Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Klar kann man darüber reden alle Berufe an der Basis im Sozialen, Medizinischen, Energie und Ernährungsbereich steuerfrei zu stellen. Das sind die Kernelemente unseres Lebens. Aber wo wird da der Strich gezogen?

    Das erinnert mich immer an diese lange Debatte über steuerfreie Schicht- und Nachtzuschläge.

  • Nabend,

    interessant man scheint das Mica Thema wohl nochmal zu überdenken

    https://finance.ec.europa.eu/news/commissio…s-2026-05-20_en


    https://www.btc-echo.de/schlagzeilen/k…ruefung-231060/

    Auch zum Thema Steuern und der Haltefrist

    https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1179034

    Ich wünsche allen schonmal vorab einen Happy Bitcoin Pizza-Day und vielleicht sieht man den Einen oder Anderen ja bald in Prag. ;)

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Auch zum Thema Steuern und der Haltefrist

    https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1179034

    Die Grünen wollten mit ihrem Gesetzesentwurf eine „Gerechtigkeitslücke“ schließen und haben daraufhin den Vorschlag gemacht, Krypto-Werte mit dem Einkommenssteuersatz zu besteuern, unabhängig von einer Haltefrist. Viel absurder geht es ja gar nicht mehr. – Selbst die SPD hat sich dagegen ausgesprochen ^^

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Die Grünen wollten mit ihrem Gesetzesentwurf eine „Gerechtigkeitslücke“ schließen und haben daraufhin den Vorschlag gemacht, Krypto-Werte mit dem Einkommenssteuersatz zu besteuern, unabhängig von einer Haltefrist. Viel absurder geht es ja gar nicht mehr. – Selbst die SPD hat sich dagegen ausgesprochen ^^

    Mir fehlt immernoch der Grund warum das absurd ist.:/

  • Mir fehlt immernoch der Grund warum das absurd ist. :/

    Die Argumentation der Grünen lautet ja, dass man eine „Gerechtigkeitslücke“ schließen möchte, weil Krypto-Werte, im Vergleich zu Aktien, nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei verkauft werden können. Aktien dagegen unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 %.

    Absurd wird es aus meiner Sicht dadurch, dass diese angebliche „Gerechtigkeitslücke“ dann ausgerechnet mit dem individuellen Einkommenssteuersatz geschlossen werden soll, also mit bis zu 45 %. Das wäre am Ende also nicht „gleich“, sondern teilweise sogar deutlich höher besteuert als klassische Kapitalerträge. Mittlere Einkommen liegen ja bereits schnell bei +40 %.

    Hinzu kommt noch die typische politische Erzählung, dass damit vor allem „Top-Verdiener“ stärker belastet würden. Die Realität ist aber doch, dass Bitcoin von ganz normalen Menschen als private Altersvorsorge oder Vermögensaufbau genutzt wird. Das Ganze geht deshalb mal wieder ziemlich an der eigentlichen Realität vorbei.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Super das der Mist nicht durchging!

    Die Kuh ist noch lange nicht vom Eis. Klingbeil und Co. planen weiterhin eine Besteuerung. Die Pläne kommen im Juni. Es ist aber schon mal gut, dass sich die CDU/CSU wie folgt gegen den Vorschlag der Grünen positioniert haben:

    „Aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion hätte der Gesetzentwurf anders als von den Grünen dargestellt nicht Gerechtigkeitslücken im Steuersystem geschlossen, sondern vielmehr neue aufgerissen, da er dazu geführt hätte, dass Kryptowerte anders besteuert würden als etwa Edelmetalle oder Fremdwährungen.“

    Bitcoin ist ein Sparvehikel. Von mir aus können sie die Haltefrist gerne auf 5 Jahre oder 10 Jahre wie bei Immobilien anheben. Und alle Verkäufe, die vorher getätigt werden, sollen dann gerne besteuert werden. Gerne auch bei Aktien.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Die Argumentation der Grünen lautet ja, dass man eine „Gerechtigkeitslücke“ schließen möchte, weil Krypto-Werte, im Vergleich zu Aktien, nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei verkauft werden können. Aktien dagegen unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 %.

    Absurd wird es aus meiner Sicht dadurch, dass diese angebliche „Gerechtigkeitslücke“ dann ausgerechnet mit dem individuellen Einkommenssteuersatz geschlossen werden soll, also mit bis zu 45 %. Das wäre am Ende also nicht „gleich“, sondern teilweise sogar deutlich höher besteuert als klassische Kapitalerträge. Mittlere Einkommen liegen ja bereits schnell bei +40 %.

    Hinzu kommt noch die typische politische Erzählung, dass damit vor allem „Top-Verdiener“ stärker belastet würden. Die Realität ist aber doch, dass Bitcoin von ganz normalen Menschen als private Altersvorsorge oder Vermögensaufbau genutzt wird. Das Ganze geht deshalb mal wieder ziemlich an der eigentlichen Realität vorbei.

    Also gehst du mit das es gerecht wäre wenn es gleich besteuert wird wie aktien. Das ist ja schonmal ein Anfang.

    Jetzt das ganze gewurschtel mit den endlosen verschiedenen Steuersetzen auf ein Niveau heben, dann sind wir doch auf einem Level. Das in einem ersten Zug die Steuern auf BTC/krypto mMn auf die Kapitalertragssteuer gesetzt werden sollte finde ich auch. Einkommensteuer finde ich hier auch aus der Luft gegriffen und nicht angemessen. Dann lieber an einem pauschalen Steuersatz für jegliches Einkommen arbeiten.

    In Summe trifft es natürlich Topverdiener deutlich mehr als mich. Wenn ich mir alle 10 Jahre einen bitcoin leisten kann und der Topverdiener kauft den monatlich/quartalsweise/usw., dann ist die Summe die der Staat auf die Gewinne einnimmt naturgemäß höher als meine paar Kröten. Das der Ottonormalverbraucher bitcoin nutzt habe ich in meiner Realität nicht bemerkt. Ich kenne genau eine Person in meinem erweiterten Umfeld die auf viele Kryptos spekuliert hat, u.a. auch btc. Für was hat er es genutzt? Zum bezahlen nicht, sondern als Anlage und hat stattdessen auf Aktien verzichtet.

  • Also gehst du mit das es gerecht wäre wenn es gleich besteuert wird wie aktien. Das ist ja schonmal ein Anfang.

    Nein, gehe ich nicht. Ich bin da bei der Einschätzung des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2023:

    „In seiner Stellungnahme vertritt das BMF die Auffassung, dass virtuelle Währungen ("Currency bzw. Payment-Token") als "andere Wirtschaftsgüter" i.S. des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG anzusehen seien. Gewinne aus der Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Einheiten einer virtuellen Währung ‑‑im Streitfall BTC, ETH und XMR‑‑ seien Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne der genannten Vorschrift, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr betrage. Bei der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus den genannten virtuellen Währungen liege auch kein strukturelles Vollzugsdefizit vor.“

    https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidun…/STRE202310057/

    Bitcoin ist eben keine Aktie, sondern eher eine Fremdwährung. Das wirst du wahrscheinlich auch so sehen. Und Fremdwährungen oder Gold werden eben nicht wie Aktien besteuert. – Bei anderen Kryptowerten sehe ich das dagegen anders. Viele Altcoins funktionieren letztlich wie eine Art Fintech-Unternehmen oder Startup-Konstrukt mit zentralen Teams, Roadmaps, Marketing, Investoren usw. Dort ist der Vergleich zu klassischen Unternehmensbeteiligungen oder Tech-Aktien deutlich naheliegender als bei Bitcoin.


    Das der Ottonormalverbraucher bitcoin nutzt habe ich in meiner Realität nicht bemerkt.

    Und die Top-Verdiener, die du kennst, schon? ;)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Nein auch die Gutverdiener die ich kenne nicht. Mit dem oberen 10% habe ich allerdings nichts zu tun. Dafür fehlt mir das Gebrutsrecht.

    Mit dem Gesetztext gut und schön. Das hat man bei Aktien auch angepasst berechtigterweise. So Einschätzungen ändern sich.

  • ...

    Bitcoin ist eben keine Aktie, sondern eher eine Fremdwährung. Das wirst du wahrscheinlich auch so sehen. Und Fremdwährungen oder Gold werden eben nicht wie Aktien besteuert. –

    ....

    Nein, Bitcoin und Gold sind eben keine Währungen, erzähl nicht so ein Blödsinn, für beide Assests fehlt der staatliche rechtliche Rahmen der Annerkennung als Währung durch den Staat, Beides könnte man eher als Geld oder Zahlungsmittel ansehen, aber nicht als Währung.

  • Nein, Bitcoin und Gold sind eben keine Währungen, erzähl nicht so ein Blödsinn, für beide Assests fehlt der staatliche rechtliche Rahmen der Annerkennung als Währung durch den Staat, Beides könnte man eher als Geld oder Zahlungsmittel ansehen, aber nicht als Währung.

    Ich habe nicht geschrieben, dass Bitcoin oder Gold eine Fremdwährung sind, sondern dass Bitcoin eher in diese Richtung einzuordnen ist als in Richtung Aktie.

    Zumindest macht es der Bundesfinanzhof so. Er stuft Bitcoin als „virtuelle Währung“ ein und behandelt ihn damit als „anderes Wirtschaftsgut“ im Sinne des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG, ähnlich wie Fremdwährungen oder Gold, eben nicht wie eine Aktie.

    Darum ging es. Nicht darum, ob Bitcoin formal eine staatlich anerkannte Währung ist.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Vor 16 Jahren, am 22. Mai 2010 postete Laszlo Hanyecz, ein Programmierer aus Florida im Bitcointalk-Forum, dass er 10.000 BTC für zwei große Pizzen zahlen würde. Ein anderer Nutzer, Jeremy Sturdivant, im Forum unter dem Namen „jercos“, nahm das Angebot an und bestellte ihm zwei Papa-John’s-Pizzen. Hanyecz überwies dafür die 10.000 Bitcoin.

    Daher heute allen Maximalisten hier einen Happy Bitcoin Pizza-Tag! 🥳

  • Vor 16 Jahren, am 22. Mai 2010 postete Laszlo Hanyecz, ein Programmierer aus Florida im Bitcointalk-Forum, dass er 10.000 BTC für zwei große Pizzen zahlen würde. Ein anderer Nutzer, Jeremy Sturdivant, im Forum unter dem Namen „jercos“, nahm das Angebot an und bestellte ihm zwei Papa-John’s-Pizzen. Hanyecz überwies dafür die 10.000 Bitcoin.

    Daher heute allen Maximalisten hier einen Happy Bitcoin Pizza-Tag! 🥳

    Sturdivant gab die Bitcoins dann kurze Zeit später für Reisen aus…

  • Bitcoin ist erstmal in § 23 EStG eingeordnet worden,auch wenn es namentlich nicht genannt wird. Wegfall Haltefrist u d Besteuerung persönlicher Steuersatz sehe ich nicht kommen (würde vor Gericht gekippt, weil es nicht erklärbar wäre, dass für Gold und andere ähnliche Assets weiterhin die Haltefrist gilt).

    Kapitalertagsteuer ohne Haltefrist wäre sicher die praktikabelste Lösung, aber ich glaube ehrlicherweise, dass die Regierung auseinander fällt, bevor dahingehend was umgesetzt wird.

    Wegfall Haltefrist wird spätestens höchstrichterlich gekippt.

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