Betriebliche Altersvorsorge: monatlich oder einmalig auszahlen lassen?

  • Sofern man zwei Betriebsrenten bekommt, werden die für den Freibetrag zusammenaddiert. Bei der Einmalzahlung mit 1/120 pro Monat.

    Am Ende bekomme ich da nicht besonders viel. Dennoch möchte ich natürlich auch nichts verschenken. Wie ihr ja schon sagtet, wird die Einmalauszahlung das beste sein. Flexibler und mam muss nicht auf Langlebigkeit wetten.

    Wenn es soweit ist, werde ich mir das noch mal von der Allianz durchrechnen lassen.

    Gut auch zu wissen, dass es steuerlich offenbar keinen Unterschied macht, ob monatlich oder einmalig. Dennoch würde ich die Abgaben gern am Stück zahlen. Muss ja auch gehen.

  • Erstmal Glückwunsch zu diesem Privileg das dein AG dir 100% der Beitragszahlung abnimmt. Ist doch ein toller Zuschuss und man sollte sich freuen darüber 👏 wenn ich hier wieder teilweise lese wie an den Verträgen herumgenörgelt wird..

    Hier hat es ein AG verstanden etwas für seine MA zu tun und das sogar ganz ohne Eigenbeitrag.

    Der wichtigste Punkt wurde bereits genannt mit der KV/PV-Hochrechnung auf 10J. -> da trifft die meisten der Schlag. Du kannst aber bei deiner Krankenkasse anfragen ob eine Teilzahlung in Monatsraten möglich ist. Würde ich persönlich jetzt schon mal machen einfach interessehalber um zu sehen wie die KK da reagiert 😊

    Einen Hinweis erlauben ich mir noch. Vielleicht gibt es auch die Auszahlung in Raten, z.B. in 10.000€-Schritten p.a.. Das hat den Vorteil das du nicht so stark in der Steuerprogression steigst und damit die Abgabenlast gemindert wird. Ich habe das in meiner (ebenfalls 100% AG-finanzierten *hihi*) bAV glücklicherweise und werde wohl diese Option ziehen. Ein nettes Zubrot pro Jahr zu erhalten ist eine schöne Zwischenlösung wie ich finde. 👌 vG

  • Hier hat es ein AG verstanden etwas für seine MA zu tun und das sogar ganz ohne Eigenbeitrag.

    Gut, die eigentliche Idee meines AG ist, dass der Mitarbeite vor Steuer etwas von seinem Gehalt zusätzlich einzahlt. So zahlen wohl einige ihr Weihnachtsgeld o.ä. ein. Ich habe das allerdings nie getan. So bleibt es bei mir beim Arbeitgeberanteil.

    Ich bin generell etwas verdicherungskritisch.

    Einen Hinweis erlauben ich mir noch. Vielleicht gibt es auch die Auszahlung in Raten, z.B. in 10.000€-

    Guter Hinweis, danke. Ich habe zusätzlich gehört, dass man sich das Geld auch ein Jahr nach Renteneintritt auszahlen lassen könnte. Dann würde die Jahresrente zugrundegelegt und nicht das vormalige Jahresgehalt.

  • Erstmal Glückwunsch zu diesem Privileg das dein AG dir 100% der Beitragszahlung abnimmt. Ist doch ein toller Zuschuss und man sollte sich freuen darüber 👏 wenn ich hier wieder teilweise lese wie an den Verträgen herumgenörgelt wird..

    Hier hat es ein AG verstanden etwas für seine MA zu tun und das sogar ganz ohne Eigenbeitrag.

    Sorry, aber wenn ich so etwas lese geht mir der Hut hoch. Ja, es wäre schön, wenn die Rendite solcher Verträge brauchbar wäre. Brauchbar bedeutet, dass unter dem Strich mindestens langfristig die Inflation ausgeglichen ist. Leider ist das bei sehr vielen Verträgen nachweißlich nicht der Fall.
    Und klar, es in im Prinzip geschenktes Geld. Und das sollte man auch mitnehmen. Aber ein echtes Goodie wäre es erst, wenn die Kosten radikal gedeckelt würden und es auch die Möglichkeit gäbe bei der Geldanlage mehr ins Risiko zu gehen. Insbesondere wenn man noch jung ist und das ganze Arbeitsleben noch vor sich hat.
    So ist es aktuell eher eine sichere Einkommensquelle für große Versicherungskonzerne. Das so etwas möglich ist, beweisen ja Lösungen die es im Ausland schon gibt.

  • Sorry, aber wenn ich so etwas lese geht mir der Hut hoch. Ja, es wäre schön, wenn die Rendite solcher Verträge brauchbar wäre. Brauchbar bedeutet, dass unter dem Strich mindestens langfristig die Inflation ausgeglichen ist. Leider ist das bei sehr vielen Verträgen nachweißlich nicht der Fall.

    Denke der Versicherungsvertrieb verkauft diese Produkte als Mitarbeiter-Vorteil aber auch und vornehmlich als Steuersparmodell für Betriebe.

    Denn später bei der Auszahlung trägt der Angestellte die volle Ausgabenlast.

    Ich als Angestellter muss die Versicherung ja als Teil meines Gehaltes sehen, ist also kein Geschenk vom Arbeitgeber, sondern von mir erarbeitet.

  • Das so etwas möglich ist, beweisen ja Lösungen die es im Ausland schon gibt.

    Nicht nur im Ausland. Aber dafür müssen (jedenfalls in meinm Fall) AG + Konzern-BR gut zusammen arbeiten, dann lässt sich sowas auch in Deutschland aufsetzen.

    Das Problem bleibt aber, dass entweder der AN bereit sein muss, das Risiko einer fehlenden Beitragsgarantie einzugehen oder dass der AG bereit sein muss, dieses Risiko zu tragen.

    Daher wundert es mich, dass sich sowas für nur 18000 MA realisieren lässt (bis zum Alter von 50 sind 90% in Aktien investiert, bis 63 wird umgeschichtet in Anleihen). Und zusätzlich ist man noch so gnädig, bei Rentenzahlung mit oder ohne Hinterbleibenenrente wählen zu dürfen.

    Am Ende nützt das aber alles nichts, wenn die BAV nicht zu jedem AG mitgenommen werden kann. Welcher AN bleibt heute 30-40 Jahre bei einem Arbeitgeber? Aus einem angesparten Betrag von 20-30k€ (Brutto) wird auch nach 20 weiteren Jahren ohne Einzahlung keine wirklich relevante Netto-Zusatzrente.

    Ich als Angestellter muss die Versicherung ja als Teil meines Gehaltes sehen

    Dann müsste man, falls der AN eine AG ist, die Dividenden auch als Teil des Gehaltes ansehen. Am Ende ist es mir jedenfalls lieber, die Zuschüsse zur BAV garantiert zu erhalten wie jedes Jahr auf den variblen Bonus zu hoffen, den ich selber kaum beeinflussen kann.

  • Wenn du dir von den garantieren Zuschüssen aber im Alter nichts kaufen kannst war das ganze großer Mist und hat nur der Versicherungsindustrie gedient.

    Böse Zungen behaupten das das Betriebsrentenstärkungsgesetz eine Subventionierung der Finanzindustrie ist. Da haben die Finanz-Lobbyisten mal wieder ganze Arbeit geleistet.

  • Böse Zungen behaupten das das Betriebsrentenstärkungsgesetz eine Subventionierung der Finanzindustrie ist.

    Ist auch so. Denn wer soll sich denn „aufopfern“ für diese wichtige Aufgabe ?

    In Deutschland braucht es eben für so ein Projekt die „Expertise“ von erfahrenen Versicherungen:

    Allianz – Marktführer im Lebens- und Kollektivgeschäft


    R+V Versicherung – stark im Firmenkundensegment


    Generali Deutschland – bedeutender Anbieter im Mittelstand


    AXA Deutschland
    ERGO
    Talanx AG (u. a. mit HDI)

  • Das Problem bleibt aber, dass entweder der AN bereit sein muss, das Risiko einer fehlenden Beitragsgarantie einzugehen oder dass der AG bereit sein muss, dieses Risiko zu tragen.

    Daher wundert es mich, dass sich sowas für nur 18000 MA realisieren lässt (bis zum Alter von 50 sind 90% in Aktien investiert, bis 63 wird umgeschichtet in Anleihen). Und zusätzlich ist man noch so gnädig, bei Rentenzahlung mit oder ohne Hinterbleibenenrente wählen zu dürfen.

    Naja, irgendwie müssen die monatlichen Auszahlungen auch bedient werden, wenn gerade ein Kurseinbruch ungünstig reinhaut. Vermutlich wird das ein deinem Beispiel dann eben über die vielen Mitarbeiter und die vielen Einzahler im Vergleich zu den Leistungsbeziehern gesteuert.

    Das Problem mit den Garantiebeträgen hast du doch nur im von dir genannten Beispiel mit den Aktien. Wenn das Geld in sicheren Anlagen steckt, ist die Rendite traurig, aber die Auszahlung sicher. Du hast bei deinen Aktien eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten, was rauskommt, vor allem ist es nach oben quasi ungedeckelt.

    Am Ende nützt das aber alles nichts, wenn die BAV nicht zu jedem AG mitgenommen werden kann. Welcher AN bleibt heute 30-40 Jahre bei einem Arbeitgeber?

    Das ist gesetzgeberischer Pfusch, dass jeder AG irgendwas anbieten muss, es aber nicht Pflicht ist, dass der einmal besparte Vertrag überall weiter bespart werden kann.

    Dann müsste man, falls der AN eine AG ist, die Dividenden auch als Teil des Gehaltes ansehen. Am Ende ist es mir jedenfalls lieber, die Zuschüsse zur BAV garantiert zu erhalten wie jedes Jahr auf den variablen Bonus zu hoffen, den ich selber kaum beeinflussen kann.

    Ich würde Dividenden nicht als Teil des Gehalts sehen, weil sie überhaupt nicht planbar sind. Das Unternehmen kann die reduzieren, streichen, wasauchimmer.

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