Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Sofern das Auto keine Mechanismen eingebaut hat, welche das "vergammeln" präventiv unterbinden, muss man im Zweifelsfall auf leerer Straße eine starke Bremsung hinlegen

    Das ist aber kein Privileg der Elektroautos. Die letzte Hinterbremse habe ich wegen Rost ausgetauscht, bei 25 000km pro Jahr im Diesel, auch häufiger in den Bergen unterwegs. Vorausschauend fahren ist offenbar nicht immer gut...und das Gleiche gilt vermutlich für die Teile, die ATU mir verbaut hat. Die originale Bremse ist an Verschleiß gestorben statt an Rost

  • 1. ein Elektroauto ist eigentlich weniger ein Auto im herkömmlichen Sinne als - in meinen Augen - eher ein rollendes kleines Computernetzwerk.

    Ja scheint so, ich wurde durch diesen Thread hier nach Jahren (letzter Autokauf war 2018) mal wieder animiert, mich damit zu beschäftigen. Ich bin bisher nur Verbrenner gefahren, würde das aber schon beim nächsten vielleicht ändern wollen, interessiere mich für ein E-Auto. Habe mir ein paar Testvideos im Netz angesehen und bin etwas frustriert über das gezeigte. Oft bekommt man den Eindruck als sei die Grundfunktionalität des fahrens kaum mehr von Belang. Nicht falsch verstehen, verdiene mein Geld auch mit IT aber das ist doch kein Selbstzweck.

  • Nur so eine kleine Anekdote in Zusammenhang mit E-Autos:

    Wenn man ein KFZ neu anmeldet oder ummeldet, dann muss man ja grundsätzlich eine Kontoverbindung angeben, damit die anfallende KFZ-Steuer belastet werden kann. Dazu wird ein SEPA Lastschriftmandat erteilt.

    Heute bekam ich Post vom Hauptzollamt.

    Ich muss darauf achten, dass ich ab 2032 (bis dahin ist mein KFZ von der Steuer noch befreit) die anfallenden Steuern rechtzeitig selbstständig überweise.
    Das seinerzeit erteilte SEPA Lastschriftmandat ist nämlich nicht mehr gültig, da es das Hauptzollamt bislang nicht genutzt hat und das Mandat nach 3 Jahren der Nichtnutzung verfällt. =O (... ach ...)

    Hoffentlich vergesse ich nicht, rechtzeitig ein neues SEPA Lastschriftmandat zu erteilen bzw. die Steuer pünktlich zu bezahlen, denn eine Aufforderung zu diesem Termin in 6 Jahren werde ich wohl nicht bekommen. :/:cursing:

    Und weil jemand in einem anderen Beitrag über Deutsche als Bedenkenträger sprach: Wir schaffen es hier wirklich bei allem, es für den Anwender so unübersichtlich zu machen, dass er schlicht keine Lust mehr hat. 8)

  • Und weil jemand in einem anderen Beitrag über Deutsche als Bedenkenträger sprach: Wir schaffen es hier wirklich bei allem, es für den Anwender so unübersichtlich zu machen, dass er schlicht keine Lust mehr hat.

    Hast recht. Wäre besser gewesen, dir wäre keine Steuer erlassen worden. 😅 Als Bedenkenträger entpuppst du dich so auch.

  • Nur so eine kleine Anekdote in Zusammenhang mit E-Autos:
    (...)

    Heute bekam ich Post vom Hauptzollamt.

    Dito, hier kam vor ein paar Tagen auch ein neuer KfZ-Steuerbescheid. Es wird drauf hingewiesen, dass ab dem Jahr 2034 dann nun 80 Euro KfZ-Steuern fällig werden, anstatt bisher 0 Euro.

    Blöd nur, dass das Auto im Jahr 2028 an den Händler zurückgegeben wird. Papier für nix.

  • Dito, hier kam vor ein paar Tagen auch ein neuer KfZ-Steuerbescheid. Es wird drauf hingewiesen, dass ab dem Jahr 2034 dann nun 80 Euro KfZ-Steuern fällig werden, anstatt bisher 0 Euro.

    Blöd nur, dass das Auto im Jahr 2028 an den Händler zurückgegeben wird. Papier für nix.

    Dafür, dass das "Papier für nix" ist, kann die Behörde aber nichts. Bei der Zulassung ist lediglich der Halter anzugeben, was der Leasingnehmer ist. Dass es sich um ein Leasingfahrzeug handelt bzw. der Eigentümer von dem Halter abweicht, ist für die Behörde unbekannt, da unerheblich. Deshalb schreibt sie eben den ihr bekannten Halter an.

    EDIT: Das gilt übrigens identisch für finanzierte Fahrzeuge, die bis zur vollständigen Rückzahlung der Finanzierung im Eigentum des finanzierenden Instituts stehen. Auch dort fällt Eigentum und Haltereigenschaft auseinander.

  • Das mit der Abweichung ist schon OK. Aber was hindert die Behörde daran, ein halbes Jahr vor Ende der Steuerfreiheit an den dann gültigen Halter einen Brief mit der Aufforderung zum SEPA Mandat zu schicken? Dass ein Auto innerhalb von 10 Jahren den Besitzer wechselt, dürfte doch eher der Normalfall als die Ausnahme sein. Und selbst wenn der Erstkäufer das Auto so lange hält...wird sich hans2204 im Jahr 2032 wirklich noch daran erinnern, dass er ja KfZ-Steuer zu zahlen hat?

  • Endlich kommt VW in die Gänge. Wenn der gesamte Modellwechsel bis zum Sommer durch ist und die „unteren Klassen“ bei den Händlern stehen, dürfte das zusammen mit der Staatsprämie und dem hohen Ölpreis einen richtigen Ruck bei der E-Mobilität geben. Bis Ende des Jahres dürften die 25.000 Euro unterschritten werden. Abzüglich 6000 Euro Staatsprämie sind das 19.000 Euro. Also endlich ein echter Volkswagen mit E-Antrieb.

    https://www.volkswagen-newsroom.com/de/pressemitte…5-und-id7-20209

    https://www.volkswagen.de/de/elektromobi…ss-concept.html

    https://www.volkswagen.de/de/modelle/id-polo.html

  • Bis Ende des Jahres dürften die 25.000 Euro unterschritten werden. Abzüglich 6000 Euro Staatsprämie sind das 19.000 Euro. Also endlich ein echter Volkswagen mit E-Antrieb.

    Für die 6.000€ braucht es ein Haushaltseinkommen von 45.000€ inkl. zwei Kinder, das hört sich natürlich in der Werbung immer gut an. Denke die meisten Förderungen werden bei eher 5.000 oder 4.000 liegen, da ist der Sprung recht groß.

    Die Einführung wird insbesondere dem Markt für die kleineren Modelle gut tun und die Preise noch etwas drücken. Bin gespannt, wie die Entwicklung verläuft und würde VW wünschen damit erfolgreich zu sein.

  • Für die 6.000€ braucht es ein Haushaltseinkommen von 45.000€ inkl. zwei Kinder, das hört sich natürlich in der Werbung immer gut an. Denke die meisten Förderungen werden bei eher 5.000 oder 4.000 liegen, da ist der Sprung recht groß.

    Das spielt keine große Rolle. Ein neuer Polo (Benziner) kostet in der Basis-Variante 20.000 Euro. Ein neuer Golf knapp 30.000 Euro. Bereits jetzt ist der ,,E-Golf" (ID.3) günstiger als der Golf. Einen ,,E-Polo" gibt es nicht. Einen ,,E-UP" ebenfalls nicht. Die kommen jetzt und dann werden alle E-Modelle gleich oder günstiger sein als die Verbrenner-Variante. Die Staatsprämie ist nur ein Zuckerl, das den Preis noch weiter drückt oder einen größeren Akku möglich macht. Das ist ein kompletter Game-Changer. Die Steuerfreiheit, die THG-Prämie und der günstigere Strom sind da noch gar nicht berücksichtigt.

    E-Mobilität war bisher etwas für Idealisten und/oder Menschen mit Geld. Das wird nun nicht mehr so sein. Ich gebe den Verbrennern keine 10 Jahre mehr im Massenmarkt bei Neuwagen. Es war, ist und bleibt der Preis. Die Leute können rechnen und da kann man von Klimawandel faseln so viel man will: Wenn es sich nicht rechnet, kauft es keiner. Punkt.

  • Ich bin persönlich kein großer Fan von Volkswagen. Trotzdem sehe ich die Marke als eine Art Gradmesser dafür, wie es für „normale Leute“ im Autoland Deutschland läuft.
    Beim Thema E-Mobilität sah das bisher alles andere als gut aus.
    Aber bei dem, was jetzt kommt … könnte es tatsächlich interessant werden.


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  • Ich freue mich, wenn mehr E-Autos den Gebrauchtwagenmarkt erreichen und auch dort für mehr Wettbewerb sorgen. :) Einen Neuwagen werde ich niemals kaufen.

    Das musst du auch nicht. Aber momentan bekommen viele durch die Staatsprämie einen neuen Kompakten oder Kleinwagen für den gleichen Preis wie einen 2 Jahre alten Gebrauchten des gleichen Modells mit 20k Kilometern. Man wäre schön blöd, wenn man den Gebrauchten kaufen würde. Man kann die 20k auch selbst runterfahren und hat länger Garantie. Man muss halt ein paar Monate warten. Das wollen viele nicht und deshalb zahlen sie für gebrauchte Autos faktisch einen Aufpreis. Ich finde das seltsam.

  • Einen ,,E-Polo" gibt es nicht. Einen ,,E-UP" ebenfalls nicht. Die kommen jetzt und dann werden alle E-Modelle gleich oder günstiger sein als die Verbrenner-Variante. Die Staatsprämie ist nur ein Zuckerl, das den Preis noch weiter drückt oder einen größeren Akku möglich macht. Das ist ein kompletter Game-Changer.

    Man muss da schon so fair sein und die echten Marktpreise vergleichen und nicht die UVP. Den normalen Polo gibt es neu bei Autoscout für 18.000€, da wäre der Unterschied ohne Prämie rund 7.000€. Dafür tankst du die ersten 3.500 Liter.

    Mit der Prämie dreht sich das Ding aber komplett und ich bin mal gespannt ob der Marktpreis für den E-Polo hart bei den 25.000€ bleiben wird oder ob wir auch solche Rabatte wie bei dem Verbrenner sehen werden.

  • Kurze Praxiserfahrung; E-Auto geleast für 3 Jahre bis zum Anfang dieses Jahre.

    Es handelt sich um ein Auto, das laut Hersteller 346 km mit einer Batterieaufladung schaffen sollte. Tatsächlich war diese Reichweite nur bei perfektem Wetter in der Stadt sowie kombiniert mit der Landstraße möglich. Bei Fahrten auf der Autobahn, meistens eher unter 120 km/h, waren es etwas über 200 Kilometer bis eine Ladung notwendig war.

    Im Winter war das E-Auto auf kurzen Strecken eine Katastrophe, natürlich sind mir die technischen Hintergründe bekannt, aber das hat uns sensibilisiert. Der Verbrauch lag mindestens 25-35 Prozent höher im Vergleich zu den guten Jahreszeiten.

    Wir hatten keine Wallbox oder eine Steckdose zum Aufladen, das war leider auch in einer Großstadt mit über 200.000 Einwohner gar nicht so leicht, vor allem zeitaufwendig. Denn das E-Auto hatte eine sehr niedrige Ladekurve, laut Papier bis zu 100 kwh möglich, aber den Höchstwert den wir gesehen hatten, waren eher 70 und das bei guten Wetterbedingungen. Im Winter dauerte das Laden entsprechend länger, wobei die Ladekurve meistens ab 55 kwh abflachte… Daher dauerte das Laden uns zu lange, was zeitlich bei Reisen von 300 Kilometer(hauptsächlich Autobahn)nervig war.

    Insgesamt hat das Fahren mit einem E-Auto eine Menge Spaß gemacht und vorausschauendes Fahren wurde belohnt, auch wenn wir regelmäßig das mal ignoriert haben, Stichwort: Bremsen..

    Summa summarum, ohne eigene Steckdose, die nachhaltig die Kosten beeinflusst sowie die Lademöglichkeit, ist ein E-Auto für uns und unserer Ansicht nach für die Menschen in unserem Land nicht umsetzbar. Denn die Preise für das öffentliche Laden unterscheiden sich gewaltig vom Haushaltsstrom, hier im Norden..

    Info: Wir sind Mieter, es ist auch nicht augenscheinlich möglich, dass der Vermieter diese Infrastruktur schaffen wird, was sehr bedauerlich ist. Denn das Thema Mobilität kann sich deutlich schneller in Richtung E-Auto wandeln, wenn eben der gesellschaftliche Wille da ist und die Marktpreise der Autos langfristig sinken. Denn wie hier bereits LebenimSueden angesprochen hat, sind viele E-Autos trotz stolzer Preise relativ schlecht ausgestattet im Vergleich zu einem gleichteureren Verbrenner.

    Ich finde daher, dass das Forum hier differenzierter aufgestellt sein muss, um den Otto-Normal-Verbraucher/in zu berücksichtigen.


    Achso, das Thema steuerliche Subventionen halte ich in diesem Zusammenhang für einen Fehler, denn E-Autos wären bei entsprechender Infrastruktur und Rahmenbedingungen durchaus die besseren Autos, aber die Preispolitik liegt bei den Konzernen, die meiner Ansicht nach gesellschaftlich verpflichtet sind, um einen Wandel und Innovation zu fördern. Ansonsten bedarf es dieser Konzerne nicht, denn nach meinem Verständnis bedeutet Wirtschaften eben auch sich selbst zu erneuern und innovativ zu bleiben ;).

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