Wenn Sie schon ihre Leser zum thema
„Wie rettest Du die gesetzlichen Krankenkassen?“
fragen.
Warum bringen Sie nicht den Elefante in Rum, die Zusammenlegung von PKV und GKV auf den Tische.
ist absolut überfällig!
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„Wie rettest Du die gesetzlichen Krankenkassen?“
fragen.
Warum bringen Sie nicht den Elefante in Rum, die Zusammenlegung von PKV und GKV auf den Tische.
ist absolut überfällig!
Von unseren Finanztip-Experten getestet
Was Finanztip ausmachtIn einem Rechtsstaat kann man ein eingeführtes System wie die PKV nicht einfach abschaffen. Abgesehen davon würden die wenigen Privatversicherten die Probleme der GKV auch nicht lösen - das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mehr dazu auf unserer Seite "Bürgerversicherung statt Private Krankenversicherung", die Google einfach findet.
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die Zusammenlegung von PKV und GKV … ist absolut überfällig!
Das Sorgenkind GKV auflösen - und alle in die PKV? Da gibt es bestimmt Gegenstimmen, könnte ich mir vorstellen.
Das Sorgenkind GKV auflösen - und alle in die PKV? Da gibt es bestimmt Gegenstimmen, könnte ich mir vorstellen.
So ähnlich wird es laufen müssen.
Grundversorgung durch den Staat. Rest privat.
Genau. Der Staat erklärt mit sofortiger Wirkung die Ungültigkeit der Verträge zwischen PKV und Versicherten. Die Altersrückstellungen der Versicherten werden aus Gründen der Solidarität enteignet und dem Bundeshaushalt zugeführt. Alle bisher privat Versicherten werden in der GKV zwangsversichert. Die Beitragsbemessungsgrenze wird aufgehoben.
Und danach wird man sich wundern, warum, wie fast immer bei staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft, die Dinge schlechter laufen werden als vorher.
Aber zumindest wäre dem Neidkomplex von Leuten wie dem TE genüge getan? Nein, nicht einmal das. Denn dann würden Leute, die über hinreichend hohe Geldmittel verfügen, den Arzt einfach direkt bezahlen. Und michal-67 würde immer noch keinen Termin beim Facharzt bekommen.
Hallo sam51,
bitte gib mir mal ne ehrliche Antwort. Bist du privat versichert ?
Hallo sam51,
bitte gib mir mal ne ehrliche Antwort. Bist du privat versichert ?
Ja, ich bin privat versichert. Und du?
Ja, ich bin privat versichert. Und du?
Das merkte man an deinen Kommentaren, dass du in der PKV bist. Soll aber keine Kritik von mir sein. Ich wollte nur wissen, ob mein Gespür mich nicht getäuscht hat.
Ich bin GKV. Hab dort sogar knapp 5 Jahrzehnte gearbeitet.
Ich finde im Grunde eine staatliche Gesundheitsversorgung gut, jedoch knüpft diese Zusammenlegung an das Motto an: Nur noch ein Topf, aber mehr Beitragszahler und folglich mehr Mittel zum „Verausgaben“. Das bedeutet meiner Ansicht nach keine vielversprechenden Verbesserungen des Gesundheitssystems.
Meiner Ansicht nach kann das Gesundheitssystem nur stabilisiert werden, wenn behandlungswürdige Untersuchungen stattfinden und ein anderes Gesundheitsbewusstsein(bspw. Schwedisches Modell) vorhanden ist. In unserem Land verdienen Ärzte und Kliniken durchaus nicht so schlecht, wie es manchmal publik wird. Ausgenommen sind sicherlich Regionen im ländlichen Raum, die aufgrund des demografischen Wandels sehr erschwerte Bedingungen(Bzgl. Sicherung der Gesundheitsinfrastruktur) aufweisen.
Außerdem bin ich durchaus für eine Praxisgebühr. Wir haben eben ein „Vollkasko-System“, welches sehr viel Geld für den Betrieb benötigt..
