Ministerin Bär stellt sich auf Aus für Bafög-Reform ein

  • Ministerin Bär stellt sich auf Aus für Bafög-Reform ein

    https://www.focus.de/politik/minist…6bd5ab5b5c.html

    Ich war froh, dass ich für mein Studium damals Bafög bekommen habe und nicht parallel zum Studium arbeiten musste, sondern mich voll auf das Studiim konzentrieren konnte, um es in Minimalzeit zu absolvieren.

    Meiner Meinung wird da an der falschen Stelle gespart, wenn die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarten Anpassungen auf unbekannte Zeit verschoben werden.

    Und das ganze von der zuständigen Ministerien, trotz

    Zitat

    "Mein Haus hat alle Weichen gestellt für die Bafög-Reform, und wir sind auch im Zeitplan."

    mit Hinweis auf

    Zitat

    "Ich habe aber auch gehört..."

    "Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden."

  • https://www.spiegel.de/panorama/minis…f2-5d944656159f

    Zitat

    Jens Spahn (CDU) hatte sich kürzlich gegen eine Bafög-Erhöhung ausgesprochen – mehr dazu hier.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…e8-33605b5ea8ed

    Zitat

    Ein Plus beim Bafög ist schon geplant. Kommt es doch nicht? CDU-Politiker Jens Spahn spricht davon, dass auch andere staatliche Leistungen absehbar nicht erhöht werden können.

    Unionsfraktionschef Jens Spahn sieht angesichts der angespannten Haushaltslage aktuell keine finanziellen Spielräume für ein Plus beim Bafög. »Staatliche Leistungen wie Bürgergeld, Wohngeld, Elterngeld, Bafög werden wir absehbar nicht erhöhen können, in manchen Bereichen müssen wir sparen – jedenfalls so lange wir kein Wachstum haben«, sagte der CDU-Politiker dem »Münchner Merkur« von Ippen.Media.

    ...

    Das fehlende Wachstum der vergangenen Jahre mache sich mehr und mehr bemerkbar, sagte Spahn. Die Kaufkraft sei seit 2019 nicht gestiegen, jeden Monat gingen 10.000 Industriejobs verloren. »Das schlägt sich nun auch in den Sozialsystemen und im Haushalt nieder. Es bleibt bei dem einfachen Grundsatz: Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man einnimmt.« Wachstum sei die Schicksalsfrage.

    "Die Kaufkraft sei seit 2019 nicht gestiegen" - hat er sich da verplappert? Waren die Lohnerhöhungen doch nicht so unangemessen und überzogen, wie an anderer Stelle gejammert wird?

  • Ich war froh, dass ich für mein Studium damals Bafög bekommen habe und nicht parallel zum Studium arbeiten musste, sondern mich voll auf das Studiim konzentrieren konnte, um es in Minimalzeit zu absolvieren.

    Ich habe im Studium immer nebenher gearbeitet. Jeweils 4 Wochen in den Semesterferien (da hat man ja eh jede Menge Zeit), ab Semester 3 dann als Übungsleiter. Und während dem Master 1,5 Tage die Woche bei meinem späteren Arbeitgeber. Nebenher arbeiten ist kein Weltuntergang und kann auch ein Vorteil sein, wenn man nicht nur kellnert. Ich sehe keinen zwingenden Widerspruch zwischen Arbeiten und Studium in Regelstudienzeit. Aber ich habe auch meine Wochenenden nicht durchgefeiert, wie so andere Leute aus meiner WG...


    Dass das Bafög grundsätzlich reformbedürftig ist, steht außer Frage. Ein Student hat Anspruch auf weniger als ein Sozialhilfeempfänger...

  • Ich habe im Studium immer nebenher gearbeitet. Jeweils 4 Wochen in den Semesterferien (da hat man ja eh jede Menge Zeit), ab Semester 3 dann als Übungsleiter. Und während dem Master 1,5 Tage die Woche bei meinem späteren Arbeitgeber. Nebenher arbeiten ist kein Weltuntergang und kann auch ein Vorteil sein, wenn man nicht nur kellnert. Ich sehe keinen zwingenden Widerspruch zwischen Arbeiten und Studium in Regelstudienzeit. Aber ich habe auch meine Wochenenden nicht durchgefeiert, wie so andere Leute aus meiner WG...


    Dass das Bafög grundsätzlich reformbedürftig ist, steht außer Frage. Ein Student hat Anspruch auf weniger als ein Sozialhilfeempfänger...

    In den Semesterferien habe ich auch gearbeitet. Aber nicht, weil ich musste, sondern weil ich wollte und mir dann Fachbücher und IT Equipment leisten konnte. Mein FH Studium war so kompakt, dass ich einige Prüfungen nicht zum Regeltermin wahrgenommen habe, sondern von vornherein in den Nachprüfungszeitraum verlegt habe.

    Noch mal zurück zur Aussage von Fr. Bär

    Zitat

    Die Situation für Studierende in Deutschland beschrieb die Ministerin als sehr privilegiert. „Es gibt keine Studiengebühren, und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen überhaupt erst ein Studium.“ Es sei „kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und den Beruf“, gegebenenfalls in den Semesterferien. „Es wird kein Vollkaskostudium geben, jeder muss seinen Teil dazu beitragen“, sagte sie.

