Als SIngle große Penthousewohnung kaufen ?

  • Hallo,

    ich hatte hier ja schon einmal eine Frage zum Thema Altersvorsorge gestellt und wurde da ganz gut beraten, damals hatte ich schon angedeutet das ich überlege langfristig mir eine Immobile zu kaufen. Ich wurde jetzt auf eine interessante Immobilie aufmerksam. Ein alte kleine Fabrik in der Nähe wurde vor ein paar Jahren saniert, daraus entstanden 8 hochwertige Penthouse-Wohnungen. Mit der Immobilie verbinde ich ein paar schöne Erinnerungen, sie stand jahrelang leer und galt als Lost-Place, meine Tante hatten daneben gewohnt und als Kind bin ich bei besuchen, mit den Nachbarskindern regelmäßig in die alte Fabrik eingestiegen:S.

    Jetzt wurde die DG Wohnung frei und steht entweder zur Miete oder zum Kauf frei. Die Wohnung wäre für mich eigentlich (als Single) viel zu groß 130 qm + 30 qm Dachterasse, inkl. Aufzug und Sauna. Allerdings bietet sie einen tollen Ausblick oberhalb der Stadt, was mich sehr reizt. Ich hätte hier auch die Möglichkeit einen separaten Raum für Arbeitszimmer und Hobbyraum haben, Platz ohne Ende. Ich will mich aber nicht übernehmen.

    Die Wohnung wird aktuell mit 1.500 € Kaltmiete angeboten, das steht für mich aber bei meinem Einkommen nicht zur Debatte. Die Alternative reizt mich mehr: 370.000 € wäre der Kaufpreis, Hausgeld wird mit 400 € angesetzt.

    Mein Nettoeinkommen beträgt 2.800 €, meine Reserven liegen bei 50.000 auf dem Tagesgeld und 50.000 in einem ETF Broker angelegt, meine Eltern würden finanziell mich mit weiteren 100.000 € unterstützen, außerdem werde ich später mal als Einzelkind ihre Immobilie erben.

    Glaubt ihr das sich eine Finanzierung ausgeht ? Für den Kredit würde ich max. 600 € einplanen. Ich nehme aber auch an das ich trotzdem auch noch nebenbei Reserven bilden kann für eine Schlussrate.

  • Ein Traum- Objekt;)

    Es wird nicht besser mit Heizungskosten, Nebenkosten, Instandhaltungskosten. Hab das mal am Rande mitbekommen wie schwierig das für einen ist, wenn die anderen Eigentümer nicht aufs Geld schauen müssen.

  • Glaubt ihr das sich eine Finanzierung ausgeht ? Für den Kredit würde ich max. 600 € einplanen.

    Warst Du schon mal bei ein paar Banken oder besser Vermittler wie die Interhyp... was die so sagen?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Ein Traum- Objekt;)

    Es wird nicht besser mit Heizungskosten, Nebenkosten, Instandhaltungskosten. Hab das mal am Rande mitbekommen wie schwierig das für einen ist, wenn die anderen Eigentümer nicht aufs Geld schauen müssen.

    Ja, das stimmt. Da das Gebäude hochwertig saniert wurde halten sich die Nebenkosten (so laut Aussage vom Vormieter) relativ in Grenzen, die Terrasse wäre auch groß genug um 4 Solar Panels anzubringen um die Stromkosten noch etwas zu drücken.

    Ich weiß das das Vorhaben derzeit sehr ambitioniert ist für eine alleinstehende Frau, ich habe allerdings einen relativ sicheren Job im ÖD und werde die nächsten Jahren hochgestuft, d.h. werde ich bald über 3.000 € Netto kommen, deswegen halte ich eine Finanzierung für durchaus machbar.

    Zitat

    Warst Du schon mal bei ein paar Banken oder besser Vermittler wie die Interhyp... was die so sagen?

    Habe nächste Woche einen Termin bei meiner Hausbank, danach werde ich etwas schlauer sein.

  • um 4 Solar Panels anzubringen um die Stromkosten noch etwas zu drücken.

    Hast du so einen hohen Stromverbrauch, dass sich das lohnt?

