Jeden Monat Dividende - L&G Global Quality Dividends ETF

  • Da ich mich aber so langsam der Entsparphase nähere, war ein strategischer Umbau meines Portfolios anzugehen und genau dafür habe ich u.a. in diesen ETF investiert und bespare ihn und andere auch noch weiter, solange dies finanziell möglich ist.

    Ist bei mir ziemlich identisch. Ich bin ab nächstem Jahr im Ruhestand. Mein Depot ist zu groß geworden um es sinnlos zu verjubeln, aber ich plane zumindest die Dividenden zu verleben, so lange es die Gesundheit erlaubt. Ich hatte 2025 ca 114 Dividendenzahlungen. Das habe ich mittlerweile etwas gebündelt und dieser ETF passt gut dazu.

    Als Einzelaktienanlegerin, die über 30 Jahre hinweg in höchstens 34 Aktien investiert war, kann ich über die 950 Aktien des ETFs nur schmunzeln. Ich war mit wenigen Aktien erfolgreich unterwegs, da sollten 950 Stück nun wirklich genug sein.

    Ich hatte bisher monatlich sehr schwankende Geldeingänge, mit dem Verkauf einiger Aktientitel und Umschichtung in diesem ETF versuche ich etwas mehr Gleichmäßigigkeit herzustellen, was die Planung erleichtert.

  • Vorstellen könnte ich mir einen Monatsausschütter höchstens bei Menschen, die wirklich keinerlei Finanzwissen haben und bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich jemals damit beschäftigen, praktisch null ist. Dann kann man die höheren Rsilken und strukturellen Nachteile vielleicht in Kauf nehmen, um die Person vor sich selbst zu

    Das ist schon ziemlich herablassend.

  • Das ist schon ziemlich herablassend.

    Man stelle sich vor, man würde so etwas über Investoren schreiben, die einen ETF mit 1 % Beschränkung der erfolgreichsten Unternehmen der Welt haben….Selbstkasteiung ?

    Da wirkt der Gedanke fast charmant, dass jemand ernsthaft meint, man müsse „Menschen vor sich selbst schützen“, indem man ihnen die bösen monatlichen Ausschüttungen aus dem Depot austreibt.
    Selber hat man ein Produkt, das selbst so viele strukturelle Leitplanken hat, dass es eher wie ein Zufallsprodukt wirkt.
    Warum hat da die Deutsche Telekom 1 Prozent Gewicht wie Microsoft ?
    Zufall der Entscheidung…

    Am Ende ist es vermutlich wie immer im Finanzforum: Der eine optimiert bis zur letzten Dezimalstelle im Regelwerk, der andere freut sich, wenn monatlich Cashflow reinkommt, ohne jedes Mal ein kompliziertes Regelwerk zu konsultieren. Beide Ansätze können funktionieren. Nur das Pathos, mit dem man jeweils den anderen für leicht unterentwickelt erklärt, ist vermutlich der eigentliche Performance-Killer.

  • Das lässt sich auch sachlogisch erklären (siehe meinen Beitrag oben). Entscheidend ist ausschließlich die risikoadjustierte Gesamtrendite nach Kosten und Steuern. Nicht Ausschüttungshöhe, nicht persönliche Präferenzen und auch keine theoretischen Vorstellungen darüber, wie Unternehmen operieren sollten.

    Der breite Markt rentiert besser. Der Buyback-Index ebenfalls. Und zwar deutlich und risikoadjustiert. Punkt....

    Und was ist mit den Gefühlen? Und der gesunden Nachtruhe?

    Soll das jetzt gar nichts mehr Wert sein?

  • Es ist faszinierend, welche emotionale Wirkung Ausschüttungen auf Menschen haben. Selbst finanzliterierte Anleger sind davor nicht gefeit. Und sobald die Ausschüttung monatlich kommt, setzt bei vielen jede Rationalität aus.Ich glaube inzwischen, dagegen kann man kaum argumentieren. das passiert auf einer fast schon biologischen Ebene.

    Vorstellen könnte ich mir einen Monatsausschütter höchstens bei Menschen, die wirklich keinerlei Finanzwissen haben und bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich jemals damit beschäftigen, praktisch null ist. Dann kann man die höheren Rsilken und strukturellen Nachteile vielleicht in Kauf nehmen, um die Person vor sich selbst zu schützen.

    Aber bei Nutzern, die hier im Forum aktiv sind? Das ist absurd. Wirklich jeder Experte rät davon ab. Inklusive Finanztip, also sogar der Betreiber dieses Forums. Und diese Experten werden ja bei allen andern Themen zitiert. Dur beim Dividendenfokus liegen alle falsch? Also nur bei diesem einen Thema haben die Finanzpornografen recht und alle rationalen Experten sind auf dem Holzweg? Wie wahrscheinlich ist das? :/

    Habe im Depot zwar auch diesen Monatsausschütter, bin aber mit der Performance bisher nicht so überzeugt. Aber zum Glück hab ich noch drei Quartalsausschütter die zusammen auch zum Monatsausschütter werden und ich mit dem Kursverlauf neben den Dividenden sehr zufrieden bin. (DE000A0F5UH1 NL0011683594 und IE00B9F5YL18)

    Dividenden automatisch reinvestieren... ich sehe wie das Depot größer wird. Bei den Thesaurierenden sehe ich vielleicht eine Wertsteigerung, sofern die nicht durch die 0815 Kursbewegungen verschleiert werden.

    Bei der Geldanlage soll jeder das machen wo man sich wohl fühlt. Ich fühl mich mit Dividenden wohler.

  • Man stelle sich vor, man würde so etwas über Investoren schreiben, die einen ETF mit 1 % Beschränkung der erfolgreichsten Unternehmen der Welt haben….Selbstkasteiung.

    Ist das gerade der Versuch, mit einem Tu-quoque-Argument vom eigentlichen Thema abzulenken, weil die sachlichen Gegenargumente ausgehen? ;)

    Deine Aussage ist jedenfalls nicht korrekt. Den Punkt habe ich dir bereits in einem anderen Thread erläutert.

    Die zukünftige Rendite der größten Unternehmen ist historisch betrachtet tendenziell geringer als die des breiten Marktes. Deshalb sollte man sich nicht vom Recency Bias der vergangenen 15 Jahre blenden lassen. Die empirische Studienlage dazu ist eigentlich ziemlich eindeutig. Wer dauerhaft nur in die zehn größten Unternehmen investiert und regelmäßig rebalanced, erzielt langfristig nicht einmal zuverlässig eine Equity-Prämie. Genau deshalb haben Equal-Weight-Strategien historisch häufig besser abgeschnitten als stark konzentrierte Mega-Cap-Portfolios.

    Der 1%-Cap lässt sich datenbasiert begründen. Ein Dividendenfokus dagegen nicht.

    Zitat von Tomarcy

    Am Ende ist es vermutlich wie immer im Finanzforum: Der eine optimiert bis zur letzten Dezimalstelle im Regelwerk, der andere freut sich, wenn monatlich Cashflow reinkommt, ohne jedes Mal ein kompliziertes Regelwerk zu konsultieren. Beide Ansätze können funktionieren. Nur das Pathos, mit dem man jeweils den anderen für leicht unterentwickelt erklärt, ist vermutlich der eigentliche Performance-Killer.

    Das ausgerechnet du von weniger Komplexität und weniger Optimierung schwärmst ist schon beachtlich.

    Ich finde es einfach faszinierend, wie schwer zu sein scheint, einfach einen breiten ETF zu besparen und ihn später zu entsparen. Der Drang, ständig optimieren zu wollen, ist kaum zu bändigen. Ich hoffe, dass meine Beiträge den einen oder anderen erreichen und sich einige ganz bewusst für „KISS“ entscheiden.

  • Bei der Geldanlage soll jeder das machen wo man sich wohl fühlt. Ich fühl mich mit Dividenden wohler.

    Ich denke einfach, dass dieses „Wohlfühl-Argument“ oft wie eine Keule eingesetzt wird, die jede sachliche Diskussion abwürgt. Im Grunde könnte man damit auch begründen, dass man sein Geld lieber im Garten verbuddelt. Klar: Jeder darf mit seinem Geld machen, was er will. Und wenn sich jemand mit einem Dividenden-ETF wohler fühlt: Go for it!

    Aber: Jeder, der hier im Forum aufschlägt, wird sofort „zurechtgebogen“ und bekommt einen Schwall an fundierten Ratschlägen und Gründen geliefert, warum seine bisherige Herangehensweise suboptimal war. Das wird normalerweise auch mit Fakten untermauert und dabei werden regelmäßig die wenigen rationalen Experten zitiert, die wir haben: Finanztip, Georg, Beck, Kommer, Walz, Felix, Bogle, Fuchs usw. Und sie sagen im Kern alle das Gleiche: kein Dividendenfokus. Und die Studienlage stützt ihre Position.

    Mich fasziniert einfach, warum ausgerechnet bei diesem einen einzigen Thema die Aussagen derselben Experten, die man sonst so toll findet, ausgeblendet werden und dermaßen an der Faktenlage vorbeidiskutiert wird ....und plötzlich alles Mögliche eine Rolle spielen soll. Nur nicht das, was schwarz auf weiß auf dem Papier steht.

    Ich rate jedem, sich das einmal aufzuschreiben und vielleicht sogar zu unterschreiben. Vielleicht merkt es dann der eine oder andere:

    ,,Ich, Max Mustermann, stelle meine Anlagestrategie um. Künftig werde ich mehr Risiko tragen und dabei sehr wahrscheinlich eine geringere Rendite erzielen. Ich entscheide mich bewusst für eine Strategie, die vor allem von fragwürdigen Finfluencern propagiert wird und von der nahezu alle seriösen und rational argumentierenden Experten abraten. Diese Entscheidung wird mich über die kommenden Jahre schätzungsweise 80.000 Euro kosten und ich treffe sie trotzdem, weil sich die Strategie für mich emotional besser anfühlt."

