Ehegattensplitting

  • Meinst Du damit die im Artikel erwähnten

    nicht nur.

    Es kann das Ehegattensplitting auch durch andere Regelungen ersetzt werden. Dazu gab es einige Expertenvorschläge. Hier geht es nur wieder um (erz)konservative Meinungsmache vorgeblich "zum Schutz der Familie" wie in anderen Medien auch. Da sind plötzlich, weil es ihnen passt, welche Feministen und Familienschützer, denen die Thematik Förderung von Frauen und von Familie ansonsten herzlich egal ist.

  • nicht nur.

    Es kann das Ehegattensplitting auch durch andere Regelungen ersetzt werden. Dazu gab es einige Expertenvorschläge. Hier geht es nur wieder um (erz)konservative Meinungsmache vorgeblich "zum Schutz der Familie" wie in anderen Medien auch. Da sind plötzlich, weil es ihnen passt, welche Feministen und Familienschützer, denen die Thematik Förderung von Frauen und von Familie ansonsten herzlich egal ist.

    Die sog. Expertenvorschläge geben aber alle an der Sache vorbei und suggerieren, dass das Ehegattensplitting der Familienförderung diene. Nochmal, es hat damit nichts zu tun. Es dient einzig und allein der Vermeidung von Nachteilen der Eheleute, die in bestimmten Konstellation aus ihrem Recht der freien Gestaltung der jeweiligen Erwerbstätigkeit innerhalb der Ehe erwachsen kann.

    Es hat nichts mit erzkonservativ oder Familie zu tun und erst Recht hat es nichts mit anti-Frau zu tun.

    Erfreulicherweise hat das nach den neusten Umfragen auch die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wohl erkannt und dieser Steuererhöhung durch die Hintertür eine Absage erteilt.

  • Seyu Populismus, d.h. Faktenferne bringt keine Lösungen.

    Fakt ist:

    Durch die hohen Abzüge für die Person mit geringerem Einkommen bleibt vergleichsweise wenig Netto übrig. Die Konsequenz: Zusätzliche Arbeitsstunden wirken sich kaum finanziell auf das verfügbare Einkommen aus. Das wiederum hält viele davon ab, ihre Arbeitszeit zu erhöhen oder überhaupt eine Stelle anzunehmen.

    Langfristig bedeutet es, dass die weniger verdienende Person auch weniger Rentenansprüche erwirbt und geringere Möglichkeiten zur eigenen Altersvorsorge hat.

    Und mittelfristig erhält die Person mit Steuerklasse V wegen ihres geringeren Nettoverdienstes auch weniger Krankengeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I.

    https://www.focus.de/finanzen/steue…36016af1e5.html

  • Erfreulicherweise hat das nach den neusten Umfragen auch die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wohl erkannt und dieser Steuererhöhung durch die Hintertür eine Absage erteilt.

    Einfach nur komisch: warum sollten sich viele Millionen, die gar nicht betroffen sind, ablehnend äußern?

    Weil die nicht nachdenken und gar nicht kapieren um was es geht.

    Stichwort : Finanzbildung…sieht ähnlich aus, wenn man die richtigen Fragen stellen würde.

  • Die Lohnsteuerklassen als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer haben erstmal nur begrenzt mit dem Ehegattensplitting, das auf der Möglichkeit der Zusammenveranlagung beruht zu tun. Weiter hat der Gesetzgeber auch dafür mit dem Faktorverfahren bereits eine teilweise Lösung geschaffen.

  • Es wurde doch schon darauf hingewiesen, dass genau dafür der Versorgungsausgleich da ist.

    Sollen jetzt, wegen dem oben von Dir gesagten, Eheleute (und ähnliche Lebensgemeinschaften) dazu animiert oder sogar verpflichtet(?) werden, dass beide die gleiche Anzahl von Arbeitsstunden pro Woche leisten? Was ist, wenn sie unterschiedliche Qualifikationen haben, die unterschiedlich gut am Arbeitsmarkt bezahlt werden? Dann sollen die Eheleute nicht mehr selbst organisierend entscheiden, welche Konstellation an untereinander aufgeteilter Lohnarbeit für sie am besten ist, sondern der Chirurg und die Bäckerei-Fachangestellte sollen jeweils die gleiche Anzahl an Stunden Arbeiten? Oder soll der Chirurg sogar weniger arbeiten, weil er je Arbeitsstunde mehr Rentenpunkte erwirbt, als seine Ehefrau? Und am Ende fährt die Ehefrau dann während der Ehe und auch im Falle einer Scheidung nach der Ehe schlechter damit, als wenn sie über den Versorgungsausgleich ihren Anteil an dem gemeinsamen Lebensabschnitt bekommen hätte?

    Ich vestehe die Rechnung nicht(?!)

  • Die Lohnsteuerklassen als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer haben erstmal nichts mit dem Ehegattensplitting, das auf der Möglichkeit der Zusammenveranlagung beruht zu tun. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

    Das ist meiner Meinung nach Teil des Problems. Ein Großteil der Leute kennt nicht mal den Unterschied zwischen den Steuerklassen und dem Ehegattensplitting. Aber auf Basis dieser Unwissenheit wird dann diskutiert.

  • Die sog. Expertenvorschläge geben aber alle an der Sache vorbei und suggerieren, dass das Ehegattensplitting der Familienförderung diene. Nochmal, es hat damit nichts zu tun. Es dient einzig und allein der Vermeidung von Nachteilen der Eheleute, die in bestimmten Konstellation aus ihrem Recht der freien Gestaltung der jeweiligen Erwerbstätigkeit innerhalb der Ehe erwachsen kann.

    Es hat nichts mit erzkonservativ oder Familie zu tun und erst Recht hat es nichts mit anti-Frau zu tun.

    Erfreulicherweise hat das nach den neusten Umfragen auch die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wohl erkannt und dieser Steuererhöhung durch die Hintertür eine Absage erteilt.

    Wenn es nicht der Familienförderung dient, warum wird es nicht gerechterweise für alle Bevölkerungsgruppen (auch die nicht verheirateten) möglich gemacht?

    Wir sind nicht verheiratet und haben keine Kinder. Unser Einkommensunterschied ist sehr groß. Ich fühle mich benachteiligt. Wir würden extrem von der Regelung profitieren. Vielleicht macht es ja doch noch Sinn einfach wegen den Steuervorteilen fix zum Standesamt zu gehen.

    Andersrum müssen wir trotzdem füreinander einstehen wenn es einer Person finanziell schlecht geht (Bedarfsgemeinschaft). Das geht natürlich auch ohne verheiratet zu sein.

  • Man sieht ja selbst hier im Forum: viele denken, Ehegattensplitting=Steuerklasse 3 und 5. Wie sieht es da bloß in der "Normalbevölkerung" aus mit deutlich weniger Finanzbildung?:/

    Da kommt es mir wirklich unwahrscheinlich vor, dass Ehepartner aufgrund dieser Steuerthematik (welche sie ja gar nicht verstehen...) ihre Arbeitsaufteilung festmachen.

    Aus meiner Lebensblase kann ich sagen: Noch nie hat jemand von meinen Freunden/Bekannten/Familienmitgliedern das Ehegattensplitting als Argument vorgebracht, warum die Frau "nur" teilzeit arbeitet und der Mann voll... Sie haben schlicht "von Steuern" gar nicht soviel Ahnung (nach eigener Aussage!)

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