Rentenpaket - Pläne zur Rentenreform 2026 - Einbeziehung weiterer Einkunftsarten zur RV

  • Wir haben in Deutschland mittlerweile den Euro, Mark und Pfennig gibt es nicht mehr.

    Erklärst du uns allen bitte, warum beim Erbe einer Immobilie keine Erbschaftssteuer anfällt?

    Ganz einfach. Ab 301 Wohnungen ist man ein Wohnungsunternehmen und dann sind die Immobilien kein Verwaltungsvermögen mehr.

    Gleiches bei Aktienpaketen einer Bank. Hat man kein Verwaltungsvermögen kann man von 100% Steuerbefreiung bei der Erbschaftsteuer profitieren. Die meisten Reichen sind aber sowieso schon in die Schweiz und Österreich geflüchtet und zahlen auch keine Erbschaftsteuer.

    Ab und zu erwischt es halt einen wie Thiele, der zu schlecht geplant hat. Ansonsten zahlt kein Milliardär großartig Erbschaftsteuer in Deutschland.


    Um zurück zum Thema zu kommen:

    Die Vorschläge auf alle Einkünfte bis zur BBG Renten- und KV-Beiträge zu erheben dürften für diese Legislatur auf Taube Ohren stoßen. Bei der nächsten linken Regierung wird es aber kommen und die KVdR dürfte ebenfalls größtenteils Geschichte sein.

  • Um zurück zum Thema zu kommen:

    Die Vorschläge auf alle Einkünfte bis zur BBG Renten- und KV-Beiträge zu erheben dürften für diese Legislatur auf Taube Ohren stoßen. Bei der nächsten linken Regierung wird es aber kommen und die KVdR dürfte ebenfalls größtenteils Geschichte sein.

    Dann dürfte eher die BBG selbst erst mal für die Arbeitnehmer fallen.

  • Die Vorschläge auf alle Einkünfte bis zur BBG Renten- und KV-Beiträge zu erheben dürften für diese Legislatur auf Taube Ohren stoßen.

    Mal abgesehen von denn dann signifikanten Fehlanreizen (Beispiel "private Altersvorsorge" - wobei die Setzung von Anreizen oder Fehlanreizen hierzulande kaum mehr ein Kriterium zu sein scheint in der politischen Entscheidungsfindung):

    Interessant bis spannend, wie das in praxi konkret ausgestaltet sein soll, denn hilfreich (im Sinne von entlastend) für ein strukturell marodes System - wie die GRV beispielsweise - kann es ja eigentlich nur sein, wenn damit nicht parallel auch noch zusätzliche Ansprüche an eben diese GRV entstehen ... ? Und/oder, was passiert mit Leuten, die beispielsweise bereits eine gesetzliche Rente beziehen ... ?

    Bei der nächsten linken Regierung wird es aber kommen und die KVdR dürfte ebenfalls größtenteils Geschichte sein.

    Darin sehe ich aber eine (vielleicht letzte) Chance.

    Siehe schon hier:

    Alte Wahrheit und Weisheit schon zu Consulting Zeiten:

    Es muß erst noch schlimmer werden, bis der Leidensdruck so groß ist, daß Veränderungsbereitschaft besteht und damit zumindest auch die Chance auf Verbesserungen.

    Eine solche linke Regierung würde den Niedergang hierzulande auf jeden Fall noch deutlich beschleunigen- mit der Folge, daß dies dann möglicherweise die echte Chance auf einen Neustart eröffnet (jedenfalls, wenn es dadurch nicht zu strukturellen politischen Verwerfungen kommt; Stichwort: AfD).

    Siehe in dem Kontext auch hier:

    Wieviel Arbeitslose hatte Deutschland zum Zeitpunkt der Agenda 2010 von Gerhard Schröder: Über 4,7 Millionen bei einer Arbeitslosenquote von 11,3 % ... ?!

  • Die Vorschläge, auf alle Einkünfte bis zur BBG Renten- und KV-Beiträge zu erheben, dürften für diese Legislatur auf taube Ohren stoßen. Bei der nächsten linken Regierung wird es aber kommen und die KVdR dürfte ebenfalls größtenteils Geschichte sein.

    Fragt sich nur, wann wir demnächst eine linke Regierung haben werden. Ich könnte mir eher vorstellen, daß es demnächst mal alternative Regierungen für Deutschland gibt (die die Alternativen dann vermutlich entzaubern werden, denn dicke Sprüche klopfen ist einfach, es besser zu machen, schon schwieriger).

  • Ich wünsche einen guten und sicheren Flug :)

    So unterschiedlich ist der Makroblick: Mir dagegen tut es um jeden und jede leid, die unserem Land den Rücken kehren. In meinem Umfeld sind das bereits (auffallend bis beängstigend) viele. Alte und stets wiederkehrende Erfahrung aus Consulting-Zeiten: Auch bei Unternehmen im Niedergang gehen in aller Regel nicht die Schwächsten oder neudeutsch Vulnerabelsten zuerst von Bord - sondern meist die Leistungsträger, die Reflektierten, die Mobilen, die Flexiblen, die, denen sich woanders bessere Möglichkeiten eröffnen und/oder die Angebote erhalten ...


    Bei Realitätsbezug zudem eine weitere Sachgesetzlichkeit:

    Selbst die ideologischsten und in der Wolle am stärksten links gefärbten Politiker (und natürlich auch ebensolche Politikerinnen ...) werden irgendwann realisieren, daß allein mit vulnerablen Zielgruppen, Minderheiten, Transferempfängern (und natürlich Transferempfängerinnen ...) - oder beispielsweise auch allein nur KrankenschwesterInnen ... -, mit Gendersprache, mit moralisch erhobenem Zeigefingerchen in der Außenpolitik etc. pp - im wahrsten Sinne des Wortes - allein "kein Staat zu machen" ist. Erst recht kein derartig ausgebauter Sozial- und Wohlfahrtsstaat, wie der unsrige. Von anderen Aufgaben - wie Klimaschutz, Verteidigungsfähigkeit, innere Sicherheit, Bildung usw. - mal ganz abgesehen.

    Meine Befürchtung: Eine Mehrheit in der Bevölkerung realisiert das in der Regel früher als die besagten Politiker und Politikerinnen. Die gewöhnlich gut informierten und/oder gut beratenen Kreisen haben es längst gemerkt und (teilweise bis überwiegend) auch schon längst entsprechend gehandelt (oder zumindest entsprechende Vorkehrungen getroffen). Unternehmen ohnehin siehe die Rekord-Nettokapitalabflüsse aus Deutschland seit Jahren. Wenn diese Erkenntnis erst bei den vielen anderen Mitbürgern (der breiten Masse sozusagen) auch noch ankommt - könnte das bei Wahlen zu noch unangenehmen Ergebnissen führen, als ohnehin schon - um es noch möglichst subtil zu formulieren.


    Nur der politischen Hardcore-Linksfraktion könnte dann auch das noch gleichgültig sein (erinnert mich an das überzeugte DDR-Umfeld: Armut für alle - außer natürlich für die Nomenklatura :D - Hauptsache der gleichmacherische Ansatz bleibt irgendwie weiter am Leben).


    Übrigens: Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Hoppala! Ist da mal wieder ein Posting verschwunden?

    Jepp, mindestens 1

    Ich habe das Posting, was ich meinte, in einem anderen Browserfenster noch gefunden. Es ist nicht besonders schlimm, in keinem Fall justiziabel. Aber die Zensoren hier im Forum haben offensichtlich eigene, strengere Maßstäbe.

    Wie schonmal geschrieben: Zensur ist Zensur, egal aus welcher Motivation sie erfolgt. Auch gutmenschlich motivierte Zensur beschädigt unsere Demokratie (und sie ist natürlich grundgesetzwidrig). Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.

    Ist das jetzt auch schlimm, wenn ich das so schreibe? Muß das jetzt auch gesperrt werden?

  • Es leuchtet mir aber trotzdem nicht ein, dass der Handwerker, der mit fünfzehn seine Lehre angefangen hat, genauso bis 70 Arbeiten soll wie der Akademiker, der zehn Jahre später ins Erwerbsleben eingestiegen ist und zudem noch statistisch eine höhere Lebenserwartung genießt.

    Für Manche scheint eine Lehre Arbeit zu sein, ein Studium hingegen ein Langzeiturlaub.

  • Für Manche scheint eine Lehre Arbeit zu sein, ein Studium hingegen ein Langzeiturlaub.

    Selbst bei der GRV ist es doch so:
    - Lehre gilt als Anrechnungszeit und wird auch noch später rententechnisch mit Anteilspunkten bezuschußt.
    - Studium gilt nicht mal als Anrechnungszeit, wird angesehen wie "unbeschäftigt"

  • Selbst bei der GRV ist es doch so:
    - Lehre gilt als Anrechnungszeit und wird auch noch später rententechnisch mit Anteilspunkten bezuschußt.
    - Studium gilt nicht mal als Anrechnungszeit, wird angesehen wie "unbeschäftigt"

    Sorry, aber das ist Quatsch.

    Lehre (berufliche Ausbildung) ist eine Beitragszeit, zählt zu den Wartezeiten von 5 bzw. 35 und 45 Jahren und wird mit Entgeltpunkten bewertet. (Vergleichbar mit "normaler" Beschäftigung)

    Studium ist Anrechnungszeit und zählt zur Wartezeit von 35 Jahren. (Bewertung lassen wir einmal außen vor.)


    Nachlesbar in den Paragraphen 1; 55 (Lehre); 58 (Studium) und 51 (Anrechenbarkeit) im SGB VI.

  • Das Studium finde ich da garnicht so problematisch. Spätestens ab 2. Hälfte vom Bachelor, wenns an die Wahlmodule geht, kannst du sicherlich irgendwo einen HiWi Job nebenbei machen mit 8 Wochenstunden. Wer möchte, der kann dann Beitragszeit aufbauen.

    Problematisch ist der Weg dahin: wer Abi nach 13 Jahren macht und vielleicht noch ein Jahr orientierung dazu, der startet auch mal mit 20 ins Studium. Da hat jemand mit Lehre schon 48 Monate auf dem Rentenkonto.

  • Problematisch ist der Weg dahin: wer Abi nach 13 Jahren macht und vielleicht noch ein Jahr orientierung dazu, der startet auch mal mit 20 ins Studium. Da hat jemand mit Lehre schon 48 Monate auf dem Rentenkonto.

    Was soll daran problematisch sein? Das Leben ist wie es ist und will genossen werden. Für mich hatte das in dem Alter 0 Relevanz. Dafür aber Know-how, Wissen erwerben, gute motivierende Jobs zu haben, die das 'Überholen' beim Sammeln von Rentenpunkten en passant und implizit ermöglichten. Wenn man eine Lösung für sich gefunden hat, ist das Schauen nach dem, der mehr hat, irrelevant.

  • Du, ich hab mich damals von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, weil ich mit diesem Geldvernichtungsapparat Nix zu tun haben wollte. Daher will ich dir da keinesfalls widersprechen.

    Nur falls jemand dringend Rentenzeit aufbauen möchte, legt das halt mal wieder neue Steine im den Weg. Am Ende kommt halt weniger bei rum als bisher. Und darum geht es ja auch. Das System trägt sich nicht, und wird es absehbar auch nicht mehr.