Ist bei NVIDIA noch Luft nach oben oder ist der Zug schon abgefahren? 🤔

  • Guten Morgen,

    NVIDIA ist seit dem KI-Hype kaum noch zu übersehen. Das Unternehmen liefert starke Zahlen und scheint in Sachen KI-Chips aktuell die Nase vorn zu haben. Andererseits ist die Aktie inzwischen ziemlich hoch bewertet – da fragt man sich schon, wie viel Wachstum noch eingepreist ist.

    Kauft ihr auf dem aktuellen Niveau noch nach, oder wartet ihr lieber auf einen Rücksetzer?

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  • Für nVidia gilt im Prinzip das gleiche wie für alle Chip-Hersteller: es geht immer in Zyklen auf und ab. Kann es für nVidia noch höher gehen? Möglich. Aber ganz sicher auch wieder abwärts.

    Es gibt konkret folgende Risiken:
    - ein Mitbewerber entwickelt gleichwertige oder bessere Chips zu geringerem Preis
    - es werden Fortschritte bei LLMs erzielt die deutlich weniger Rechenleistung benötigen

  • Zitat

    Ist bei NVIDIA noch Luft nach oben oder ist der Zug schon abgefahren? 🤔

    Nein, da ist jetzt Schluss. Höher als jetzt kann es nicht mehr gehen.

  • NVIDIA ist seit dem KI-Hype kaum noch zu übersehen.

    So So, seit dem KI-Hype also. :/
    Kursplus nVidia 2016-2020 +1.600%
    Kursplus nVidia 2021-2025 +1.400%

    Also ich habe bis 2020 noch nicht viel von KI mitbekommen. War 2016-2020 nicht der Krypto-Hype der die nVidia-Aktie hat explodieren lassen?
    Dann kam 2022 KI.

    Wie immer gilt: Niemand kennt die Zukunft.

  • Nach bösen Einzelaktien darfst Du hier nicht fragen. Hier wird der Einzel-ETF gepredigt.

    Ich pers. habe einen Sparplan auf Nvidia (da hatte ich ein Discountzertifikat drauf) und lasse es einfach laufen.

    Aber heiß ist das ganze Ding schon, darum habe ich noch einen ETF auf KI- Werte. Ist aber auch böse, weil Sektorwette...

  • Nach bösen Einzelaktien darfst Du hier nicht fragen.

    Doch darf man!

    Ich pers. habe einen Sparplan auf Nvidia...

    Ich habe auch einen Sparplan. Aber halt auf einen ETF und darüber wird jeden Monat auch nVidia nachgekauft. So kaufe ich derzeit für 43,50€ jeden Monat nVidia-Anteile. ;)
    Aktuell macht nVidia 3% meines gesamten Aktieninvestments aus.
    Mir reicht das.

  • Ja, es ist sehr empfehlenswert sich mal z.B. mit Parqet anzusehen wieviel % im eigenen Depot von einzelnen Unternehmen bereits vorhanden ist. Dann lässt oft das Gefühl (FOMO) nach, das man unbedingt diese eine Einzelaktie kaufen muss, um ja nichts zu verpassen. Dank ETF ist man schon längst dabei.

  • Nach bösen Einzelaktien darfst Du hier nicht fragen. Hier wird der Einzel-ETF gepredigt.

    Ich pers. habe einen Sparplan auf Nvidia (da hatte ich ein Discountzertifikat drauf) und lasse es einfach laufen.

    Aber heiß ist das ganze Ding schon, darum habe ich noch einen ETF auf KI- Werte. Ist aber auch böse, weil Sektorwette...

    Das nennt sich konsequent 😆

  • Aber heiß ist das ganze Ding schon, darum habe ich noch einen ETF auf KI- Werte. Ist aber auch böse, weil Sektorwette...

    Exakt.

    Mal zwei Einwürfe dazu:

    S&P hat das Rating für Oracle gerade auf BBB- gesenkt, weil fast 100 Mrd. USD in KI-Rechenzentren investiert werden sollen, es aber nur einen einzigen Kunden (OpenAI) gibt.

