Wie richtig auf Auto sparen?

KI-Zusammenfassung

: Wie lässt sich Geld für ein Ersatzauto in einigen Jahren zurücklegen, wenn das aktuelle Auto 13 Jahre alt ist und ein eigener Topf offen ist?

Wie lässt sich Geld für ein Ersatzauto in einigen Jahren zurücklegen, wenn das aktuelle Auto 13 Jahre alt ist und ein eigener Topf offen ist?

  • Mehrere Beiträge bevorzugen sichere Rücklagen wie Tagesgeld oder Geldmarktfonds, andere halten bei mehreren Jahren Vorlauf einen Aktien-ETF mit späterem Umschichten für vertretbar.
  • Einige sehen getrennte Töpfe als Hilfe gegen den Zugriff auf die Altersvorsorge, während anderen eine disziplinierte virtuelle Zuordnung im bestehenden ETF reicht.
  • Als gemeinsame Tendenz bleibt eine zeitabhängige Mischung je nach Dringlichkeit, Risikotoleranz und finanzieller Tragfähigkeit, ohne klaren Konsens.

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  • Hallo,


    ich frage mich aktuell, was die sinnvollste Art ist, Geld für ein neues Auto zu sparen und allgemein auf der Seite liegen zu haben.

    Ich will jetzt nicht konkret eins kaufen, aber mein Auto wird demnächst 13 Jahre alt und ist aktuell gut 72k Kilometer gelaufen. Ich plane, es auch noch lange zu fahren, solange es wirtschaftlich sinnvoll ist.


    Jetzt frage ich mich nur, wie lege ich das Geld, welches ich in Zukunft für ein neues Auto brauchen werde, am sinnvollsten zur Seite?

    Irgendwie war immer in meinem Kopf, dass ich das Geld ganz einfach zusätzlich zum Notgroschen auf dem TG liegen habe. Grundsätzlich spricht da ja auch nichts gegen. Nur, angenommen ich will ein Auto 10-15 Jahre fahren, wäre es dann nicht sinnvoller, dass Geld dafür dann eher im ETF-Portfolie aufzubewahren, bis man es benötigt?


    Laut einer Umfrage hier in der Community, scheinen ja einige mehr als 15k als Notgroschen zu haben, einige aber auch weniger. Außerdem lese ich im Bezug auf Notgroschen auch nie, dass der auch mal zum Kauf eines (neuen) Gebrauchten herhalten soll.


    TL;DR


    Wenn ich jetzt schon das Geld für ein neues Auto zur Seite legen will, welches in x Jahren notwendig sein wird, wie am sinnvollsten zur Seite legen. TG oder ETF?


    Bin auf eure Antworten gespannt.

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  • Kater.Ka 9. September 2026 um 15:54

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin, wenn du "in x Jahren" ggf. etwas enger fassen könntest, wäre eine Antwort einfacher.
    Ich habe z.B. ein Teil meines Geldmarktfonds vor kurzem verkauft und parke es jetzt auf dem TG-Geldkonto bis ich mein neues Auto bestellt habe. Ich werde bei den Kaufverhandlungen noch versuchen ein Skonto zu erreichen und dann den Wagen schon mal vor der Lieferung anzuzahlen. Mein TG-Anbieter teilte mir vor dem Verkauf des GM-Fonds mit, das sie eine Sonderaktion auf neues TG auflegen. Nun verzinst sich das neue Geld fürs Auto dort bis Januar 2027 zu 3,75 %.

    Zurück zu deiner Frage: Wenn es mehrere Jahre bis zum Autokauf sind, würde ich das Geld in einem ETF ansparen. Je nach deiner Widerstandsfähigkeit könnte dies, wenn minder ausgeprägt, ein Geldmarktfonds sein oder aber in einen AllWorld-ETF. Kommt der Zeitpunkt näher und der angesparte Betrag ist an einer erklecklichen Höhe angekommen, könnte man überlegen den Fonds aufzulösen und das Geld dann ins Tagegeld zu legen. Vielleicht erwischt du ja auch eine solche Aktion, wie ich. Morgen findet die nächste EZB-Sitzung statt und dort werden vermutlich die Zinsen leicht erhöht. Das würde dann noch einmal eine leichte Dynamik in die Tage- oder auch in die Festgeldzinsen bringen.

  • Hi Börsenfeger,


    danke für deine Antwort.


