Neuer ETF Sparplan (Neuling)

  • Hey moin alle zusammen

    Bitte habt Verständnis für eine evtl total doofe Frage aber ich bin total verwirrt.
    Ich bin jetzt 36 und Habe noch kein ETF Sparplan und habe mich nun dazu entschlossen, doch anzufangen. Ich beschäftige mich jetzt seit 8 Wochen mit dem Thema und wollte jetzt am 01.08.26 anfangen

    Wichtig zu wissen ich kann erstmal nur mit 100-120€ anfangen. Langfristig möchte ich den Betrag aber erhören.

    Ich lese viel, ich schau viele Videos und mein Kopf raucht langsam.
    Eig dachte ich das ich ein Sparplan anlege und fertig. Jetzt hört man aber das die USA langfristig wohl eher unterperfomen könnte und Schwellenländer mehr Performen könnte.

    Die gängigsten ETF haben ja meistens ~60%usa und nur 10-12% Schwellenländer


    Jetzt ist Meine Frage

    Geh ich lieber als Neuling in den

    •vanguard Ftse all Word ACC
    Nur in den

    •State Street spdr msci world imi

    Oder lohnt es sich evtl. Sogar eine 70/30 oder 80/20 Variante ?

    Zb

    •msci all Word nur usa mit/ emerging market (Schwellenländer) 70/30

    Zu riskant?
    Oder evtl

    Spdr msci world imi und dann noch Schwellenländer dazu mischen wie den emerging market aber dann 80/20 mehr auf Sicherheit ?


    So ihr merkt Mein Kopf ist voll

    Geh ich auf einen Welt?
    Vanguard oder msci world imi

    Oder 70/30 oder 80/20

    Natürlich möchte man auf die nächsten 30 Jahre auch die meiste Rendite. Aber wer will das nicht.

    Lohnt sich bei Neuling überhaupt 70/30 und 80/20????

    Würde mich über nette antworten freuen

    Liebe Grüße

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  • Hallo.

    Klingt jetzt etwas platt, aber: Mach' einfach!

    Was "richtig" oder "falsch" ist, weiß man ohnehin erst hinterher. Im schlimmsten Fall liegt Deine Investmentstrategie ein paar Prozente neben der Perfection. Selbst mit der "falschen" Depot-Komposition wirst Du besser aufgestellt sein als viele andere Kleinsparer/Privatanleger.

  • Ich lese viel, ich schau viele Videos und mein Kopf raucht langsam.

    Ich beschäftige mich jetzt seit 8 Wochen mit dem Thema

    Typischer Fall von „Paralyse durch Analyse“. Nimm den SPDR ACWI IMI und fertig. Sagt Finanztip, und der Meinung schließe ich mich an.

    Und ab Januar 2027 wechselst du mit deiner Sparrate bis zur Höhe von 150 Euro monatlich in den gleichen ETF zum neuen Altersvorsorgedepot. Und den bis dahin angesparten ETF Sparplan lässt du einfach liegen bis deine Sparrate höher als 150 Euro sein wird. Aber bitte deshalb jetzt nicht weitere 6 Monate warten, sondern einfach anfangen ;)

  • Genau so! Anfangen und vor allem dabei bleiben ist deutlich wichtiger als den perfekten ETF zu wählen. Du solltest einen möglichst breit streuenden wählen.

    Der SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (ISIN IE00B3YLTY66) ist eine hervorragende Wahl und beinhaltet eben auch Schwellenländer.

    Ich kann dir nur raten einen EINZIGEN ETF zu nehmen auch wenn das einigen hier nicht passt. Glaube mir, es ist die pflegeleichteste Lösung und du wirst es mit steigendem Vermögen zu schätzen wissen, dass du dir keinen Kopf um Rebalancing etc. machen musst.

    Du bist damit voll investiert, voll im Risiko aber kannst trotzdem ruhig schlafen weil du gut gestreut hast. Die Ländergewichtungen passen sich automatisch an.

