Sage, dass du keine Ahnung von Politik hast, ohne zu sagen, dass du keine Ahnung von Politik hast:
CDU (reine PKV Partei) + SPD (soweit ganze nette bitte nichts verändern Rentner)
Sage, dass du keine Ahnung von Politik hast, ohne zu sagen, dass du keine Ahnung von Politik hast:
CDU (reine PKV Partei) + SPD (soweit ganze nette bitte nichts verändern Rentner)
Warum behauptest du dauernd, es gäbe ein "Gesamtsystem aus GKV und PKV"? Die PKV hat nichts mit der GKV zu tun. Während die GKV schon längst an die Wand gefahren ist, kann ich das bei der PKV nicht erkennen.
Warum ich das behaupte? Weil weder die heutige PKV ohne die GKV, noch die GKV ohne die PKV existieren könnte. Daher ist es ein Gesamtsystem.
Die PKV-Vollversicherung in ihrer heutigen Form könnte ohne die GKV nicht überleben. Sie müsste sich in eine allgemeine Pflichtversicherung verwandeln, die mehr nach dem Solidarprinzip als nach individueller Gesundheit kalkuliert. Damit würde sie ihre Identität als "private" Versicherung weitgehend verlieren.
Wenn es nur noch Privatversicherte gäbe, müssten die Ärzte ihre Preise entweder drastisch für alle senken (was viele Praxen in den Ruin treiben könnte) oder die PKV-Beiträge müssten massiv steigen, um das gesamte medizinische System alleine zu finanzieren.
Müsste die PKV plötzlich die gesamte Bevölkerung versichern (auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder ohne Einkommen), würde ihr Kalkulationsmodell zusammenbrechen. Ohne die GKV als Auffangbecken müssten entweder die Beiträge für Kranke unbezahlbar werden oder der Staat müsste massiv subventionieren.
Ich könnte noch einige weitere Gründe nennen, aber ich hoffe, dass diese bereits ausreichen um aufzuzeigen, warum wir aktuell ein Gesamtsystem aus PKV und GKV haben.
Man könnte doch mal mit den Verwaltungskosten anfangen. Die Fragen von einigen Politikern und Experten nach der Sinnhaftigkeit der reinen Anzahl der KK geht in die richtige Richtung. Es reicht eigentlich eine für das Land. Für den Regionalproporz meinetwegen eine fürs Bundesland.
Ich übersetze das mal. Ihr kommt jetzt zwangsweise in eine leistungsschwache Grundversorgung. Und als ausgleichende Gerechtigkeit für eure jahrelange Besserstellung nehmen wir euch die angesparten Rückstellungen weg. Man kann es auch kürzer ausdrücken: entschädigungslose Enteignung.
Die mehr als 300 Mrd. Rückstellungen wecken eben manche Begierde.
Das ist deine Ansicht, die aber nicht neutral ist.
Ich hatte geschrieben, dass jeder PKV-Versicherte freiwillig entscheiden kann, ob er in die Grundversorgung wechselt oder in der PKV bleibt. Schau dir bitte meinen Beitrag #412 an. Bezeichnest du das, was ich dort geschrieben habe, immer noch als "entschädigungslose Enteignung"?
Alle Beamten werden das so sehen... ![]()
Das Grundproblem der GKV ist ihr Finanzierungsmodell. Das funktioniert so lange, wie bestimmte Parameter wie z.B. Demographie, Beschäftigungsquote etc. passen. Die Beiträge sind einkommensabhängig bemessen. Das führt dann eben dazu, wenn plötzlich die Zahl derjenigen, die nichts einzahlen, steigt, die Einnahmen nicht äquivalent zur Inanspruchnahme von Leistungen mit steigen. Um dem entgegen zu wirken, kann man versuchen, die Einnahmen zu erhöhen, die Leistungen zu reduzieren oder auch den Kreis der Anspruchsberechtigten einschränken.
Wir haben aktuell zwei Grundprobleme: Das Finanzierungsmodell und dann das Problem auf der Ausgabenseite. Es gibt zu viele Fehlsteuerungen und Ineffizienzen im System. Dann auch die Abhängigkeit von der Pharmalobby. Warum ist ein und dasselbe Arzneimittel in Deutschland viel teurer als in vielen anderen Ländern.
Das aktuelle Finanzierungsmodell über Beiträge sehe ich auch seit geraumer Zeit als kritisch an. Ein Hybridmodell aus Steuerfinanzierung und Kopfpauschalen bzw. Beiträgen halte ich für sinnvoller. Ja, NHS ist ein Negativbeispiel. Es gibt aber sehr viele steuerfinanzierte Gesundheitssysteme in anderen Ländern, die funktionieren. Beispiele hatte ich bereits genannt.
Es gibt dann auch keinen Grund für Gutverdiener zu meckern, denn jeder Gutverdiener zahlt viele Steuern und hat dadurch aber keine Vorteile bei Nutzung der öffentlichen Infrastruktur. Und das sollte auch für die Gesundheitsversorgung gelten. Grundversorgung für alle sollte gleich sein. Extras/Luxus kann jeder nach seinem Geschmack und seiner finanziellen Situation dazu erwerben.
Oder darf etwa ein Besserverdiener auch den Anspruch haben, dass Geringverdiener nicht mehr sanierte Straßen und Brücken befahren dürfen, nicht mehr durch Polizei und Bundeswehr beschützt werden, nicht mehr die öffentliche Infrastruktur in Anspruch nehmen dürfen?
Man könnte doch mal mit den Verwaltungskosten anfangen. Die Fragen von einigen Politikern und Experten nach der Sinnhaftigkeit der reinen Anzahl der KK geht in die richtige Richtung. Es reicht eigentlich eine für das Land. Für den Regionalproporz meinetwegen eine fürs Bundesland.
93 gesetzliche Krankenkassen….. was ist da alleine an Gehältern für die „Großkopferten“ rausgeworfen wird.
Wenn in Unions-Kreisen eine deutliche Lockerung des Kündigungsschutzes gefordert wird, dann betrifft es nämlich genau diese Leute.
Einige schnelle, „knackige“ Fusionen und schon stehen dem Arbeitsmarkt hoch qualifizierte Menschen zur Verfügung, die bisher mit Boni über 250.000 € verdient haben.
Die finden sicherlich schnell Aufnahme in verschiedensten Organisationen und Firmen. Denn dieser Sachverstand wird bekanntlich geschätzt.
Der Wegfall von (ungerechtfertigten) Privilegien (bevorzugte Behandlung weil adelig, weiß oder halt PkVler)) schmerzt und führt meist zur Unterstützung des Faschismus durch Betroffene weil der verspricht diese Privilegien zu erhalten. Das sollten wir vermeiden. Angesichts der demografischen Entwicklung bietet sich die Möglichkeit mit akzeptablem Zeithorizont die Privilegien für Alt PKVler zu erhalten aber Stück für Stück auslaufen zulassen. Die Schritte dafür sollten jetzt eingeleitet werden. Grundlage für erfolgreiche Reformen und ein solide Gesundheitssystem ist das die breite Masse (GKV) und einflussreiche und finanzstarke Gruppen (Unternehmer, Privatiers, Beamter, Politiker etc) an einem strang ziehen, also im gleichen Krankenkassensystem sind.
In der Presse wurde gesagt, dass dies nicht für Rentner angewendet werden soll und auch nicht für diejenigen kurz vor der Rente. Ich vermute ganz stark, dass dieser Fall raus ist. Die genaue Regelung ist mir noch nicht bekannt.
Stimmt nicht, Eintrittsalter ist 66 Jahre und ein paar Monate. Bitte informiere Dich entsprechend, wir leben in DE. Es wird bei uns also voll angewandt, und Jobs gibts derzeit nur für Jüngere.
Bei uns werden sich die Kosten auf NETTO ca. 5600 € pro Jahr belaufen, also in unserem Fall erheblich über einem Monatsgehalt. Das hochgerechnet auf die Jahre bis zur Rente geht in Richtung "kann mir leider kein deutsches Auto leisten, es muss daher der Chinese werden". Auf jeden Fall werden keine neuen Möbel mehr gekauft, keine Restaurants besucht, keine Spenden mehr getätigt, Handwerker nicht mehr angefragt, Urlaube abgesagt. Anders bekommst Du so eine Summe nicht zusammen.
