Frage zum Gehalt

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  • Das kern problem im tvöd ist dass dort um aufzusteigen Papiere mehr Wert sind als das tatsächliche können. Im era System kann man ohne nachweise von bsp. Era 2 phne jegliche ausbilung auf 6 aufsteigen. Dass ist im TVöD meistens nicht möglich ohne zusätzliche nachweise

    Außerdem gibt es selten Aufschläge wie schichtzulage und auch ein leistungsentgeld gibt es in aller regel nicht. Dementsprechend sind die verdienstmöglichkeiten meist nicht direkt vergleichbar und der blick auf nur die Tabelle leicht irreführend.

  • Jemand mit Meisterausbildung wird in der IG Metall bein ERA 9 - 10 eingruppiert. Im Öffentlichen Dienst zwischen 8-11, ein Kollege in der Wasserwirtschaft hat E10. Einen großen Unterschied in den Gehaltstabellen lässt sich da nicht finden !

    Einzig die Zulagen und Bonizahlungen sind bei ERA besser als im ÖD.

  • Das kern problem im tvöd ist dass

    ...es den TVöD gar nicht gibt. Es gibt mehrere. Bei einem Vergleich mit der IG Metall dürfte man die Tabellen z.B. der Sparkassen oder des Sozial- und Erziehungsdienstes eher mal unbeachtet lassen. Handwerker bei Stadtwerken/Betriebshöfen versuchen aus gutem Grund, aus der kommunalen Tabelle in die des TV-V (Versorgung) zu wechseln usw.

    Außerdem gibt es selten Aufschläge wie schichtzulage

    Wenn man will und, gerade bei Kommunen auch kann und darf (haushalts- und kommunalrechtlich), kann man auch im öD schon einiges machen. Stichwort z.B. Fachkräftezulage, extra eingeführt weil man bestimmte Berufe (IT, Bauingenieure) "trotz" TVöD gewinnen will. Auch der genannte TV-V hat sich unter diesem Aspekt entwickelt.

    und auch ein leistungsentgeld gibt es in aller regel nicht

    Das ist schlicht Quatsch, weil in allen TvÖD-Varianten eindeutig ein Leistungsentgeld vorgesehen ist. Und gerade im kommunalen Bereich ist es oft auch so, dass der dafür verpflichtend zu bildende Gesamttopf auf möglichst alle Beschäftigten verteilt wird, und für diese wie eine durchaus planbare Sonderzahlung zum Jahresbeginn wirkt.

    Dementsprechend sind die verdienstmöglichkeiten meist nicht direkt vergleichbar und der blick auf nur die Tabelle leicht irreführend

    Das wiederum stimmt. Alleine der Unterschied in der regelmäßigen Wochenarbeitszeit ist z.B. auch nicht zu verachten.

  • ...es den TVöD gar nicht gibt. Es gibt mehrere. Bei einem Vergleich mit der IG Metall

    Es gibt auch mehere igm Tarife.

    VW bsp. Hat einen eigenen, und jedes Bundesland einen algemeinen ebenso.

    Meine Angaben zum grundentgelt bezogen sich übrigens auf baden Württemberg, welche 17 era stufen hat. Während beispielsweise Hamburg 11 era stufen + etliche zusatz stufen hat.

    Einmal editiert, zuletzt von nora99 (17. Juni 2026 um 09:50)

  • TVöD ist schon speziell. Zum Teil sind auch die Einteilungen von Stadt zu Stadt verschieden. Kenne das von meiner Frau die ist 3 Stufen niedriger eingestuft als die Angestellten mit dem gleichen Posten, aber 100km entfernt in einer anderen Stadt. Beides tarif nrw.

    Ist aber auch bei diversen anderen Tarifen selbst innerhalb der Hausvertäge von Unternehmen so. Bei uns (freie wirtschaft) haben beispielsweise alle 3 Standorte unterschiedliche Arbeitszeiten und auch Gehaltstabellen. Bei Verhandlungen kommt da dann aber für alle beispielsweise 3% an Lohnerhöhung drauf.

  • Und im neuen Job wird’s dann vielleicht wieder so laufen.

    Deswegen muss es unbedingt auch im Kopf Klick machen.

    Also ich denke klick hat es in sofern schon gemacht, dass ich mir bewusst geworden bin dass sich die Arbeitssituation jetzt auch mit XX € mehr Gehalt nicht ändern wird. Im Gegenteil, es wird immer nur nochmal Arbeit oben drauf gelegt.