    Falls du später auch einen "sicheren" Vermögensteil möchtest kannst du zusätzlich einfach EINEN Geldmarkt ETF dazu sparen wie den Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF (ISIN LU0290358497). Das würde ich aber an deiner Stelle noch etwas schieben. Du bist jung und kannst ins Risiko.

    Einfach mal machen :thumbup:

  • Ich hatte auch Sorge wegen dem hohen US-Anteil und tendierte auch dazu mehrere ETFs zu kombinieren aber ich wollte lieber mein Depot so einfach wie möglich halten. Die von dir genannten ETFs sind nach Marktkapitalisierung gewichtet und passen sich automatisch mit der Zeit selbst an, sollte mal die USA abgelöst werden durch ein anderes Land.

    Von daher, such dir einen von dir bereits genannten aus. Sind alle top.

  • Ich lese viel, ich schau viele Videos und mein Kopf raucht langsam.

    Ging mir auch so als ich mich 2018/2019 mit dem 'perfekten' ETF-Depot beschäftigt habe. Schließlich habe ich mich für die Aufteilung 70% MSCI World und 30% MSCI EM entschieden.
    War ja oft zu finden als 'optimale' Aufteilung. :/

    Tja, inzwischen bin ich zu einem strikten Verfechter des einen ganze Welt-ETF für den Aktienteil geworden. Seit Ende 2024 investiere ich frisches Geld nur noch in den SPDR MSCI ACWI IMI. Der FTSE All World wäre mir auch recht gewesen, aber den SPDR kann ich bei meinem Broker kostenlos besparen.
    Die Gründe für meinen Sinneswandel habe ich hier ausführlich erläutert:

    monstermania
    22. Januar 2025 um 10:16

    Fall Dich das nicht überzeugt hier die Rendite meines ETF-Depot im Vergleich zum MSCI ACWI IMI über die letzten 6,5 Jahre:

    Stand heute: über -12% underperformance gegenüber dem MSCI ACWI IMI :rolleyes:

    PS: Und egal wofür Du Dicht nun entscheidest fang am 01.08.26 endlich an! Du geht mit dem Kauf eines ETF kein Eheversprechen ein. Du kannst wieder verkaufen wenn sich Deine Ansichten ändern.

  • Das ist die Folge von 30% EM- wurde das wirklich jemals empfohlen? 30% !?

    Ja! ;)
    Und wenn Du Dir die langfristigen Daten ansiehst ist es auch zu begründen.
    Hier mal ein Artikel, der mich seinerzeit überzeugt hat:
    https://www.finanzen-erklaert.de/msci-world-msc…r-optimale-mix/

    Aber: Die Wahrheit liegt auf dem Platz, wie mal jemand so schön gesagt hat. Die Theorie nutzt einem eben nix. Und wir schauen ja immer nur in die Vergangenheit.
    Die Aufteilung von 70/30 wäre bis 2019 optimal gewesen. Über die Zukunft sagt das nur leider nicht viel aus.

  • Tobibhv du könntest schon seit 6 Wochen investiert sein;)

    Zögern bringts nicht. Den ACWI IMI, das AV-Depot und ein Betrag auf einem Tagesgeldkonto, wodurch du das Depot unberührt lassen kannst. Falls es den noch nicht gibt, die mögliche Sparrate aufteilen.

    Hast du schon geschaut, ob ein ungenutztes Sportstudio- oder Streamingabo, Kaffee to go oder das morgendliche belegte Brötchen beim Bäcker deinen Etat belasten? Da schlummert ein kleines Vermögen.

  • Finanztest 12/2025 listet auf Seite 91 eine ganze Reihe von 1.-Wahl-ETFs auf.

    Da man einen Screenshot davon hier wahrscheinlich nicht posten darf, hier beispielhaft mal 3 Stück daraus.

