Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Die Gute-Nacht-Geschichte:

    Micha, Flaschensammler aus Überzeugung und ETF-Investor aus Vernunft, hatte es geschafft. Über 15 Jahre hinweg wanderte jede gefundene Pfandflasche, jeder Nebenjob-Euro und jeder „brauch ich das wirklich?“-Moment schnurstracks in seinen MSCI World-ETF von Ishares. Thesaurierender ging es nicht.
    Am Hoch waren es über 400.000 €. Im Forum nannte man ihn ehrfürchtig „Diamond Hands Micha“.

    Dann kam er.
    Nicht angekündigt. Nicht terminiert. Keine Analyst:in hatte exakt diesen Dienstag auf dem Zettel.
    Der große Crash.

    Heute stehen noch rund 10.000 € im Depot. Der Rest ist Geschichte, Lehrgeld oder – je nach Thread – „systemisches Repricing“. Micha liest die Diskussionen gelassen. Angst vor dem Crash? Die hat er hinter sich. Er war im Auge des Crash.

    Er sitzt in seiner kleinen Einzimmerwohnung, schuldenfrei, allein, zufrieden. Kein Haus, das verkauft werden muss. Keine Familie, die fragt, warum der ETF „nicht sicher“ war. Bald geht er in Rente. Die Rendite der letzten 15 Jahre ist weg, aber der Kühlschrank ist voll und die Pfandflaschen bringen immer noch 25 Cent.

    Im Forum schreibt jemand:
    „Irgendwann MUSSTE es krachen.“

    Micha nickt, lächelt und denkt:
    Ja. Irgendwann ist immer.

    Der Brief von Ishares, der ihm mitteilt, dass der US-Präsident alle ETF-Anteile, die von Ausländer:innen gehalten werden, für die neuen Militärstützpunkte auf Grönland requiriert hat, juckt ihn nicht mehr.
    Er bastelt sich daraus ein Papierschiffchen und lässt es im Teich schwimmen.
    Den kleinen Revers-Anstecker mit der neuen grönländischen Flagge und dem Gesicht von Donald dem Ersten, lässt er gleich mitschwimmen.

  • Ihr habt ja recht

    grixxo
    14. Januar 2026 um 10:52

    Zurück zum Wesentlichen, wann kommt denn nun der Crash?

    Frage Haben wir es bei den steigenden Aktienkursen wirklich mit einer Übertreibung zu tun? Oder spiegelt er eher den Wertverlust des Geldes wider, als den Anstieg des Assets "Aktie"? Warum sollen sich Aktien anders verhalten als Gold und Immobilien?

  • Frage Haben wir es bei den steigenden Aktienkursen wirklich mit einer Übertreibung zu tun? Oder spiegelt er eher den Wertverlust des Geldes wider, als den Anstieg des Assets "Aktie"? Warum sollen sich Aktien anders verhalten als Gold und Immobilien?

    Ich würde sagen: beides.

    Ein teil der steigenden Aktienkurse ist sicher der Inflation geschuldet. Und ein Teil dem Wachstum der Firmen. Darum steigen Aktien (weltweit; nicht einzelne Titel) langfristig stärker als die Inflation.

  • Nach dieser Analyse lag das Cape Ratio des globalen Aktienmarktes zum Jahresende 2025 bei 27,71 (langfristiger Durchschnitt ist 17-18).

    -> Aktien sind im Durchschnitt derzeit sehr hoch bewertet...

    CAPE Ratio of the Global (World) Stock Market
    The CAPE ratio (Shiller PE) of the global stock market is currently 24.00 (July 1st, 2024). This global stock market is calculated using an index of the 3,000…
    siblisresearch.com
  • Ich würde sagen: beides.

    Ein teil der steigenden Aktienkurse ist sicher der Inflation geschuldet. Und ein Teil dem Wachstum der Firmen. Darum steigen Aktien (weltweit; nicht einzelne Titel) langfristig stärker als die Inflation.

    Vielleicht kommt noch ein indirekter Effekt hinzu: nämlich, dass die Anlegern in Erwartung weiterer Inflation oder sogar Zweifel an der Geldwertstabilität nach Aktien verlagern ("an der Börse wird die Zukunft gehandelt"). Als eine Art "Inflationsschutz". Da kommt dann mehr als die aktuelle Inflation in der Preisbildung von Aktien an.

  • Nach dieser Analyse lag das Cape Ratio des globalen Aktienmarktes zum Jahresende 2025 bei 27,71 (langfristiger Durchschnitt ist 17-18).

    -> Aktien sind im Durchschnitt derzeit sehr hoch bewertet...

    Das heißt es aber auch schon seit Jahren. Wer aufgrund dieser Warnungen in der Erwartung des (vermeintlich unausweichlichen) Platzens der angeblichen Blase in den letzten Jahren ETFs verkauft und/oder Gelder zur Investition zurückgehalten hat, hat einen enormen Wertzuwachs verpasst.

  • Ich denke auch, dass da gerade mehrere Dinge zusammenkommen. Durch die heftige Inflation der letzten Jahre sind die Umsätze (und auch Gewinne) vieler Firmen automatisch gewachsen. Und über den KI-Hype brauchen wir nicht lange diskutieren. Aber ich denke auch, dass sich die Anlegerstruktur inzwischen etwas geändert hat. Wie KaffeeOderTee schreibt, kann jeder selber nachrechnen, dass sein Vermögen mit Zinspapieren nach Steuern und Inflation gesichert schrumpft und TG/FG zum Vermögensaufbau nicht geeignet ist. Deshalb denke ich, dass einiges an Geld verlagert wurde. Dazu kommt vermutlich noch, dass die "alte Sparbuchgeneration" langsam schrumpft und die Jungen mehr in Aktien/Fonds geht. Zumal diese Generation auch mutiger sein kann, wenn als Fangnetz später das Immobilienerbe ansteht.

    Achso, Ursprungsfrage: "Wann kommt der Crash?". Die Antwort ist eindeutig "Ja".

  • Aus Erfahrung kann ich sagen das wenn man beim Anlegen nicht gierig ist, kein Daytrading, keine Hebelprodukte und kein Markettiming versucht und die eigenen Anlagen wie ein Sparbuch mit Sparraten sieht und dazu viel Sitzfleisch hat kann man jeden Crash aussitzen. Geduld und Ruhe ist wichtiger als Angst und Panik. Solange eine Anlage langfristig die Inflation schlägt ist das eine gute Anlage.

  • 15.01.-2026

    Liebe Forumsfreunde

    in meiner Heimatstadt hier im Schwabenland bin ich relativ bekannt. Vor allem weil ich mit einer gemeinnützigen Kulturstiftung regelmäßig in der Öffentlichkeit stehe.

    Interessant ist: Wer hierzulande als Stifter oder Spender mit nennenswerten Beträgen bekannt ist, dem traut man einen erfolgreichen Umgang mit Geld zu und daher werde auch ich oft nach Anlageempfehlungen gefragt.

    Zur Zeit geht es bei den Fragestellern jedoch seltener um Neuanlage sondern um die Sorge um ihre bereits vorhandenen Anlagen in Aktien oder Fonds.

    Die häufigste Frage ist dabei nicht mehr die Frage. "Wohin mit dem Geld.....?"

    sondern nach den Auswirkungen des Präsident aus den USA auf die Aktienkurse und die in den Köpfen schwirrende Angst vor diesem ominösen Crash.

    Ich lade die Menschen dann gerne zu mir nach Hause zu einem "Trolliger" ein und zeige ihnen ein Plakat, das als Poster bei mir an der Wand hängt.

    Aufmerksame Forumsfreunde kennen das längst weil ich das hier ab und zu veröffentlicht habe wenn mal die Angst vor einem neuen Präsidenten auf die Aktienkurse oder den Crash hoch gekocht istl

    Falle es ein paar Neulinge hier geben soll, hier mein Beruhigungsplakat.

    Das empfehle ich überigens den von Crash-Ängsten geplagten Börsianern zur Beruhigung. Notfalls auch beim nächsten "Crash" eine Anfrage bei mir persönlich nach meinem Befinden.

    Immerhin habe ich in meine über aktiven 40 Börsenjahren schon viele dieser sogenannten "Crash" erlebt und wie man sieht - überlebt habe. (mein erster übrigens am 19.Oktober 1987)

    Viele Grüße McProfit

    Das Plakat enspricht meinem eigenen Börsenleben.

    Ich bin zum ersten Mal im Jahr 1982 richtiger Aktionär geworden und habe bisher alle Crahs und alle Präsidenten überlebt.

    In meinem Börsenleben sind die Kurse der 30 größten US Firmen von 2.000 auf über 40.000 Punkte gestiegen. Das Plakat beginnt In den 1980er Jahren und endet im Jahr 2023/24bei 40.000 Punkten. Ich sollte es wohl demnächst aktualisieren lassen, warte jedoch noch den nächsten Crash ab

  • Übermorgen in zwei Wochen hat der Faden Geburtstag, habt ihr bis dann eine Lösung?
    Selbst der Steuerberater, der das Thema eröffnet hat war schon jahrelang nicht mehr online :sleeping:

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Übermorgen in zwei Wochen hat der Faden Geburtstag, habt ihr bis dann eine Lösung?
    Selbst der Steuerberater, der das Thema eröffnet hat war schon jahrelang nicht mehr online :sleeping:

    Vielleicht ein Forumstreffen mit „Crash-Party“ ?
    Wir können zu dem Anlass auch extra passende T-Shirts machen lassen.
    Aufschriften wären dann zum Beispiel:

    „ es müsste ja mal soweit kommen“

    „ war doch klar, dass es mal richtig crasht“

    „ SAP 50…ich bin dabei“

    „Vorabpauschale Never Ever „

  • Übermorgen in zwei Wochen hat der Faden Geburtstag, habt ihr bis dann eine Lösung?
    Selbst der Steuerberater, der das Thema eröffnet hat war schon jahrelang nicht mehr online :sleeping:

    Er ist ungeduldig geworden, weil der Crash immer noch nicht eingetroffen ist.