Grundsätzlich darf sich die Gesellschaft fragen, weshalb es eben Leistungsunterschiede zwischen PKV und GKV existieren. Diese sind auch nicht gerecht, dieser Annahme würden vermutlich die Mehrheit der Deutschen stützen. Der Bestandsschutz von aktuellen Verträgen(Beamte und Selbstständige) ist vermutlich unantastbar, aber zukünftig wäre es möglich ein andere „Systematik“ zu erdenken, um mehr Gerechtigkeit beizutragen. Jedoch möchte ich an dieser Stelle hervorheben, dass die Beamten dennoch weiterhin Anspruch auf Beihilfe haben, dies ist vom Grundgesetz gedeckt und gesichert. Auch alle Selbstständige dürften meiner Ansicht nach nicht gleich belastet werden, denn die Erträge einer Selbstständigkeit sind sehr verschieden. (Hier muss sozial gestaffelt werden)
Mein Beitrag wollte ich als Diskussionsgrundlage gestalten, um andere Perspektiven aufzuzeigen.
Ich finde im Grunde eine staatliche Gesundheitsversorgung gut, jedoch knüpft diese Zusammenlegung an das Motto an: Nur noch ein Topf, aber mehr Beitragszahler und folglich mehr Mittel zum „Verausgaben“. Das bedeutet meiner Ansicht nach keine vielversprechenden Verbesserungen des Gesundheitssystems.
Mehr Beitragszahler heißt auch mehr Anspruchsberechtigte. Das würde nichts ändern. Die Intention der Einheitskassenforderer ist natürlich, mehr zahlungskräftige "gute" Risiken ins System zu bekommen. Dieser Effekt dürfte allerdings sehr überschaubar sein.
Grundsätzlich darf sich die Gesellschaft fragen, weshalb es eben Leistungsunterschiede zwischen PKV und GKV existieren. Diese sind auch nicht gerecht, dieser Annahme würden vermutlich die Mehrheit der Deutschen stützen.
Sobald jemand die Begriffe "gerecht" oder "solidarisch" verwendet, ist keine gute Absicht dahinter zu vermuten. Was wäre denn gerecht? Wenn es im Flugzeug und in der Bahn nur noch die Holzklasse gäbe? Alle nur noch ein Auto der Kategorie "Trabant" fahren dürfen? Oder wie seinerzeit bei Mao alle nur noch die gleiche Einheitskleidung tragen dürfen? Unterschiede wird es immer geben. Versuche, das auf politischem Wege zu ändern, waren bisher immer zum Scheitern verurteilt.
In Deutschland haben wir aktuell nun einmal das System aus GKV und PKV, das strikt die Zugangsvoraussetzungen zu jeweiligen Kategorie regelt. In vielen anderen Ländern ist die Situation ähnlich gelagert. Dort gibt es eine staatliche Gesundheitsversorgung auf teilweise sehr niedrigem Niveau und eine hochwertige Versorgung, wenn man privat zahlt. Ich gehe davon aus, dass sich die Verhältnisse in Deutschland in diese Richtung entwickeln werden.
Letzten Endes ist es eine Frage der Finanzierbarkeit. Der Grund, warum die GKV taumelt, liegt nicht darin begründet, dass es die PKV gibt, sondern daran, dass das System aus dem Gleichgewicht geraten ist. In den letzten 10 Jahren sind, politisch gewollt, Millionen Anspruchsberechtigte in das System gekommen, die zum überwiegenden Teil nichts einzahlen. Auf der anderen Seite ist nicht zu übersehen, dass eine ebenfalls politisch verursachte De-Industrialisierung in den letzten Jahren dafür sorgt, dass gut bezahlte Industriearbeitsplätze aus Deutschland verschwinden.
Das kann man nun begrüßen oder beklagen, je nach politischer Ausrichtung. Aber es führt im Falle der GKV dazu, dass einer vermehrten Inanspruchnahme von Leistungen gesunkene Einnahmen gegenüberstehen. Dem kann man natürlich entgegen wirken, indem man die Beiträge erhöht oder das Defizit aus Steuermitteln auffüllt. Letzteres will die Politik nicht, und eine Beitragserhöhung würde eben dazu führen, dass sich Arbeit noch weniger lohnt. Man wird also absehbar immer weniger Mittel pro Versichertem zur Verfügung haben und folgerichtig die Leistungen kürzen müssen.
