Sachen sind fix, aber hast du wirklich kein Optimierungspotenzial mehr?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Dann ist es gut :)

    Oft hat man viele kleine versteckte Ausgaben und am Ende des Monats wundert man sich, wo das Geld schon wieder ist.

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  • Wenn man sein verfügbares Geld im Vorhinein klug einteilt, kann man absehen, ob es den Monat reicht. In etwa, Miete+ Mobiles, Altersvorsorge+ Lebensmittel, Rest incl. Zurücklegen für fixe jährliche Zahlungen und Rücklagen allgemeiner Art. Wenn dann noch was übrigbleibt, in den nächsten Monat übertragen und ggf. sich einmal mehr Essengehen, Kultur oder ähnliches gönnen.

  • Wenn dann noch was übrigbleibt, in den nächsten Monat übertragen und ggf. sich einmal mehr Essengehen, Kultur oder ähnliches gönnen.

    Wenn immer zu viel übrig bleibt, die Sparrate erhöhen ;) Aber das extra Essengehen sich natürlich trotzdem gönnen.

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  • Und jetzt?

    Zum Glück haben viele ja noch die Riesterrente und/oder einen Sparplan auf einen aktiven Fonds mit 5% Ausgabeaufschlag und 1,5% TER...

    Moment... ?(

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  • Und jetzt? Zeit umzudenken.

    Die meisten Menschen leben halt von Monat zu Monat und sparen nicht groß was an, glauben ihre monatlichen Einnahmen sind direkt voll konsumierbar. Das kann dann halt nichts werden. Außer man ist eine hübsche Frau die sich einen reichen Mann angelt der ihre Altersvorsorge ist (kenn so eine :()

    Andere, wenige geben halt nur das aus was nötig ist und haben ein normales Verhältnis zu Geld und Konsum, da füllt sich das Konto im Laufe der Zeit ganz automatisch.

    Und ganz Wenige sind noch eine Stufe weiter und lassen das Geld nicht auf dem Girokonto liegen sondern investieren es auch.

    Ich war schon immer in Stufe 2, hab’s jetzt auf 3 geschafft. Hätte ich aber schon vor 10 oder 20 Jahren mit dem Investieren angefangen wär ich jetzt bereits Millionär.

  • Tja, wir durften ja letztens erfahren, das GRV nur eine Basis sei, ich glaube das viele außerhalb dieser Blase hier, nur genau die haben.

    Und jetzt?

    Und wenn ich einigen, in dieser Blase hier, so zuhöre, dann müsse eben diese GRV, ja dringend gekürzt werden.

  • Es gibt Gegenden, da kostet eine 50qm-Wohnung 1.000 EUR kalt, mit Nebenkosten, Internet etc. bist Du da bei 1.500 EUR im Monat und hast noch nichts gegessen.

    Wohnkosten sind ein enormer Faktor, und da gibt es dann eben auf der einen Seite die mit Eigentum oder „alten“ Mietverträgen, und auf der anderen Seite die, die auf dem freien Markt in den letzten Jahren neu mieten mussten. Ich schätze mal, Du bist einer der ersten Gruppe.

    Ich kann für Stuttgart-Zuffenhausen aktuell etwas beitragen.
    Studium Wirtschaft in Konstanz, die 22 Jährige kommt von der Schwäbischen Alb. Bachelor Abschluss. Erster Job in Stuttgart Mitte. 2-Zimmer-Wohnung. 1.100 Euro warm.

  • Das Traurige ist ja, dass wir die wir sparen und investieren, später einen Großteil davon an die jenigen abdrücken dürfen die sich jahrelang nicht gekümmert haben und alle Warnzeichen ignoriert haben und ihr Leben in vollen Zügen auf Kosten anderer genossen haben.

    Trotzdem ist das natürlich immer noch die bessere Alternative als nichts zu tun.

  • Grundsätzlich ist der große Hebel halt schon Vermögen, das Rendite erwirtschaftet.

