Zeitwertkonto - sinvoll? In welchem Rahmen?

KI-Zusammenfassung

: Lohnt sich ein Zeitwertkonto als Versicherungslösung mit 1 % Garantiezins und derzeit etwa 3,5 % Verzinsung, wenn damit Überstunden, Urlaub oder Bruttolohn für eine spätere Auszeit oder den früheren Ruhestand genutzt werden sollen?

Lohnt sich ein Zeitwertkonto als Versicherungslösung mit 1 % Garantiezins und derzeit etwa 3,5 % Verzinsung, wenn damit Überstunden, Urlaub oder Bruttolohn für eine spätere Auszeit oder den früheren Ruhestand genutzt werden sollen?

  • Mehrere Beiträge sehen die Kosten des Modells von 2,22 % je Einzahlung und 0,82 % jährlich kritisch, auch weil ein Teil der Verzinsung nicht durchgehend garantiert erscheint.
  • Andere Beiträge ordnen das Konto als Werkzeug für Freistellung ein, bei dem Steuer-, Sozialversicherungs- und Planungseffekte sowie Arbeitgeberregeln wichtiger sein können als Renditevergleiche.

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  • Hallo zusammen,

    ich habe die Möglichkeit ein Zeitwertkonto einzurichten. Ich habe damit bis jetzt keine Erfahrung und wollte mal in die Runde fragen, ob das sinnvoll ist bzw. in welchem Rahmen.

    Das Zeitwertkonto wird als Versicherungslösung mit Garantie angeboten. Der AG legt die eingesparten SV-Beiträge zusätzlich an, sonstige Zuschüsse gibt es nicht.

    Eingezahlt werden kann:

    - Überstunden (begrenzt)

    - Urlaubstage (begrenzt)

    - Sonderzahlungen oder monatlich vom Brutto

    Verzinsung:

    - Garantierter Zins: 1%

    - Zinsüberschussanteil: 1.75%

    - Schlussüberschuss (derzeit): 0.75%

    Insgesamt derzeit bei längerer Laufzeit: ca. 3.5%

    Kosten:

    - Beitragsbezogene Kosten: 2.22%

    - Verwaltungskosten: 0.82%

    Freistellung: min. 1 Monat oder länger, bei 70-130% des durchschnittlichen Bruttogehalts.

    Dass das kein Rendite-Wunder ist, ist mir bei den Zahlen klar :D Ich sehe die Attraktivität eher in einer bezahlten Auszeit und/oder früherem Rentenbeginn (bin 45).

    Fragen:

    - Sind die oben genannten Bedingungen einigermaßen akzeptabel bzw. was man eben von einem Zeitwertkonto erwarten kann? Oder komplett unterirdisch?

    - Wieviel würdet ihr einzahlen? Nur Überstunden oder auch vom Brutto?


    Danke für eure Erfahrungswerte und Tips :)

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  • Klingt nach einem ziemlich schlechten Geschäft. Wenn du also Glück hast und die 3,5% Verzinsung bekommst sind das bei angenommenen 1000€ Sparrate 35€ Zinsgewinn im Jahr, dem Gegenüber stehen aber Kosten von ca. 31,50€, viel schlechter geht ja kaum.

  • Klingt nach einem ziemlich schlechten Geschäft. Wenn du also Glück hast und die 3,5% Verzinsung bekommst sind das bei angenommenen 1000€ Sparrate 35€ Zinsgewinn im Jahr, dem Gegenüber stehen aber Kosten von ca. 31,50€, viel schlechter geht ja kaum.

    Bei den beitragsbezogenen Kosten von 2.22% habe ich das so verstanden, dass es einmalig auf jeden geleisteten Beitrag anfällt (also quasi "Ausgabeaufschlag"). Insofern, das erste Jahr eines jeden Beitrags wäre durch die Kosten mehr oder weniger zinslos, danach würden "nur" 0.82% laufend abgeknapst werden.

    Wenn das allerdings laufende Gesamtkosten von 2.22%+0.82% sind, dann ist das wirklich ein Nullsummen-Spiel bei der potentiellen Verzinsung - da wird es echt schwer den Sinn dahinter zu erkennen! ^^

  • Ein Tag Urlaub hat dann Gegenwert aus dem Ergebnis folgender Berechnung Monatsbrutto / 173,33 x 8 (Stunden).