    State Street SPDR MSCI World UCITS ETF (ISIN: IE00BFY0GT14)

    Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BJ0KDQ92)

    Amundi Core MSCI World UCITS ETF Acc. (ISIN: IE00BKX55T58)


    Der hier bereits empfohlene SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (ISIN IE00B3YLTY66) wird in Finanztest auch empfohlen, ist dort allerdings etwas teuer angegeben als die o. g. 3 und mit etwas weniger Rendite 1 J./5J..

    Spricht im Vergleich mit dem MSCI ACWI IMI etwas für oder gegen die 3 o. g. ETFs?


    Hätte zudem eine ähnliche Frage wie der TE.

    - möchte erstmals ein Depot eröffnen

    - kaum Plan von der Materie, nur mittlerweile einiges dazu gelesen

    - ca. 100k Einmalanlage

    - zusätzlich 600 Euro monatlicher Sparplan

    - 10 Jahre+ einzahlen (und am besten nicht oder nur alle paar Jahre einmal ins Depot schauen)

    - kein allzu hohes Risiko eingehen

    - einen einzigen World-ETF (z. B. einen der o. g.) kaufen, also Einmaleinzahlung + Sparplan für denselben ETF im selben Depot kombinieren


    Wäre das eine gute Anlagestrategie?

    Oder sollte man das besser sein lassen/ändern? Bzw. könnte man etwas besser machen?

    Das Depot würde ich gerne bei der Postbank eröffnen. Weil das Girokonto auch da ist und dann alles unter 1 Dach ist und flott geht.
    Neobroker sind mir etwas verdächtig, befürchte immer, die gehen pleite oder es ist sonst etwas damit.

    Falls ein Neobroker, würde wohl Traders Place in Betracht kommen. Aber da, wie bei vielen Neobrokern schreckt mich zudem die involvierte Baader Bank ab. Man liest fast nur Schlechtes über die.

    Wäre das so eine gute Strategie? :/

  • Mit keinem der genannten Standard-ETF machst du etwas falsch. Für die Bequemlichkei bei der Postbank müsstest du etwas höhere Handelskosten bei Einzelkäufen hinnehmen.

    Hört sich also alles sinnvoll an. Schadet nicht, wenn du nach und nach etwas Wissen über Geldanlage ansammelst. Ist keine Startbedingung. Macht aber ruhiger, wenn es an den Börsen mal ruckelig zugeht.

  • Spricht im Vergleich mit dem MSCI ACWI IMI etwas für oder gegen die 3 o. g. ETFs?

    Die 3 genannten ETF sind nicht mit dem MSCI ACWI (IMI) vergleichbar, da Sie nur die Industrieländer abdecken und im Gegensatz zum MSCI ACWI keine Schwellenländer enthalten.
    Daher solltest Du zunächst mal für Dich klären, ob Du in die gesamte Weltwirtschaft investieren willst oder ganz bewusst nur in die Industrieländer.

    Klingt für mich Ok. So in etwa habe ich vor 6,5 Jahren auch angefangen. ;)
    Das mit dem Risiko ist natürlich zu hinterfragen. So ein 100%-Aktien-Depot kann auch mal um 50% einbrechen und dieser Einbruch kann dann auch mal mehrere Jahre dauern. Zuletzt hatten wir so eine Phase von 2000-2012. Muss man dann aushalten können, wenn es so kommt.

    Das Depot würde ich gerne bei der Postbank eröffnen. Weil das Girokonto auch da ist und dann alles unter 1 Dach ist und flott geht.
    Neobroker sind mir etwas verdächtig, befürchte immer, die gehen pleite oder es ist sonst etwas damit.

    Falls ein Neobroker, würde wohl Traders Place in Betracht kommen. Aber da, wie bei vielen Neobrokern schreckt mich zudem die involvierte Baader Bank ab. Man liest fast nur Schlechtes über die.