Welche Ausprägung genau das Gesundheitswesen in der Zukunft haben wird, lässt sich schwer voraussagen. Das kann so enden wie einer vollstaatlichen Versorgung wie dem NHS in UK oder wie in den USA oder Thailand, wo man vor einer Behandlung gefragt wird, wie man denn zahlen möchte.
Vorab für Bert Esser : Ich bin in der PKV (wäre aber lieber in der GKV).
"Die Zeit" ist der Fragestellung hier kürzlich nachgegangen.
Ergebnis war, dass eine Eingliederung der PKV in die GKV eine Entlastung von maximal 11€ für den einzelnen Versicherten bringen würde.
Es helfe zwar, dass bspw. Beamte im Durchschnitt gesünder wären. Allerdings leben sie auch 5,5 Jahre länger, was in diesem Kontext wiederum kontraproduktiv für die Entlastung der GKV wäre.
Wozu ich noch nichts gelesen habe und mir noch nicht ganz klar ist:
Wir leben bekanntlich in einer immer älter werdenden Gesellschaft. D.h. der Anteil der älteren Privatversicherten wird auch immer größer.
Das Finanzierungsmodell der GKV ist ja, dass man während seines Berufslebens hohe Beiträge bezahlt und während man Rente bezieht nur noch niedrige.
In der PKV ist das genau andersherum. Als junger und gesunder Mensch bezahlt man wenig und hat im Alter die höchsten Beiträge.
Würde man in der aktuellen demographischen Situation die PKV in die GKV integrieren (zu den Konditionen der GKV), müsste das doch zu einer massiven Unterfinanzierung des Systems führen. Denn dann holte man sich mehrheitliche ältere Versicherte ins System, die bisher vergleichsweise wenig eingezahlt haben, und künftig durch die Konditionen der GKV massiv entlastet werden (und dann auch noch länger Leben...).
Das Finanzierungsmodell der GKV ist ja, dass man während seines Berufslebens hohe Beiträge bezahlt und während man Rente bezieht nur noch niedrige.
Das hast du falsch verstanden. Die GKV ist ein Umlagesystem mit fragwürdiger Einnahmengenerierung.
Der PKV Versicherte spart fürs Alter an. Leider reicht die Sparquote häufig nicht, da die Kosten stark steigen.
Bert Esser Ich bin auch in der PKV (als Beamter) und wäre auch lieber in einer GKV/Bürgerversicherung (allerdings ein besser aufgestelltes System als aktuell).
Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, warum man einen Elefanten in Rum einlegen sollte, und was das mit unserem Gesundheitssystem zu tun hat ![]()
. Aber im Ernst, ich glaube das Thema Gesundheitssystem wird erst groß von der Politik angefasst, wenn es zusammengebrochen ist oder 4 Wochen vor dem Zusammenbruch steht. Davor wird wie immer nur daran herumgedoktert.
Selbst wenn man den Zugang zur PKV für künftige Personen einschränken könnte, würde das System ja vermutlich für bestehende Verträge ja massiv teurer (da keine jungen/gesunden in die Tarife hinterherkommen). Da bräuchte man viel Mut und Kompetenz um das als Regierung/Bundestag hinzukriegen.
Ergebnis war, dass eine Eingliederung der PKV in die GKV eine Entlastung von maximal 11€ für den einzelnen Versicherten bringen würde.
Die Krankenkassenbeiträge des Beamten-"Arbeitgebers" auch mit einberechnet? (Frage, da Artikel hinter Paywall). Eine Reform, bei der die GKV-Versicherten hinterher 11 Euro Beiträge sparen, dafür aber 11,50 Euro Steuerlast mehr haben, wirkt vielleicht für alle solidarisch und gerecht, ist aber halt auch teurer.
Das Finanzierungsmodell der GKV ist ja, dass man während seines Berufslebens hohe Beiträge bezahlt und während man Rente bezieht nur noch niedrige.