    Dafür braucht es eine gute Ausbildung, Engagement aber auch Glück in Job und Karriere.

    Idealerweise eine Partnerschaft, wo beide sich bzgl. Ausgaben und Finanzentscheidungen grün sind.

    Na ja und dann klar: 50:30:20 Regel konsequent anwenden.

    Und das ist halt um so schwieriger, je weniger bei mir netto pro Monat reinkommt bzw. wenn man Job bedingt auf eine eher teure Wohngegend angewiesen ist.

    Ich habe im Bekanntenkreis schon den einen oder anderen gehört: pah 50 Euro wegsparen, wie soll ich das machen. Oder: das bringt doch nix, ich möchte auch leben.

    Mir ist bewusst, was das angeht bin ich/sind wir vermutlich privilegiert. Grundsätzlich hat sich der Schneeball aber auch erst mal zu einer Schneekugel entwickeln müssen.

    Und jetzt stimmt halt das Finanzmindset. Ist am Ende wie Sport oder Ernährung eine Gewohnheit, die man erst mal lernen muss.

  • Ich kenne aus der Sozialberatung aus vielen Jahren wirklich viele Menschen, die niemals irgendeine Altersvorsorge betrieben haben beziehungsweise auch in der Gegenwart keinerlei Altersvorsorge betreiben.
    Ich habe oftmals den Eindruck, dass dies sogar für ein überwiegenden Großteil der „Normalos“ gilt.

    Ich kenne in meinem Umfeld auch sehr viele davon. Allerdings sind diese kein Fall für die Sozialberatung.


    Z.B.: Doppelverdienende Ehepaare die zusammen um die 100 angesammelt Rentenpunkte haben oder Beamte....

    Alles Normalos, die ihre Ersparnisse oft in Wohneigentum und ihre Kinder gesteckt haben und mit dieser Konstellation (Mietfreiheit + staatliche Rente/Pension) gut zurechtkommen.


    Bei den meisten gehe ich davon aus, dass ihr Notgroschen relativ niedrig verzins bei ihrer Hausbank (oft Sparkasse) liegt.


    Was ist so schlimm daran?

  • Das Traurige ist ja, dass wir die wir sparen und investieren, später einen Großteil davon an die jenigen abdrücken dürfen die sich jahrelang nicht gekümmert haben und alle Warnzeichen ignoriert haben und ihr Leben in vollen Zügen auf Kosten anderer genossen haben.

    Trotzdem ist das natürlich immer noch die bessere Alternative als nichts zu tun.

    Ich denke nicht das wir immer nur für die zahlen die nur konsumieren im Überfluss leben und nicht sparen wollen. Die meisten die in dieser Weise leben haben wenig (finanzielle) Bildung genossen und eher selten werden Millionen bon Euro verjubelt die "wir" dann denen in der Rente hinterherwerfen müssen. Außerdem steht es dir frei das genau so zu leben. Das klingt arg nach Sozialneiddebatte, die man unangebracht ist.

    Es gibt eher zu wenig Aufklärung das man etwas tun muss, das auch in anderen Bubbeln ankommt. Damit meine ich nicht die pauschalen Beleidigungen des Friedrich M. An nahezu jeden der hier lebt, sondern wirkliche Aufklärungsarbeit.

    Finanztip macht das sicher gut, aber in der Form müsste man schon an Schulen bei der Wissensvermittlung ansetzen. Dort wird der Grundstein gelegt damit man relativ früh einschätzen kann wohin die Reise geht. Kenne es selbst das man das die Wissensvermittlung in diesem Bereich extrem vernachlässigt wird. Wer das nicht durch das Elternhaus mitbekommt und den Anteil schätze ich in der Gesamtbevölkerung auf unter 15%, braucht Glück das man irgendwoher davon erfährt. Dann braucht man noch das Interesse das weiter zu verfolgen und damit "erleuchtet" zu werden.