    Bei niedrigen Verbräuchen, haut die Grundgebühr viel stärker rein als der Verbrauch. Und die Grundgebühr bekommst du eben nicht weg, außer du nimmst einen Tarif mit extrem niedriger Grundgebühr und dafür hohen laufenden Kosten.

  • Zitat

    Hast du so einen hohen Stromverbrauch, dass sich das lohnt?

    In meiner derzeitigen Wohnung habe ich 2 Panels ... . Die Penthouse Wohnung verfügt über eine Sauna, also gehe ich stark davon aus das die auch ordentlich zieht, jedenfalls wäre der Platz da für weitere Panels. Der aktuelle Mieter hatte wohl einen Stromverbrauch im letzten Jahr von 3200kW, die waren aber zu 4 (daher halte ich den Verbrauch für ziemlich niedrig). Ich hatte gestern einfach da mal geklingelt und mich mit ihm unterhalten, er war sehr nett und hatte mir ein paar Infos gegeben.

  • Die Penthouse Wohnung verfügt über eine Sauna, also gehe ich stark davon aus das die auch ordentlich zieht, jedenfalls wäre der Platz da für weitere Panels. Der aktuelle Mieter hatte wohl einen Stromverbrauch im letzten Jahr von 3200kW, die waren aber zu 4 (daher halte ich den Verbrauch für ziemlich niedrig).

    Was verbrauchst du denn heute? Klar, die Sauna wird Strom brauchen, wenn du sie denn nutzt.

    (Aus dem Verbrauch anderer auf den eigenen zu schließen, klappt meiner Erfahrung nicht besonders gut. Der eine sagt, er ist mit 2000 kWh sparsam und der andere kommt kaum über 1000...)

  • 370.000 € wäre der Kaufpreis

    Ich bin immer wieder begeistert über die günstigen Kaufpreise, die es andernorts noch gibt in unserer Republik. :)

    außerdem werde ich später mal als Einzelkind ihre Immobilie erben.

    Bist du schon im Grundbuch eingetragen? Wenn nein, sprechen die Umstände zwar für dich, aber trotzdem gibt es Ungewissenheiten wie Pflegekosten der Eltern und ähnliches.

    Die Finanzierung sollte möglich sein. Die 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto (!) sprechen wohl dafür, dass du sowieso eine Immobilie kaufen wolltest, denn sonst macht das ja gar keinen Sinn.

    Wie ist denn die Wohnung gedämmt? Oben bekommst du alles ab und die Sommer werden wärmer. Immerhin darf man sich jetzt als Eigentümer eine Klimaanlage einbauen, spätestens dann macht auch das Sonnenpanel Sinn.

    Ansonsten klingt das Angebot sehr ansprechend, sehr luxuriös und ich wäre es mir wert, wenn die Finanzierung auf soliden Füßen steht und die Wohnung Chancen auf Wertsteigerung hätte.

  • Über Stromkosten würde ich mir keine Gedanken machen. Die hast Du mehr oder weniger in der eigenen Hand. Wenn der Verbrauch zu hoch ist, saunierst Du weniger. Wie wird das Gebäude geheizt? Wie ist es bei Hitze im Dachgeschoss.

    Wie sind die Rücklagen in der WEG? Stehen Sonderumlagen an, etc.

  • Über Stromkosten würde ich mir keine Gedanken machen. Die hast Du mehr oder weniger in der eigenen Hand. Wenn der Verbrauch zu hoch ist, saunierst Du weniger. Wie wird das Gebäude geheizt? Wie ist es bei Hitze im Dachgeschoss.

    Zunehmend wichtig, an Klimawandelfolgen denken. Isolierung, Schatten, Hausbegrünung?

  • Hallo,
    Das Geld wird Dir sehr knapp werden, ich würde den Kauf aber wahrscheinlich ebenfalls trotzdem machen wollen.

    Als grobe Richtwerte würde ich ansetzen:
    Kaufpreis einschließlich Nebenkosten: 400.000,- €
    Eigenkapital: 50.000,- € + 100.000,- € (Eltern) = 150.000,- €
    Zu finanzieren: 250.000,- €

    Da Du eines Tages eine Erbschaft erwartest, würde ich jetzt einen Kredit nur mit der kleinstmöglichen Tilgung 1 % machen wollen.