Und bitte nicht vergessen: wir bekommen schon jetzt keine Geschenke beim Kauf eines E-Autos, keinen zusätzlichen Wärempumpeneinkommensbonus, keine Wohnungsbauprämie, keine Solidaritätszuschlag-Befreiung, kein KfW-Programm "Jung kauft Alt" (308)... also es ist ja nicht so, dass wir nicht schon jetzt mehr zum Staat beitragen würden als andere. Jetzt kommt halt die Reform oben drauf, die uns aus dem Konsum drängt, und das dauerhaft und umfangreich. Ironie: wenn ich meine Arbeit so weit verringere (z.B. 4 Tage-Woche), dass ich kein Gutverdiener mehr bin, scheine ich am Ende finanziell besser da zu stehen, als wenn ich weiter voll arbeite. Also wäre die Reform wohl auch ein Anreiz, weniger zu arbeiten. So ist das halt mit dem Silo-Denken von Experten und Politikern und Lobbyarbeitern.
Nicht dass ich nicht betragen wollte zur Reform - aber 5600 Netto ist schon ein großer Batzen, und wir fangen bereits jetzt mit dem Sparen an, um Geld zurückzulegen.
Wenn es nur noch Privatversicherte gäbe, müssten die Ärzte ihre Preise entweder drastisch für alle senken (was viele Praxen in den Ruin treiben könnte) oder die PKV-Beiträge müssten massiv steigen, um das gesamte medizinische System alleine zu finanzieren.
Nur noch privat kann nicht funktionieren, da die PKV nur mit Gesundheitsprüfung möglich ist. Das würde dazu führen das manche Personen gar nicht versichert werden können oder massive Risikoaufschläge zahlen müssen.
Müsste die PKV plötzlich die gesamte Bevölkerung versichern (auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder ohne Einkommen), würde ihr Kalkulationsmodell zusammenbrechen.
Das wird nicht funktionieren, da es sich um private Unternehmen handelt.
Ohne die GKV als Auffangbecken müssten entweder die Beiträge für Kranke unbezahlbar werden oder der Staat müsste massiv subventionieren.
Richtig
Ich könnte noch einige weitere Gründe nennen, aber ich hoffe, dass diese bereits ausreichen um aufzuzeigen, warum wir aktuell ein Gesamtsystem aus PKV und GKV haben.
Es müsste aber nicht unterschiedliche Abrechnungsmodelle geben. Man könnte genauso ein staatliches und ein privates System haben welche parallel existieren aber in beiden Systemen nach den gleichen Regeln abgerechnet würde (z. B. immer nach GOÄ).
Es müsste aber nicht unterschiedliche Abrechnungsmodelle geben. Man könnte genauso ein staatliches und ein privates System haben welche parallel existieren aber in beiden Systemen nach den gleichen Regeln abgerechnet würde (z. B. immer nach GOÄ).
Die GOÄneu, die voraussichtlich ab 2027 eingeführt werden soll, macht schon einen ersten Schritt in diese Richtung. Die Steigerungsfaktoren (2,3-fach, 3,5-fach, ...) werden wegfallen. D. h. vom Prinzip her könnte die GOÄneu sich zu einem einheitlichen Abrechnungsmodell für das Gesundheitssystem entwickeln.
Warum ich das behaupte? Weil weder die heutige PKV ohne die GKV, noch die GKV ohne die PKV existieren könnte. Daher ist es ein Gesamtsystem.
Die PKV-Vollversicherung in ihrer heutigen Form könnte ohne die GKV nicht überleben. Sie müsste sich in eine allgemeine Pflichtversicherung verwandeln, die mehr nach dem Solidarprinzip als nach individueller Gesundheit kalkuliert. Damit würde sie ihre Identität als "private" Versicherung weitgehend verlieren.
Wenn es nur noch Privatversicherte gäbe, müssten die Ärzte ihre Preise entweder drastisch für alle senken (was viele Praxen in den Ruin treiben könnte) oder die PKV-Beiträge müssten massiv steigen, um das gesamte medizinische System alleine zu finanzieren.
Müsste die PKV plötzlich die gesamte Bevölkerung versichern (auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder ohne Einkommen), würde ihr Kalkulationsmodell zusammenbrechen. Ohne die GKV als Auffangbecken müssten entweder die Beiträge für Kranke unbezahlbar werden oder der Staat müsste massiv subventionieren.
Ich könnte noch einige weitere Gründe nennen, aber ich hoffe, dass diese bereits ausreichen um aufzuzeigen, warum wir aktuell ein Gesamtsystem aus PKV und GKV haben.
Deine Behauptung basiert auf einer realitätsfernen Annahme. Was genau hat die PKV mit GKV-Versicherten zu tun? Du konstruierst hier einen Kontrahierungszwang der PKV zu staatlich festgelegten Konditionen. Das ist natürlich absurd.
Du stellst hier einen in der Realität nicht existenten Bezug zwischen PKV und GKV her. Mit der leicht durchschaubaren Absicht, den Leser glauben zu machen, das sei die natürlichste Sache der Welt. Es geht aber lediglich darum, eine völlig unbeteiligte Gruppe finanziell für etwas in Haftung zu nehmen, mit dem sie aber auch gar nichts zu tun hat.
Es müsste aber nicht unterschiedliche Abrechnungsmodelle geben. Man könnte genauso ein staatliches und ein privates System haben welche parallel existieren aber in beiden Systemen nach den gleichen Regeln abgerechnet würde (z. B. immer nach GOÄ).
Was dann staatlicherseits unbezahlbar wäre. Man stelle sich vor, Ärzte könnten GKV-Patienten nach GOÄ abrechnen. Innerhalb eines Quartals hätte die GKV ein mehrstelliges Millardendefizit. Oder anders herum müssten die GKV-Beiträge ins Unbezahlbare steigen.
Zum Vergleich: ein Arzt bekommt je nach Fachrichtung zwischen 50 und 80 EUR pro Patient und Quartal, egal wie oft der kommt. Einem Privatpatienten kann er jeden Besuch in Rechnung stellen. Hier reden wir über Beträge zwischen 100 und 700 EUR pro Termin.
Stimmt nicht, Eintrittsalter ist 66 Jahre und ein paar Monate. Bitte informiere Dich entsprechend, wir leben in DE. Es wird bei uns also voll angewandt, und Jobs gibts derzeit nur für Jüngere.
Ich bezog mich auf einen Zeitungsartikel weil es noch keine Gesetzesvorlage gab zu dem Zeitpunkt. Gibt es die mittlerweile?
Deine Behauptung basiert auf einer realitätsfernen Annahme. Was genau hat die PKV mit GKV-Versicherten zu tun? Du konstruierst hier einen Kontrahierungszwang der PKV zu staatlich festgelegten Konditionen. Das ist natürlich absurd.
Wenn du meine Ausführungen schon kritisierst, dann bitte ich dich auch darum, mal darzulegen, wie die PKV ohne eine GKV in Deutschland überleben könnte.
Wenn du dir mal die Bilanzen von Arztpraxen und Krankenhäuser anschauen würdest, dann würdest du erkennen, dass die laufenden Kosten meist durch die Masse der GKV-Patienten gedeckt werden. Die höheren Honorare für Privatpatienten bilden in der Regel den Gewinnanteil.
Dann betrachte mal das AMNOG-Verfahren: Die GKV tritt als kollektiver Verhandlungspartner gegenüber der Pharmaindustrie auf und die PKV profitiert von den so ausgehandelten Erstattungsbeträgen. Müsste die PKV alleine gegen die Pharmakonzerne verhandeln, wäre ihre Verhandlungsposition deutlich schwächer, was dann die Versicherungsprämien durch wesentlich höhere Medikamentenkosten in die Höhe treiben würde.
Es geht aber lediglich darum, eine völlig unbeteiligte Gruppe finanziell für etwas in Haftung zu nehmen, mit dem sie aber auch gar nichts zu tun hat.
Worauf bezieht sich dieser Satz? Auf die Forderung, dass auch PKV-Versicherte für die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfänger aufkommen sollten? Ich bin selbst PKV-Versicherter und sehe es als richtig an, dass ich über Steuern auch für die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfänger aufkomme. Dass hierfür ausschließlich die GKV-Versicherten aufkommen, ist absolut unsolidarisch. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe! Der Steuerzahler kommt ja auch für die Beiträge im Basistarif auf, wenn ein PKV-Versicherter diese nicht mehr zahlen kann.
Nur noch privat kann nicht funktionieren, da die PKV nur mit Gesundheitsprüfung möglich ist. Das würde dazu führen das manche Personen gar nicht versichert werden können oder massive Risikoaufschläge zahlen müssen.
Prinzipiell würde "nur noch privat" funktionieren, nur nicht mit dem aktuellen Geschäftsmodell der PKV-Versicherer. Schau dir hierzu die Reform im Jahr 2006 in den Niederlanden an. Die PKV würde sich dann von einer risikoabhängigen Versicherung, wie sie es heute in D ist, hin zu einem solidarischen System entwickeln.
Was dann staatlicherseits unbezahlbar wäre. Man stelle sich vor, Ärzte könnten GKV-Patienten nach GOÄ abrechnen. Innerhalb eines Quartals hätte die GKV ein mehrstelliges Millardendefizit. Oder anders herum müssten die GKV-Beiträge ins Unbezahlbare steigen.
Da haben wir das Problem. Es ist gewisserweise hausgemacht.
Zum Vergleich: ein Arzt bekommt je nach Fachrichtung zwischen 50 und 80 EUR pro Patient und Quartal, egal wie oft der kommt. Einem Privatpatienten kann er jeden Besuch in Rechnung stellen. Hier reden wir über Beträge zwischen 100 und 700 EUR pro Termin.
Das stimmt so pauschal nicht. Es hängt ganz wesentlich davon ab was gemacht wurde. Ich würde eher sagen das die Regel für einfache Sachen deutlich unter 100€ ist, eher sogar unter 50€, wenn keine große Diagnostik notwendig war. Bei Fachärzten ist man dann im Regelfall eher über 100€. 700€ dürften aber die absolute Ausnahme sein. Sowas würde in der GKV aber auch separat abgerechnet.
Wenn du dir mal die Bilanzen von Arztpraxen und Krankenhäuser anschauen würdest, dann würdest du erkennen, dass die laufenden Kosten meist durch die Masse der GKV-Patienten gedeckt werden. Die höheren Honorare für Privatpatienten bilden in der Regel den Gewinnanteil.
Das liegt aber allein an der Verteilung der Versicherten. Wenn deine Aussage stimmen würde, dürfte es keine Privatpraxen oder Privatkliniken geben.
Dann betrachte mal das AMNOG-Verfahren: Die GKV tritt als kollektiver Verhandlungspartner gegenüber der Pharmaindustrie auf und die PKV profitiert von den so ausgehandelten Erstattungsbeträgen. Müsste die PKV alleine gegen die Pharmakonzerne verhandeln, wäre ihre Verhandlungsposition deutlich schwächer, was dann die Versicherungsprämien durch wesentlich höhere Medikamentenkosten in die Höhe treiben würde.
Das stimmt wenn man von der aktuellen Verteilung der Versicherten ausgeht. Wären alle Versicherten im PKV System wäre die Verhandlungsmacht genauso wie heute bei der GKV.
Was dann staatlicherseits unbezahlbar wäre. Man stelle sich vor, Ärzte könnten GKV-Patienten nach GOÄ abrechnen. Innerhalb eines Quartals hätte die GKV ein mehrstelliges Millardendefizit. Oder anders herum müssten die GKV-Beiträge ins Unbezahlbare steigen.
Zum Vergleich: ein Arzt bekommt je nach Fachrichtung zwischen 50 und 80 EUR pro Patient und Quartal, egal wie oft der kommt. Einem Privatpatienten kann er jeden Besuch in Rechnung stellen. Hier reden wir über Beträge zwischen 100 und 700 EUR pro Termin.
(1) Die GOÄ führt doch dadurch, dass sie ewig nicht angepasst wurde und inzwischen Faktoren eingeführt wurden, auch für GKV Versicherte dazu, dass über die Faktoren die GKV sich aus der Zahlung verabschiedet und Leistungen zunehmend privat abgerechnet werden. Insbesondere bei Zahnärzten.
(2) Das wiederum führt dazu, dass der GKV Versicherte gegenüber dem Arzt vereinzelt wird, weil er mit ihm direkt abrechnen musss und nicht mehr die GKV der Verhandlungspartner ist. Die Position des GKV Versicherten wird damit geschwächt. Ausserdem hat er zu dem Arzt ein Abhängigkeitsverhältnis.
Wenn man über Privatisierung im Gesundheitswesen spricht, sollte man das auch bedenken.
Ist euch aufgefallen was Fritze gemacht hat?
Er hat eine Nonsens Diskussion über die Rente angezettelt und schon spricht kaum noch einer über die aktuelle GKV Reform. Die Talkshows sind voll davon, hätte man doch nur auch für die GKV Reform soviel Interesse aufgebracht.
Sehr clever, schön abgelenkt. ![]()
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