    Wäre das so eine gute Strategie? :/

    Ich kann zur Postbank nix sagen. Weder als Bank noch als Broker.
    Scalable Capital soll recht zuverlässig sein. Und vor einer Pleite des Brokers oder des ETF-Eimittenten brauchst Du keine Angst zu haben. Ein Depot ist Sondervermögen.
    Ansonsten einfach mal hier schauen:
    https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/

  • Von den ETFs auf deiner Liste gibt es bei der Postbank im Sparplan nur den XTrackers IE00BJ0KDQ92 und den Vanguard IE00BKX55T58 (nicht Amundi, wie es da steht). Noch ein Hinweis: Der Vanguard ist ausschüttend, alle anderen sind thesaurierend, behalten also die Ausschüttungen im Fondsvermögen. Hat beides Vor- und Nachteile.

    Überlege doch auch noch mal, ob du nur in Industrieländer investieren willst (MSCI World/FTSE Developed) oder auch in Schwellenländer (MSCI ACWI oder FTSE All-World), oder sogar noch breiter gestreut durch die Hinzunahme kleinerer Unternehmen (ACW IMI)

    Deine Einmalanlage kostet bei der Postbank je nach ETF bis zu 69,95€, das ist bei der Anlagesumme nicht viel, man kann aber woanders noch ein bisschen sparen. Ich habe mit der Postbank keine Erfahrung, würde aber tendenziel trotzdem einen anderen Broker vorschlagen. Die ING ist für deine Zwecke eine Top-Adresse.

    Ansonsten einfach mal hier schauen:
    https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/

    Und danach dann gleich noch hier:

    https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/etf-finder/

  • britty  Motas91  monstermania  fabioso

    Vielen Dank an alle für die Rückmeldung! :thumbup:

    Ja, genau, es ist so, wie fabioso schreibt: Leider hatte ich mich im Finanztest-Heft 12/2025 in der Zeile vertan und den ausschüttenden Vanguard hingeschrieben, statt des direkt darüber positionierten, thesaurierenden Amundi, wie ich es eigentlich wollte. Mein Fehler.

    Für mich persönlich kommt nach derzeitigem Sachstand nur ein thesaurierender ETF in Betracht. Möchte das Maximum an Kapital in den 10 Jahren erwirtschaften, deshalb besser alles wieder reinbuttern.

    Gute Frage, ob ich lieber nur in Industrieländer investieren will oder auch in Schwellenländer. Die von mir genannten ETFs (nur Industrieländer) haben etwas mehr erwirtschaftet als der anderweitig empfohlene SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (der übrigens auch bei der Postbank verfügbar ist). Allerdings hatte ich irgendwo gelesen, dass man zwecks Risikominimierung heutzutage auch in Schwellenländer investieren sollte.

    Keine Ahnung, ob das so zutrifft. Möglicherweise habe ich es auch falsch verstanden. Falls es aber so ist, dass es sicherer ist, auch zusätzlich in Schwellenländer zu investieren, würde ich eher zum SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF tendieren. Der wird mir auch als erstes im hiesigen ETF-Finder empfohlen, wenn man nach ETF inkl. Schwellenländer sucht.

    Richtig, dass die Postbank flott beim Depot ist, kann ich aus eigener Erfahrung als widerlegt bestätigen. :D Hatte einige Fragen an die. Bin deshalb zunächst in meine Postbank-Filiale vor Ort gegangen. Dort hat man mich abgewimmelt. Hier könne keiner Fragen zum Depot/Wertpapieren beantworten.

    Für solche Fragen/Beratungen gebe es spezielle Schulungen, daran würden nur handverlesene Mitarbeiter teilnehmen. =O In dieser Filiale sei kein solcher Mitarbeiter fest tätig. Überhaupt sei in dieser Filiale nur eine einzige Mitarbeiterin für solche Beratungen qualifiziert. Und diese Mitarbeiterin tingele im Umkreis von 70 Kilometern zwischen mehreren Filialen hin und her und sei in der hiesigen Filiale nur alle 2 Woche 2 Tage anzutreffen. Jetzt habe sie aber erstmal 2 Wochen Urlaub. =O=O=O

    Dann online einen Beratungstermin für Depot/Wertpapiere versucht festzulegen. Für meine Filiale war das nicht möglich. Ständig Fehlermeldung. =O Bei sehr weit entfernten Filialen ging es aber (habe ich zu Testzwecken versucht).