    Ich kennen etlich Leute mit guter Schulausbildung die von diesem Thema nichts gehört haben. Trotz Abitur und Ausbildung war beispielsweise bei mir das Verständnis überhaupt nicht vorhanden. Man hat Scherze über seine Rente gemacht, aber letztendlich hat man die Dringlichkeit des Themas nicht konkret angesprochen oder sich damit befasst. Das stammt auch noch aus dieser Zeit als man über Geld nicht gesprochen hat. Da kann dann jeder sein Süppchen kochen und alle die drüber reden sind eh nur Angeber. Ich hoffe das ist 7n der jetzt heranwachsenden Generation besser als bei uns, befürchte aber das ist Wunschdenken. Also bitte alle nicht müde werden und Hinweise darauf droppen wo es geht.

  • Man sehe mal hier den Artikel:

    An anderer Stelle in diesem Forum (oder bei anderen Artikel/Autoren?) würde man jetzt erstmal die Auswahl der Quelle und deren Verlinkung thematisieren.

    Die Partei von moderne Heiztechnik "the Evil" Habeck macht sich stark für automatische Altersvorsorge mit kostengünstigem Staatsfonds

    Dieser "Bürgerfonds" der Grünen hätte mir im Ansatz durchaus schon gefallen können. Mir fehlt allerdings z.B. ein Aspekt: Die Grünen wollten bei der Opt-Out-Auswahl auch konkret den kompletten Verzicht auf zusätzliche Vorsorge ermöglichen/erlauben. Wie werden dann diejenigen, die sich in dem System für "keine Vorsorge" entscheiden, später versorgt?

    Die gewünschte Kompatibilität und Austauschbarkeit dieses Bürgerfonds mit Betriebsrenten, die in dem Antrag vom Januar auch genannt wurde, erscheint mir auch durchaus erstrebenswert, aber in Details schon etwas schwierig umzusetzen. Und ich mag Anträge, bei denen von Anfang an erkennbar mehr Wert auf die spätere Umsetzbarkeit gelegt wird.

    Und natürlich sieht das Grünen-Modell auch in der aktuellen Form eine Nachhaltigkeits- und Europa- bzw. Deutschland-Übergewichtung vor. Ist es Aufgabe von Altersvorsorge, Finanzen diesbezüglich zu lenken, oder ist es Aufgabe von Altersvorsorge, möglichst ertragreich/sicher Altersvorsorge zu betreiben?

  • Rediteträchtig wäre es nicht sich auf europa/Deutschland zu fokussieren. Aber es hätte den Vorteil das die Investitionen und damit die Wertschöpfung in der Region wäre. Ich denke das ist in dem Ansatz der Plan. Ich meine wir beschweren uns ja andauernd das wir zu wenige Investitionen in Europa haben.

  • Finanztip macht das sicher gut, aber in der Form müsste man schon an Schulen bei der Wissensvermittlung ansetzen. Dort wird der Grundstein gelegt damit man relativ früh einschätzen kann wohin die Reise geht.

    Das stimmt. Als ich aus der Schule kam war das völlig unklar. Ich habe mich durch Zufall nach der Ausbildung mit dem Thema befasst. Und das auch erst als ich bereits eine schlechte bAV abgeschlossen hatte.

    Wir hatten damals die Strukkis von Tecis im Unternehmen weil der AG dachte uns etwas Gutes zu tun.

    Dieser Provisionsvertrieb sollte auch schleunigst verboten werden damit man übergaupt eine reale Chance hat nicht die falsche Vorsorge zu treffen.

    Ich sage nicht, dass alle Produkte schlecht sind aber meine Erfahrung ist, dass man schnell zu etwas gedrängt wird. Von ETFs haben die damals nichts erzählt.

    Die Aufklärung die im Netz zum Thema stattfindet ist allerdings schon deutlich besser geworden als noch vor 15 Jahren.

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