    Die erste Konsequenz wird sein, dass ich nun zurückschalte und eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag lege(n) (muss). Andernfalls gefährde ich meine Gesundheit. Was dann nicht bearbeitet wird, bleibt liegen. Kein Anschalten mehr nach Feierabend oder am Wochenende, kein "es-kommt-immer-mehr-ich-muss-noch-schneller-arbeiten" - Denken mehr. Es ist so oder so unbefriedigend.

    Parallel dazu werde ich den Arbeitsmarkt sondieren. Auch wenn ich es eigentlich ungern tue weil ein neuer Job auch wieder Risiken birgt.

    Um noch auf die Frage einzugehen: der Chef hat nie explizit verlangt Überstunden zu machen, aber eben auch gar nicht gesehen dass diese nötig waren um überhaupt noch hinterher zu kommen. Wie gesagt, für ihn ist ja alles immer irgendwie gelaufen. Ich (und auch die EX-Kollegin) haben es aber mehrfach nach oben kommuniziert und es war allgemein bekannt dass wir ständig an der Grenze arbeiten und es hat sich personaltechnisch trotzdem nichts getan.

    Hier in der Firma muss man auch sagen sind viele "normale" Mitarbeiter wie Buchhaltung, Innendienst etc. irgendwie so "blöd" und fahren ständig diesen übermäßigen Einsatz, wo man sagen muss, warum eigentlich ? Viele Dinge die von oben kommen oder delegiert werden müssten, versuchen einzelne Mitarbeiter selbst zu klären. Ich kann diese Energie teilweise nicht (mehr) nachvollziehen. Sieht keiner und dankt keiner.

    Nun für die erneut schwangere Kollegin (die mich bisher als einzigste sinnvoll unterstützen konnte) eine befristete Stelle zu schaffen die wieder nur mir und Abteilung XY gleichzeitig "stundenweise" zuarbeiten soll ist auch wieder keine Lösung. Es kommt einfach nicht oben an. Ich bräuchte mindestens wie hier schon erwähnt wurde eine Teilzeitkraft die ausschließlich das tut was ich tue. Bislang spare ich diese Kraft dem Unternehmen durch meinen Einsatz. Und dafür finde ich das einfach auch noch unterbezahlt.

  • Du bist leider auf diverse Aspekte der Arbeitsorganisation die ich und andere erwähnt haben, nicht wirklich eingegangen.

    Du wirst es nicht glauben, aber man kann ganze Abteilungen einsparen und es wird keiner merken. Viele Organisationen beschäftigen sich zu einem erschreckend großen Teil nur mit sich selbst.

    Frage dich bei jeder Aufgabe wie hoch dabei der Mehrwert für den Kunden ist. Wenn du am Monatsende xls ausfüllen musst fürs reporting - das ist null Mehrwert. Überflüssige Selbstbeschäftigung.

    der Chef hat nie explizit verlangt Überstunden zu machen, aber eben auch gar nicht gesehen dass diese nötig waren

    Dann waren sie auch nicht notwendig. Überstunden sind anzuordnen und dann natürlich auch zu entgelten.

    Einsatz, wo man sagen muss, warum eigentlich ? Viele Dinge die von oben kommen oder delegiert werden müssten, versuchen einzelne Mitarbeiter selbst zu klären

    Selbstwirksamkeit. Wenn man den Arbeitsplatz, Abläufe oder auch nur die Priorisierung selber beeinflussen kann erhöht das in höheren Maße und länger anhaltend die Zufriedenheit als jede Lohn Erhöhung


    Und noch was zum ERP System. Wenn deine Aufgabe so zentral ist, wieso nimmt man dein Fachwissen hier nicht zu Rate?

  • Nein. Richtig priorisieren. Unwichtige liegen lassen und schauen ob es irgendwann wichtig wird. Erstaunlich viel kann man so "abarbeiten"

    Ich finde dies einen sehr wichtigen Ratschlag - sofern man in der Position und Lage ist, danach zu handeln.

    Mein Job (angesiedelt in der IT) hat eine gewisse Koordinator- und Gatekeeper-Rolle, ich stehe zwischen den Fachabteilungen und den externen Dienstleistern, die für diverse Kernsysteme (Betrieb und Entwicklung) zuständig sind.

    So wie mehr und breitere Straßen automatisch mehr Verkehr anziehen und dann auch wieder verstopfen, so ist das mit Anforderungen aus dem Business. Wenn ich alles so schnell bearbeiten, untersuchen und weitergeben würde wie ich KÖNNTE, würde die Schlagzahl immer höher werden und ebenso die Höhe Rechnungen für die IT, da in unserem Unternehmen keine direkte Weiterverrechnung an das Business erfolgt.

    Ich habe definitiv die Erfahrung gemacht, dass für das Business immer alles erstmal enorm wichtig ist. Bei Themen, denen ich eine geringe Priorität einräume, manifestiert sich dann tatsächlich nach einer gewissen Zeit die Gewissheit, dass das Thema so wichtig gar nicht, sondern ein Einzelwunsch ist. Und gerade irgendwelche Sonderlocken und Spezialfunktionen sind einfach der Horror in der IT. Sie erhöhen die Komplexität der Software, können neue Fehler (auch am Bestand) verursachen und oft genug ist's nicht oder nur schlecht dokumentiert und in drei Jahren kommt jemand und wundert sich, warum etwas so läuft, wie es läuft.

  • Was dann nicht bearbeitet wird, bleibt liegen. Kein Anschalten mehr nach Feierabend oder am Wochenende,

    Dünnes Eis.

    Je nach Position und Ambitionen könnte erwartet werden, dass du die Arbeit priorisierst, das wichtigste machst und alles andere lässt.

    Gerade in der Zusammenarbeit mit anderen Teams passiert es häufig, dass Themen in die Luft geworfen werden und es gibt fast immer einen, der es völlig freiwillig nimmt. Und hinterher sagt, er hat so viel bei sich. Wenn niemand ein solches Thema nimmt, wird es derjenige, der es wirklich braucht schon eskalieren oder sich selbst kümmern. Wenn man dem Management die Wichtigkeit erklären muss, wird dann oft die Dringlichkeit eine ganz andere, falls man sich überhaupt zum Management traut und falls es doch eine gewisse Priorität hat, kann es auch woanders landen.

  • Nein. Richtig priorisieren. Unwichtige liegen lassen und schauen ob es irgendwann wichtig wird. Erstaunlich viel kann man so "abarbeiten"

    Um auf dies einzugehen: ich kann gar nicht wirklich priorisieren oder es erstmal lange liegen lassen, weil spätestens am 2. Tag der Kundenberater kommt warum sein Auftrag noch nicht eingeplant ist. Bei uns gibt es knallharte Faktura-Ziele pro Monat die von ganz oben kommen. Es muss eine Zahl X an Rechnungen geschrieben sein, genauso wie die Kundenberater immer unrealistischere Zielvorgaben erhalten. Zudem weiß ich oft nicht mehr wo vorne und hinten ist. Das ist alles einfach gesagt und gut gemeint, aber nicht für jeden so anwendbar.

    Daher wird es früher oder später so kommen müssen, dass sich das Rad eben nicht mehr wie selbstverständlich dreht. Aber oft genug gesagt hat man es und ich werde nicht weitermachen bis ich wieder klinikreif bin.

    Bezügl. ERP: ich hab keine Ahnung wie das laufen soll oder ob man mich da möglicherweise noch als Key User einsetzt, wie soll das neben dem ganze Rest auch gehen und wer macht dann die andere Arbeit ? 8 Stunden sind schnell rum und ich fühle mich fast wie ein Selbstständiger. Und genau das ist auch meine Befürchtung. Die eierlegende Wollmilchsau soll noch mehr Milch geben.

  • Parallel dazu werde ich den Arbeitsmarkt sondieren. Auch wenn ich es eigentlich ungern tue weil ein neuer Job auch wieder Risiken birgt.

    "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll."

    Georg Christoph Lichtenberg

    Fand ich bisher oft ein passendes Zitat für solche Situationen. Deine Arbeitssituation ist mMn unhaltbar. Deine Bezahlung ist zumindest nicht so exorbitant, das man für 1-2 Jahre die Zähne zusammenreißen und dann auf Jahre ausgesorgt hat.