    Dann bei der Postbank-Telefonberatung angerufen. Nein, sagt die freundliche Dame, mit allem anderen kenne sie sich aus, zu Depot/Wertpapieren könne sie aber nichts sagen. Keinesfalls. Aber eine Fachabteilung kenne sich da gut aus. Nein, durchstellen könne sie mich nicht. Aber meine Daten für einen Rückruf notieren. Hat dann versprochen, dass ich gestern zwischen 14 und 18 Uhr einen Rückruf dieser Fachabteilung bekomme. Garantiert. Kam dann auch eine Bestätigungs-Mail, dass das so vereinbart war.
    Bloß der Rückruf kam nie. Bis jetzt nicht. =O=O=O

    So geht´s zu bei der Postbank. ^^ Dabei hatte ich gar keine komplizierten Fragen, sondern wollte nur Generelles wissen zu kostenlosen Sparplänen und Einmalanlagen - z. B. ob die Möglichkeit besteht, dass bei einem Depot mit kostenlosem ETF-Sparplan, bei dem man zusätzlich eine Einmalanlage durchführt, die Kosten von in meinem Fall 69,95 Euro, wie fabioso zutreffend schreibt, irgendwie umgehen kann.
    Aber selbst solche Fragen wollten die Postbank-Mitarbeiter nicht beantworten, sondern blockten bereits ab, bevor ich überhaupt Fragen formulieren konnte.

    All das spricht eindeutig gegen die Postbank. Dennoch hänge ich irgendwie an dem Laden, weil das Girokonto dort ist, dann alles zusammen wäre und ich mit dem Onlinebanking sehr gut zurechtkomme. Beratung bräuchte ich später vermutlich auch nicht mehr, wenn mal alles investiert ist.

    Bei der ING habe ich mal geschaut. Die hat im Finanztip-Test ja wesentlich besser abgeschnitten als die Postbank. Die Einmalanlage von 100k würde dort allerdings genau so viel kosten wie der bei Postbank, nämlich 69,90 Euro.

    Zusätzlich wollte ich bei der Postbank bleiben, weil ich dort bereits legitimiert bin und dachte, das Depot könnte man dann einfach in wenigen Minuten aus dem Onlinebanking eröffnen. Irrtum. Scheint nicht zu funktionieren. Auch wenn man schon legitimiert ist, muss man wohl noch einen eigenen Antrag ausfüllen, (ausdrucken) und hinschicken.
    Dieser Arbeitsschritt würde also bei der Postbank genau so fällig wie bei allen anderen Anbietern.

    Muss mir mal noch anschauen, wer von den Neobrokern mit kostenloser Einmalanlage (bzw. für 1 Euro) die beste Benutzeroberfläche bietet. Vielleicht dann doch so etwas in Anspruch nehmen statt Postbank. Die Befürchtungen wegen möglicher Pleite eines Anbieters sind ja dank monstermania ausgeräumt. Gibt aber so oder so wohl höchstens 22.000 Euro oder so zurück, falls irgendetwas schief laufen sollte.

    Hatte auch irgendwo gelesen, dass zumindest Traders Place neuerdings Echtzeitüberweisungen hin und her unterstützt. Bedenken habe ich da trotzdem noch wegen der massiven Kritik an der Baader Bank.

  • Die Baader Bank hat sich vor einer Weile neu aufgestellt.

    Ich habe ein Depotteil von der DKB zu smartbroker+ umgezogen, hat alles geklappt, auch guter Support.

    Traders Place ist fast ein Zwilling, wenn du in die Tests schaust. Hab immer mal geschaut, wenn hier etwas Bemerkenswertes wie z.B. Quellensteuer NL thematisiert wurde. Alles ok gewesen, auch bei Kapitalmaßnahmen, Abrechnungen.

    Den 1 EUR kosten bei beiden nur die Einzelorder unter 500 EUR. Ansonsten Kauf und Verkauf ab 500 EUR kostenlos. SEPA-Lastschrifteinzahlung geht innerhalb Sekunden.


    Hast du dir schon mal den Invesco FTSE All World angeschaut? Incl. Schwellenländern.

    https://www.onvista.de/etf/Invesco-FT…TF-IE000716YHJ7

  • Bei der ING habe ich mal geschaut. Die hat im Finanztip-Test ja wesentlich besser abgeschnitten als die Postbank. Die Einmalanlage von 100k würde dort allerdings genau so viel kosten wie der bei Postbank, nämlich 69,90 Euro.

    Nein, der ACW IMI ist bei der ING ein Aktions-ETF, da kostet der Kauf ab 1000€ pauschal 1,90€. Im Sparplan kostenlos.

    Schau mal hier unter Ordergebühren:

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…TY66#uebersicht

    Klarer Tipp von mir: IE00B3YLTY66 bei der ING

  • Die Befürchtungen wegen möglicher Pleite eines Anbieters sind ja dank monstermania ausgeräumt. Gibt aber so oder so wohl höchstens 22.000 Euro oder so zurück, falls irgendetwas schief laufen sollte.

    Liebe(r) Goldie ,
    tritt noch mal etwas zurück und lies Dich noch mal ein paar Tag ein.
    Wo Du die 22.000€ her hast erschließt sich mir nicht. Dein Depot ist Sondervermögen! Und zwar in voller Höhe.
    Es gibt irgendwo eine Haftungsgrenze bei vorsätzlichem Betrug!!!
    Nur das würde ich bei einem in Deutschland registrierten/reguliertem Broker für Kleinkunden (Massenmarkt) schlichtweg ausschließen. Die Broker sind ja an Banken angeschlossen. Da müsste ja nicht nur der Broker, sondern auch die dahinterstehende Bank Hand in Hand in vorsätzlich krimineller Absicht zusammen arbeiten.:/
    Mir ist kein Fall bekannt, bei dem je ein Kleinkunde der bei einem reguliertem Broker Kunde war durch Betrug Geld verloren hätte.
    Ja, es gab kriminelle Handelsaktivitäten (Phoenix).
    https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-348550.html

    Aber das Geschäft von Phoenix hatte mit dem Kauf eines ETF ungefähr soviel zu tun wie ein Handkarren mit einem Formel-1 Fahrzeug. Nur weil an beiden Fahrzeugen Räder dran sind ist es es eben nicht das Gleiche! ;)

    Für mich persönlich kommt nach derzeitigem Sachstand nur ein thesaurierender ETF in Betracht. Möchte das Maximum an Kapital in den 10 Jahren erwirtschaften, deshalb besser alles wieder reinbuttern.

    Gute Frage, ob ich lieber nur in Industrieländer investieren will oder auch in Schwellenländer. Die von mir genannten ETFs (nur Industrieländer) haben etwas mehr erwirtschaftet als der anderweitig empfohlene SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (der übrigens auch bei der Postbank verfügbar ist). Allerdings hatte ich irgendwo gelesen, dass man zwecks Risikominimierung heutzutage auch in Schwellenländer investieren sollte.

    Für die Renditen der Vergangenheit können wir uns Alle nichts kaufen! Ja, in den letzten 15 Jahren sind die Börsen der Industrieländer tendenziell besser gelaufen als die Börsen der Schwellenländer. Es weiß aber niemand, wie es in den nächsten 10, 20 oder gar 30 Jahren sein wird.
    Es gab Phasen an der Börse, in denen es völlig egal war, ob Du einen MSCI World (Industrieländer) oder einen All-World (mit Schwellenländern) investiert warst! In diesen Phasen läuft ein Börseninvestment einfach schlecht.
    Zuletzt hatten wir eine solche Phase von 2000-2009.

    Hier mal die Entwicklung Deiner Anlage, wenn Du im Januar 2000 100.000€ investiert hättest und dann per Sparplan jeden Monat 600€:

    Die breiten Aktienmarktrenditen rentierten in diesen 10 Jahren negativ!
    Es sollte Dir auf jedem Fall bewusst sein, dass es nach 10 Jahren auch wie im obigen Diagramm aussehen könnte. Aber, wenn Du Dein Geld dann nur 5 Jahre länger einfach liegen gelassen hättest, wäre die Rendite schon wieder deutlich positiv gewesen!

    Ich habe mich als ich 2019 an die Börse gegangen bin ganz bewusst dafür entschieden mich langfristig an der Weltwirtschaft zu beteiligen. Im Idealfall bis zu meinem Tod.
    Ich bin jetzt Mitte 50 und hoffe noch auf weitere 30 Jahre. 30 weitere Jahre Leben und 30 weitere Jahre leben mit meinem Depot und der Beteiligung an der Weltwirtschaft!

    Zur Brokerwahl
    Die Wahl des Brokers spielt viel weniger eine Rolle als Deine Fähigkeit auch dabei zu bleiben, wenn die Börse mal Achterbahn fährt! Die hängst Dich hier an 70€ Kosten auf. Wohlgemerkt um 100K zu investieren (=0,07%!!!). Du regst Dich darüber auf, dass Niemand zurück ruft.
    Schau Dir an wie viele Broker/Direktbanken es gibt. Das ist wie die Wahl Deines Telefonanbieters. Jeder Anbieter gibt vor der Billigste/Beste zu sein. Im Gegensatz zum Telefonanbieter kannst Du aber auch mehrere Broker parallel nebeneinander haben.
    Das muss man nicht. Ich bin auch nur bei einem Broker. Und sicher auch nicht beim Billigsten/Besten. Aber es funktioniert alles was ich brauche.
    Für mich wäre es z.B. ein NoGo, wenn ich heutzutage noch etwas per Briefpost erledigen müsste.

    Fazit: Such Dir einen Broker und fang erstmal an. Richte doch erstmal Deinen Sparplan von 600€ ein und schau Dir das mal 1-2 Monate an. Was es mit Dir macht, wenn Du siehst wie der Kurs täglich um 1% auf und ab schwankt.
    Und dann investierst Du nicht gleich 100.000€, sondern verteilst Deine Investition gleichmäßig auf 3-6 Monate. Und wenn Du Dich unwohl fühlst, hörst Du halt auf.
    Allemal besser, als nach 2 Monaten panisch Alles zu verkaufen, weil die Kurse um 10% nachgeben.
    Viel Erfolg.

    PS: Wer Schwimmen lernen will, muss überhaupt erstmal anfangen die Füße ins Wasser zu halten.

  • britty  fabioso  monstermania

    Vielen Dank für die freundliche und sehr hilfreiche Unterstützung. :thumbup:

    Ok, dann sollten die Baader Bank und Smartbroker+ bzw. Traders Place kein Problem (mehr) sein.

    Ja, stimmt, bei der ING kostet der SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (ISIN IE00B3YLTY66) tatsächlich nur 1,90 Euro. So "blind" geht man durchs Leben. Hatte die vermuteten Kosten von 69,90 Euro nur hier in der Vergleichstabelle abgelesen und nicht bei der ING selbst geschaut. Wie was gelernt. :)

    Mittlerweile habe ich mir auch mal bei Youtube den ING-Depottest von Zenodepot angeschaut. Kommt dort ja ganz gut weg und man braucht demnach das ING-Verrechnungskonto nicht unbedingt dazwischenzuschalten, sondern kann direkt zwischen Depot und seinem Girokonto bei einer Fremdbank (wäre bei mir der Fall) kommunizieren. Das wäre natürlich ein Pluspunkt.

    Je mehr man liest, umso mehr Unklarheiten entstehen. (Zumindest) bei Traders Place ist nur der Handel/Kauf von ETFs über gettex kostenlos (wenn ich es richtig verstanden habe) und Xetra ist recht teuer (zumindest für Einmalanlagen).
    Bei der ING geht es kostenlos über tragegate und Xetra kostet pauschal 2,90 Euro.

    Fällt das ins Gewicht, sollte man denn einen bestimmten Börsenplatz für den ETF-Sparplan bevorzugen? Und wie wäre es mit der 100k Einmalanlage, worüber sollte man die denn am besten kaufen und zu welcher Uhrzeit (hatte irgendwo gelesen zwischen 13.30 und 15.30 Uhr, kann aber sein, dass ich das schon wieder verwechsele)?


    Ja, die Sache mit den 22.000 Euro Entschädigung habe ich falsch verstanden. Danke für die Aufklärung. :thumbup:

    Nochmaliges Einlesen ergab hierzu: Diese Entschädigung gibt es nur im extremem Ausnahmefall (z. B. Betrug, Veruntreuung). Das Depot mit dem ETF selbst ist an sich vollkommen schutzlos und könnte schlimmstenfalls auch ohne Entschädigung komplett verloren sein, falls es ganz schlimm kommen sollte mit dem besparten ETF.

    Ok, es ist mir also bewusst, dass der ETF auch nach 10 Jahren extrem ins Minus gerutscht sein könnte. Allerdings versuche ich das zu verdrängen.

    Meine diesbezügliche Bewältigungs- bzw. Anlagestrategie sieht so aus:

    Einen einzigen ETF kaufen, einfach die Einmalanlage 100k, dann monatlich 600 Euro Sparplan und ansonsten das Thema jahrelang "vergessen", sich gar nicht darum kümmern, nichts lesen dazu, nichts recherchieren, nicht ins Depot schauen (höchstens 1 Mal im Jahr).

    Denn ehrlich gesagt bin ich eher der Typ, der sich Sorgen macht und dann jahrelang keine ruhige Minute mehr und riesig Stress hat, wenn ich einmal entdeckt habe, dass meine Anlage (relevant) im Minus ist (so ab ca. 5 % Minus oder so). Deshalb wegen des Seelenfriedens lieber diese Strategie. Und in 10 Jahren gucke ich dann rein und bin dann idealerweise am gewünschten Ziel.

    Würde sicher jetzt nochmal drüber nachdenken und ein paar Tage drüber schlafen. Insgesamt möchte ich es - Stand jetzt - so schnell wie möglich hinter mich bringen, also anlegen. Vielleicht mache ich es aber auch wie empfohlen, dass die 100k in 2-3 Teilen verteilt über einige Monate angelegt werden. Nur können die nicht angelegten Teile in dieser Zeit auch nichts verdienen (außer schmalen Tagesgeldzinsen) und würde mich gedanklich doch ständig beschäftigen (was vermieden werden soll).

    Um in der Analogie von monstermania zu bleiben: Erstmal die Füßen ins Wasser halten oder lieber ins (noch ziemlich) kalte Wasser springen? :/

    Außerdem bliebe dann noch die Entscheidung zwischen dem von fabioso empfohlenen

    SPDR MSCI ACWI IMI

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…TY66#uebersicht

    und dem von britty empfohlenen (deute ich mal als Empfehlung)

    FTSE ALL-World UCITS

    https://www.onvista.de/etf/Invesco-FT…TF-IE000716YHJ7


    Mit meinen bescheidenen Bordmitteln könnte ich dann allenfalls folgende Entscheidungskriterien erkennen:

    - beide viel USA, 60+ % --> nicht ganz so gut, oder?

    - der FTSE ALL-World UCITS ist deutlich jünger (nicht so gut, oder?)

    - der SPDR MSCI ACWI IMI hat ein ca. 50% höheres Fondsvolumen (höher = besser, oder?)

    - der FTSE ALL-World UCITS hat minimal höhere Kosten


    Die Qual der Wahl :)

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