    Setzen wir 4 % Zins an, dann wären bei einem Annuitäten-Darlehen gesamt 5 % im Jahr zu zahlen, also 12.500,- €.

    Du musst also eher mit rund 1.000,- € im Monat rechnen als mit 600,- €.

    Vielleicht kommt Dir die Bank im Zinssatz gegenüber meiner Schätzung noch etwas entgegen, da Du einen sehr hohen Eigenanteil mitbringst.
    Das ist Dein Trumpf.

    Viel Glück

  • Hallo Sandy_89 vorab der guten Ordnung halber: Bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen. Überflogen habe ich nur Deinen Beitrag Nr. 1.


    Aus meiner Sicht:

    damals hatte ich schon angedeutet das ich überlege langfristig mir eine Immobile zu kaufen.

    Generell würde ich (es sei denn Geld spielt keine oder nur eine untergeordnete Rolle) - bei den hierzulande üblichen und hohen Transaktionskosten - den Kauf einer selbst genutzten Immobilie nur erwägen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer langen bis sehr langen Verweildauer "vor Ort" ausgegangen werden kann. In tendenziell eher strukturschwachen Regionen würde ich - jedenfalls dem "Durchschnittsbürger" oder "Otto Normalverbraucher - zudem eine besonders sorgfältige (also noch sorgfältiger als ohnehin schon indiziert) Prüfung empfehlen (Objekt, Zustand, Mikrolage, Finanzierungskonstruktion, schlüssige Integration in die private Altersvorsorge usw.).

    Das hier - sollte der Mietpreis ein am Markt realistischer sein

    Die Wohnung wird aktuell mit 1.500 € Kaltmiete angeboten, das steht für mich aber bei meinem Einkommen nicht zur Debatte. Die Alternative reizt mich mehr: 370.000 € wäre der Kaufpreis

    bedeutet auf den reinen Kaufpreis bezogen (vermutlich ohne Transaktionskosten) nur einen eher geringen sprich günstigen (jedenfalls in Relation zu dem hier "vor Ort" üblichen Faktor ... ein ähnlich transformiertes Fabrikgelände hatte hier auch Penthouse-Wohnungen im Angebot, da ging es aber erst bei siebenstellig in € überhaupt los) von nur 20,5 Jahresnettokaltmieten (JNK) ... erst recht vor dem Hintergrund

    vor ein paar Jahren saniert, daraus entstanden 8 hochwertige Penthouse-Wohnungen

    Das könnte also eventuell auf eine tendenziell eher strukturschwächere Gegend hindeuten ... Womit man bei obigem Abs. 1 wäre.

    Glaubt ihr das sich eine Finanzierung ausgeht ?

    Finanziert dürftest Du das (eine "überdurchschnittliche" Wohnung) sicherlich bekommen (auch wenn Dein Einkommen ein eher "durchschnittliches" ist) - insbesondere vor dem Hintergrund

    meine Reserven liegen bei 50.000 auf dem Tagesgeld und 50.000 in einem ETF Broker angelegt, meine Eltern würden finanziell mich mit weiteren 100.000 € unterstützen

    In dem Kontext

    außerdem werde ich später mal als Einzelkind ihre Immobilie erben.

    Damit empfehle ich jedenfalls nicht fest zu planen. Kenne genug Menschen, denen bei so etwas schlicht und einfach "das Leben dazwischen gekommen" ist. Stichwort: Pflegebedürftigkeit eines oder beider Elternteile - um nur ein Beispiel zu nennen. Es sei denn, Du stehst schon im Grundbuch der Immobilie.

    Für den Kredit würde ich max. 600 € einplanen

    Welche Parameter (eingesetztes Eigenkapital, Finanzierungssumme, Zinssatz, Höhe der Anfangstilgung usw.) liegen dieser Berechnung (der Annuität) zugrunde ... ? Nur ganz spontan und bei summarischer Prüfung komme ich da auf eine (deutlich) höhere Annuität ...

    Sämtliche Mittel würde ich in so einem Fall nie da reinschießen - da dann - neben der adäquaten "Rücklage für Notfälle" - eine ebensolche adäquate "Rücklage für die Immobilie" zu empfehlen ist.