    Apple scheint die Strategie zu fahren, zukünftig auch größere lokale KI direkt auf den Geräten laufen zu lassen.

    Diese Blase könnte also genauso platzen wie dazumals die DotCom-Blase.

  • Apple scheint die Strategie zu fahren, zukünftig auch größere lokale KI direkt auf den Geräten laufen zu lassen.

    Da scheint wohl jemand zu viel Heise Newsticker inhaliert zu haben. :) Dort wird seit kurzem der Eindruck vermittelt, man könne Modelle der GPT-4/GPT-5-Klasse lokal laufen lassen. Das ist aus technischer Sicht völlig absurd. Selbst um kleine Modelle nur halbwegs lauffähig zu bekommen, benötigt man schon Hardware im Preisbereich 10k-15k EUR. Was solch kleine Modelle leisten, ist nicht annähernd vergleichbar mit den großen Cloud-Modellen.

    Diese Blase könnte also genauso platzen wie dazumals die DotCom-Blase.

    Nein, das ist keine Blase. Daher wird da auch nichts platzen. Zu dotcom-Zeiten konnte jeder mit noch so großem, substanzlosen Blödsinn an die Börse gehen. Da war beim größten Teil der Unternehmen gar nichts dahinter. Bei KI spielen die ganz Großen die Hauptrolle: Google, Microsoft et al. Die wissen schon sehr genau, was sie da tun. Da werden nicht dreistellige Milliardenbeträge auf gut Glück investiert.

    Ich habe bis vor einigen Monaten auch nicht besonders viel von KI gehalten, da die Leistungen eher durchwachsen waren. Allerdings muss man da differenzieren. Was man als free-to-use-KI bekommt, ist nicht vergleichbar mit kostenpflichtigen Angeboten. Ich habe z.B. gestern einen Test mit Copilot, basierend auf GPT-5, durchgeführt. Das Ergebnis war beeindruckend. Ich habe mehrere, über 40 Jahre alte komplexe Programme, kaum dokumentiert, zur Analyse hochgeladen und die KI gefragt, was der Zweck der Programme sei. Obwohl es aus dem Quellcode nicht direkt hervorging, antwortete die KI innerhalb von Sekunden, dass es sich um eine Analyse der Spiralstruktur von Galaxien handele. Was zu 100% zutrifft.

    Noch vor einigen Monaten hatte dieselbe KI auf die gleiche Fragestellung nur sehr mäßige Antworten parat. Allein schon den beobachtbaren Fortschritt in einem solch kurzen Zeitraum finde ich enorm.

    Daher sehe ich auch nicht, dass Hardware-Hersteller wie Nvidia oder auch KI-Firmen wie OpenAI oder Anthropic auf absehbare Zeit einen Absturz erleiden werden.

  • Diese Blase könnte also genauso platzen wie dazumals die DotCom-Blase.

    In Texas werden derzeit über 100 Rechenzentren gebaut, über 700 sind noch in der Planung. Allein in Texas. Mir fehlt auch die Phantasie wie man die alle auslasten und Geld verdienen will.

    Das ist aus technischer Sicht völlig absurd. Selbst um kleine Modelle nur halbwegs lauffähig zu bekommen, benötigt man schon Hardware im Preisbereich 10k-15k EUR

    Du hörst dich an wie die IBM Manager beim Aufkommen des Homecomputers. Die konnten auch nicht glauben, das dies jemals ein Problem für ihre Mainframes werden könnte.

    Aus technischer Sicht ist dagegen anzunehmen, das eine Technologie die noch in den Kinderschuhen steckt sich massive weiterentwickeln wird und der Ressourcenverbrauch bei steigender Leistung abnehmen wird. Das war bisher immer so und ich sehe keinen technischen Grund warum es diesmal anders sein soll. Und damit wären wir wieder bei den unzähligen Rechenzentren. Möglicherweise braucht man die gar nicht mehr, wenn sie mal fertig sind...

    Daher sehe ich auch nicht, dass Hardware-Hersteller wie Nvidia oder auch KI-Firmen wie OpenAI oder Anthropic auf absehbare Zeit einen Absturz erleiden werden.

    Selbst, oder besser erst recht, wenn es keine Performancezuwächse gibt, dann wird der Punkt kommen wo ganz genau nachgerechnet wird welcher Preis für die Leistung angemessen ist. Und wenn die zu erzielenden Einnahmen weiterhin geringer bleiben als die Ausgaben, dann ist ganz schnell Schluß.

  • Du hörst dich an wie die IBM Manager beim Aufkommen des Homecomputers. Die konnten auch nicht glauben, das dies jemals ein Problem für ihre Mainframes werden könnte.

    Aus technischer Sicht ist dagegen anzunehmen, das eine Technologie die noch in den Kinderschuhen steckt sich massive weiterentwickeln wird und der Ressourcenverbrauch bei steigender Leistung abnehmen wird. Das war bisher immer so und ich sehe keinen technischen Grund warum es diesmal anders sein soll. Und damit wären wir wieder bei den unzähligen Rechenzentren. Möglicherweise braucht man die gar nicht mehr, wenn sie mal fertig sind...

    Da bin ich anderer Meinung. Du vergleichst zwei Dinge, die nicht vergleichbar sind. Es ist richtig, dass ein heutiger PC sehr viel leistungsfähiger ist als ein Großrechner vor 40 Jahren. Ich habe gerade noch einmal einen Test gemacht und ein 40 Jahre altes Programm laufen lassen. Auf einem der schnellsten Großrechner seiner Zeit, einer CDC Cyber 175, lief das Programm damals ca. 30 sec. Auf meinem aktuellen PC braucht es nur 30 msec. Also ein Zuwachs um den Faktor 1000 in 40 Jahren.

    Warum ist das so und warum wird es so nicht weitergehen? Weil die Hardware-Entwicklung in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht hat. Nur gilt inzwischen Moore's Law nicht mehr. Der Zuwachs an Leistung nähert sich asymptotisch der Sättigung. Die hart limitierenden Faktoren sind die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit sowie quantenmechanische Effekte, die sich immer stärker bemerkbar machen.

    Der Rechenaufwand bei KI, egal ob Training oder Inferenz, entsteht fast ausschließlich durch die Multiplikation sehr großer Matrizen, die sehr oft ausgeführt werden muss. Das sind triviale Operationen: Multiplizieren und Addieren. Da kann man kaum etwas optimieren. Die Hardware dafür ist auch schon optimiert, da sie praktisch nichts anderes kann als multiplizieren und addieren. Auch hier gibt es nichts zu optimieren und als Hardware unterliegt sie oben genannten fundamentalen Beschränkungen.

    Die Modelle kann man auch nicht verkleinern. Um sie zu verbessern, muss man sie vergrößern. Das liegt in der Natur eines LLM.

    Es wird wohl inkrementelle Effizienzsteigerungen geben, aber keine Paradigmenwechsel. Also weder Wunderalgorithmen noch GPT-5 auf dem Laptop.

    Selbst, oder besser erst recht, wenn es keine Performancezuwächse gibt, dann wird der Punkt kommen wo ganz genau nachgerechnet wird welcher Preis für die Leistung angemessen ist. Und wenn die zu erzielenden Einnahmen weiterhin geringer bleiben als die Ausgaben, dann ist ganz schnell Schluß.

    Ich bin mir sehr sicher, dass man bei den beteiligten Unternehmen schon vorher gerechnet hat, wie man mit einer solchen Investition Geld verdienen kann.

    Ich sehe da zwei große Bereiche. Zum einen Consumer-KI, wie man sie heute als Beigabe auf jedem Smartphone findet oder als free-to-use-ChatBot im Browser. Da wird es dann Abo-Modelle geben und die Masse sorgt für hinreichend großen Umsatz. Auf der anderen Seite der Business-Bereich, bei denen es dann um Projekte im zweistelligen Millionenbereich geht. Im laufenden Betrieb dürften dann die Nutzungskosten der KI die erwarteten Einnahmen bringen.

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