Gaspreisbremse & Strompreisbremse

Rechne hier aus, was Dir die Preisbremsen 2023 bringen

Benjamin Weigl
Finanztip-Experte für Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundesregierung plant für 2023 eine Gaspreisbremse. 80 Prozent Deines bisherigen Verbrauchs sollen auf einen Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde verbilligt werden. Heizt Du per Fernwärme, setzt die Preisbremse schon bei 9,5 Cent an.

  • 2023 soll außerdem eine Strompreisbremse von 40 Cent pro Kilowattstunde gelten für 80 Prozent Deines Vorjahresverbrauchs.

  • Den Dezemberabschlag 2022 müssen Gas- und Fernwärmekunden nicht bezahlen. Bei Mietern kommt die Entlastung aber erst 2023 an.

So gehst Du vor

  • Mithilfe unserer Rechner für Gaspreisbremse, Strompreisbremse und Fernwärmepreisbremse findest Du schnell und einfach heraus, wie sich die Entlastungen auf Deinen monatlichen Abschlag und Deine Jahresrechnung auswirken würden.
  • Dein Anbieter oder Dein Vermieter soll den Rabatt auf die monatliche Zahlung automatisch an Dich weitergeben.
  • Schaffst Du es, 2023 viel Gas, Fernwärme oder Strom zu sparen, winken dank der Preisbremsen besonders hohe Rabatte auf Deine Jahresrechnung.
  • Melde Dich für unseren Newsletter an, um auf dem Laufenden bei den Strompreisen, Gaspreisen und den Preisbremsen zu bleiben.

Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket geschnürt: Gaspreisbremse und Strompreisbremse sollen Haushalte und kleinere Unternehmen 2023 vor den stark gestiegenen Preisen schützen. Wer mit Fernwärme heizt, soll ebenfalls profitieren. Hier erfährst Du, wie die Entlastungen funktionieren sollen. Und Du kannst ausrechnen, was das für Deinen Geldbeutel bedeuten würde.

Übrigens: Wenn Du mit Heizöl, Pellets oder Flüssiggas (LPG) heizt, sind für Dich keine Preisbremsen vorgesehen. Die Bundesregierung begründet das damit, dass die größten Preissteigerungen beim Gas zu beobachten sind. Zudem würde die Strompreisbremse alle Verbraucher gleichermaßen entlasten.

Wie funktioniert die Gaspreisbremse?

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat ein Papier mit dem Titel „Sicher durch den Winter“ für eine Gaspreisbremse erarbeitet, die Gas- und Fernwärmekunden wegen der stark gestiegenen Preise für Erdgas entlasten soll. Im Wesentlichen folgt die Bundesregierung den Vorschlägen dieser Kommission. Die Preisbremse für Gas und Wärme ist für Haushalte und Unternehmen mit einem Verbrauch unter 1,5 Millionen Kilowattstunden gedacht.

Die Gaspreisbremse soll von Anfang März 2023 bis Ende April 2024 wirken. Für die Monate Januar und Februar 2023 sollen die Anbieter die Preisbremse rückwirkend abwickeln. Du wirst die Entlastung für Januar, Februar und März also im März 2023 angerechnet bekommen.

Vorgesehen ist, dass Erdgaskunden für 80 Prozent ihres bisherigen Jahresverbrauchs einen staatlich garantierten Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde bekommen, inklusive Steuern und Abgaben. Du würdest umso mehr von der Preisbremse profitieren, je stärker Dein Anbieter den Preis bereits auf mehr als 12 Cent erhöht hat. Der Staat bezahlt dem Anbieter die Differenz zwischen dem Vertragspreis und der Preisbremse. Musst Du wegen der Preisbremse weniger bezahlen, muss Dein Anbieter den Rabatt automatisch an Dich weitergeben und Deinen monatlichen Abschlag nach unten korrigieren. Der jährliche Grundpreis, den Du unabhängig von Deinem Verbrauch jeden Monat zusätzlich an den Gasanbieter zahlst, verändert sich durch die Gaspreisbremse nicht.

Die folgende Tabelle zeigt eine Beispielrechnung.

GasArbeitspreis pro kWhmonatlicher Abschlag
2021 (vor Preisanstieg)8 Cent100 Euro
2022 (nach Preisanstieg)20 Cent250 Euro
2023 (mit Gaspreisbremse)

12 Cent für 80 % des Vorjahresverbrauchs,

20 Cent für alles darüber

170 Euro

Beispiel: Familie mit Jahresverbrauch von 15.000 kWh Gas. Annahme: Verbrauch bleibt bei 100 Prozent. (Der jährliche Grundpreis des Vertrages bleibt von der Gaspreisbremse unberührt, ist für den tatsächlichen monatlichen Abschlag aber zu berücksichtigen.) Quelle: eigene Finanztip-Berechnung (Stand: 29.11.2022)

Für jede verbrauchte Kilowattstunde Gas, die über dem 80-Prozent-Kontingent liegt, zahlst Du allerdings den mit Deinem Lieferenten vertraglich vereinbarten Arbeitspreis. Beispiel: Wenn Dein Verbrauch auf 120 Prozent steigt, Du also sogar mehr Gas als im Vorjahr verbrauchst, dann zahlst Du für 40 Prozent Deines Gasverbrauchs den hohen Vertragspreis.

Beim Heizen sparen kann sich 2023 doppelt lohnen

Gas einzusparen zahlt sich also weiterhin für Dich aus. Auch die Bundesregierung ruft zum Sparen auf, damit das Gas in Deutschland nicht knapp wird. Und die Gaspreisbremse macht das Sparen bei den Heizkosten besonders attraktiv.

Denn: Wenn Du es schaffst, Deinen Gasverbrauch auf 80 Prozent zu senken, musst Du für Deinen gesamten Verbrauch lediglich den Preis der Gaspreisbremse bezahlen, also 12 Cent. Da Du die 20 Prozent über dem Grundkontingent aber zu einem höheren Gaspreis im Voraus bezahlt hast, bekommst Du die Rückerstattung mit der Jahresrechnung auch zu diesem höheren Preis ausbezahlt.

Noch stärker belohnt das Modell Einsparungen von mehr als 20 Prozent. Verbrauchst Du zum Beispiel nur 70 Prozent Deines bisherigen Jahresverbrauchs, bekommst Du in der Jahresabrechnung für 2023 die Einsparung von 30 Prozent vollständig zu dem höheren Vertragspreis zurückerstattet. Einsparungen werden also stets zum höheren Vertragspreis abgerechnet und erstattet. Die folgende Tabelle zeigt, dass Du dabei viel Geld sparen kannst.

GasRückzahlung in der Jahresabrechnung 2023monatlicher Abschlag verringert sich rechnerisch
0 % Einsparung0 Euro170 Euro
10 % Einsparung300 Euro170 Euro --> 145 Euro

20 % Einsparung

600 Euro170 Euro --> 120 Euro
30 % Einsparung900 Euro170 Euro --> 95 Euro
40 % Einsparung1200 Euro170 Euro --> 70 Euro

Beispiel: Familie mit Jahresverbrauch von 15.000 kWh Gas, Arbeitspreis laut Vertrag 20 Cent/kWh. (Der jährliche Grundpreis des Vertrages bleibt von der Gaspreisbremse unberührt, ist für den tatsächlichen monatlichen Abschlag aber zu berücksichtigen.) Quelle: eigene Finanztip-Berechnung (Stand: 29.11.2022)

Heizt Du mit Fernwärme, funktioniert die Rückerstattung in der Jahresrechnung übrigens genauso. In einem anderen Ratgeber erklären wir Dir, wie Du Heizkosten sparst.

Mehr Details zur Preisbremse liest Du weiter unten im FAQ.

Rechner: So viel sparst Du mit der Gaspreisbremse

Mithilfe unseres Rechners findest Du ganz schnell heraus, wie sich die Gaspreisbremse auf Deine Gasrechnung auswirken würde. Wichtig: Die Angaben im Rechner gelten nur für Gaskunden. Weiter unten findest Du den Fernwärme-Rechner und den Rechner für die Strompreisbremse. Finanztip übernimmt keine Verantwortung für die Angaben, die errechneten Ergebnisse dienen lediglich als Beispielrechnungen.

Füttere den Rechner mit zwei Zahlen: Wir benötigen Deinen Jahresverbrauch in Kilowattstunden und den Arbeitspreis (in Cent) pro Kilowattstunde, den Du mit Deinem Gasanbieter vereinbart hast. Der Rechner geht davon aus, dass Dein Verbrauch in Zukunft gleichbleibt (also bei 100 Prozent des bisherigen Verbrauchs liegt) und Du kein Gas einsparst.

Liegt Dein vereinbarter Gaspreis unter der Preisbremse von 12 Cent, gilt für Dich natürlich dieser Preis. Die Gaspreisbremse wirkt dann nicht.

Günstige Gasanbieter findest Du am besten mit unserem Finanztip-Gasvergleich. Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Gastarifen von Check24 und Verivox. Alle Emp­feh­lungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.

Zum Gasvergleich

Rechner: So viel bringt Dir die Preisbremse bei Fernwärme

Weil Fernwärme oft durch Gaskraftwerke erzeugt wird, soll es auch für Fernwärmekunden Entlastung geben. Hier soll die Preisbremse bei einem Arbeitspreis von 9,5 Cent pro Kilowattstunde angesetzt werden, ebenfalls für ein Basiskontingent von 80 Prozent des bisherigen Jahresverbrauchs. Die Preisbremse für Wärmekunden soll genauso funktionieren wie die Gaspreisbremse.

Mithilfe unseres Rechners findest Du schnell heraus, wie sich die Preisbremse für Fernwärme auf Deine Rechnung auswirken würde. Der Rechner funktioniert wie oben bei der Gaspreisbremse.

Wie funktioniert die Strompreisbremse?

Neben der Preisbremse für Erdgas und Wärme soll für alle Haushalte auch eine Strompreisbremse kommen. Ein nicht unwesentlicher Teil des deutschen Strombedarfs wird in Gaskraftwerken erzeugt, in denen das sehr teuer gewordene Erdgas verfeuert wird. Das hat auch die Strompreise nach oben getrieben. Die Preisbremse für Strom ist für Haushalte und Unternehmen mit einem Verbrauch von weniger als 30.000 Kilowattstunden im Jahr gedacht.

Auch die Strompreisbremse soll von März 2023 bis April 2024 gelten. Für die Monate Januar und Februar 2023 sollen die Anbieter die Preisbremse rückwirkend abwickeln. Du wirst die Entlastung für Januar, Februar und März also im März 2023 angerechnet bekommen.

Wie bei der Gaspreisbremse gilt auch bei der Strompreisbremse: 80 Prozent Deines bisherigen Verbrauchs bekommst Du für einen Arbeitspreis von 40 Cent pro Kilowattstunde, inklusive Steuern und Abgaben. Verbrauchst Du mehr als dieses Grundkontingent, zahlst Du dafür den vertraglich vereinbarten Strompreis.

Du würdest umso mehr von der Strompreisbremse profitieren, je stärker Dein Anbieter den Preis bereits auf mehr als 40 Cent erhöht hat. Der Staat bezahlt dem Anbieter die Differenz zwischen dem Vertragspreis und der Preisbremse. Musst Du wegen der Preisbremse weniger bezahlen, muss Dein Anbieter den Rabatt automatisch an Dich weitergeben und Deinen monatlichen Abschlag nach unten korrigieren. Der monatliche Grundpreis Deines Stromvertrags wird durch die Strompreisbremse nicht verändert.

Die folgende Tabelle zeigt eine Beispielrechnung.

StromArbeitspreis pro kWhmonatlicher Abschlag
2021 (vor Preisanstieg)30 Cent75 Euro
2022 (nach Preisanstieg)50 Cent125 Euro
2023 (mit Strompreisbremse)

40 Cent für 80 % des Vorjahresverbrauchs,

50 Cent für alles darüber

105 Euro

Beispiel: Familie mit Jahresverbrauch von 3.000 kWh Strom. Annahme: Verbrauch bleibt bei 100 Prozent. (Der jährliche Grundpreis des Vertrages bleibt von der Gaspreisbremse unberührt, ist für den tatsächlichen monatlichen Abschlag aber zu berücksichtigen.) Quelle: eigene Finanztip-Berechnung (Stand: 29.11.2022)

Für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom, die über dem 80-Prozent-Kontingent liegt, zahlst Du allerdings den mit Deinem Lieferenten vertraglich vereinbarten Arbeitspreis. Beispiel: Wenn Dein Verbrauch auf 120 Prozent steigt, Du also 2023 sogar mehr Strom als im Vorjahr verbrauchst, dann zahlst Du für 40 Prozent Deines Stromverbrauchs den hohen Vertragspreis.

Strom sparen kann sich 2023 doppelt lohnen

Strom einzusparen lohnt sich deshalb weiterhin. Mehr noch: Die Strompreisbremse macht das Sparen von Strom sogar besonders attraktiv.

Denn: Wenn Du es schaffst, Deinen Verbrauch auf 80 Prozent zu senken, musst Du für Deinen gesamten Stromverbrauch lediglich den Preis der Strompreisbremse bezahlen, also 40 Cent. Da Du die 20 Prozent über dem Grundkontingent aber zu einem höheren Strompreis im Voraus bezahlt hast, bekommst Du die Rückerstattung mit der Jahresrechnung auch zu diesem höheren Preis ausbezahlt.

Noch stärker belohnt die Strompreisbremse Einsparungen von mehr als 20 Prozent. Verbrauchst Du zum Beispiel nur 70 Prozent Deines bisherigen Jahresverbrauchs, bekommst Du in der Jahresabrechnung für 2023 die Einsparung von 30 Prozent vollständig zu dem höheren Vertragspreis zurückerstattet. Wenn Du Strom sparst, wird die Einsparung also stets zum höheren Vertragspreis abgerechnet und erstattet. Die folgende Tabelle zeigt, dass Du dabei viel Geld sparen kannst.

StromRückzahlung in der Jahresabrechnung 2023monatlicher Abschlag verringert sich rechnerisch
0 % Einsparung0 Euro105 Euro
10 % Einsparung150 Euro105 Euro --> 92,50 Euro

20 % Einsparung

300 Euro105 Euro --> 80 Euro
30 % Einsparung450 Euro105 Euro --> 67,50 Euro
40 % Einsparung600 Euro105 Euro --> 55 Euro

Beispiel: Familie mit Jahresverbrauch von 3.000 kWh Strom, Arbeitspreis laut Vertrag 50 Cent/kWh. (Der jährliche Grundpreis des Vertrages bleibt von der Strompreisbremse unberührt, ist für den tatsächlichen monatlichen Abschlag aber zu berücksichtigen.) Quelle: eigene Finanztip-Berechnung (Stand: 29.11.2022)

Strom sparen lohnt sich 2023 also besonders. In einem anderen Ratgeber haben wir Tipps zum Strom sparen für Dich zusammengetragen.

Mehr Details zur Strompreisbremse liest Du weiter unten im FAQ.

Rechner: So viel sparst Du mit der Strompreisbremse

Mithilfe unseres Rechners findest Du schnell heraus, wie sich die Preisbremse für Strom auf Deine Rechnung auswirken würde. Wie der Rechner genau funktioniert, kannst Du oben beim Rechner für die Gaspreisbremse nachlesen.

Günstige Stromanbieter findest Du am besten mit unserem Finanztip-Stromvergleich. Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Stromtarifen von Check24 und Verivox. Alle Emp­feh­lungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.

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Wann wird der Dezemberabschlag 2022 erstattet?

Um die Zeit bis zur Gaspreisbremse zu überbrücken, übernimmt der Bund als Soforthilfe für alle Gaskunden und Fernwärmekunden im Dezember 2022 die monatliche Abschlagszahlung. Aber wie viel genau? Und wann kommt die Einmalzahlung bei Dir an? Wir erklären es Dir.

Du bist Gaskunde

Deine Soforthilfe: Du bekommst einen Monatsanteil Deines Jahresverbrauchs erstattet. Die Rechnung legt als Berechnungsbasis den Jahresverbrauch zugrunde, mit dem im September 2022 gerechnet wurde. So wird verhindert, dass die Soforthilfe zugunsten der Verbraucher manipuliert werden kann. Ein Beispiel: Lag die Verbrauchsprognose im September bei 12.000 Kilowattstunden für das ganze Jahr, bekommst Du für den Dezember ein Zwölftel davon ausbezahlt, also 1.000 Kilowattstunden (kWh). Und zwar zu dem Kilowattstundenpreis, der im Dezember 2022 gilt. Eine eventuelle Preiserhöhung zwischen September und Dezember wird also berücksichtigt. Zusätzlich musst Du auch den monatlichen Grundpreis Deines Vertrags im Dezember 2022 nicht bezahlen.

Wie Du an das Geld kommst: Hast Du selbst einen Gasvertrag abgeschlossen, darfst Du die monatliche Überweisung oder einen Dauerauftrag im Dezember unterbrechen. Zieht Dein Gasanbieter Deinen Abschlag per Lastschrift ein, kann er das im Dezember unterlassen oder aber die Soforthilfe separat erstatten.

Als Mieter in einem Haus mit Gaszentralheizung hast Du keinen eigenen Vertrag abgeschlossen, sondern zahlst die Heizkosten an Deinen Vermieter. Wenn Deine Nebenkosten in den vergangenen Monaten noch nicht erhöht wurden, droht mit der Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung 2022, die spätestens im Dezember 2023 kommt, eine Nachzahlung. Deshalb bekommst Du die Dezember-Hilfe erst 2023 auf diese Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung angerechnet.

Es gibt aber Sonderfälle für Mieter: Wurde Dein Abschlag seit Februar bereits erhöht, musst Du den Erhöhungsanteil im Dezember nicht bezahlen. Du darfst also Deine Nebenkostenvorauszahlung im Dezember um die Erhöhung kürzen und sozusagen Deinen vorherigen Abschlag bezahlen. Sprich am besten mit Deinem Vermieter, auf welchem Weg das am einfachsten funktioniert. Bist Du seit Februar dagegen in eine neue Wohnung eingezogen, darfst Du Deine Dezember-Zahlung pauschal um 25 Prozent kürzen. Denn bei neuen Mietverhältnissen geht die Regierung davon aus, dass bereits höhere Nebenkosten als im Vorjahr vertraglich vereinbart wurden. In beiden Sonderfällen kannst Du aber auch untätig bleiben und bekommst die Dezember-Hilfe dann vollständig mit der Jahresabrechnung in 2023 ausbezahlt.

In allen Fällen gilt: Differenzen zwischen der Dir zustehenden Erstattung und dem im Dezember 2022 erhaltenen Rabatt werden in der nächsten Jahresrechnung noch ausgeglichen.

Du heizt mit Fernwärme

Deine Soforthilfe: Du bekommst im Dezember 2022 als Rabatt den Abschlag, den Du im September 2022 bezahlt hast. Pauschal wird dieser noch um 20 Prozent erhöht, um allgemeine Preissteigerungen zu berücksichtigen.

Wie Du an das Geld kommst: Bis 31. Dezember muss die Soforthilfe bei Dir angekommen sein. Dein Wärmelieferant kann auf Deine monatliche Überweisung verzichten, Dir den Rabatt separat auszahlen oder beides kombinieren.

FAQ: Fragen und Antworten zur Strom- und Gaspreisbremse

Was musst Du tun, um die Entlastung durch die Strompreisbremse oder Gaspreisbremse zu bekommen?

Für wie viel Deines Verbrauchs gelten die Strom- und Gaspreisbremse?

Was gilt im Fall eines Umzugs?

Welcher Verbrauchswert gilt für die Gas- und Strompreisbremse bei Erstbezug einer Wohnung oder eines Hauses?

Was gilt, wenn Du kürzlich den Gasanbieter oder Stromanbieter gewechselt hast?

Strompreisbremse: Was, wenn Du kürzlich eine Wärmepumpe eingebaut hast?

Musst Du die Entlastung durch die Strom- und Gaspreisbremse versteuern?

Welche Entlastung gibt es für Dich, wenn Du mit Heizöl oder Pellets heizt?

Wenn Du mit Flüssiggas heizt, bekommst Du keine Entlastung. Warum?

Autor
Benjamin Weigl

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