Steuerreform 2027

  • Geh mal in dich. Bist du häufig für einen Tag krank? Wahrscheinlich nicht. – Die neue Regelung betrifft dich somit gar nicht, somit brauchst du dich auch gar nicht darüber ärgern.

    Und wieder ein Versuch, das auf die persönliche Ebene zu ziehen.


    Warum fordern Unternehmen heute nicht die Krankschreibung ab dem ersten Tag? Warum tun es deine beiden Unternehmer-Kumpel nicht?

  • Videokurs – Finanztip Academy
    Steuern sparen bei der Geldanlage
    Recht & Steuern 10 Kapitel

    Steuern sparen bei der Geldanlage

    Recht & Steuern 10 Kapitel
  • Und wieder ein Versuch, das auf die persönliche Ebene zu ziehen.


    Warum fordern Unternehmen heute nicht die Krankschreibung ab dem ersten Tag? Warum tun es deine beiden Unternehmer-Kumpel nicht?

    Es geht um die Krankschreibung per Telefon... – Natürlich fordern sie eine Krankschreibung ab Tag 1.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich habe mir vorhin unterwegs für 1,70 Euro eine Kugel Minzeis bei einer italienischen Eisdiele gegönnt.

    Apropos Kugel Eis: Damit haben so manche Otto Normalverbraucher (zur Erklärung: Das sind die ohne Konten in der Schweiz und ohne Schweizer Vermögensverwalter in der Familie - so wie bei Dir/Euch ...)

    Wir haben auch Schweizer Konten und einen Vermögensverwalter in der Schweiz

    hier vor Ort längst ein Problem. Preis pro Kugel Eis noch im Jahr 2001 in meiner bevorzugten Eisdiele = 90 Pfennige oder 0,90 DM - Preis aktuell in derselben Eisdiele 2,20 €speranto bzw. Euronen pro Kugel (entspricht 4,30 DM) ...

    1,70 Euro eine Kugel Minzeis bei einer italienischen Eisdiele gegönnt.

    Dieser Preis klingt fast nach einer eher strukturschwachen Gegend und/oder Kleinstadt ... :/


    Mir ist übrigens kein Fall bekannt, bei dem es je gelungen wäre, durch Ausblenden, Wegschauen, Ignorieren usw. die Wirklichkeit zu verändern und/oder die perspektivisch unvermeidlichen "Rendezvous mit der Realität" zu vermeiden. Obwohl es beispielsweise in Brüssel und Straßburg sehr lange ausprobiert wurde ... ^^

    Die "Rendezvous mit der Realität" sind dann oftmals umso schockierender - und solchen Protagonisten bleibt als ultima ratio oft nur noch das Palmström-Motto

    Und er kommt zu dem Ergebnis: Nur ein Traum war das Erlebnis

    Weil, so schließ er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf

    (Aus "Die unmögliche Tatsache" von Christian Morgenstern, Gedicht Palmström)


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Das sind doch nun zwei verschiedene Dinge:

    1. Krankschreibung ab Tag 1

    2. Abschaffung telefonische Krankmeldung

    Mit ersterem kann ich mich locker anfreunden. Zweiteres finde ich sinnbefreit.

    Als Unternehmer setzt man das nicht durch weil es dann einen Aufschrei gäbe. Jetzt gibt es den zwar auch aber nicht der Unternehmer ist schuld sondern die Politik. Den Unternehmer freuts.

    Wobei ich sehr bezweifele, dass das gesamtwirtschaftlich eine Verbesserung gibt.

  • hier vor Ort längst ein Problem. Preis pro Kugel Eis noch im Jahr 2001 in meiner bevorzugten Eisdiele = 90 Pfennige oder 0,90 DM - Preis aktuell in derselben Eisdiele 2,20 €speranto bzw. Euronen pro Kugel (entspricht 4,30 DM) ...

    Dir ganz viel Glück im Gespräch mit dem Besitzer dieser Eisdiele und beim Nachvollziehen, warum er seine Preise weit über die Inflation angehoben hat.


    Und wenn ihr dabei seid - was hat das Eis denn im Jahr 1974 gekostet?

  • Als Unternehmer setzt man das nicht durch weil es dann einen Aufschrei gäbe. Jetzt gibt es den zwar auch aber nicht der Unternehmer ist schuld sondern die Politik. Den Unternehmer freuts.

    lass ich mich halt nächstes mal direkt ne woche krankschreiben, obowhl es anders eben nur 1 oder 2 tage karanzmeldung gewesen wäre.


    bitte schön unternhemen werden das lieben.

    Dieser Preis klingt fast nach einer eher strukturschwachen Gegend und/oder Kleinstadt ... :/

    die findet man zu solchen preisen auch in köln düsseldorf, dortmund, stuttgart, münster, hamburg... allerdings nicht in teuerster innenstadt lage.

  • Samstag 4.7.2026 um 19 Uhr

    Mein radikaler Ansatz: Eigenverantwortung

    Hallo zusammen, Asna, Micha-1  andiii_98@einunzwanzig, volcanosaucin  Sovereign

    ich bin heute Abend zufällig mal wieder hier im Forum gelandet. Es ist wie immer extrem unterhaltend zu sehen, welche Dynamik die Diskussionen hier annehmen – besonders die Ansichten zur Steuerreform.

    Als langjähriger Selbstständiger betrachte ich solche Themen persönlich durch die marktwirtschaftliche Brille. Daher möchte ich zu der Debatte um Krankmeldungen und Lohnfortzahlung eine unpopuläre, aber konsequente Perspektive einbringen.

    Meiner Meinung nach ist der Versuch, es bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall allen recht zu machen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

    Wir müssen der Realität ins Auge blicken: Es gibt immer Menschen, die es mit der Ehrlichkeit nicht so genau nehmen – und das nicht nur bei der Krankmeldung. Das System lädt dazu ein, was am Ende vor allem die ehrlichen Mitarbeiter ausbaden müssen. Nach dem alten Motto: Der Ehrliche ist der Dumme.

    Für mich sieht eine wirtschaftlich vernünftige und am Ende sogar fairere Lösung ganz einfach aus: Geld gibt es nur für tatsächliche Arbeit.

    Wenn ein Mitarbeiter Leistung erbringt, wird er bezahlt. Wenn er nicht arbeitet – egal ob wegen Krankheit, Urlaub, Feiertagen oder aus anderen Gründen –, gibt es vom Unternehmen kein Geld.

    Vorteil für die Arbeitnehmer: Da ich als Unternehmer diese völlig unkalkulierbaren Fehlzeiten nicht mehr einpreisen muss, kann ich für die tatsächlich geleistete Arbeit einen deutlich höheren Grundlohn zahlen.

    Vorteil für das Unternehmen: Ich kann fair, sauber und verlässlich kalkulieren. Es ist schlicht unfair gegenüber den Leistungsträgern, die jeden Tag da sind, das Risiko von Fehlzeiten anderer querzusubventionieren.

    Was passiert im Krankheitsfall? Ganz einfach: Eigenverantwortung.

    Wenn jemand Phasen, in denen er nicht arbeiten kann, nicht durch eigene Rücklagen überbrücken möchte, schließt er privat eine Krankentagegeldversicherung ab. Die Prämie dafür zahlt er bequem aus dem höheren Lohn, den er für seine tatsächliche Arbeit von mir erhält. Damit wäre das Thema vom Tisch.

    Würde man heute einen Staat neu gründen, wäre dieses Prinzip von Leistung und Gegenleistung völlig normal. Das Problem ist lediglich, dass sich viele Menschen über Jahrzehnte an einen gewissen Luxus und soziale Besitzstände gewöhnt haben...

    Was meint ihr? Viele Grüße mal wieder vom schwäbischen Ex-Unternehmer McProfit


  • Wenn ein Mitarbeiter Leistung erbringt, wird er bezahlt. Wenn er nicht arbeitet – egal ob wegen Krankheit, Urlaub, Feiertagen oder aus anderen Gründen –, gibt es vom Unternehmen kein Geld.

    Das ist doch heute schon so.

    In den verhandelten Gehältern sind 30 Urlaubstage, X Feiertage und ein statistisches Mittel an Abwesenheitstagen durch eigene Krankheit, Kinderkrankheit etc bereits berücksichtigt.


    Durchschnittlich sind Mitarbeiter 15 Tage krank, also 3 Wochen.


    Würde man diese Tage nicht bezahlen und davon ausgehen, dass ein MA jeden Tag arbeitet, müssten 75% eines Monatsgehalts unmittelbar aufgeschlagen werden.



    Und weil du schreibst „Leistung erbringt“, kann ich nur sagen, dass ich es in früheren Jobs häufig erlebt habe, dass Anwesenheit am Schreibtisch mit „Erbringen einer Leistung“ gleichgesetzt wurde. Das ist natürlich und offensichtlich absurd.

    Wäre es nicht weit sinnvoller, wenn eben diese Leistung zu bezahlen? Wenn ein Mitarbeiter die schon in 20 Stunden pro Woche in vereinbarter Weise erbringt, hat er den Rest frei, bei voller Bezahlung.

  • lass ich mich halt nächstes mal direkt ne woche krankschreiben, obowhl es anders eben nur 1 oder 2 tage karanzmeldung gewesen wäre.


    bitte schön unternhemen werden das lieben.

    Wer solche Gedanken hat, nutzt in der aktuellen Regelung auch die Telefonkrankschreibung aus... ;)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Diese ganze Consulting-Branche produziert doch nichts, kosten ein Heidengeld und schlussendlich kosten die Ergebnisse Arbeitsplätze.... und jetzt schlagt mich

    Kosten Arbeitsplätze bei den Berateten.
    Bringen Arbeitsplätze bei den Beratenden.

    Und viele der Berater sind "ganz arme Schweine", die können sich nicht mal eigene Socken leisten,... ?(
    Hintergrund.
    In meiner letzten Firma (Werkzeugmaschinenbau) hatte wir 2* diese Consultatnts am Hals.
    Bei der Situationsaufnahme, Einzelgespräche,... 2 junge Consultants und 1 Firmenmitglied, gegenüber sitzend ohne Tisch, Beine übereinander geschlagen und unter den Hosenbeinen kamen die Socken mit großer "Hugo BOSS" Aufschrift zum Vorschein.
    ==> Seitdem waren es immer die armen Leute, die sich nicht mal eigene Socken leisten können.:)

  • Wer solche Gedanken hat, nutzt in der aktuellen Regelung auch die Telefonkrankschreibung aus... ;)

    aktuell gebe ich an bin 2 tage krank, fertig

    kein anruf, kein artzt nix. einfach und unbürokratisch. Telefonische Krankschreibungen habe ich derweil nie genutzt, das einzige wass ich Telefnonisch mache ist dann und wann ein Rezept ausstellen lassen.


    künfitger weg ist dann eben:

    meldung bin krank

    zum artzt gehn und die ganze woche krankschrieben lassen

    einfach weil Menschen wie DU, deine Freunde und die CDU dass ja exakt genau so möchten.

  • Wenn die Notwendigkeit des AU-Beleges ab Tag 1 und die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung als "Komfort-Minderung" verstanden werden sollen, dann könnte man sich fragen, welches Menschenbild hinter solchen Überlegungen steckt. Allerdings könnte man sich auch fragen, ob Feindbild nicht der passendere Begriff wäre. :rolleyes:

  • 1. Krankschreibung ab Tag 1

    2. Abschaffung telefonische Krankmeldung

    Beides zusammen durchgesetzt bedeutet ziemlich Unbehagen für Betroffene.

    Die dann zwangsläufige Folge wäre dann:
    Wenn keine offizielle Krankschreibung vorhanden, dann hattest du halt Urlaub.

    Da wohl rund rund 50% der Arbeitnehmer in D unter einen Tarifvertrag fallen, gelten für die doch weiterhin die tarifvertraglichen Regeln, oder?

  • Wer solche Gedanken hat, nutzt in der aktuellen Regelung auch die Telefonkrankschreibung aus... ;)

    Das ist die zwangsläufige, nicht abwendbare Folge.


    Wenn man heute nicht ganz fit ist, legt man sich einen Tag ins Bett und ist am Tag drauf wieder anwesend.

    Zukünftig geht man zum Arzt, der schreibt direkt 2-3 Tage, wenn nicht den Rest der Woche krank.

    Und im Wartezimmer fängt man sich noch was anders ein und „bekommt“ noch ein paar Tage dazu.

    Das klingt nach einem Konzept, was die Wirtschaft des Landes rettet, ja. Jedenfalls die chinesischen Hersteller von Standardwirkstoffen in Medikamenten.

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