Das ist politisch so festgelegt. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
In der PKV ist das genau andersherum. Als junger und gesunder Mensch bezahlt man wenig und hat im Alter die höchsten Beiträge.
Ich glaube, das nennt man heutzutage Narrativ. Man wiederholt es beliebig oft, obwohl es falsch ist, mit der Absicht, dass durch die dauernde Wiederholung etwas Unwahres zur Wahrheit wird.
Dass man im Alter in der PKV höhere Beiträge zahlt als in jungen Jahren, hat nichts mit dem Alter selbst zu tun. Obwohl es für die meisten plausibel klingt ("Ältere verursachen nun einmal höhere Kosten."), ist es unzutreffend. Es liegt einfach daran, dass a) die Kosten durch die Inflation allgemein steigen und b) dass der medizinische Fortschritt, über Jahrzehnte betrachtet, gewaltig ist.
Auch hängt die Steigerung der Beiträge vom jeweiligen Tarif und der Zinssituation ab. Wer heute als 30-jähriger in die PKV einsteigt, dürfte für einen leistungsfähigen Tarif wohl 800 EUR und mehr zahlen. Ich zahle als Rentner ca. 500 EUR.
Würde man in der aktuellen demographischen Situation die PKV in die GKV integrieren (zu den Konditionen der GKV), müsste das doch zu einer massiven Unterfinanzierung des Systems führen. Denn dann holte man sich mehrheitliche ältere Versicherte ins System, die bisher vergleichsweise wenig eingezahlt haben, und künftig durch die Konditionen der GKV massiv entlastet werden (und dann auch noch länger Leben...).
Ich glaube, das würde viele privat versicherte, nicht beamtete Rentner freuen. In der KvdR dürften wohl die meisten viel weniger zahlen. Würde sich für die was behandlungstechnisch ändern? Wohl eher nicht, denn wer einige Hundert Euro monatlich weniger KV zahlt, kann mit dieser Differenz locker als Selbstzahler auftreten.
Das hast du falsch verstanden. Die GKV ist ein Umlagesystem mit fragwürdiger Einnahmengenerierung.
Der PKV Versicherte spart fürs Alter an. Leider reicht die Sparquote häufig nicht, da die Kosten stark steigen.
Soweit sehe ich es wie du, die Probleme fangen an dem Punkt an, wenn Privat-Versicherte in die GKV zurück wechseln wollen (müssen). Hier wurden die günstigen Beitragsjahre wohlwollend mit genommen und wenn es im Alter teuer wird, versucht man der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Natürlich ist die Versicherungsbranche hier nicht ganz unschuldig, die Auswirkungen im Alter werden gerne verschwiegen. Gleiches gilt für die Menschen die auf Grund, geringer bzw. kein Einkommen auch komplett Kosten bei der GKV erzeugen, da ist die Solidarität sehr einseitig. Für mich ist die Beitragsbemessungsgrenze das Hauptproblem, obwohl ich viele Jahre davon profitiert habe, warum sollen Gutverdienende, ab einem gewissen Betrag entlastet werden? Geringverdiener zahlen dadurch prozentual deutlich höhere Beiträge, auch wenn die Gefahr besteht, dass einige Gutverdienende mehr dann in die PKV wechseln. Es ist ein schwieriges Thema, egal was beschlossen wird, Gewinner und Verlierer wird es weiterhin geben.
Aber im Ernst, ich glaube das Thema Gesundheitssystem wird erst groß von der Politik angefasst, wenn es zusammengebrochen ist oder 4 Wochen vor dem Zusammenbruch steht. Davor wird wie immer nur daran herumgedoktert.
Warum sollte das Verhalten der Politik ausgerechnet beim Thema "GKV" substantiell anders sein als bei anderen Themen wie der "GRV", der "internationalen Wettbewerbsfähigkeit" Deutschlands, der Attraktivität des Standorts für die weltweit begehrte "qualifizierte Zuwanderung", der "Verteidigungsfähigkeit" (äußere Sicherheit) usw. ... ?
Die Intention der Einheitskassenforderer ...
