ATH - was nun?

KI-Zusammenfassung

: Sollten Aktien wegen eines neuen Allzeithochs verkauft und in Staatsanleihen umgeschichtet werden, um eine Aufteilung von 70 zu 30 zwischen risikoreich und risikoarm zu erreichen? Gefragt sind Erfahrungen mit Sparplänen und Rebalancing.

Sollten Aktien wegen eines neuen Allzeithochs verkauft und in Staatsanleihen umgeschichtet werden, um eine Aufteilung von 70 zu 30 zwischen risikoreich und risikoarm zu erreichen? Gefragt sind Erfahrungen mit Sparplänen und Rebalancing.

  • Mehrere Beiträge sehen ein Allzeithoch nicht als Verkaufssignal und verweisen auf langfristiges Investieren, während einzelne Stimmen feste Mischquoten oder Umschichtungen in Anleihen befürworten.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Rebalancing nach aktuellem Portfolioverhältnis, jährlicher Prüfung und einem festen sicheren Betrag statt häufiger Umschichtungen.
  • In mehreren Beiträgen überwiegt Skepsis gegenüber Market Timing, die passende Aktienquote wird aber von Risikotoleranz, Liquiditätsbedarf und Anlagehorizont abhängig gemacht.
  • Hallo zusammen,

    aus Angst vor einem Crash die am Markt höchstkapitalisierten Firmen bewusst unterzugewichten, ist doch so ähnlich wie sich aus Angst vor dem Tod umzubringen.

    Dieser interessante Vergleich stammt nicht von mir sondern von einem Glaubensbruder unserer Kirchengemeinde.

    Asa ist US-Amerikaner und fährt sein Depot mit einer 8:1:1 Strategie. Er nennt das spaßig „Trinity“:

    80 % S&P 500

    10 % S&P 400

    10 % S&P 600

    „Best by test“ , sagt er.

    Also große, mittlere und kleine amerikanische Unternehmen. Nicht, weil Asa glaubt, damit die Zukunft vorhersagen zu können, sondern gerade weil er darauf verzichtet.

    „Best by test“, sagt er. „Ich will nicht wissen, welche Unternehmen in zehn Jahren die Gewinner sind. Ich will einfach möglichst sicher dabei sein, wenn sie es werden.“

    Die derzeitige Dominanz der amerikanischen Technologiewerte beunruhigt ihn deshalb erstaunlich wenig. Wenn Nvidia, Microsoft, Apple, Amazon oder Alphabet irgendwann tatsächlich hoffnungslos überbewertet sein sollten, dann sollen sie von ihm aus ruhig abstürzen. Er hält sie ja nicht deshalb, weil er ihre Kurse für gerechtfertigt hält, sondern weil der Markt sie für gerechtfertigt hält.

    „Und wenn die KI-Blase platzt?“, fragte ich ihn einmal.

    Asa zuckte mit den Schultern.

    „Dann habe ich ein Problem, das alle anderen auch haben.“

    Das ist vielleicht der entscheidende Unterschied zwischen ihm und den Crash-Propheten. Asa versucht nicht, den Markt vor dem nächsten großen Irrtum zu bewahren. Er versucht lediglich, nicht selbst derjenige zu sein, der vorher wissen muss, welcher Irrtum der nächste sein wird.

    Mit besonderem Vergnügen erzählt er in diesem Zusammenhang von ETFs, die einzelne Unternehmen auf maximal ein Prozent begrenzen.

    „Stell dir vor“, sagt er, „du besitzt einen Obstkorb. Ein Apfel wird plötzlich zum besten Apfel der Welt. Und du sagst: Tut mir leid, mehr als ein Prozent darfst du bei mir nicht werden. Sonst wird mein Portfolio zu konzentriert.“

    Asa findet das ungefähr so vernünftig, wie einem erfolgreichen Unternehmen nach jedem Kursanstieg Aktien wegzunehmen, damit es bloß nicht zu erfolgreich wird.

    „Wenn eine Firma von einem Prozent auf zehn Prozent wächst, hat sie mir doch nicht zehnmal bewiesen, dass ich sie nicht besitzen sollte. Sie hat mir bewiesen, dass ich sie besitze.“

    Dann grinst er.