    Vielleicht will man auch hier dahin kommen, das Studierende einen Kredit aufnehmen müssen, um sich ein Studium leisten zu können. Dann sind sie schon verschuldet, bevor sie in's Berufsleben einsteigen.

  • Vielleicht will man auch hier dahin kommen, das Studierende einen Kredit aufnehmen müssen, um sich ein Studium leisten zu können. Dann sind sie schon verschuldet, bevor sie in's Berufsleben einsteigen.

    Müssen Leistungen nach dem BAföG nicht auch zumindest teils zurückgezahlt werden? Das war für mich ein Grund, warum ich das gar nicht gewollt hätte, wenn ich es hätte bekommen können …

    Ich habe die Arbeit während des Studiums immer als positiv empfunden: sowohl die, die was mit meinem Studium zu tun hatte, als auch die, die ausschließlich zum Geldverdienen da war.

  • Müssen Leistungen nach dem BAföG nicht auch zumindest teils zurückgezahlt werden? Das war für mich ein Grund, warum ich das gar nicht gewollt hätte, wenn ich es hätte bekommen können …

    korrekt man muss etwa die hälfte zurückzahlen

    standart mäßig sind es derzeit vierteljährlich 390 Euro (130€ monatlich)

    man hat jederzeit die möglichkeit den gesamt betrag am stück zurückzuzahlen.

  • Ein Studium ist verdammt noch mal kein persönlicher Luxus, sondern eine Investition in unser aller Zukunft!

    Dass man Gas Wasser Sch... Installateure braucht, ist unbestritten, aber damit alleine ist der Fortbestand dieses Landes und dieser Gesellschaft nicht zu sichern. KI, Chip Industrie, auch die E-Automobilindustrie, all die Mega-Trends weden in diesem Lande nicht gestaltet, sondern nur konsumiert, weil es an Innovationskraft fehlt - unmittelbar eine Folge von fehlenden mutigen Köpfen.

    Die Politik ist schön dabei, Pfründe für die aussterbende Generation zu sichern und denen, die danach kommen, ein heruntergewirtschaftetes Wrack an Ökonomie zu hinterlassen. Je weniger Bildung in diesem Land zugänglich gemacht wird, umso mehr graben wir uns schön weiter das eigene Grab.

    Sagt einer, der sein BAföG zu früheren Zeiten als Gutverdiener xfach durch Steuern zurück gezahlt hat.

  • Vielleicht will man auch hier dahin kommen, das Studierende einen Kredit aufnehmen müssen, um sich ein Studium leisten zu können. Dann sind sie schon verschuldet, bevor sie in's Berufsleben einsteigen.

    Ob das gut oder schlecht ist, hängt vor allem von der Höhe des Kredits ab.

    Ich bin der Ansicht, dass einem das Studium ein paar Tausender wert sein sollte. Insofern finde ich zum Beispiel mäßige Studiengebühren (z.B. 500€/Semester) absolut sinnvoll. Das wären bei einem Bachelor + Master mit 10 Semestern 5000€ und wer findet, dass sein Studium das nicht wert ist, sollte sich dringend überlegen, warum er damit der Allgemeinheit zur Last fallen will.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich nicht sinnvoll, dass junge Menschen mit 200 000$ Schulden ins Berufsleben starten. Aber wir sind hier ja auch nicht im tollsten Land der Welt ;)

  • Ein Studium ist verdammt noch mal kein persönlicher Luxus, sondern eine Investition in unser aller Zukunft!

    Ja, so wäre das idealerweise. Ob das bei allen existierenden Studiengängen in gleicher Weise zutrifft, und alle Abschlüsse der Gesellschaft auch so nutzen, dass diese die Kosten dafür alleine oder anteilig tragen sollte, kann man sicher drüber streiten.

  • Ja, so wäre das idealerweise. Ob das bei allen existierenden Studiengängen in gleicher Weise zutrifft, und alle Abschlüsse der Gesellschaft auch so nutzen, dass diese die Kosten dafür alleine oder anteilig tragen sollte, kann man sicher drüber streiten.

    An der Stelle ist auch zu bedenken, dass nicht jeder Studiengang gleich teuer ist. Die Uni Konstanz hatte damals (also vor fast 20 Jahren) mal eine Auswertung gemacht, an die ich als Studentenvertreter auch rangekommen bin.

    Am günstigsten sind Massenstudiengänge ohne Labors. Skaliert recht günstig. Sowas wie BWL lag damals unter 2000€ pro Jahr und Student. Oder anders gesagt...die 500€/Semester hätten die Hälfte der Kosten gedeckt. Am anderen Ende sind Sachen wie Physik mit nicht so vielen Studenten und teuren Labors, da wurden die Kosten pro Student auf rund 20k beziffert. Überraschend teuer war auch Philosophie, da sehr wenige Studenten pro Jahrgang

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen