Irankrieg und Gaspreise

  • Hi zusammen,

    grad einen Spiegelartikel gelesen, in dem Hernann Joseph Tennhagen hier von Finanztipp dazu rät, noch vor Ablauf der des jährlichen Gasvertrages einen neuen abzuschließen.

    Ich habe eine 65 m2 Wohnung und eine Gasetagenheizung, also kein großes Haus.

    Mein Vertrag läuft in am 1. 4. aus, hab vor einigen Tagen den Verbrauch übermittelt. Lohn es da noch, jetzt schon einen neuen Vertrag abzuschließen?

    Kann es nicht auch sein, dass sie das Thema bis dahin wieder entspannt hat? Ist ja auch viel Psychologie dabei.

    Besten Dank

    Fuchs

  • Wie heißt es so schön... „Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen.“


    Für den 1.4. kann alles passieren, von einer gewissen Entspannung bis richtig festgefahren. Wenn der Aufschlag für einen Neuvertrag aktuell nicht zu hoch ist, würde ich den Spatz in der Hand nehmen statt auf die Taube zu spekulieren. Im schlimmsten Fall läuft es wie 2021/2022 wo die Grundversorger zweierlei Tarife eingeführt haben. Selbst wenn wir annehmen, dass es zügig (also in 1-2 Wochen) wieder dazu kommt, dass die Straße von Hormuz geöffnet wird, ist nicht automatisch alles sofort wieder günstig. Dem Braten muss man erstmal wieder trauen und wie viel Infrastruktur tatsächlich beschädigt wurde und wie sehr das den Export behindert, wird man auch erst dann herausfinden.

    Auf der anderen Seite ist die Heizperiode jetzt erstmal durch und damit auch der größte Gasverbrauch. Die Sommermonate in der teuren Grundversorgung zu verbringen, wird nicht viel kosten

  • Referat Janders 7. März 2026 um 22:08

    Hat den Titel des Themas von „Irankrieg und Graspreise“ zu „Irankrieg und Gaspreise“ geändert.
  • „Jetzt schon“ finde ich eine seltsame Formulierung, da es bis zum 1.4. nichtmal mehr einen Monat hin ist.
    Es schadet gewiss nicht, schon mal die Preise zu vergleichen und ggf. einen günstigen Tarif mit Preisgarantie abzuschließen, wenn man einen solchen findet.


  • Es schadet gewiss nicht, schon mal die Preise zu vergleichen und ggf. einen günstigen Tarif mit Preisgarantie abzuschließen, wenn man einen solchen findet.

    Wenn ich mich recht erinnere, gab es 2022 jede Menge Probleme mit günstigen Tarifen und Preisgarantien.

    Man sollte nicht gleich wieder in den bei Deutschen so beliebten Panikmodus verfallen.

  • Mein Vertrag läuft in am 1. 4. aus, hab vor einigen Tagen den Verbrauch übermittelt. Lohn es da noch, jetzt schon einen neuen Vertrag abzuschließen?

    „Jetzt schon“?

    Ich finde es nie zu früh, einen einen günstigen Vertrag abzuschließen.
    Habe selbst vor 2 Woche einen Stromtarif abgeschlossen mit Startdatum 01.09.2026, weil der Preis gut war und ich nicht glaubte, dass er noch besser werden kann (was wohl auch so eintritt).

    Gas liegt (in meinem PLZ Bereich) aktuell exakt auf dem Preis von letzten Jahr.

    Wenn mein Tarif am 31.03.26 enden würde, würde ich eher gestern als morgen einen Nachfolgetarif mit min.12 Monate Laufzeit abschließen.

    Klar kann der Preis wieder fallen, dann vermutlich um max. 1cent/kw

    Aber steigen kann er auch, nach oben sehe ich da aber keine Grenze.
    Nach meiner Ansicht Lieber jetzt 1cent/kwh zuviel, als später 2-3-4-5cent mehr zahlen.

    Bei mir zeigt der Preisvergleich Gas aktuell 8,56cent/kwh bei 14€ Grundgebühr.

  • Jetzt schon“ finde ich eine seltsame Formulierung, da es bis zum 1.4. nichtmal mehr einen Monat hin ist.
    Es schadet gewiss nicht, schon mal die Preise zu vergleichen und ggf. einen günstigen Tarif mit Preisgarantie abzuschließen, wenn man einen solchen findet.

    Hab ich gerade mal getan, wenn die von Gemini errechneten kwh für das letzte Verbrachsjahr stimmen, würde ich aktuell ähnlich viel zahlen wie im Vorjahr

    Das verunsichert mich halt. Üblicherweise wechsle ich erst nach der Schlussrechnung mit dem exakten Vorjahresverbrauch in der Hand. Mein jetziger Anbieter Stromee scheint aktuell nicht mehr von den Vergleichsportalen aufgelistet zu werden.

    Mein Bauchgefühl sagt mir: Locker bleiben, dieser Konflikt ist mit dem Ukrainekrieg nicht zu vergleichen. Weil es hier kein Rusland mehr gibt, dass den Gashahn noch in der Form zudrehen könnte.

    PS: Danke fürs Entfernen des Rs aus dem Gas im Titel. ☝️🖐😃

  • Üblicherweise wechsle ich erst nach der Schlussrechnung mit dem exakten Vorjahresverbrauch in der Hand.

    ?

    Normalerweise geht das aber anders. Wenn man bei einem Vergleichsportal angemeldet ist, klickt man 3x und den Rest übernimmt dann der neue Anbieter für einen. Empfohlen wird spätestens 6 Wochen vor Ende des bestehenden Vertrages und idealerweise wenn die Preise niedrig sind. Den exakten Verbrauch muss man doch gar nicht angeben, Schätzwerte reichen vollkommen.

    Ich handhabe es seit Jahren ebenfalls wie:

    Ich finde es nie zu früh, einen einen günstigen Vertrag abzuschließen.
    Habe selbst vor 2 Woche einen Stromtarif abgeschlossen mit Startdatum 01.09.2026, weil der Preis gut war und ich nicht glaubte, dass er noch besser werden kann (was wohl auch so eintritt).

    Strom- und Gasanbieterwechsel dauern bei mir im Jahr maximal 3 Minuten.


    Bei mir zeigt der Preisvergleich Gas aktuell 8,56cent/kwh bei 14€ Grundgebühr.

    Mein neuer Gasvertrag läuft seit 1 Monat. Hab diesen vor ca. 6 Monaten (vorm Winter!) abgeschlossen. Konditionen:

    7,93 Ct./kWh bei 12,40 € Grundgebühr.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Den exakten Verbrauch muss man doch gar nicht angeben, Schätzwerte reichen vollkommen.

    Warum nicht, ich möchte doch wissen, wie viel ich monatlich im nächsten Jahr zahlen muss? Bzw. wenn meine Schätzung zu hoch ist, strecke ich zu viel vor oder hab unnötige Nachzahlungen.

    Ich habe nun wieder gehört, dass ich die paar Wochen auch ruhig abwarten kann, weil die aktuellen Preise auf dem bereits gekauften Gas beruhen. Der Krieg beeinflusst eher den nächsten Winter.

  • Warum nicht, ich möchte doch wissen, wie viel ich monatlich im nächsten Jahr zahlen muss? Bzw. wenn meine Schätzung zu hoch ist, strecke ich zu viel vor oder hab unnötige Nachzahlungen.

    Du wirst ja wahrscheinlich deinen Verbrauch aus den letzten Jahren kennen. Auf Basis dieser Daten kannst du deinen zukünftigen Verbrauch doch recht zuverlässig schätzen. Ich hab dieses Jahr bspw. eine Nachzahlung in Höhe von 16,00 Euro leisten müssen. – Meine Schätzung war also fast auf den Punkt.

    Ich habe nun wieder gehört, dass ich die paar Wochen auch ruhig abwarten kann, weil die aktuellen Preise auf dem bereits gekauften Gas beruhen. Der Krieg beeinflusst eher den nächsten Winter.

    In der aktuellen Situation ist es wahrscheinlich wirklich sinnvoller, etwas zu warten. Aber diese Situation hättest du eigentlich ganz entspannt umgehen können, indem du bspw. ebenfalls vor einem halben Jahr deinen neuen Vertrag abgeschlossen hättest. Damals war es ja recht ruhig in Sachen 3. Weltkrieg. Für die Zukunft kannst du das ja berücksichtigen: Vorm Winter und in „ruhigen“ Zeiten abschließen :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • In der aktuellen Situation ist es wahrscheinlich wirklich sinnvoller, etwas zu warten. Aber diese Situation hättest du eigentlich ganz entspannt umgehen können, indem du bspw. ebenfalls vor einem halben Jahr deinen neuen Vertrag abgeschlossen hättest.

    Das müsste mir bitte noch mal jemand erklären.

    Ich warte aktuell immer erst die Schlussrechnung ab. Ich meine ja auch meinen Jahresverbrauch aus dem Vorjahr als Grundlage für den nächsten Anbieter und den folgenden Monatsabschlag zu brauchen. Meinen Gasverbrauch habe ich über die letzten Jahre gut runtergepegelt. Dieser Winter war etwas härter, da erwarte ich dennoch eine Nachzahlung.

    Der möglichst genau geschätzte Jahresverbrauch hat doch auch Einfluss auf den Neukundenbonus, aber auch auf den Monatsabschlag.

    Ändert sich dein Verbauch jedes Jahr? Meiner ist seit Jahren konstant.

    Ja, einmal habe ich wie oben beschrieben meinen Jahresverbrauch von ca. 20.000 kwh auf unter 5.000 kwh runterbekommen. Dennoch schwankt er auch da, weil das Wetter halt unterschiedlich ist. Dieser Winter war härter als der davor, daher rechne ich mit einer Nachzahlung.

    Wie gesagt, wenn ich noch im Vertag den Wechselprozess anstoße, kenn ich den aktuellen Jahresverbrauch noch nicht, der bei mir schwankt. Zudem hab ich noch keinen Vertragsabschluss mit dem aktuellen Gasanbieter. Kann ja auch Probleme machen. Z.B. verzögerte Abrechnung?

    Also gern bitte mal erklären, wie ihr das handhabt. Schließt ihr immer 6 Monate vor Vertragsende mit dem Verbrauch aus dem Vorvorjahr einen neuen Vertrag ab? Oder nutzt ihr die günstigen Monate für Abschlüsse, vermeintlich die Sommermonate?

    Eigentlich ist das dann ja auch Market Timing, weil ihr nicht wissen könnte, wohin sich die Preise bewegen.

  • Dennoch schwankt er auch da, weil das Wetter halt unterschiedlich ist

    Ja, genau wie nächstes Jahr. Da wird dein Verbrauch dann ja auch anders sein, als dieses Jahr. Warum also dann den Verbauch von diesem Jahr nehmen, der ja eh nicht gleich sein wird wie nächstes Jahr.

    Wie gesagt, wenn ich noch im Vertag den Wechselprozess anstoße, kenn ich den aktuellen Jahresverbrauch noch nicht, der bei mir schwankt.

    Magst du mal die Verbräuche der letzten Jahre aufschreiben? Wie unterscheiden sich die?

    Also gern bitte mal erklären, wie ihr das handhabt. Schließt ihr immer 6 Monate vor Vertragsende mit dem Verbrauch aus dem Vorvorjahr einen neuen Vertrag ab? Oder nutzt ihr die günstigen Monate für Abschlüsse, vermeintlich die Sommermonate?

    Mein Stromverbrauch (hab kein Gas) liegt seit Jahren bei 6000 kWh. Den gebe ich an. 4 bis 6 Wochen vor Vertragsende bekomme ich meist vom Anbieter den neuen Preis. Dann entscheide ich, ob ich Wechsel. Ob es dann über das Jahr 5972 oder 6137 kWh werden interessiert doch nen Toten...

    Der möglichst genau geschätzte Jahresverbrauch hat doch auch Einfluss auf den Neukundenbonus,

    Nein

    aber auch auf den Monatsabschlag.

    Den man doch täglich anpassen kann...:/

    Du denkst da viel zu kompliziert ^^

  • Mein Gasvertrag läuft bis zum Oktober. Wegen der Unsicherheiten auf dem Markt hätte ich gerne zu aktuellen Konditionen verlängert. Aber dafür ist es leider noch zu früh, ich bekomme eine Fehlermeldung, wenn ich einen Neuvertrag zu diesem Datum abschließen will.

    Ich werde den Preis nun monatlich beobachten und bei steigenden Tendenzen so früh wie möglich abschließen. Ich habe schon immer frühzeitig gewechselt, es war nie ein Fehler Schnäppchenpreise mitzunehmen. Und wie BS.C schon sagte, den Abschlag kann man im Kundenportal anpassen.

  • Mein Gasvertrag läuft bis zum Oktober. Wegen der Unsicherheiten auf dem Markt hätte ich gerne zu aktuellen Konditionen verlängert. Aber dafür ist es leider noch zu früh, ich bekomme eine Fehlermeldung, wenn ich einen Neuvertrag zu diesem Datum abschließen will.

    Das ist abhängig vom ausgewählten Lieferanten. Manche lassen nur sechs Monate vorab einen VertragAbschluss zu, andere 9 oder 12 Monate.
    Grünwelt (sei mal dahingestellt, ob das der beste Lieferant ist) gewährt schon zwölf Monate vor Lieferbeginn einen Vertrag Vertragsabschluss

  • […]

    Das stimmt natürlich, beim Warten auf die Jahresabrechnung und dem darauf folgenden Wechsel schon auffällt, dass man einen Monat beim alten Anbieter zum meist höheren Tarif ist. Besonders dann, wenn man die Boni für das erste Jahr mitnimmt.

    Ob man nun immer günstigere Tarife erwischt wenn man 6 bis 8 Wochen vorher kündigt? Die Preis schwanken ja.

    Den Gasanbieter habe ich z.B. im letzten Jahre nicht gekündigt, weil er immer noch der günstigste war.

    Magst du mal die Verbräuche der letzten Jahre aufschreiben? Wie unterscheiden sich die?

    Grad geguckt, 2020 lagen sie noch bei ca. 20.000 kwh. 2024 ca. 3500 kwh. Das liegt aber mehr an meinem Heizverhalten. Später im Jahr beginnen, früher enden, geringere Heiztemperatur und die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich.

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