"Einheitssysteme" scheinen bei so manchen stark im Trend zu liegen ...
Viele fordern und stehen ja beispielsweise auch auf die "Einheitsschule". Eine europäische "Einheitswährung" - statt einem gesunden Währungswettbewerb der Länder - haben wir ja beispielsweise auch längst ...
Und danach wird man sich wundern, warum, wie fast immer bei staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft, die Dinge schlechter laufen werden als vorher.
Nur Kommunisten, Sozialisten, Anhänger kollektivistischer Systeme und die sehr staatsgläubigen Protagonisten werden sich dann wundern - und den vermutlich generierten Murks aber bis aus Äußerste dennoch verteidigen (Solidaritääät ...).
Alle anderen werden nur ihre Prognosen und Befürchtungen bestätigt sehen ...
bitte gib mir mal ne ehrliche Antwort. Bist du privat versichert ?
Auch wenn ich nicht sam51bin und sozusagen nur prophylaktisch:
Für meinen Teil war ich zeitlebens in der GKV - in jungen Jahren zuerst über meine Eltern versichert, dann kurze Zeit als Angestellter pflichtversichert, mit höherem Einkommen dann dennoch (sprich freiwillig) in der GKV geblieben und mit Eintritt in die Selbständigkeit als freiwillig gesetzlich Versicherter in der GKV verblieben. Was mir im Alter den Status als Mitglied der sog. "Krankenversicherung der Rentner" (KVdR) beschert hatte.
Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen (die besten Mediziner im Bereich des bezahlten Sports waren beispielsweise schon damals kaum bis gar nicht via GKV erreichbar ...) und den Beobachtungen in meinem weiten Umfeld, hatte ich aber bereits vor vielen Jahrzehnten eine sog. "private Zusatzversicherung für den stationären Bereich" abgeschlossen (damals war ich mir nicht ganz sicher, daß ich mein persönliches Finanzziel (finanzielle Unabhängigkeit in möglichst jungen Jahren) erreichen werden. Im Kontext mit der Einführung der sog. Unisex-Tarife (ab 2013) für die private Versicherungswirtschaft - nach meinem Dafürhalten ein dem Assekuranzgedanken zuwiderlaufender Ansatz (Prämie gemäß Kosten/Risiko) - hatte ich noch Ende 2012 (aus Prinzip und einer Art des stillen Protests) eine "private Pflegetagegeldversicherung" abgeschlossen - auch wenn mein eventueller Pflegefall (rein finanziell gesehen) damals längst kein Risiko mehr darstellte.
Wenn wirklich meinerseits mal medizinischer Bedarf besteht - trotz meines relativ eher hohen Alters bislang zum Glück die sehr seltene Ausnahme - trete ich in der Regel als Selbstzahler auf.
11 EUR. Das kann ich mir nicht vorstellen.
1.
In der PKV bin ich nicht so bewandert. Da habe ich also keine so tiefgreifenden Kenntnisse.
Ich meine aber, dass Ärzte bei PKV-Versicherten das 2,3 fache berechnen.
Nun zahlen privat Versicherte ja auch einen Beitrag (Prämie heißt es dort wohl).
Nun stelle man sich mal vor, dass die dortige Prämie eingentlich viel niedriger sein könnte.
Wenn man nämlich die Prämie durch 2,3 teilt, dann wäre das die Prämie, die zu zahlen wäre, wenn der Arzt nur den 1fachen Satz erheben würde.
OK, der Arzt würde weniger verdienen. Die Ärzte-Lobby würde sagen, dass nur durch eine Mischung von PKV und GKV dieser Arzt überleben würde.
Es ist zwar schon 2 Jahrzehnte her. Aber damals erzählt mir mein Hausarzt (ich nenn ihn Dr A, als ich ihn aufsuchen musste folgendes (kein Scherz):
er sagte: eh Bert. Nächste Woche reisen wir zur Ärzte-Demo nach Berlin (600km).
Ich reise da mit meine Ärzte-Doc X (aus dem Nachbardorf) hin.
