Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Dabei können produktive Werte nur bestehen, wenn es stabile Wertspeicher gibt, in denen sich Leistung dauerhaft abbilden lässt. Ohne ein verlässliches Wertmaßstab-System – sei es Gold früher oder Bitcoin heute – verliert jede Produktion ihren Bezugsrahmen.

    Und genau da versagt Bitcoin, denn es müsste stabil (in beide Richtungen) sein. Ein Wertspeicher, der unabhängig von der Produktivität seinen Wert steigert, funktioniert nicht und lässt das System zusammenbrechen. Denn Leistung wird so gerade nicht dauerhaft abgebildet, da der Wert unabhängig von der Leistung ist.

  • Warum geht es eigentlich hier dauernd um Bitcoin?

    na deswegen

    Hinzu kommt, dass Bitcoin – ähnlich wie das Internet – von Netzwerkeffekten lebt. Der Nutzen eines Netzwterks steigt mit der Anzahl seiner Teilnehmer.

    Werbung = steigende Teilnehmerzahl

    Nicht nachdruckbar (eher deflationär)


    => Verknappung -> Besitzer / Werber freut sich über automatisch wachsenden "Wertspeicher" ohne Produktivität


    früher nannte man sowas mal Pyramidensystem bzw. Schneeballsystem

  • Und genau da versagt Bitcoin, denn es müsste stabil (in beide Richtungen) sein. Ein Wertspeicher, der unabhängig von der Produktivität seinen Wert steigert, funktioniert nicht und lässt das System zusammenbrechen. Denn Leistung wird so gerade nicht dauerhaft abgebildet, da der Wert unabhängig von der Leistung ist.

    Aktuell ist Bitcoin noch volatil, stimmt. Was aber auch nichts Ungewöhnliches ist, bei einem so jungen Asset, da die Marktkapitalisierung eben noch recht gering ist, im Vergleich zu anderen Assetklassen. Du wirst mir aber wahrscheinlich zustimmen, dass der Trend über 15 Jahr recht eindeutig ist, wenn man sich die logarithmische Darstellung einmal anschaut:

    Langfristig werden die Ausschläge aber geringer werden, da es eben bei steigender Marktkapitalisierung und steigender Teilnehmerzahl immer weniger Raum für große Kursschwankungen geben wird. Das ist ein ganz normaler Reifeprozess eines jungen Marktes. Bitcoin befindet sich noch immer in der monetären Findungsphase – vergleichbar mit Gold in seinen frühen Jahrhunderten, als es sich erst als Wertspeicher etablierte. Mit zunehmender Adaption, steigender Liquidität und größerer Marktkapitalisierung nimmt die Volatilität automatisch ab.


    Zur Orientierung: Bitcoin hat aktuell eine Marktkapitalisierung von 2.076.075.849.781 €. (zwei Billionen!) – Es gibt hier im Forum sicherlich einige Schwergewichte in Sachen Vermögensbilanz, aber mir zu unterstellen, ich würde Werbung für BTC im Finanztip-Forum machen, mit der Intention, den Bitcoin-Kurs dadurch antreiben zu wollen, ist schon ein bisschen komisch 😀

    Übrigens hat heute mit Luxemburg das erste europäische Land bekanntgegeben, 1 % des Staatsfonds in Bitcoin zu investieren:

    Staatsfonds macht Luxemburg zum Bitcoin-Vorreiter in der Eurozone
    Der Intergenerationenfonds FSIL hat erstmals in Bitcoin investiert. Der Schritt ist Teil einer neuen Anlagestrategie.
    www.lessentiel.lu

    Vorboten eines Crashes? 😱

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.


  • Naja, Facebook war so riesig und da ist auch kaum noch einer der jungen Generetion. Alle zu Insta gewandert. Dann TikTok obwohl man bei Instagram auch Videos posten kann.

    Ein besseres Internet könnte sich sehr wohl etablieren. Du maßt dir da ganz schön viel an ;-).

    Und BTC hat 8 Nachkommastellen. Es gibt also mehr als 21 Mio „Stueck“ im übertragenen Sinne - die sogenannten Satoshis.


    Und da liegt auch irgendwann die Schwierigkeit:

    Gibt ja genug Propheten die eine apokalyptische Kurssteigerung des BTC vorhersehen: was passiert denn, wenn ein Satoshi zu viel wert wird? Aktuell unwichtig, aber langfristig eventuell ein Problem.

