Buchempfehlung Jugendliche

  • Das ist aber auch die Faszination dieses Forums. Schließlich dreht sich alles um einen Ansatz, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Geldanlage so einfach wie möglich zu machen, damit man den Kopf frei hat. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Hingabe es gelingt, genau dieses Thema mit so vielen Nebensächlichkeiten zu füllen, dass der Kopf am Ende wieder genauso voll ist wie zuvor.

    Also ich kann das gut vorfiltern....8o bin aber auch gut 3x so alt wie die ggf. Beschenkte

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  • Also, da noch nicht gennant, auch ein Hund Namens Money finde ich - auch für 18 Jährige lesenswert.

    Was ich darüber hinaus empfehlen würde. Vielleicht sich mal die Zeit nehmen, einen Nachmittag, Abend oder sogar Wochenende und anhand der Kapitel von Saidis Buch „ins Gespräch“ über die Themen kommen 😅

  • Wenn die Mutter gut mit Geld kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich die Tochter schon etwas abgeguckt hat.

    Bei uns 50/50 - ich ja, mein Bruder ... trauriges Thema.

    Nach Lektüre vom Kommer, Walz und Saidi, als ich drüber nachdachte, meinem Bruder anlässlich der Erbschaft ein passendes Buch zu schicken, würde ich ausschließlich das Buch von Saidi empfehlen, jedenfalls dann, wenn es sich um jemanden egal welchen Alters handelt, der eigentlich wenig Lust hat, sich mit sowas zu beschäftigen und dafür womöglich auch noch Konzentration aufzubringen.

  • Als Onkel sind die Möglichkeiten zur Erziehung eher beschränkt. Aber vielleicht kämen auch ein paar Freizeitaktivitäten in Frage, die man mit dem Thema kombinieren kann.

    In Frankfurt gibt es beispielsweise ein Museum zum Thema Geld aber warum nicht mal eine Schnitzeljagd machen und mit ein paar Fragen garnieren? Das darf natürlich nicht in stundenlanges "Arbeiten" ausarten. Aber anfüttern vielleicht.

  • Polarlicht,

    habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen.


    Vorab: Inwieweit es zielführend und insbesondere effizient sein kann, jemand "zum Jagen zu tragen" bzw. von außen zur Beschäftigung mit einem bestimmten Thema zu motivieren (um die pointierte Formulierung "fast mit sanftem Druck zu zwingen" zu vermeiden), wäre eine separate Fragestellung. Ähnliches gilt auch für "Schenkungen unter Bedingungen oder Voraussetzungen" in dem Kontext.

    Nichtsdestotrotz finde ich Deine Idee generell sehr gut einen jungen Mensch möglichst früh an dieses wichtige Thema heranzuführen.

    Ich plane der Tochter einer guten Freundin zum 18. Geburtstag eine höhere Geldschenkung zu machen. Wollte aber zur Vorraussetzung machen, dass sie bis dahin ein Buch zur Finanzierung gelesen hat.

    Vermute mit "zur Finanzierung" sind die "privaten Finanzen" gemeint ... ?!

    Anhand eines einzigen Buches - so gut und kompakt es denn auch sein mag (Beispiel: "Ihre Finanzen fest im Griff" von Prof. Walz) - würde ich mich, ganz persönlich, diesem bedeutsamen Thema (jedenfalls für viele bis die meisten Menschen) nicht versuchen anzunähern.

    Mir hat damals als Jugendlicher zum Start die Beschäftigung aus der Kombination mit der "Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte" einerseits und der "Wirtschaftsgeschichte" andererseits einen guten Einstieg in die Thematik verschafft. Hat mir zudem in den darauf folgenden Jahrzehnten als "roter Faden" bezüglich meiner privaten Finanzen gedient.

    Zugegebenermaßen bringt nicht jede(r) ein ausgeprägtes Eigeninteresse und die Bereitschaft zu einem solchen Einstieg in das Thema mit. Das von Finanztip propagierte "Kochrezept" und/oder der von Finanztip empfohlene "Goldstandard" in Sachen "private Finanzen" - stark eingedampft in drei oder vier Sätzen zusammenfassbar - finde ich generell einfach umsetzbar und von der Sache her gut (insofern dürfte auch das entsprechende Buch "Finanzen ganz einfach" ein guter Einstieg sein; das Buch habe ich selbst (noch) nicht überflogen). Finanzen sind/können aber auch eine ziemlich individuelle Angelegenheit sein und es führen zwar nicht alle aber doch so einige Wege zum eigenen (Finanz)Ziel.

