Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Es handelt sich um ein Auto, das laut Hersteller 346 km mit einer Batterieaufladung schaffen sollte.

    Wir hatten keine Wallbox oder eine Steckdose zum Aufladen, das war leider auch in einer Großstadt mit über 200.000 Einwohner gar nicht so leicht, vor allem zeitaufwendig. Denn das E-Auto hatte eine sehr niedrige Ladekurve, laut Papier bis zu 100 kwh möglich, aber den Höchstwert den wir gesehen hatten, waren eher 70 und das bei guten Wetterbedingungen.

    Für Leute in ähnlicher Situation halte ich eine Batterie von ü70 kWh und einer AC-Ladeleistung von 22 kW für zwingend erforderlich. Dann könnte man z. B. bei Kaufland/Lidl Hier in der Großstadt relativ günstig (AC 0,29 Euro, HPC 0,47 Euro) laden und vermeidet teures DC-Laden auf Strecken bis 250 km.

  • Man muss da schon so fair sein und die echten Marktpreise vergleichen und nicht die UVP. Den normalen Polo gibt es neu bei Autoscout für 18.000€, da wäre der Unterschied ohne Prämie rund 7.000€. Dafür tankst du die ersten 3.500 Liter.

    Man muss da aber auch so fair sein und echte Marktpreise für E-Autos vergleichen und nicht die UVP. Der ,,E-Golf" (ID.3) hat eine UVP von 33.330 Euro. Abzüglich Herstellerprämie und Händlerprämie liegt der in der Basis bei 27.000 Euro. Abzüglich Staatsprämie sind das 21-23k.

    Golf (Benziner) Neupreis sind knapp 30.000 Euro. Den bekommst du nie für 21-23k neu.

    Was ich damit sagen will? Bisher waren die E-Autos eigentlich immer teurer. Und selbst mit ,,weniger Wartungsintervalle", ,,THG-Prämie" und ,,günstigem Strom" kam man mit denen kaum raus, wenn man ehrlich gerechnet hat. Und die meisten Leute können halt rechnen.

    Das hat sich komplett gedreht. Und wir reden hier von VW. Das sind im internationalen Vergleich keine Billigheimer. BYD, Renault, Citroen,... beginnen nach Staatsprämie alle deutlich unter 20k. Teilweise sogar ohne Prämie. Das sind dann halt Preise für die Masse. Vor allem weil die Prämie auch fürs Leasing gilt. Das hatten wir noch nie. Jeder Hans kann sich jetzt für 150-200 Euro im Monat ein neues E-Auto in die Garage stellen.... Das war vor ein paar Jahren völlig anders. Entweder das E-Auto lief über die Firma oder die Familie hatte Geld. Meistens beides. So gut wie kein Normalo konnte sich so ein Ding leisten.

  • Wenn man die Prämie in Anspruch nimmt, muss man das Fahrzeug 3 Jahre besitzen. Kann eine Folter sein, wenn es nicht passt.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Man muss da schon so fair sein und die echten Marktpreise vergleichen und nicht die UVP. Den normalen Polo gibt es neu bei Autoscout für 18.000€, da wäre der Unterschied ohne Prämie rund 7.000€. Dafür tankst du die ersten 3.500 Liter.

    Man muss auch so fair sein, die Ausstattung zu vergleichen, die bei den ID-Modellen selbst in der Basis besser ist. Oder hat der normale Polo beispielsweise eine Standklimatisierung (heizen/kühlen), die man per App oder Zeitsteuerrung aktivieren kann?

  • Tatsächlich schon, einfach mal nach Neuwagen bei Autoscout schauen und Preis aufsteigend sortieren.

    Bei 21k gibt es nur EU Wagen ab 22k dann auch die deutsche Ausführung.

    Ja gut, aber wenn ich heute einen Neuwagen kaufe, dann will ich nicht durch halb Deutschland fahren und irgend einen EU-Reimport oder Vorführwagen mit Schaltknüppel kaufen, der da grad rumsteht, sondern ich will das aktuelle Modell und den so konfigurieren, dass er zu mir passt und bei einem Händler meines Vertrauens in der Nähe holen. Und da kommst du bei einem Golf Basis momentan auf 24.000 Euro (Life 25k, Energy 26k), wenn du sehr gut verhandelst und Glück hast. Und das ist nun mal deutlich teurer als ein ID.3 inkl. Prämie. Und selbst wenn du auf den gleichen Preis kommst, würde ich nie den Verbrenner nehmen. Das E-Auto ist schlichtweg das bessere Auto. Es sein denn man fährt wirklich viel. Dann macht es keinen Sinn. Wie gesagt: Als Verkäufer im Außendienst, muss man sich das schon überlegen...

  • Es sein denn man fährt wirklich viel. Dann macht es keinen Sinn. Wie gesagt: Als Verkäufer im Außendienst, muss man sich das schon überlegen...

    naja dann ist man eher beim verbenner passat, (zumindest kenne ich kaum vertreter die was keineres fahren auf lange strecke wenn es beim vw konzern bleiben soll) equivalent wäre mann dann beim id4/5 oder ähnliches...


    ich selber fahre geschäftlich den id5 pro und komme damit sehr gut zurecht

  • Ein neuer Golf knapp 30.000 Euro. Bereits jetzt ist der ,,E-Golf" (ID.3) günstiger als der Golf.

    Tut mir leid, aber das ist Käse. Einen Golf in Basisausstattung bekommt man als Tageszulassung für 21k. Der günstigste ID3 in den Portalen ist für 30k zu bekommen. Gibt einfach nicht viel Rabatt drauf. Der Vergleich von Listenpreisen ist bequem aber vollkommen zwecklos, da du eben nicht für jedes Modell vergleichbare Rabatte bekommst.

    Mal abgesehen davon, dass ein ID3 eben nicht das Gleiche ist wie ein Golf. Mit einem Golf kann die Familie ohne Einschränkung von Hamburg nach Italien fahren, mit Gepäck in der Dachbox. Dem ID3 fehlt die Dachlast und beim Pure sind Reichweite und Ladeleistung doch sehr ausbaufähig. Für einen Zweitwagen bei Heimladung kein Problem, aber der Golf hatte immer den Anspruch auch als Kurzheck ein vollwertiger Erstwagen zu sein.


    naja dann ist man eher beim verbenner passat, (zumindest kenne ich kaum vertreter die was keineres fahren auf lange strecke wenn es beim vw konzern bleiben soll) equivalent wäre mann dann beim id4/5 oder ähnliches...

    Es hat einen Grund, warum der ID7 so schnell auf den vorderen Plätzen gelandet ist. Schon der "kleine" Akku ist die Reichweite dort wo die meisten Elektroautos den großen haben, die Listenpreis zwischen ID7 und Passat sind relativ vergleichbar und mit 0,25% Versteuerung ist das eigentlich ein Selbstläufer beim Dienstwagen.

    Persönlich hoffe ich ja drauf, dass in ein paar Jahren eine Ladung ID7 auf dem Gebrauchtmarkt sind. Ist zwar eigentlich eine Nummer zu teuer, aber viele Kombis gibt es nicht auf dem Elektromarkt und die paar kWh extra beim Pro S sind genau die Kilometer, die bei mir nach Degradation den Unterschied machen würden zwischen bequem wieder nach Hause und gerade so nicht mehr

  • Ich muss darauf achten, dass ich ab 2032 (bis dahin ist mein KFZ von der Steuer noch befreit) die anfallenden Steuern rechtzeitig selbstständig überweise.

    Bis dahin gibt’s noch reichlich Änderungen, bzgl längerer Steuerbefreiung und auch beim Betrag.


    Was kostet das denn dieses Hauptzollamt, dass von den 80€ noch was übrig bleibt, was nicht in der internen Administration versickert…

  • Tut mir leid, aber das ist Käse. Einen Golf in Basisausstattung bekommt man als Tageszulassung für 21k. Der günstigste ID3 in den Portalen ist für 30k zu bekommen... Mal abgesehen davon, dass ein ID3 eben nicht das Gleiche ist wie ein Golf. Mit einem Golf kann die Familie ohne Einschränkung von Hamburg nach Italien fahren, mit Gepäck in der Dachbox. Dem ID3 fehlt die Dachlast und beim Pure sind Reichweite und Ladeleistung doch sehr ausbaufähig.

    Die Betrachtungsweise deiner Familie mögen für dich relevant sein, dann könnte es passen. :)Allerdings sieht das bei mir als Rentner ohne Kinder schon ganz anders aus. Ich würde mir z.B. nie einen ID 7 kaufen (leasen schon mal gleich gar nicht), die Größe eines ID 3 hätte da schon eher etwas. Meine Orientierung geht da eher in Richtung Skoda Epic oder ähnlich.
    Und mal ehrlich... wie oft im Jahr fährt die normale Familie mit 2 Kindern mit dem Auto von Hamburg nach Italien?

  • Und mal ehrlich... wie oft im Jahr fährt die normale Familie mit 2 Kindern mit dem Auto von Hamburg nach Italien?

    Kommt drauf an, ob man neben dem Sommerurlaub auch noch Ski fährt ;)

    Aber es bleibt die Problematik, die ich vor mehreren Seiten schon beschrieben habe: beim Verbrenner besteht der Unterschied zwischen Basis und Vollausstattung vor allem im Gedöns. Das billige Auto fährt genauso gut wie das teure. Beim Elektroauto hat das ganz handfeste praktische Konsequenzen in Form von Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Ob die für einen selbst relevant sind, hängt vom Fahrprofil ab. Die Hamburger Familie fährt vielleicht nur 2-3 Mal im Jahr in den Urlaub. Aber vielleicht macht sie regelmäßig Tagesausflüge ans Meer und will ohne Nachladen wieder nach Hause kommen. 2x150km sind für den 52er Akku dann auch zu viel.


    PS:

    Meine Nachbarschaft hat offenbar noch nicht mitbekommen, dass man als Rentner kein großes Auto braucht ;)

  • Keine Ahnung, wie deine Nachbarschaft so drauf ist; ;) Hier, in Niedersachsens zweitgrößter Stadt am Stadtrand jedenfalls, gehts so. Da definieren sich die Leute selten mit oder durch ihr Auto. Außer natürlich die Leute, die beim VW schaffen. Natürlich gibts hier viele SUV's, aber auch nicht die ganz großen. Ich selber fahre seit Jahren einen 3 Zylinder Skoda Fabia und viel größer soll das nächste Auto auch nicht werden. Allerdings sollte es dann aber schon ein E-Auto werden. In den nächsten Jahren wird der Sprit immer teurer werden, auch ohne Kriegswirren. Das sollte man bei seiner Preis-Kalkulation immer mit einbeziehen.

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