  • Gibt ja genug Propheten die eine apokalyptische Kurssteigerung des BTC vorhersehen: was passiert denn, wenn ein Satoshi zu viel wert wird? Aktuell unwichtig, aber langfristig eventuell ein Problem.

    Dafür gibt es tatsächlich schon heute praktikable Lösungen: Ein Satoshi ist lediglich die kleinste Einheit auf dem Main Layer. Im Lightning Network – also der zweiten Ebene von Bitcoin – arbeitet man längst mit Millisatoshis (msat). Dabei gilt: 1 Satoshi = 1.000 Millisatoshis. Sollte die kleinste Einheit irgendwann wirklich zu groß werden, kann Bitcoin als Software natürlich angepasst werden – vorausgesetzt, die Mehrheit der Teilnehmer stimmt zu. Das wäre aber ein Thema für die ferne Zukunft.


    Naja, Facebook war so riesig und da ist auch kaum noch einer der jungen Generetion. Alle zu Insta gewandert. Dann TikTok obwohl man bei Instagram auch Videos posten kann.

    Was deinen Facebook-Vergleich betrifft: Der hinkt ein wenig. Facebook wurde durch Innovationen verdrängt, die neue Nutzerbedürfnisse befriedigten – TikTok oder Insta etwa durch ein anderes Nutzererlebnis. Bitcoin hingegen erfüllt zeitlose, menschliche Grundbedürfnisse: Vertrauen, Dezentralität, Unabhängigkeit und Zensurresistenz. Diese Eigenschaften sind nicht modisch oder austauschbar – sie sind universell. Und genau deshalb ist der Vergleich zwischen sozialen Netzwerken und einem dezentralen Geldsystem nur bedingt haltbar. Daher mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Dafür gibt es tatsächlich schon heute praktikable Lösungen: Ein Satoshi ist lediglich die kleinste Einheit auf dem Main Layer. Im Lightning Network – also der zweiten Ebene von Bitcoin – arbeitet man längst mit Millisatoshis (msat). Dabei gilt: 1 Satoshi = 1.000 Millisatoshis. Sollte die kleinste Einheit irgendwann wirklich zu groß werden, kann Bitcoin als Software natürlich angepasst werden – vorausgesetzt, die Mehrheit der Teilnehmer stimmt zu. Das wäre aber ein Thema für die ferne Zukunft.

    Ist das nicht auch eine Art von Vermehrung, wenn sich der Preis so entwickelt, dass man "ausgleichend" die handelbare Menge verzehnfacht, indem man die Einheit aufbricht?

    Die Erstbesitzer bzw. Altbesitzer werden passiv immer reicher und müssen dafür keinen Finger rühren, sie müssen nicht einmal neu/weiter investieren, nur halten. Die anderen müssen sich immer mehr abrackern, um immer kleinere Bruchstücke zu erwerben.

    Wo ändert sich mit dieser "freien" Währung etwas?

  • mich würde mal interessieren wie hoch vor 6000 Jahren die Schwankungen im Goldpreis waren... überlebende gibt´s wohl keine..... Google weiß auch nix.....es dürfte ein sehr regionaler Markt gewesen sein in dem das Recht des Stärkeren die Preise festgelegt hat.

    Da ist man mit Bitcoin in den ersten 15 Jahren schon um ein vielfaches weiter gekommen....

    Man muss es nicht gut finden und auch nicht darin investieren, aber es wird nicht wieder weggehen.

  • mich würde mal interessieren wie hoch vor 6000 Jahren die Schwankungen im Goldpreis waren... überlebende gibt´s wohl keine..... Google weiß auch nix.....es dürfte ein sehr regionaler Markt gewesen sein in dem das Recht des Stärkeren die Preise festgelegt hat.

    Da ist man mit Bitcoin in den ersten 15 Jahren schon um ein vielfaches weiter gekommen....

    Man muss es nicht gut finden und auch nicht darin investieren, aber es wird nicht wieder weggehen.

    Tulpenzwiebeln gibt's auch noch ^^

  • Ohne Gold, Rolex, Picasso und alle anderen (deiner Meinung nach) unnötigen Güter würden viele teile der Industrie, die Du ja nicht der "Spekulationsseite" zuordnen würdest extrem leiden oder gar pleite gehen.

    Auch wenn sich jeder anderes definiert: Kleidung, die über einen Kartoffelsack hinausgeht, ist ein Luxusgut.