    „Ich bin Kapitalist. Kein Klassensprecher.“

    Seine „Trinity“ ist deshalb weniger eine Wette auf die USA als eine Wette darauf, dass sich der Kapitalismus auch diesmal wieder selbst überraschen wird. Und falls in zwanzig Jahren nicht mehr die heutigen Tech-Giganten die wertvollsten Unternehmen der Welt sind, sondern irgendeine Firma, deren Namen heute noch niemand kennt, dann soll auch die in seinem Depot landen.

    Automatisch.

    Ohne dass Asa vorher wissen muss, dass sie existiert.

    „Best by test“, sagt er dann wieder.

    Und vielleicht ist das tatsächlich die vernünftigste Antwort auf all jene, die uns regelmäßig erklären, warum diesmal alles anders ist.

    LG

  • Videokurs – Finanztip Academy
    Dein Depot im Ruhestand: Umschichten, Entnehmen, Absichern
    Investieren 8 Kapitel

    Dein Depot im Ruhestand: Umschichten, Entnehmen, Absichern

    Investieren 8 Kapitel
    Videokurs starten
  • Ein ATH ist das normalste und erwartbarste Ereignis bei einer Investition in Aktien. Warum sonst sollte ich investieren, wenn nicht in der Erwartung steigender Kurse?

    Im Durchschnitt - über alle Blasen und Hypes hinweg - gibt's um die 7 Prozent Rendite auf einen Welt ETF. Wer mehr oder sich eine temporär höhere Rendite dauerhaft sichern will, begibt sich eben ins Market Timing. Mehr ist da nicht.

  • Ein ATH ist das normalste und erwartbarste Ereignis bei einer Investition in Aktien. Warum sonst sollte ich investieren, wenn nicht in der Erwartung steigender Kurse?

    Im Durchschnitt - über alle Blasen und Hypes hinweg - gibt's um die 7 Prozent Rendite auf einen Welt ETF. Wer mehr oder sich eine temporär höhere Rendite dauerhaft sichern will, begibt sich eben ins Market Timing. Mehr ist da nicht.

    Historisch betrachtet 7 Prozent. Der vergangene Durchschnittswert… mal schauen, wie es in Zukunft wird… ist ja unwahrscheinlich, dass es genau so bleibt… ähnlich vielleicht…

  • Hallo zusammen,

    ich gehe eher von 4 % aus.

    Zur zukünftigen Entwicklung von US-Dollar, Yen und Pfund samt Gold und Silber kann ich als passiver Investor keine Prognosen abgeben.

    LG


    Ohne Welt-ETF ist und bleibt es schwer, wie es im Anfang war
    und ist und bleiben wird
    so jetzt und immerdar.

  • Hallo zusammen,

    ich finde die unterschiedlichen Einschätzungen hier durchaus nachvollziehbar. Gerade bei 4 %, 6 % oder 7 % würde ich allerdings Aktienrendite und Währungsentwicklung nicht ganz voneinander trennen.

    Beim MSCI ACWI IMI ist der US-Anteil inzwischen sehr hoch. Für uns als Euro-Anleger bedeutet das: Entwickelt sich der Dollar gegenüber dem Euro schwächer, kann das die in Euro gemessene Rendite eines Welt-ETF über längere Phasen spürbar bremsen. Das ist keine theoretische Größe – Wechselkurse können über mehrere Jahre einen erheblichen Einfluss auf die tatsächlich erzielte Rendite haben.

    Gleichzeitig würde ich daraus aber nicht ableiten, dass der Dollar zwangsläufig über Jahrzehnte fallen muss. Der Gedanke, dass sich nach einer sehr langen Phase relativer Dollarstärke irgendwann wieder eine Gegenbewegung ergeben könnte, ist historisch durchaus plausibel. Nur ist das eben eine Annahme und keine verlässliche Prognose.

    Hinzu kommt die US-Finanzlage.

    Die Verschuldung und insbesondere die steigende Zinslast sind aus meiner Sicht ein Argument, zumindest mit einer langfristig etwas schwächeren Dollarentwicklung zu rechnen. Dafür muss der Dollar ja keineswegs „zusammenbrechen“. Schon eine über 10 oder 20 Jahre anhaltende relative Schwäche gegenüber dem Euro würde bei einem stark US-lastigen Welt-ETF einen Unterschied machen.

    Und genau deshalb finde ich die Unterscheidung zwischen 4 %, 6 % und 7 % interessant:

    Wenn man beispielsweise mit 6 % langfristiger Aktienrendite rechnet und zusätzlich davon ausgeht, dass der Dollar gegenüber dem Euro über längere Zeit nachgibt, kann für den Euro-Anleger durchaus eine niedrigere tatsächliche Rendite herauskommen. Dann sind 4 % als persönliche vorsichtige Planungsannahme nicht völlig abwegig.

    Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man damit neben der Aktienrendite noch eine Währungsprognose einbaut.

    M.E. ist das Währungsrisiko bei einem langfristig gehaltenen Welt-ETF letztlich eher gelassen: Wechselkurse können die Rendite einzelner Jahre oder auch längerer Zeiträume deutlich beeinflussen, lassen sich aber nicht zuverlässig prognostizieren und können sich langfristig auch wieder in die andere Richtung bewegen. Deshalb halte ich eine Währungsabsicherung für einen langfristig orientierten Anleger grundsätzlich nicht für notwendig.

    Ich persönlich würde deshalb nicht sagen: „Der Dollar fällt, also bringt der Welt-ETF künftig nur 4 %.“

    Eher: 6 % können eine vernünftige langfristige Rechengröße sein – 4 % können eine bewusst konservative persönliche Planung sein. Aber wer die 4 % mit einer langfristigen Dollarabschwächung begründet, trifft damit zusätzlich eine Währungsannahme.

    Und gerade bei einem MSCI ACWI IMI finde ich diese Frage spannend, weil eine Dollarbewegung eben nicht nur eine Randerscheinung ist, sondern aufgrund des hohen US-Gewichts durchaus Einfluss auf die Rendite eines Euro-Anlegers haben kann.

    Unabhängig davon finde ich den Ansatz eines breit gestreuten Welt-ETF weiterhin überzeugend. Die Frage ist für mich eher, welche Renditeannahme man für die eigene langfristige Planung vernünftigerweise zugrunde legt, ohne sich dabei eine vermeintlich sichere Prognose über den Dollar einzureden.

    LG

  • Mich würde eher der Prompt von adrianberg interessieren vor dem Standard-Gesülze von Chat-GPT das er dann anschließend hier postet in leicht abgeänderter Form. :D

    adrianberg ist nicht mehr auf meiner Liste derer, deren Posts ernstzunehmen sind. Sorry.

    Mich interessieren in einem Forum keine KI-Abhandlungen. Schon garnicht, wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.

    Foren leben von den Kenntnissen und den Erfahrungen der teilnehmenden User. Wer KI lesen will, braucht dazu kein Forum.


    Phrasly.AI KI-Erkennungsergebnisse


    100%

    Dein Text wurde wahrscheinlich geschrieben von KI.


    Spam.

  • Und genau deshalb finde ich die Unterscheidung zwischen 4 %, 6 % und 7 % interessant:

    Adrian …dat jet ja jar nich..

    Mal ernsthaft:

    Hallo zusammen:

    Als passiver Anleger nehme ich die Märkte so hin wie die sind.
    Wenn z.B, Alphabet, Apple, Microsoft, NVIDIA etc. sich mal theoretisch halbieren, bin ich dabei und atme in Ruhe durch. Mein Sparplan läuft weiter.

    Ich kann dann sagen: „Ich war dabei“. Denn von welchem Niveau die sich halbieren, weiß ich nicht.

    LG

  • ich gehe eher von 6 Prozent aus.

    Verstehe. Hochinteressant - aus meiner Sicht des Finanz-Laien, wenn auch einem an solchen Themen Interessierten.

    Der Dollar wird über die nächsten Dekaden ehr nachgeben - langfristige Ausgleichsbewegung.

    Aha.

    In dem Kontext nur eine kurze Frage (da ich (noch) nicht ganz kleine Bestände in CHF und auch in Form fremder Sorten halte):

    Der CHF kommt ja von einstmals um die 1,65 zum € auf nunmehr runter bis aktuell um die atemberaubende 0,94 zum €. Einerseits bleibt der Euro aufgrund der signifikanten Konstruktionsmängel (als sozusagen "Esperantowährung") weiter eine (hoch) fragile Angelegenheit - andererseits kann die Schweiz inkl. der SNB kein Interesse an einem zu starken CHF gegenüber dem € haben (angefangen vom Tourismus bis zum Export).

    Da ich mich in Sachen Entwicklung von Wechselkursen als Finanz-Laie stets schwer getan habe: Was ist denn Deine Einschätzung als Kenner und Experte zu diesem Thema ... ?

    Daran könnte ich mich dann orientieren.


    Für Deine Antwort dankt im Voraus Sovereign.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen