Aktuelle Pläne zu Sozialabgaben vs. ETF Sparen

  • Das sehe ich auch so. Denn wenn wir ein einheitliches Gesundheitssystem hätten, könnte dies komplett aus Steuereinnahmen finanziert werden. Dies würde einige Prozesse z. B. für den Staat und die Bürger massiv vereinfachen. Das Gesundheitssystem darf dann natürlich nicht so kaputt gespart werden wie das NHS in Großbritannien.

    Das wäre bestimmt spannend. Die jährlichen Einnahmen der GKV betragen ca. 300 Mrd. EUR. Die würden bei einer Steuerfinanzierung wegfallen und es müssten über zusätzliche Steuern erhoben werden. Die gesamten Steuereinnahmen des Staates belaufen sich auf ca. 1000 Mrd. EUR. Somit müsste das Steueraufkommen um 30% erhöht werden. Wie man das macht, bleibt der Kreativität der Regierenden überlassen. Ob nun 30% Mehrwertsteuer oder eine Verdopplung der Einkommensteuer. Es dürfte interessant sein zu sehen, wie man das den Leuten verkaufen will.

    Nebeneffekt: macht man das z.B. über die Lohn- bzw. Einkommensteuer wird auch der Letzte, der noch an die Erzählung glaubt, es gäbe einen "Arbeitgeberanteil", feststellen, dass dies nicht so ist.

  • leistungsloses Einkommen aus Kapitalerträgen

    Da ist er wieder der Kampfbegriff "leistungslos" ...


    Zum Realitätsbezug

    :)


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Leistungslose Erträge

    Wenn ich das immer lese…

    Klingt ja als würden die Leute nichts tun und Geld verdienen und andere, arme kleine Leute, müssen arbeiten.

    Bloß: Allein schon wenn ich Tagesgeld hab und 2% EZB Zins bekomme hab ich durch die Steuern schon realen Verlust erlitten, denn die Inflation gibts ja auch noch.

    Möchte man also Geld sparen und fürs Alter vorsorgen - nochmal, das ist ja eben nötig - dann muss man nicht nur gegen die Inflation kämpfen sondern seine Gewinne davon noch versteuern - selbst wenn man dann eigentlich real sogar Verlust macht. Aber das langt der SPD nicht, da sollen jetzt nochmal extra Krankenkassenbeiträge davon abgehen.

    Kein normaler Sparer der sich nicht an einen schwankenden ETF ranwagt wird da auch nur ansatzweise was real sparen können und als ETF Sparer muss mann dann auch mehr ins Risiko und eine höhere Aktienquote fahren damit überhaupt noch was rum kommt.

  • Zuerst müssen mal die „Beiträge“ der „Stützys“ voll aus dem Bundeshaushalt gezahlt werden !

    Achtung: es ist Wahlkampf in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz.

    Und der sächsisch-anhaltinische CDU-MP will diese Leute endlich mal zum Straßenfegen und Schneeschippen bringen.

    Die GKV wird nächstes Jahr ein Defizit von locker 12 Mrd Euro haben.

    Soviel sind ungefähr schon die versicherungsfremden Leistungen der „Stützys“.

  • Dank der Abgabe bleibt die Belastung auf dein Arbeitseinkommen geringer und du kannst mehr fürs Alter sparen <3 musst schauen ob du mehr Einkommen durch Arbeit generierst oder mehr durch Kapitalerträge und danach deine Wahlentscheidung treffen :)

    Also Prinzip linke Tasche, rechte Tasche. Ich nehm dir später mehr weg damit du jetzt mehr hast um das zurück zu legen. Die Erfahrung zeigt dazu noch das das Nehmen erst mal schnell umgesetzt wird, das Geben dann meist teilweise oder komplett aus den unterschiedlichsten Erklärungsversuchen entfällt.

    Dann noch was zum leistungslosen Einkommen das ja erst mal nicht leistungslos ist (wurde schon oben erklärt), schlimm was dann daraus gemacht wird, nämlich leistungslose Steuern von denen der Normalbürger so mal gar nix hat. Wir haben in Deutschland nach wie vor ein Ausgabenproblem und kein Einnahmeproblem. Wir haben jedes Jahr Rekordsteuereinnahmen, nur wenn das so weiter geht und der Mittelstand weiter gebeutelt wird sinken zwangsläufig irgendwann die Steuereinnahmen da der Konsum damit abgewürgt wird, und dann ? Dann haben wir nur noch einen Verwaltungs- und Polizeistaat der seine Schergen losschickt um Wohnung nach Wohnung durchsucht um alles Hab und Gut für die Politikelite zu sichern, in so einem Staat will ich nicht leben. Ausufernde Steuererhöhungen bedeuten Langfristig Freiheitsentzug und Sklaverei.

  • Allein schon wenn ich Tagesgeld hab und 2% EZB Zins bekomme hab ich durch die Steuern schon realen Verlust erlitten, denn die Inflation gibts ja auch noch.

    Wenn denn die offizielle Inflationsrate überhaupt stimmt ...

    Siehe beispielsweise schon hier:

    Ohne dabei auf jetzt auf das generelle Thema der "offiziellen" Inflationsmessung überhaupt einzugehen (Zusammenstellung des Warenkorbs, Erfindung einer sog. Kerninflationsrate, Hedonistische Methode, Substitutionsmethode, Weglassen und/oder nur geringer Einbezug von Vermögenpreisen (Immobilien))

    Um nur einen der Aspekte aufzugreifen:

    Zu der "Hedonistischen Methode" hatte ich damals (Anfang 2003) einige Zeit recherchiert. Ausgerechnet oder zufällig wurde nämlich zeitgleich sprich parallel mit der Euroeinführung (als Bargeld im Jahr 2002) auch die Methode der Inflationsberechnung verändert ...

    Dazu hatte ich damals eine Expertise erstellt und diverse Artikel veröffentlicht.

    Da ich nur Finanz-Laie bin, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter, verweise ich in dem Kontext auf einen Beitrag von Prof. Harmut Walz, auf den mich vor einiger Zeit ein ehemaliger Kollege aufmerksam gemacht hatte, der meine damalige Expertise und die besagten Artikel noch kennt.

    Der Artikel von Prof. Walz befindet sich auf seinem Blog, stammt vom 19. April 2024 und hat den Titel "Hedonistische Inflationsberechnung".

    Der Verweis erfolgt, weil Prof. Walz hier ggf. eine höhere Glaubwürdigkeit entgegengebracht wird, als meiner Wenigkeit als Finanz-Laie.

    Am Thema Interessierten sei dieser Artikel von Prof. Walz ausdrücklich empfohlen - bei dem er auch auf die "gefühlte" höhere und tatsächlich viel niedrigere "offizielle Inflation" eingeht. Für die "überzeugendere Erklärung" hält er nicht fehlerhafte Wahrnehmung durch die gefühlte Inflation sondern die 2002 erfolgte Veränderung der Berechnung derselben.


    Aus der Erinnerung einige Statements des Professors aus dem besagten Artikel


    - Parallel zu Einführung des Euro wurde 2002 die Methode der Inflationsberechnung verändert ...

    - Auf den Punkt gebracht: Die berechnete Inflationsrate wurde so erheblich gesenkt ...

    Fakt ist, daß (laut Prof. Walz)

    - der Mensch auf der Straße die sublime Logik der neuen Inflationsberechnung gar nicht kennt

    - Details der Vorgehensweise nicht transparent und nicht nachvollziehbar sind und schließlich

    - der Umfang bzw. die Stärke der Abweichung ebenfalls unklar bleibt.

    Prof. Walz weiter:

    Langjährige Berechnungen zur auch neuen offiziellen amerikanischen Inflationsrate im Vergleich zur früheren Berechnung (seitens des Ökonom John Williams; Website shadowstats.com) zeigen, daß durch die neue Methodik die offiziell ausgewiesene Inflationsrate in den USA um 3% per annum gesenkt wurde.

    Prof. Walz weiter:

    Es gibt keinen rationalen Grund, warum das in der Eurozone anders sein sollte.

    Die gesunkene Lebensdauer diverser Produkte wird nicht in die hedonistische Methode integriert. Ebenso geht die Asset-Inflation überhaupt nicht in die Inflationsrate ein (beim Kauf von Wohneigentum beispielsweise (Immobilienpreise) wird der Bürger aber damit umgehend konfrontiert).

    Prof. Walz betont zudem, daß

    ihm keine einzige Studie bekannt ist, die aufzeigt, wie hoch die Inflationsrate seit Euroeinführung wäre, wenn noch nach der ursprünglichen Methodik wie bis 2001 deren Ermittlung erfolgt wäre.


    Dir Bernd123 weiter viel Erfolg mit Deinen privaten Finanzen !

  • Da der Gesamthaushalt von dem gesamten öffentlichen Dienst rund zur Hälfte aufgefressen wird, wüsste ich, wo ich ansetzen würde es zu holen…

    Aber wo kämen wir denn hin, wenn die Deutschen durchschnittlich nur bis August für den Staat arbeiten….da sind noch ein paar Monate Puffer :).

    Immerhin war der Bund so nett, und lässt den Steuerzahler der Realwirtschaft noch 2/3 der KV-Beiträge der Bürgergeldempfänger dazuerwirtschaften in Form von höherer KV-Beiträge, damit sie nicht noch mehr Abgaben fordern müssen.

    Ich kann so gar nicht nachvollziehen, wie ein Steuerzahler weitere Abgaben auch nur ansatzweise gut heißen kann…

    Es gibt wenige Konstrukte, welche ausgehebelt gehören z.B. Hohe Einkünfte über Aktiendepots beziehen, sich aber dann per Mini-/Midi Job billig in die GKV einkaufen - aber die Anzahl solcher duerfte nicht wirklich ins Gewicht fallen. Sehr beliebt bei Frugalisten (bescheuertes Wort) - ich finde es eher Parasitär..

  • Also Prinzip linke Tasche, rechte Tasche.

    Nein, jmd der von echter Arbeit lebt hat wesentlich mehr Einkommen aus Arbeit als aus Kapitalerträgen und würde damit deutlich profitieren. Grob verdient man im laufe seines Lebens ca. 1,5-3 Mio € durch Arbeit. Da sind die aller meisten Arbeitnehmer weit davon entfernt das durch Kapitalerträge zu bekomme und zwar Erträge aus Kapital nicht das Kapital an sich. Kleinsparer sind ja eh nicht betroffen durch den Freibetrag (den man mal deutlich erhöhen könnte)

  • Nein, jmd der von echter Arbeit lebt hat wesentlich mehr Einkommen aus Arbeit als aus Kapitalerträgen und würde damit deutlich profitieren. Grob verdient man im laufe seines Lebens ca. 1,5-3 Mio € durch Arbeit. Da sind die aller meisten Arbeitnehmer weit davon entfernt das durch Kapitalerträge zu bekomme und zwar Erträge aus Kapital nicht das Kapital an sich. Kleinsparer sind ja eh nicht betroffen durch den Freibetrag (den man mal deutlich erhöhen könnte)

    Ich wage mal zu bezweifeln ob deine Aussagen einer seriösen Überprüfung Stand halten würden.

  • Grundsätzlich stellt sich schon die Frage warum man das nicht einfach über die Steuer regeln kann.

    Weil Du eine Abgabenpflicht unabhängig von der Steuer erheben kannst.:/
    Nehmen wir doch die aktuelle KeSt. mit mind. 26,375%.
    Rechne mal mit einem Steuerrechner aus, bis zu welchem Jahreseinkommen Du unterhalb des KeSt.-Steuersatzes liegst.
    Da wird sicherlich so mancher Mensch, der rein von Kapitalerträgen lebt unterhalb der Kapitalertragssteuer liegen. Diese Menschen wären von steigenden Steuersätzen auf Kapitalerträge gar nicht betroffen.
    Ein Schelm wer Böses dabei denkt.;)

  • Die SPD widert mich an!

    Immer nur an das Geld des normalen, arbeitenden Bürgers der mit seinem Geld haus halten kann und nicht von Tag zu Tag lebt. Der, der privat für die Rentenlücke vorsorgt, weil es der Staat nicht schafft, dieser Bürger soll immer weiter gemolken werden. Das ist so perfide und krank!

    Mich auch. Besonders der Juso Chef 🤢. Der meinte neulich im Interview, dass es für "Kleinsparer" Freibeträge geben soll. Wahrscheinlich sind das dann auch 1000€ Freibetrag und auf alles darüber darfst du zahlen, Du böser vermögender Leistungsträger! 😠

  • Da wird sicherlich so mancher Mensch, der rein von Kapitalerträgen lebt unterhalb der Kapitalertragssteuer liegen. Diese Menschen wären von steigenden Steuersätzen auf Kapitalerträge gar nicht betroffen.
    Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    Damit kannst du in jeder TV-Talkrunde punkten.

    Denn derzeit liegt bei einem zu versteuernden Einkommen von unter 70.000 Euro der persönliche Steuersatz unter 25 %.

    Und der Grundfreibetrag steigt jährlich (Existenzminimum).

    Wer also 3,3 Mio Euro in einem Dividenden-ETF mit 3 Prozent Bruttorendite hat, wäre von Erhöhungen NULL betroffen.

  • Die ersten Ministerpräsidenten und Finanzminister der Länder sind inzwischen immerhin schon wach geworden und haben mal nachgerechnet, was es ihnen an zusätzlichen Kosten bringen würde, müssten sie für die Beamten Rentenbeiträge zahlen.

  • Die ersten Ministerpräsidenten und Finanzminister der Länder sind inzwischen immerhin schon wach geworden und haben mal nachgerechnet, was es ihnen an zusätzlichen Kosten bringen würde, müssten sie für die Beamten Rentenbeiträge zahlen.

    Sollen sie sich doch vorbereiten und ab 1. Januar 2027 für alle „Neuen“ im Angestellten/Verhältnis loslegen.

    Wird aber sehr schwierig, weil der TVöD mit seinen niedrigen Nettogehältern da überhaupt nicht passt.