  • Muss man gar nicht so lange schreiben. Ich finde Dividenden-ETFdin der Vermögensbildungsphase nicht gut und nicht zielführend.

    Schlimmer noch: die meisten sind auch noch aufgrund der Titelauswahl kontraproduktiv.

  • Also einen speziellen Dividenden-Etf kann man mit Sicherheit aufgrund der Aktienauswahl kritisieren. Grundsätzlich aber Dividenden verteufeln finde ich auch nicht ganz richtig.

    Monatliche Dividenden, so wirtschaftlich unnötig sie sein mögen, machen Finanzen und Wertzuwächse erlebbar. Wenn ich nen Sparplan laufen habe und die Dividende monatlich größer wird, ist das psychologisch ein wirklich großer motivierender Effekt.

    Der einfache, 'dumme' thesaurierende etf hat lediglich den absoluten und prozentualen Wert der steigt. Das ist so unmagisch. Es kann nicht sein das es so besser funktioniert.;)

  • Also einen speziellen Dividenden-Etf kann man mit Sicherheit aufgrund der Aktienauswahl kritisieren. ...

    So ist es. Und das machen wir auch.

    ... Grundsätzlich aber Dividenden verteufeln finde ich auch nicht ganz richtig.

    Wer macht das denn? Jeder marktbreite Investor erhält Dividenden. Die Frage ist nur, auf welches Konto.

    Dividenden-ETF und Dividenden-ETF oder Dividenden-Strategie und Dividenden-Strategie sind ja für sich schon Unterschiede.

    Das ist es! Danke für diesen erkenntnisreichen Beitrag.

  • Beim ausschüttenden ETF entsteht ein sichtbarer automatischer Zahlungsstrom der viele Menschen dazu motiviert mehr zu sparen. Es muss keine Entscheidung getroffen werden und trotzdem passiert etwas auf dem Konto. Völlig Automatisch.

    Der Hebel der Sparquote ist um ein vielfaches Länger als der Hebel der Steueroptimierung.

    Jeder kann sich überlegen mit welchen Hebeln er arbeiten möchte, es gehen ja auch beide.

    Ich sehe das ganze auch ein wenig als Diversifikation an, da ein Teil des Wertzuwachses ausgeschüttet wird und der andere bleibt im Depot.

    Wer das nicht möchte kann ja was anderes machen, mir gefällt es.
    Meine Frau freut sich immer Richtig über ihre Dividendenzahlungen. Happy Wife , happy life.

  • Vorab: Ich halte den Dividendenfokus für falsch.

    Ich habe aber gerade einen Dividendenfonds gekauft (den Van Eck).

    Grund: Anstatt ein regionales Gegengewicht gegen den US-Technik-Fokus im msci world (Europa oder ex-USA) möchte ich diesen als Gegengewicht sehen.

    Er bildet für mich sehr gut eine Gegenmentalität ab, zu Silikon Valley.

    Die letzten Monate passte das auch ganz gut (der eine ist rot, wenn der andere grün ist), aber ich würde das nicht als Tipp sehen, sondern eher als Spielerei meinerseits.

    Das nur als Datenpunkt, dass es auch Menschen gibt, die einen Dividenden-ETF gerne alles Thesaurierer hätten. ^^

  • Der VanEck sucht ja nicht beliebig Dividendeaktien aus. Da wird auch nach Stabilität und Qualität sortiert. Bisschen langweilig für manche, weil dadurch die Schwankungen nicht so heftig sind.

    Wie gut der L&G das kann, wird sich zeigen.

  • Beim ausschüttenden ETF entsteht ein sichtbarer automatischer Zahlungsstrom der viele Menschen dazu motiviert mehr zu sparen. Es muss keine Entscheidung getroffen werden und trotzdem passiert etwas auf dem Konto. Völlig Automatisch. ...

    Nochmal für Dich zum Mitmeißeln:

    Es geht nicht um ausschüttende ETFs, sondern um ETFs mit einem speziellen Fokus auf Dividendenzahler.

    Dass das so schwer zu begreifen ist...?

    Vorab: Ich halte den Dividendenfokus für falsch.

    Ich habe aber gerade einen Dividendenfonds gekauft (den Van Eck).

    Grund: Anstatt ein regionales Gegengewicht gegen den US-Technik-Fokus im msci world (Europa oder ex-USA) möchte ich diesen als Gegengewicht sehen....

    Und warum möchte man das?

    ...wenn man doch den Dividendenfokus für falsch hält?

    Warum möchte man etwas machen, was man für falsch hält?

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