    Übrigens: Schon konkret mit "Deiner" Bank und/oder einem der bundesweit tätigen bankenunabhängigen Kreditvermittler (Dr. Klein, Interhyp, Hüttig & Rompf, Baufi24 etc. pp) gesprochen ... ? Letzteres würde ich (parallel zur Hausbank) immer empfehlen.

    Das klingt jedenfalls ganz nett bis hin zu fast einem Träumchen:

    Mit der Immobilie verbinde ich ein paar schöne Erinnerungen ...

    meine Tante hatten daneben gewohnt und als Kind bin ich bei besuchen, mit den Nachbarskindern regelmäßig in die alte Fabrik eingestiegen :S .

    ... bietet sie einen tollen Ausblick oberhalb der Stadt, was mich sehr reizt. Ich hätte hier auch die Möglichkeit einen separaten Raum für Arbeitszimmer und Hobbyraum haben, Platz ohne Ende.

    Die Frage dürfte sein, ob Du Dir das leisten sprich gönnen willst.

    Weitere Fragen könnten - neben der (so weit absehbar) Verweildauer am Ort (siehe oben) - beispielsweise sein, ob Du dauerhaft Single bleiben willst oder beispielsweise, ob Dein Nettoeinkommen nicht das Potential hat zukünftig etwas (ggf. sogar real) zu steigen.


    Oder wie ein alter Freund zu sagen pflegte:

    "Das Leben ist kurz für schlechte Weine, mickriges Wohnen und langweilige Autos"

    Oder wie meine Tante mal sagte:

    "Ein schöner Ausblick ist das, was bis zuletzt bleibt"


    Dir gute Gedanken, Überlegungen und danach ebensolche Entscheidungen ... !

  • Hier gibt es zwei Lager pro und contra Immobilienerwerb.

    Was dafür spricht

    Finanzielle Machbarkeit
    Ortsgebundenheit durch den Job
    Jobsicherheit im ÖD
    Sofern eine Partnerschaft nicht ausgeschlossen ist, könnten die Kosten weiter gesenkt werden
    Tolles Objekt mit privatem Bezug

    Dagegen spricht, dass man/frau bei konsequentem Sparen ein höheres Vermögen aufbaut.

    Kreditvermittler sind meist günstiger als die Hausbank. Sonderkonditionen über den ÖD möglich? Bei der Hausbank große Vorsicht vor Bausparfinanzierungen, die sind fast nie vorteilhaft für den Kreditnehmer. Auf keinen Fall schnell irgendetwas unterschreiben!!

    Bei der Tilgung wäre ich zwiespältig. Einerseits soll noch was zum Leben über bleiben, andererseits will man das Risiko vermeiden bei der Anschlussfinanzierung in Schwierigkeiten zu kommen durch eine stark steigende Kreditrate.

    Solaranlage für Klimamaßnahmen würde ich auch einplanen und Begrünung der Dachterrasse prüfen. Nicht dass das ganze zum Backofen wird, wo man Spiegeleier auf dem Dach braten kann.

  • Ich würde in den nächsten Tagen (bei uns sind so um die 38 Grad gemeldet) einen Besichtigungstermin machen und checken, ob es sich dort "angenehm" wohnen lässt, denn du hattest ja erwähnt, dass es ursprünglich ein altes Fabrikgebäude war.

    Falls ja, würde ich es an deiner Stelle machen - es klingt jedenfalls von den Randbedingungen sehr gut und auch machbar.

    Ich stand 2003 vor einer ähnlichen Entscheidung und habe damals "zugeschlagen" - der Mehrwert an Wohnqualität (Dachterrasse und Ausblick) ist für mich "nicht mit Geld zu bezahlen" ...

    Besonders herrlich finde ich es, wenn Freunde und Bekannte zu Besuch sind und jedes Mal sagen, sie hätten so eine Wohnung viel lieber als ihr Einfamilien- oder Reihenhaus (mit der dazugehörigen nervigen und aufwändigen Gartenpflege und auf mehrere Stockwerke verteilte Wohnflächen die mit Treppen verbunden sind).

    Alleine der Fahrstuhl, den du erwähnt hast, ist (im Alter) Gold wert und ich schätze, du hast vor, dort "alt zu werden" ...;)

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