    :thumbup:

    Die Mehrzahl dessen, was von Unternehmen heutzutage produziert wird, dürfte "unnötig" sein im Sinne von nicht überlebenswichtig sprich nicht existenziell lebenswichtig. Sei es schon in ihrer Produktart an sich spätestens aber in ihrer Gattung sprich Ausprägung und Ausführung (Typ, Modell, Marke, Qualität, Preis usw.).


    Einfaches Beispiel aus unzähligen: Wer braucht generell heutzutage noch eine Uhr als Produktart im Sinne von "nötig", um die Zeit abzulesen ? - in Zeiten von Handys (ab 10 Euro als Einfachhandy erhältlich wie ein Nokia 100) und Smartphones, die eine Zeitanzeige haben ! Dennoch gibt es weiterhin eine Unzahl an Uhren und insbesondere Armbanduhren weltweit. Zur Ausführung und Ausprägung bei Armbanduhren: Es lassen sich zudem reichlich Menschen auf eine Warteliste setzen für beispielsweise eine "Rolex Daytona Stahl" (und warten darauf Jahre lang oder zahlen einen erheblichen Aufpreis, um die Uhr sofort zu erhalten) oder zahlen gerne sechs- und siebenstelligen Beträge für beispielsweise eine "Patek Philippe Nautilus Tiffany Dial". Die Liste ließe sich fast beliebig erweitern (für Automobile, Motorräder, Kleidung, Möbel, Schuhe, Einrichtungen, Schmuck, Handtaschen, Musikanlagen, Weine, Champagner, Spirituosen, Wohnungen, Häuser etc. pp.).

  • Hat jetzt schon irgendjemand geschrieben, wann der Crash kommt?

    Also jetzt mal die schonungslose brutale Wahrheit.

    Ein deutlicher Rückgang kommt erst dann, wenn das ganze Zeug im Schnitt 12 Monate wie doof steigt. Da sind viele gar nicht mehr dabei oder sind so spät eingestiegen, dass ein Rückgang um 30 bis 40 % sie psychisch völlig fertig macht.

    Ich habe gute persönliche Kontakte nach Japan und sehe den „Untergang“ von dort aus kommen. Das hat etwas mit der verzweifelten geldpolitischen Lage zu tun, die hier aber quasi nicht bekannt oder falsch erfasst wird.

    Also locker bleiben. Mit Badehose steht man bekanntlich dann auch gut da.

    Und wer dann seine Unze Gold für 12.000 Euro in Aktien verwandeln kann, profitiert auch vom nächsten Anstieg.

  • Tulpenzwiebeln gibt's auch noch ^^

    sogar immer so viele, wie die Menschheit gerade will, oder sogar mehr ;)

    Man muss es nicht gut finden und auch nicht darin investieren, aber es wird nicht wieder weggehen.

    so sehe ich das auch. Und BTC hat das Potential tatsächlich Veränderungen im Welt(Geld)Wertesystem herbeizuführen (bzw. die neue Basis zu werden), die sich heute noch keiner vorstellen kann.

    Ich bin wahrlich kein Jünger, aber wenn es dazu kommt, möchte ich Teil dieser Änderung sein die größer wäre als "industrielle Revolution, Internet und KI" zusammen.

    Zum Thema crash: eigentlich kann man nur hoffen, dass der nächste crash "nur" aus dem KI Eck o.ä. kommt. Die Mutter aller crashes könnte aber auch aus dem Geldsystem an sich kommen. Wenn das Vertrauen in die FIAT Währungen tatsächlich verloren geht, dann haben wir schwere Zeiten vor uns, egal an wie vielen Unternehmen man mit Aktien beteiligt ist.

    Ich weiß, das klingt nach Verschwörung und Aluhut...bin ich nicht, aber ich ziehe inzwischen die Möglichkeit in Betracht.

  • Ich habe gute persönliche Kontakte nach Japan und sehe den „Untergang“ von dort aus kommen. Das hat etwas mit der verzweifelten geldpolitischen Lage zu tun, die hier aber quasi nicht bekannt oder falsch erfasst wird.

    Da fällt mir dieser Beitrag zu ein

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    Da kann ich aber auch nicht sagen, wo zwischen Seriosität und Sensationsgeilheit sich dieser Beitrag bewegt. Aber den einen oder anderen Inhalt fand ich auf jeden Fall interessant und wert, da noch einmal unabhängig bei anderen Quellen zu recherchieren.