    Nach meinen langjährigen Erfahrungen ist es aber der Compliance - für mich mit das wichtigste Kriterium für den langfristigen Erfolg - den eigenen Finanzplan betreffend sehr dienlich, wenn man weiß, warum man finanziell vorgeht und aufgestellt ist, wie man vorgeht und aufgestellt ist.

    Last but not least - Geld hat in der Regel auch eine (starke) psychologische Komponente - könnte man in dem Alter erste Gedanken und Überlegungen anstellen, was Geld für einen (ganz persönlich) bedeutet und für was es schwerpunktmäßig im eigenen Leben steht (gewisse Sicherheit, gewisse Unabhängigkeit, Konsum/Luxus, Gestaltungsmöglichkeiten, Unabhängigkeit, gewisse Freiheit usw.). Eventuell kristallisieren sich dabei auch (erste) konkretere, eigene Finanz-Ziele heraus. Zu dem Thema könnte man daher ebenfalls mal im "Bücherregal" stöbern.


    Der Tochter Deiner Freundin wünsche ich einen erfolgreichen Schulabschluß und eine zu ihr passende Wahl des Studiengangs ... !

  • Hallo zusammen,

    es gibt noch das Projekt:

    „Finanztip Schule“.

    Sehr hilfreich und speziell für eine jüngere Altersgruppe.

    LG

    Im Prinzip würde ich dem zustimmen.

    En Detail kann man das etwas differenzierter sehen.

    Bin beispielsweise mal über die Finanztip Aktion für Schulen ("Bildungsinitiative") drüber geflogen. Wenn man da beispielsweise unter den Grundlagen (Basics) "das magische Dreieck" jeder Geldanlage erklärt (Spannungsverhältnis zwischen den Aspekten "Verfügbarkeit", "Sicherheit" und "Rendite"), dann ist das meines Erachtens zu begrüßen. Wobei mir praktisch kaum jemand bekannt ist, der daraus nicht längst in praxi ein "Fünfeck" gemacht hat mit den ergänzenden sehr bedeutsamen präziser entscheidenden Aspekten "Inflation" und "Steuern" (spielentscheidend gerade bei langfristigen Spar- und Anlagevorgängen wie etwa der privaten Altersvorsorge). Der Hinweis auf diese beiden äußerst wichtigen Aspekte unterbleibt aber - dafür wird als vierter möglicher Aspekt ("Vom Dreieck zum Viereck") nur die sog. "Nachhaltigkeit" als weitere "Dimension" ins Spiel gebracht und ein diesbezügliches Video von Saidi verlinkt. Kann man machen, die "Nachhaltigkeit" der eigenen Finanzen samt Altersvorsorge unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte "Inflation" und "Steuern" dürfte aber meines Erachtens mindestens ebenso bedeutsam sein, wie der Klimaschutz im Allgemeinen (ohne jetzt die Frage zu stellen, wie seriös diese Etikettierungen (wie ESG) überhaupt sind).

  • Polarlicht


    Anhand eines einzigen Buches - so gut und kompakt es denn auch sein mag (Beispiel: "Ihre Finanzen fest im Griff" von Prof. Walz) - würde ich mich, ganz persönlich, diesem bedeutsamen Thema (jedenfalls für viele bis die meisten Menschen) nicht versuchen

    Stimmt, es sollten bei mehreren Büchern aber nicht nur solche sein, in denen mehr oder weniger das Gleiche steht, wie in den hier oftmals empfohlenen Büchern.

  • Ich habe nicht von kindgerecht gesprochen. Und ich weiss, dass, wenn es um nicht selbst ausgesuchte (Hör-)Bücher geht, ein "Hausaufgaben-Feeling" auftreten kann. Dann ist das Thema womöglich erstmal gestorben. Deshalb, wenn ein Buch, lieber eins, das für alle verständlich geschrieben ist. Eins, das ohne Voraussetzungen auskommt. Das ist die Kunst: ein komplexes Thema allgemeinverstandlich aufbereiten.

  • Doch Mischu, mit einem "Erwachsenen"-Buch lässt sich was kaputtmachen. Als ich (ist lange her!) zum ersten Mal in ein Finanzkrambuch reingeguckt habe, bin ich schon dran gescheitert, dass dort stand, ich müsse mir erstmal Gedanken machen, was ich denn vom Leben will und was für ein Mensch ich sein will und all sowas. Mit 18 und auch noch ein paar Jahre danach ist man aber noch im Selbstfindungsprozess - ich hatte auf praktische Tipps gehofft und hab das Buch gleich entnervt wieder zugeklappt.

    War aber vermutlich gut, denn damals hab es solche praktischen Bücher wie das von Saidi noch nicht und ETFs auch noch nicht, jedenfalls nicht als Massenphänomen.

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