Dr. X sagte zu mir: A lass uns doch mit meinem Flugzeug (damit war das Privatflugzeug von Dr X gemeint) hinfliegen. Mein Hausarzt (Dr. A) meinte dann: Dr X "bist du bescheuert", dann stehen wir beiden in BILD-Zeitung.
So was will ich damit sagen: es wird von allen gejammert, auch von denen, die nicht jammern müssten. Bei jedem , der jammert müsste man erst einmal den Steuerbescheid sehen, um zu sehen, ob das jammern berechtigt ist.
Ach: mein Haus-Dc hat mindestens 20 Immobilien während seiner Hausarztpraxis-Zeit gekauft(investiert). Aber er ist nur ein armern Hausarzt auf dem Lande (hier ist Dorf).
2.
Seit 1.4.2007 hat der Gesetzgeber es geschafft, dass alle in Deutschland versichert sein müssen.
Bei den vielen freiwillig Versicherten, die den Beitrag nicht zahlen können (ich rede hier nicht von Beamten oder Arbeitnehmer oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze) endete nach der bis 31.3.2007 gültigen REchtslage die Mitgliedschaft, wenn 2 Monatsbeiträge nicht gezahlt wurden.
Ab 1.4.2007 besteht aber trotz immenser Zahlungsrückstände (über 100.000 EUR in Einzelfällen ; pro Person ) immer noch ein Leistungsanspruch, wenn die Erkrankung akut ist oder die Person Schmerzen hat (also fast bei allen Erkrankungen). Es kommen mittlerweise Millarden zusammen.
Wer das bezahlt, ist die Mittelschicht, die hier schreibt; also wir hier alle.
Eine Rückführung, wie nach der Rechtslage bis 31.03.2007 (also keine Mitgliedschaft mehr, wenn 2 Monate nicht bezahlt), macht keiner aus der Politik.
Was ist denn mit dem Schweizer Modell: alle "neuen" mit Basisabsicherung in die GKV, PKV nur noch für Zusatzversicherung (zB Zähne, Homöopathie, ...)?
Für die "alten" Bestandsschutz mit einmaliger Wechseloption in die GKV.
Ich meine aber, dass Ärzte bei PKV-Versicherten das 2,3 fache berechnen.
Nun zahlen privat Versicherte ja auch einen Beitrag (Prämie heißt es dort wohl).
Nun stelle man sich mal vor, dass die dortige Prämie eingentlich viel niedriger sein könnte.
Wenn man nämlich die Prämie durch 2,3 teilt, dann wäre das die Prämie, die zu zahlen wäre, wenn der Arzt nur den 1fachen Satz erheben würde.
So funktioniert es nicht. Der Faktor 2,3 wird häufig falsch verstanden. Für gesetzliche Versicherte bekommt der Arzt ein, je nach Fachrichtung unterschiedliche Pauschale pro Quartal. Egal, wie häufig der Patient in diesem Zeitraum in die Praxis kommt. Für einige Untersuchungen wird er zusätzlich vergütet. Diese Pauschale liegt irgendwo zwischen 30 und 100 EUR. Gleichzeitig wird er durch das zur Verfügung stehende Budget begrenzt. Zum Ende des Quartals kann es passieren, dass er Patienten ohne Vergütung behandelt.
Privatpatienten werden nach der Gebührenordnung für Ärzte/Zahnärzte (GOÄ/GOZ) abgerechnet. Jede Tätigkeit hat dort eine Ziffer, der ein Betrag zugeordnet ist. Je nach Aufwand wird dieser Betrag mit einem Faktor beaufschlagt. Standard ist hier der häufig genannte Faktor 2,3, der auch mal gerne höher sein kann. Der Arzt kann also jeden Patientenkontakt und die dabei erbrachten Leistungen abrechnen. Die Art der Abrechnung hat nichts mit der GKV-seitigen Vergütung zu tun. Insofern dürfte ein Arzt an einem Patienten um einem Faktor 10 oder mehr an einem Privatpatienten als an einem GKV-Patienten verdienen.
Genau das ist der Grund, warum Ärzte Privatpatienten bevorzugen.
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Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht