60:40 Depot

    • Finanztip (Saiti) sagt in einigen Videos, unter 50% Aktien bringt nicht viel
    • generelle Verteilungen (60:40 / 70:30 / 90:10 ...) werden nicht empfohlen, da die immer individuell sind
    • zu unterscheiden sind natürlich erstmal der Notgroschen, Rücklagen (z.B. für das nächste Auto oder anstehende Sanierungen) und der eigentlich langfristige Spar- bzw. Investanteil
    • die genannten Quoten beziehen sich natürlich immer nur auf den letzteren Teil, Notgroschen und Rücklagen gehören immer aufs Tagesgeld / Geldmarkt-ETF etc.
    • bei fest geplantem Hauskauf will man keinen Crash riskieren, also 0% Aktien
    • andere Einflussfaktoren: hat man Kinder (wenn ja, wie alt etc.), wie alt ist man selber, ist man verbeamtet, wie viel Rente erwartet man, hat man Wohneigentum, hat man andere Anlageklassen (z.B. eine vermietete Immobilie), gibt es eine ausreichend hohe BU-Versicherung, ist man privat oder gesetzlich krankenversichert, wie ist der eigene Gesundheitszustand ...
    • ich persönlich tendiere akt. dazu fast 100% meines verfügbaren Einkommens in Aktien zu investieren, habe aber auch ein abgezahltes Haus, 19 Jahre zur Rente und zusätzlich noch das Haus meiner Eltern mit einem Privatkredit gekauft, wodurch dort monatlich auch nochmal 400 EUR "Sparquote" hinfließen, so dass die reale monatliche Aktienquote eher bei 50% liegt.
    • zu Rentenbeginn plane ich, da Geld so umzuschichten, dass ich ca. 5 Jahre meiner geplanten Auszahlung in sicheren Anlagen habe, so dass ich keine Aktien zu Tiefstpreisen verkaufen muss, falls es zu einem Aktiencrash kommt (und in 5 Jahren haben die Märkte sich bisher meist wieder erholt gehabt)
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  • 60:40 war früher eine praktische Daumenregel, wobei die 40 % in Anleihen steckten. Historisch betrachtet hat man damit in den USA gute Renditen eingefahren. In den letzten Jahrzehnten, war die Mischung nicht mehr so erfolgreich.

    Das sogenannte 60/40 Portfolio ist in den USA häufig anzutreffen und besteht dort auf der Anleihenseite üblicherweise aus „US Bonds“, also Staatsanleihen in Heimatwährung und hoher Bonität, jedoch mittlerer oder gar aller Laufzeiten. Oder sogar kombiniert mit Unternehmensanleihen, Hochzinsanleihen (Junk Bonds) oder Fremdwährungsanleihen. Man versucht also, mit den meistens gering mit den Aktienmärkten korrelierenden Anleihen nicht nur das Portfolio zu stabilisieren, sondern damit selbst auch eine positive Realrendite zu erzielen. Aufgrund der längeren Laufzeiten hat man dabei jedoch ein signifikantes Zinsänderungsrisiko bzw. mit den übrigen Anleihen womöglich zusätzlich noch Bonitäts- und Währungsrisiken. Das ist jedenfalls alles nicht mehr „risikoarm“.

    Was hier bei uns i.d.R. empfohlen wird sind Tagesgelder oder ultrakurzlaufende Bundesanleihen bzw. eine Anlage nach dem sogenannten risikoreich-risikoarm Modell. Die Idee dahinter ist, dass lange Laufzeiten bei Anleihen nicht hinreichend prämiert werden und man daher besser nur sehr kurze Restlaufzeiten nehmen, und den riskanten Portfolioteil vollständig in Aktien anlegen sollte. Auf der „Anleihenseite“ hat man somit kein Zinsänderungsrisiko, aber auch bestenfalls einen Inflationsausgleich bzw. man erzielt damit langfristig eine negative Realrendite.

    Daher kann man ein typisches sogenanntes 60/40 Portfolio oder „Multi-Asset Portfolio“ überhaupt nicht mit einem Portfolio nach dem risikoreich-risikoarm Modell mit einer 60/40 Verteilung vergleichen.

  • Daher kann man ein typisches sogenanntes 60/40 Portfolio oder „Multi-Asset Portfolio“ überhaupt nicht mit einem Portfolio nach dem risikoreich-risikoarm Modell mit einer 60/40 Verteilung vergleichen.

    So ist es.
    Deshalb gehört dieser „sichere“ Anleiheanteil quasi in Wirklichkeit auch nicht ins Wertpapierportfolio sondern auf die Vermögensseite.
    Mit kurzlaufenden Anlagen gibt es nach Steuern nicht mal einen Inflationsausgleich.

  • 66:34

    Hast du auch rebalancing gemacht?


    Hast du nur World ETF?

    Es ist das Fazit von Tagesgeld, bisschen Festgeld und zwei Depots. Ein seriöses und eine Spielwiese. Hätte ich Rebalancing, wäre ich noch beo 50:50. Rebalancing könnte irgendwann demnächst Thema werden, denn so wie es jetzt aufgeteilt ist, gefällt mir das gut. Auch bei Gedankenspielen, wie sich das in die eine oder andere Richtung entwickeln könnte.

    Die Erfahrungen und Beispiele aus dem Forum zeigen: die Entscheidung ist sehr individuell.

    Geh nur mit dem, womit du dich wirklich wohlfühlst. FOMO ist kein guter Ratgeber.

  • Ich bin Rentner, habe keine Immobilien und keine Schulden.
    Einkommen von div. Renten, Gehalt der teilzeitarbeitenden Gattin.
    Ansonsten sind wir so aufgestellt:

    Die generierten Ausschüttungen fließen derzeit noch ins Depot. Monatliche Sparpläne laufen in Höhe von ca. 10 % der Einkünfte, ausserdem gehen 5 % monatlich aufs Tagesgeld bzw Spartopf.
    Bei der Volkswagenbank befindet sich eine Festgeldtreppe und Tagesgeld.

    Urlaube und Anschaffungen werden aus dem Spartopf respektive Tagesgeld bezahlt.
    Ein Rebalancing findet im eigentlichen Sinne nicht statt. Da reagiert das Bauchgefühl!

  • Ich bin Rentner, habe keine Immobilien und keine Schulden.
    Einkommen von div. Renten, Gehalt der teilzeitarbeitenden Gattin.
    Ansonsten sind wir so aufgestellt:

    Die generierten Ausschüttungen fließen derzeit noch ins Depot. Monatliche Sparpläne laufen in Höhe von ca. 10 % der Einkünfte, ausserdem gehen 5 % monatlich aufs Tagesgeld bzw Spartopf.
    Bei der Volkswagenbank befindet sich eine Festgeldtreppe und Tagesgeld.

    Urlaube und Anschaffungen werden aus dem Spartopf respektive Tagesgeld bezahlt.
    Ein Rebalancing findet im eigentlichen Sinne nicht statt. Da reagiert das Bauchgefühl!

    Also quasi 40:60 statt 60:40. Würde ich als Rentner glaube ich auch machen, in der Ansparphase kann ich mir das aber noch nicht leisten.

  • Also quasi 40:60 statt 60:40. Würde ich als Rentner glaube ich auch machen, in der Ansparphase kann ich mir das aber noch nicht leisten.

    Ich habe Zweifel ob man mit 40% Aktien und 60% Tagesgeld auf lange Sicht überhaupt noch eine positive Realverzinsung erzielt. Nach Steuern wird's nicht besser.

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