    Den Zeitraum einzuschränken fällt mir gar nicht so leicht, da es eher um ein müssen, als ein wollen geht. Dadurch, dass das Auto noch nicht einmal 100k Kilometer gefahren ist, hoffe ich, dass es bestimmt nicht so fünf Jahre hält, im Idealfall länger. Ich fahre im Schnitt unter 10k Kilometer im Jahr.


    Sprich ich würde mich erst nach einem Gebrauchtwagen umschauen, wenn es wirtschaftlich einfach nicht mehr sinnvoll ist, mein aktuelles lauffähig zu halten.

    Da es allerdings schon 13 Jahre alt ist, weiß ich jetzt aber auch nicht, ob es z.B. bei gleich bleibender Nutzung jetzt nochmal 10 Jahre halten würde.


    Aber sagen wir mal, ich kaufe mir morgen ein anderes Auto, dann würde ich ja wieder im Hinterkopf rechnen, wie lange ich es mindestens nutzen würde (z. B. 10 Jahre), und was ich bereit wäre, dann für das nächste auszugeben. Und spätestens dann wäre es wohl sinnvoller, die monatliche Sparrate in einen ETF zu packen.


    Das mag so erstmal banal klingen, aber, warum auch immer, dachte ich, dass man solches Geld klassisch auf dem TG haben sollte.


    Dann jetzt aber noch die Frage, ob ich einfach die Sparrate meines ETFs erhöhe, oder extra für das Auto einen separaten ETF bespare? Ein separater ETF wäre vermutlich sinnvoller, damit ich nicht meine ältesten Anteile verkaufen und so auf den größeren Zinseszins verzichte?

  • Wenn ich jetzt schon das Geld für ein neues Auto zur Seite legen will, welches in x Jahren notwendig sein wird, wie am sinnvollsten zur Seite legen. TG oder ETF?

    M.M.n. musst Du das selber für Dich heraus finden, genauso wie die Höhe und Sinnhaftigkeit eines Notgroschens.

    Das fängt für mich schon mit der Frage an, wie hoch das eigene Einkommen, die eigene Sparrate und der sonstige Finanzbedarf ist.

    Habe ich z.B. durch Umleitung meiner Sparrate das kommende Auto in 3 Jahren angespart (z.B. 500€ Sparrate und kein Bedarf an einem Neuwagen), dann fange ich nicht schon 10 Jahre vorher an, für den PKW im Tagesgeld zu sparen.

    Da meine Sparrate für nahezu alles reicht, was mir (als Single mit bisher sicherem Job) an ungeplanten Sofortausgaben einfällt, habe ich auch keinen klassischen Notgroschen. sondern einen Rücklage auf dem TG, die im Zweifel für alles heran gezogen werden kann, was nicht aus dem laufenden Einkommen zu finanzieren ist. Ihre Höhe muss aber eher meinem Sicherheitsbedürfnis wie irgendeiner prozentualen Aufteilung entsprechen. Dass dieses Geld durch die Inflation entwertete wird akzeptiere ich dabei.

    Beim Auto mag dazu kommen, ob Du es zwingend benötigst oder es nur sehr zeitnah nach einem Defekt ersetzen möchtest. Da ich den PKW nicht für meine Arbeit benötige, kann ich mir zur Not ein paar Monate Zeit lassen, bevor ich einen Nachfolger kaufe. Also kann ich mir im Zweifel bei einem Marktcrash überlegen, ob mir die Mehrkosten wegen Kursrückgang das neue Auto wert sind und wie ich meine allgemein Rückalge auf dem TG in die Finanzierung einrechne. Ich kann grob abschätzen kann, was die kommenden Monate sonst noch finanziell geschehen kann.

    Wenn ich mir ansehe, wie weit mein ETF fallen darf, bevor ich für meine Investments bei der Rendite vom Tagesgeld bin, dann wäre es höchstens ein mentales Problem, dass das Auto bei Finanzierung durch den ETF vor einem 20% Marktcrash halt 20% weniger gekostet hätte. Hätte ich das Geld im TG angespart, dann wäre es aber nochmal 15% teurer geworden. Nur hätte ich das nie bemerkt oder ausgerechnet.

    Von daher fließt meine Rücklage für größere, aber nicht zeitnah geplanten Ausgaben (Auto, Instandhaltung der ETW) derzeit in meinen Aktien-ETF. Erst, wenn ich den Bedarf konkret absehen kann, würde ich die Sparrate ins TG umleiten und/oder bei passender Marktlage ETF-Anteile verkaufen.

