Bewertung ETF Portfolio

  • Hallo zusammen gerne mal eine Bewertung meines ETF Portfolios:

    70 Prozent Vanguard FTSE All World

    20 Prozent ishares Core msci Em IMI

    10 Prozent amundi Core stoxx Europe 600

    Alles ACC

    Hatte überlegt einen Themen ETF mit rein zunehmen AI Big Data, jedoch passt der meiner Meinung nicht zu meinem Anlagehorizont von 30-40 Jahren.

    Hatte vorher den MSCI World und wollte etwas die US Last reduzieren. Zusätzlich hatte ich noch den MSCI EM Asia, da habe ich mich jetzt aber für die breitere EM Variante entschieden.

    Soll ein stabiles Portfolio für den langfristigen Vermögensaufbau sein.

    Im Verlauf überlege ich noch Anleihen circa in 30 Prozentiger Gewichtung hinzuzunehmen, evtl. Mit einem Anleihen ETF und physisches Gold zu kaufen zur generellen Stabilisieriung. Notgroschen liegt auf dem Tagesgeld.

    Fehlt mir noch etwas? Und was haltet ihr von den ETFs?

    Vielen Dank schon mal für die Bewertung!

    Einmal editiert, zuletzt von FJP (11. Juni 2026 um 22:13) aus folgendem Grund: Erweitert

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    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
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    Expertengespräch am 17.09.2026

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    17.09.2026 - Depot ausmisten und ETFs verkaufen

  • Kater.Ka 12. Juni 2026 um 05:48

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ähnelt vielen anderen 40- bis 50-Prozent-USA-Konstruktionen, die sich gerade stärker verbreiten. Ob das am Ende mehr einbringt als ein einziger Welt-ETF? Oder schwankungsärmer ist? Tja, wer weiß?

    Wenn du einen Notgroschen hast (wie viel?) und offenbar noch jung bist, dann würde ein zu schnelles Aufbauen des Anleihenanteils die zu erwartende Rendite unangemessen einschränken. Solltest ja alles aussitzen können, was da kommt. Zumindest das, was man sich heute vorstellen kann.

  • Zusätzlich hatte ich noch den MSCI EM Asia, da habe ich mich jetzt aber für die breitere EM Variante entschieden.

    Prognose: Das wird nicht die einzige (kostenverursachende?) Änderung gewesen sein, die dieses Portfolio erlebt. Dein Gestaltungsdrang springt offenbar jetzt auf Modetrends auf, er wird das dann wohl auch die nächsten 30-40 Jahre tun.

    Wem es so gefällt soll das eben tun. Der MSCI World alleine oder nun der All World alleine wären dann unterm Strich aber auch völlig ausreichend gewesen.

  • Sieht solide aus. Kann man so machen. Ist halt eine x-te Variante der „klumpenfreien“ Portfolios. Da kann man nun über die Prozentwerte diskutieren, aber im Kern ist es sicherlich nicht verkehrt.

    Es ist bei einem derart langen Anlagehorizont allerdings eine Grundsatzfrage ob man das überhaupt tut. Die ganze Idee ist ja aus der aktuellen Situation heraus geboren. In einigen Jahren oder gar Jahrzehnten sind andere Themen en Vogue. Und dann beginnst du weitere ETFs hinzuzunehmen. Und das Rebalancing könnte langfristig zum Problem werden.

    Daher würde ich bei 30-40 Jahren Anlagehorizont entweder vollständig und ausschließlich auf einen marktbreiten Welt-ETF wie bspw. deinem FTSE All-World setzen. Oder ich würde die weiteren ETFs ab 2027 in dem Altersvorsorgedepot umsetzen. Da hast du dann zumindest keinen Ärger mit steuerschädlichem Rebalancing.

    Gold und Anleihen würde ich bei 30+ Jahren mal noch eine ganze Weile weglassen und den Renditemotor des Aktienmarktes brummen lassen. Sofern dich die Vibrationen des Motors nicht aus der Ruhe bringen.

    PS: und das mit dem Themen ETF hast du gut entschieden. Lass von solchen einfach generell die Finger. Das funktioniert mal, und mal nicht. Aber Letzteres leider öfter als Ersteres.

  • Also schon mal vielen Dank für die Anmerkungen. Eigentlich habe ich nicht mehr vor daran etwas zu ändern (oder halt wenn dann in den nächsten Tagen bevor die ersten Einzahlungen laufen). Höchstens in der Gewichtung der Anteile um ggf. Mehr World oder EM zu nehmen. Ich bin 28 Jahre alt und habe meine alten ETFs noch gewinnbringend verkaufen können, da dort noch nicht so viel drin war und die Rendite somit steuerfrei war und der Zeitpunkt Ansich ganz gut. Daher war das umswitchen nicht mit Kosten verbunden. Eher mit deutlichen Plus weil das eine lief über eine Lebensversicherung mit aktiv gemanagten Fonds und MSCI World (habe ich bestens wissen mit Anfang 20 abgeschlossen, aber mich auf Grund der Kosten und des geringen Nutzens jetzt gekündigt). Möchte es selber in die Hand nehmen.
    Ja das mit den Anleihen könnte auch in einigen Jahren noch reichen wahrscheinlich sowie Gold. Aktuell kann ich die Sparpläne eh nicht so hoch gestalten wegen der Familie.

    Ich investiere nur das was ich auch entbehren kann, daher kann ich Schwankungen aushalten.

    Was meint ihr mit dem steuerschädlichen Rebalancing also falls verkaufen meint kann ich doch auch immer wieder die Sparpläne anpassen und so das Guthaben Steuern?

    Heist aber auch ihr würdet sagen alles auf den FTSE World (hat ja auch die EM mit drin), Europa und zusätzlich EM gar nicht oder den Anteil reduzieren (80-10-10?)


    Ich bin richtig froh diese Community gefunden zu haben. Ich finde Austausch zu solchen Themen ist mehr wert als vielleicht das richtige Investment. Habe leider schon die ein oder andere schlechte Erfahrung im Bereich Finanzen gemacht. Daher bin ich allen dankbar die sich mit mir hinsetzen und das beurteilen was ich vorhabe und so kann ich dran feilen.

  • Ich bin vor einigen Jahren auch mit dem 'Klassiker' 70/30 gestartet. Dann kam noch ein Momentum ETF dazu. Und das Ganze nicht mit einem 300€ Sparplan.
    In 2024 habe ich dann gemerkt, dass ich allein mit meinen angenommenen Sparraten der nächsten 10 Jahre kaum mehr in der gewünschten Zielgewichtung halten können werde. Vor allem muss man auch ständig die Verteilung der Sparraten anpassen. Ich habe dann auch mal nachgerechnet, was gewesen wäre wenn ich von Anfang an auf einen Welt-ETF gesetzt hätte (wäre besser gewesen ;)).
    Ende 2024 habe ich mich dann entschieden zukünftig nur noch einen Welt-ETF zu besparen (SPDR MSCI ACWI IMI). Und mit dieser Entscheidung bin ich sehr, sehr zufrieden.
    Seither muss ich mich quasi gar nicht mehr ums Depot kümmern.

    PS: M.E. ist auch die Asset-Allokation also das Verhältnis von Aktien (Risikoteil) zu Tagesgeld/Geldmarkt-ETF (sicherer Teil) viel entscheidender für den Anlagerfolg als der konkrete Mix im Aktienteil.


  • PS: M.E. ist auch die Asset-Allokation also das Verhältnis von Aktien (Risikoteil) zu Tagesgeld/Geldmarkt-ETF (sicherer Teil) viel entscheidender für den Anlagerfolg als der konkrete Mix im Aktienteil.

    This!

    FJP Ich gebe dir jetzt einfach mal eine ganz konkrete Empfehlung:

    Mach in deinem freien Depot 100% FTSE All-World (oder SPDR ACWI IMI) und vorläufig sonst nichts, bis auf einen sinnvoll dosierten Notgroschen. Und mit vorläufig meine ich 10 Jahre aufwärts. Und nächstes Jahr schließt du zusätzlich ein möglichst kostengünstiges Altersvorsorgedepot bei einer Direktbank oder einem Neobroker ab und tust dort das gleiche. Bzw. du teilst einfach deine Sparrate auf mit 150 Euro monatlich ins Altersvorsorgedepot und alles darüber hinaus ins freie Depot. Das sieht zwar unfassbar langweilig aus, damit wirst du aber am langen Ende sehr gut fahren. Höchstwahrscheinlich besser als mit allen komplizierten Alternativen.

  • Ich bin richtig froh diese Community gefunden zu haben. Ich finde Austausch zu solchen Themen ist mehr wert als vielleicht das richtige Investment. Habe leider schon die ein oder andere schlechte Erfahrung im Bereich Finanzen gemacht. Daher bin ich allen dankbar die sich mit mir hinsetzen und das beurteilen was ich vorhabe und so kann ich dran feilen.

    Meine Empfehlung: einfach starten. Du hast dir das gut zurecht gelegt. Dein Weg wird vsl. immer mal wieder zu einer Anpassung im Portfolio und der Strategie führen. Jetzt fühlst du dich damit gut aufgestellt und möchtest es gerne so umsetzen. Dann Go !

    Das FT Forum ist eine super Community und du kannst immer wieder ein Feedback zu deinem finanziellen Weg teilen und um Rückmeldung bitte.

  • 70 Prozent Vanguard FTSE All World

    20 Prozent ishares Core msci Em IMI

    10 Prozent amundi Core stoxx Europe 600

    Sieht doch gut aus 70/20/10 und das ohne Kompromisse die nächsten 20-30 Jahre.

    Hatte überlegt einen Themen ETF mit rein zunehmen AI Big Data, jedoch passt der meiner Meinung nicht zu meinem Anlagehorizont von 30-40 Jahren.

    Laß die "Spielereien". Die 3 von oben müssten reichen.

    Soll ein stabiles Portfolio für den langfristigen Vermögensaufbau sein.

    Das wie oben ist für den langfristigen Vermögensaufbau. Stabil, von Woche zu Woche, Monat zu Monat, bzw von Jahr zu Jahr ist es NICHT. Du kannst aber mit einer durchschnittlichen Rendite (über die 20- 30 Jahre) von jährlich 6-7% rechnen. Dropdowns von 20-50% eingeschlossen. Aber durchschnittlich geht es aufwärts.

    Im Verlauf überlege ich noch Anleihen circa in 30 Prozentiger Gewichtung hinzuzunehmen, evtl. Mit einem Anleihen ETF und physisches Gold zu kaufen zur generellen Stabilisieriung.

    Rein in Aktien ist die effektivste Methode zum Aufbau. (s.a. Cederburg Studie). Andere zusätzliche Assets können stabilisieren, aber werden auch die gesamte Rendite des Depots ruinieren.
    Um Anleihen kannst du dich auch noch in deinen 50er Jahren kümmern.

    Notgroschen liegt auf dem Tagesgeld.

    Fehlt mir noch etwas? Und was haltet ihr von den ETFs?

    Aktienfonds sehen gut aus. Notgroschen ist vorhanden. Alles da was du brauchst.

    Alles was ich geschrieben habe, entspricht meiner Meinung, also meinem Weg, wenn ich noch mal so jung wäre. Kein Versprechen, dass es klappt, aber eine sehr gute Möglichkeit.

  • Tut mir leid, aber die Depotzusammensetzung gefällt mir nicht.

    Die Mischung von FTSE All World und dem MSCI EM IMI führt dazu, das Du eine starke Übergewichtung von Südkorea im Depot hast. Tatsächlich sind es fast 5 %. Polen ist am Ende auch übergewichtet aber in einer deutlich kleineren Größenordnung.

    Ich wüsste auch nicht, warum man die EM mit aktuell ca. 30 % gewichten sollte.

    Mit der Aufteilung handelst Du Dir einen zusätzlichen Rebalancing Aufwand ein, den Du bei thesaurierenden ETFs nach einiger Zeit nicht mehr über Deine Sparraten steuern kannst.

    Langer Rede kurzer Sinn: Das wird kein leicht handhabbares Depot.

    Was ist der Grund für die gewählte Zusammensetzung? Geht es um einen möglicherweise zu hohen Anteil von den USA? Dann könntest Du beispielsweise einen FTSE All World mit einem FTSE All World ex USA mischen. Oder willst Du bewusst auf die Regionen Europa und EM wetten?

    Was ist eigentlich aus Deinen alten Anlagen (MSCI World) geworden? Den hätte man mit dem ishares MSCI EM IMI gut ergänzen können und bei Bedarf noch einen MSCI World ex USA hinzunehmen.

    Grundsätzlich lässt sich ein Depot bedeutend leichter in der Balance halten, wenn der wesentliche Baustein auch das größte Gewicht hat. 80(90) % FTSE All World und dazu noch 20(10) % FTSE All World ex USA sind deutlich leichter zu managen, falls sich einzelne Regionen unterschiedlich entwickeln.

  • Im Verlauf überlege ich noch Anleihen circa in 30 Prozentiger Gewichtung hinzuzunehmen, evtl. Mit einem Anleihen ETF und physisches Gold zu kaufen zur generellen Stabilisieriung.

    Anleihen

    30 - 40 Jahre Anlagehorizont und dann Anleihen in 30% aufnehmen? Warum?

    Wenn du die Anleihen aufnehmen willst um einen risikoarmen Teil im Portfolio, also zuzusagen "Cash" (im Sinne der Börse) zu haben, um das Portfolio im Drawdown, Volatilität und auch in der Rendite zu begrenzen, dann auf jeden Fall die Bonität und Laufzeit beachten. mMn nur Anleihen kürzer 3 Jahre Laufzeit, ansonsten hast du das Zinsänderungsrisiko zu stark drin.

    Du kannst dir Anleihe-ETFs mit Laufzeiten von Anleihen >5 Jahre im Kurs anschauen, dann siehst du was ich meine ... das Gegenteil von risikoarm.

    Gold

    Physisches Gold zur Stabilisierung vom Depot. Reales Gold ist nicht so einfach liquidierbar und bedarf andere Sicherheiten (Tresor, Bankschließfach, ...), was wiederum Kosten verursacht. Möchtest du es nur aus Investmentsicht benutzen, um die Volatilität im Depot zu reduzieren, dann ist vielleicht ein Zertifikat (Schuldverschreibung) eine einfachere Möglichkeit -> schneller liquidierbar, dafür eben das Emittentenrisiko. Gold hat eine geringere Korrelation zu Aktien, allerdings keine gegenläufige (Korrelation ist aktuell leicht über 0 - aber nicht -1, also gegenläufig). Das Ausbalancieren mit Gold kann manchmal klappen, manchmal nicht. Weiterhin solltest du dir eine Gewichtung überlegen, denn so wie du es beschreibst benötigst du mehr als die "5% Scheingewichtung", damit es einen nennenswerten Effekt hat. Oft kursiert die 10%-Marke, einige sagen aber auch bis zu 30%.

    ETFs

    70 Prozent Vanguard FTSE All World

    20 Prozent ishares Core msci Em IMI

    10 Prozent amundi Core stoxx Europe 600

    • Warum genau diese Gewichtung? Mit der Gewichtung hast du eine aktive Marktmeinung: Europa und EMs übergewichtet, Japan untergewichtet (relativ zum FTSE All World)
    • Wie handhabst du es mit Rebalancing? Hast du es durchgerechnet, ob es mit steuerschädlichem Rebalancing besser ist als deine Anlage nur in den FTSE All World?

    Vom Grundprinzip ist die ETF-Auswahl besser als ein Girokonto, besser als ein Versicherungsprodukt, ... ;)

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