    Veränderung ist immer ein Risiko aber ein Abwägungsprozess. Ich habe mir auch damals was neues gesucht obwohl die Situation nicht mal schlecht war. Bezahlung war knapp aber auf lange Sicht wäre die angemessen gestiegen. Arbeit war auf jeden Fall angenehm und nicht zu fordernd. Kollegen war ok bis top. Jedoch hatte ich nie den Urlaub den ich haben wollte bekommen und mal ein verlängertes Wochenende ging auch nur kurzfristig und man konnte gar nichts planen. Dafür hatte ich dann zwangsweise eine Mittwoch frei. Mit Familie war es für mich unhaltbar und habe mir über 2 Jahre eine Alternative gesucht und gefunden. Einige Sachen laufen jetzt schlechter, aber es ist planbar geworden und damit war es für mich die richtige Entscheidung.

    Ich denke dir wird Dienst nach Vorschrift auf kurz oder lang auf die Füße fallen. Mach das erst wenn du plan B eingetütet hast. Nutz eventuell mal 2 wochen gelben Schein vom Hausarzt um dir über deinen Gesundheitszustand klar zu werden und deine Unterlagen auf nen Stand zu bringen. Wenn du das mit deiner Belastung einem vernünftigen Arzt so darlegt, nimmt der dich sofort raus.

    Viel Erfolg noch auf deinem Weg!

  • Jedoch hatte ich nie den Urlaub den ich haben wollte bekommen und mal ein verlängertes Wochenende ging auch nur kurzfristig und man konnte gar nichts planen. Dafür hatte ich dann zwangsweise eine Mittwoch frei. Mit Familie war es für mich unhaltbar und habe mir über 2 Jahre eine Alternative gesucht und gefunden. Einige Sachen laufen jetzt schlechter, aber es ist planbar geworden und damit war es für mich die richtige Entscheidung.

    Das kommt übrigens noch dazu. Da jetzt wieder eine Kraft wegfällt die mir und dem Innendienst immer "ausgeholfen" hat, wird es immer schwieriger Urlaub zu planen bzw. es ist jedes Mal ein Drama, vor allem wenn man mal 2 Wochen am Stück möchte. Mir bleibt aber nichts anderes übrig als zurückzuschalten, sonst schaltet meine Gesundheit das Licht ganz aus.

  • Wie schon gesagt, wenn du die Situation einem vernünftigen Arzt erzählst hast du mit Sicherheit eine Auszeit. Kenne auch drei Führungskräfte bei denen immer mehr dazu kam und immer mehr Druck aufgebaut wurde. Der erste davon ist nach über nem Jahr pause wieder in der Widereingliderung. Der Zweite war von Oktober bis März raus und als er zurück war ist der Dritte ausgefallen. Da muss man auch klar und Konsequent bleiben und auch wirklich professionelle Hilfe suchen, bevor es zu spät ist.

    Bei der Situation die du schilderst kann es anderswo gar nicht viel schlimmer sein. Wenn doch, dann geht die Suche leider weiter, aber der Zustand ist unhaltbar.

  • Wie schon gesagt, wenn du die Situation einem vernünftigen Arzt erzählst hast du mit Sicherheit eine Auszeit. Kenne auch drei Führungskräfte bei denen immer mehr dazu kam und immer mehr Druck aufgebaut wurde. Der erste davon ist nach über nem Jahr pause wieder in der Widereingliderung. Der Zweite war von Oktober bis März raus und als er zurück war ist der Dritte ausgefallen. Da muss man auch klar und Konsequent bleiben und auch wirklich professionelle Hilfe suchen, bevor es zu spät ist.

    Bei der Situation die du schilderst kann es anderswo gar nicht viel schlimmer sein. Wenn doch, dann geht die Suche leider weiter, aber der Zustand ist unhaltbar.

    Tolle Zustände. Aber ich habe es ja live erlebt bzw. war selbst schonmal in so einer "beruflichen Reha". Der Laden brummt und jede Woche kamen neue Betroffene - immer aus demselben Grund: Überlastung, Druck, Burnout, Psyche... das Ganze wird dann finanziert von der RV, also sprich vom Steuerzahler. Die meisten wollten dann auch nicht mehr in so einen Job zurück und dafür lieber kleinere Brötchen backen. Eigentlich irgendwie krank das System.

  • vor allem wenn man mal 2 Wochen am Stück möchte

    § 7 des Bundesurlaubsgesetzes

    (2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen,

    so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

    Ausgehnd von 6 Arbeitstagen pro woche sprich er MUSS 2 Wochen am stück genehmigen

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