    Andere sparen lieber in getrennten Töpfen und möchten die Sicherheit, dass der PKW nicht "virtuell" 10-30% teurer wird wie gedacht, weil der ETF gerade massiv gefallen ist. Oder ihre Sparraten sind zu gering, um sich eine solche Spekulation leisten zu können.

  • Und mit dem Sparen musst du sofort nach dem Kauf anfangen. Also vor 13 Jahren.

    Das hängt einzig von den persönlichen Möglichkeiten ab.

    Ich leiste mir derzeit (Auto ist 3 Jahre alt) lieber eine Vollkasko, die mir auch bei eigener Dummheit den Wiederbeschaffungswert erstattet.

    Wenn ich dann z.B. insg. 700€ Sparrate habe (200€ fürs Auto, 500€ für die Altersvorsorge), und das Auto in 10 Jahren geplant ist, dann spare ich jetzt lieber 700€ im Aktien-ETF und fange 3 Jahre vor geplantem Autokauf an, die gesamten 700€ ins TG zu sparen.

    Aber klar, wer über 10 Jahre 500€/Monat fürs Auto zurück legen muss und parallel nur 100€ Sparrate fürs Alter hat, der muss früher für Auto sparen oder seine Entscheidung ggf. überdenken.

    Dann jetzt aber noch die Frage, ob ich einfach die Sparrate meines ETFs erhöhe, oder extra für das Auto einen separaten ETF bespare?

    Sind Deine Konten/ETFs streng nach Nutzen getrennt (z.B. der Welt-ETF darf nur für die Altersvorsorge genutzt werden) oder bist Du so diszipliniert, dass Dir dies egal ist und Deine mentale Buchführung (oder die in Excel) damit zurecht kommt, den ETF virtuell zu trennen?

    Mir reicht ein ETF, genauso wie mir ein TG für alles reicht, was ich schwankungsarm vorhalten möchte.

    Bedenke nur das FIFO Prinzip beim Verkauf ohne Aufwand/Depotübertrag. Wenn Du alles in einem ETF besparst und in 10 Jahren Anteile davon verkaufst, dann sind das die ältesten und nicht die, welche Du ggf. in Excel fürs Auto verbucht hast. Du musst also vermutlich mehr Anteile verkaufen wie im Excel "reserviert", da Gewinn und damit Steuern für die alten Anteile höher sein dürften.

  • FIFO Prinzip beim Verkauf ohne Aufwand/Depotübertrag. Wenn Du alles in einem ETF besparst und in 10 Jahren Anteile davon verkaufst, dann sind das die ältesten und nicht die, welche Du ggf. in Excel fürs Auto verbucht hast. Du musst also vermutlich mehr Anteile verkaufen wie im Excel "reserviert", da Gewinn und damit Steuern für die alten Anteile höher sein dürften.

    Genau, daher dachte ich mir eben, dass ich einen zweiten ETF bespare, damit meine alten Anteile nicht fürs Auto verkauft werden.

  • Ich spare neue Autos auf dem TG oder GMF an. Ich fahre allerdings auch 25.000 km pro Jahr und kaufe gebrauchte, die meist zwischen 50k und 100k gelaufen haben. Die fahre ich dann aber auch tot. Ziel ist also meist über 300k, sofern es wirtschaftlich Sinn ergibt. Also habe ich so knapp 8-10 Jahre zum ansparen. Wenn ich so wenig wie du fahren würde, würde ich eine Mischung aus TG und ETF machen.

  • daher dachte ich mir eben, dass ich einen zweiten ETF bespare, damit meine alten Anteile nicht fürs Auto verkauft werden.

    Das geht auch mit einem 2. Depot. Depotübertrag ist nach FIFO. Was dann im 1. Depot verbleibt sind die neueren Anteile.

    sofern es wirtschaftlich Sinn ergibt

    Wie findet man den Punkt? Wenn der Motor oder Turbo plötzlich kaputt ist, dann ist der Punkt ja schon überschritten.

  • Wie findet man den Punkt? Wenn der Motor oder Turbo plötzlich kaputt ist, dann ist der Punkt ja schon überschritten.

    Wenn die Reparaturkosten eines Jahres den Wertverlust eines "neuen" Autos erreichen. So grob. Eine Feste Zahl zu finden ist sicher schwer. Aber warum sollte der Punkt bei dir dann schon überschritten sein? Wenn der Motor plötzlich kaputt geht, gucke ich halt, was ein neuer kostet und was ein "neues" kostet. Dann muss man halt vergleichen. Man wird aber sicher nie die 100% richtige finanzielle Entscheidung treffen. Ist mir aber auch egal. Ist nur ein Auto von begrenztem Wert. Da geht es ja nicht um 100.000 euro.

  • Je nachdem ist dann ja der Zahnriemen letztes Jahr bei dem 20 jahre alten Wagen schon ein Totalschaden. Aber ich sehe nicht ein, um ~2k Kosten zu "sparen" mir was neues zu kaufen. Hab keinen Plan was ein vernünftiger Gebrauchter kostet, schätze mal so 5-15k. Der für 5k hat eigentlich keinen Wertverlust mehr, der für 15k schon etwas. Ich denke rechnerisch lohnt es sich sehr oft ein Auto zu reparieren. In D ist oftmals eher das Problem das man gerne alle x Jahre ein neues hätte. Ich fahre jetzt in ca. 20 Jahren mit dem 5. Auto rum. Außer einem Totalschaden hab ich die Autos nur getauscht und meinen Bedürfnissen angepasst, auch kräftig nach unten wenn möglich. Hatte auch mal ein paar Jahre gar kein Auto, da ich zu Fuß zur arbeit konnte. Ohne das jetzt genau zu wissen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich über 1k/Jahr liege in den ganzen Jahren für Anschaffung und Wartung.

    Ich würde mir also gar keinen Kopf machen über ein neues Auto und wie ich dafür spare. Zur not gibt es einen sehr günstigen Übergangswagen mit 2 Jahren tüv aus dem notgroschen. Da ich nie viel Geld für einen Gebrauchsgegenstand ausgeben würde ist in den 2 Jahren auch genug angespart.

    Falls man wirklich struggelt mit den Finanzen und sich das nicht leisten kann, würde ich es auf dem Tagesgeldkonto halten. Denn dann kann einem auch einen Markteinbruch egal sein. Bei sehr geringen Summen würden die Oppprtunitätkoste auch sehr gering ausfallen.

  • In D ist oftmals eher das Problem das man gerne alle x Jahre ein neues hätte.

    Ja, allein schon aus Sicherheitsgründen. Passive und aktive Sicherheit sind für mich relevante Themen. Ich möchte, dass im falle des Falles, das Auto durch eingebaute Assistenten mögliche fatale Folgen verhindert oder abmildert und durch entsprechende Fortschritte im Autobau, die Fahrgastzelle möglichst intakt bleibt.

  • Ich glaube pauschal kann man das nicht beantworten. Es kommt auch einfach auf die Höhe der Kosten des Autos im Verhältnis zu den finanziellen Gegebenheiten an. Ich fände es schade, wegen eines Konsumgutes mehrere k€ nicht investiert zu haben.

    Wie machen wir es? Wir haben jetzt für 30 k einen Wagen gekauft.

    Knapp 15k haben wir aus dem Notgroschen genommen, 10k aus Sonderzahlungen und für den Rest haben wir Etfs verkauft. Jetzt ist der Notgroschen ein paar Monate etwas zu niedrig und muss wieder aufgefüllt werden.

    Ich sehe den Notgroschen persönlich aber auch eher als Liquiditätsreserve und nicht starr als Lebensversicherung. Der darf auch gerne mal für einen Urlaub oder sonst was angefasst werden. Da wir immer relativ hohe Sonderzahlungen und Steuerrückerstattungen erhalten, füllt der sich dann automatisch wieder auf.

    Sumnasummarum: Ich denke, Du fängst am falschen Ende der Überlegung an. Überleg Dir, wie Du deine Finanzen ganzheitlich aufstellst und dabei sollte auch die Überlegung stehen, wie man mit hohen Sonderausgaben umgeht.

  • Ja, allein schon aus Sicherheitsgründen. Passive und aktive Sicherheit sind für mich relevante Themen. Ich möchte, dass im falle des Falles, das Auto durch eingebaute Assistenten mögliche fatale Folgen verhindert oder abmildert und durch entsprechende Fortschritte im Autobau, die Fahrgastzelle möglichst intakt bleibt.

    Wobei das in der Praxis extrem abgeflacht ist. Wir sind nicht mehr in den 90ern, wo es mit ABS, Airbags und ESP echte Fortschritte gab. Der Insassenschutz beim eigentlichen Crash wird mittlerweile so gut erfüllt, dass die Sterne im Wesentlichen über Nebenschauplätze wie Assistenten verteilt werden. Die der Kunde in der Praxis wiederum gerne abschaltet, da Geschwindigkeitswarner und co. übers Ziel hinausschießen. Ein Auto, das vor 10-15 Jahren gut abgeschnitten hat, ist auch heute noch sicher genug.


    Deswegen lease ich. (Shitstorm is coming)

    Was bei der Fahrleistung des TE wenig Sinn macht. Wenn wir annehmen, dass er den als Neuwagen gekauft hat, sind es 5500km pro Jahr. Wenn er den gebraucht gekauft hat, entsprechend weniger.

    Angesichts der geringen Fahrleistung werfe ich auch mal den Gedanken in den Raum, das Auto gar nicht zu ersetzen und im Fall der Fälle mit Carsharing und Mietwagen zu arbeiten. Ob das funktionieren würde, kann nur der TE beantworten. Aber Autos mit geringer Laufleistung sind gute Kandidaten dafür, durch eine Kombination aus (E-)Bike, ÖV und Carsharing ersetzt zu werden. Billiger ist das fast immer

  • Wobei das in der Praxis extrem abgeflacht ist. Wir sind nicht mehr in den 90ern, wo es mit ABS, Airbags und ESP echte Fortschritte gab. Der Insassenschutz beim eigentlichen Crash wird mittlerweile so gut erfüllt, ...

    Da hast du sicherlich Recht, wobei meines Wissens die Anforderungen beim Euro-NCAP immer mal wieder verschärft, also strenger werden.

    Zitat

    ...dass die Sterne im Wesentlichen über Nebenschauplätze wie Assistenten verteilt werden. Die der Kunde in der Praxis wiederum gerne abschaltet, da Geschwindigkeitswarner und co. übers Ziel hinausschießen

    Den Geschwindigkeitswarner schalte ich in der Tat auch ab, aber alle anderen Assistenten bleiben aktiv. Und diese bringen nachweislich Vorteile, wie beispielsweise der Notbremsassistent.

    Und da, salopp gesagt, zu viele Autofahrer überfordert sind, aufmerksam am Straßenverkehr teilzunehmen, finde ich es gut, dass immer mehr Assistenten zur Pflichtausstattung werden und sich damit hoffentlich bald flächendeckend durchsetzen.

  • Leider werden die falschen zur Pflicht. Lenk-Assis, die in den Straßenrand lenken wollen. Tempo-Warner die so häufig piepen, das man sie entweder deaktiviert oder ignoriert.

    Wirklich was bringen würden verpflichtende Tote-Winkel-Assistenten oder Rückfahrkamera.

  • Und diese bringen nachweislich Vorteile, wie beispielsweise der Notbremsassistent

    Ich habe mit meinem neuen Wagen die erste nahezu Vollbremsung erlebt, weil das Auto einen Radfahrer auf dem neben der Straße herführenden Radweg als "Gefahr" interpretierte. Die Kopplung Verkehrszeichenerkennung mit Tempomat ist auch eine gewisse Wundertüte, wenn das Auto Geschwindigkeitsschilder spät erkennt und dann ziemlich aufs Gas oder die Bremse tritt.

    Und da, wo die Beifahrerin im Vorgängerfahrzeug sich ein Licht einschalten konnte, bekommt man jetzt umgehend eine Pannenhotline ans Telefon und alle wundern sich.

    Und da, salopp gesagt, zu viele Autofahrer überfordert sind, aufmerksam am Straßenverkehr teilzunehmen, finde ich es gut, dass immer mehr Assistenten zur Pflichtausstattung werden und sich damit hoffentlich bald flächendeckend durchsetzen

    Ich befürchte hier ein Henne-Ei-Phänomen. Immer mehr Autofahrer sind unaufmerksam, weil das Auto doch schon alles irgendwie regelt.

    verpflichtende Tote-Winkel-Assistenten

    Als wir die an unsere Feuerwehr-LKWs alle nachrüsten ließen wurde vielen erst klar, was das tatsächlich für ein Segen ist, gerade in dieser Fahrzeuggröße. Das ist mal ein echter Mehrwert. Jetzt war ein Vorführfahrzeug da, bei dem man anstelle der Rückspiegel nur noch auf Kamerasysteme setzt. Das ist mir dann wieder zu viel und irgendwo auch kontraproduktiv.

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