    Somit hätte ein Urlaubstag auf dem Zeitwertkonto einen Gegenwert von 184,64 Euro vor Kosten.

    Du kannst für dich bewerten, ob dir ein Tag weniger Urlaub weniger das finanziell wert ist.

  • Unter einem Zeitwertkonto würde ich erwarten, dass du 1 Std. einzahlst und irgendwann die eingestellte Stunde entnehmen kannst. Für ein Sabbatical oder früheren Ruhestand oder... Die Wertsteigerung ergibt sich durch eine Steigerung deines Stundenlohns.

    Dass der AG das eingestellte Kapitlal insolvenzsicher anlegt ist klar, ist aber dessen Verantwortung. So sieht es für mich nach Gehaltsumwandlung in ein Versicherungsprodukt aus. Warum sollte man so etwas tun?

  • Die Problematik bei solchen Konten ist, dass die Zeit, die man einzahlt zu dem zum Einzahlungszeitpunkt geltenden Stundenlohnsatz geschieht. Es wird also nicht Zeit angespart, sondern die Zeit wird in Geld (bezogen auf den aktuellen Stundenlohn) umgerechnet. Beispiel: 1 Std = 40€

    Steigt im laufe der Zeit dein Stundenlohn durch Tariferhöhungen an (z.B. von 40 auf 45€ pro Std.) und du willst aus diesem Konto Zeit entnehmen, wird der zum der zum Zeitpunkt der Entnahme geltende Stundenlohn zur Berechnung herangezogen. Die Stunde die du jetzt entnehmen willst, kostet dich jetzt 45€, hast aber nur 40€ eingezahlt, somit ist dein Guthaben nur noch 0,88 Std wert.

    Sprich: Dein Guthaben wird durch deine Gehaltserhöhungen entwertet, da du weniger Zeit rechnerisch heraus bekommst als du eingezahlt hast. Durch Zuschüsse vom Arbeitgeber kann dieser Effekt womöglich ausgeglichen werden, da dieser auch Sozialabgaben spart, wenn du in solch ein Konto einzahlst.

    In meinen Augen macht so ein Konto nur Sinn, wenn man unbedingt ein Zeitkonto führen möchte und einem der mögliche finanzielle Nachteil nicht so wichtig ist. Stichwort: Zeit ansparen fürs frühere Ausscheiden aus der Firma. Aber das kann man evtl auch relativ kurz vor dem Ausscheiden durch hohe Einmalzahlungen regeln, da müsstest du in deine Bedingungen reinschauen, was da möglich ist.

    Vorteil: Das Geld liegt nicht nahezu unverzinst in dem Zeitkonto und kann nicht durch die Tarifsteigerungen entwertet werden.

  • Ein Zeitwertkonto ist kein langfristiges Sparprodukt, sondern ein Vehikel für eine Auszeit oder die Ausgestaltung des Übergangs in den Ruhestand.

    Für den konkreten Zweck kann es ein geeignetes Werkzeug sein, es ist aber kein Multitool.

  • Fragen:

    - Sind die oben genannten Bedingungen einigermaßen akzeptabel bzw. was man eben von einem Zeitwertkonto erwarten kann? Oder komplett unterirdisch?

    - Wieviel würdet ihr einzahlen? Nur Überstunden oder auch vom Brutto?

    Wird der Vertrag zufälligerweise bei der Allianz geführt?

    Wenn Du vor hast Deinen Ruhestand darüber zu finanzieren, machen eigene Einzahlung meiner Meinung nach Sinn, wenn Du über der BBG verdienst, wenn nicht kann es ebenfalls sinnvoll sein, nur evtl. mit weniger (Verlgeichs)-Rendite. Der psychologische Vorteil bleibt. Falls Du nur mal ein Sabbatical nehmen willst, dann würde ich das über Überzeiten ansparen.

    Ich habe dazu schon etwas in einem anderen Forum geschrieben, daher hier einiges copy & past.

    Generell ist es abhängig davon, ob Du über der BBG verdienst oder darunter und ob Du Dir vorstellen kannst bei diesem Arbeitgeber auch in den Ruhestand zu gehen. Wenn Du darüber verdienst, dann muss der AG auch seine Anteile zur Sozialversicherung über der BBG einzahlen. Das sind etwa 20% auf Deine Einzahlung, das hättest Du sonst nicht.


    Ich habe einen mittleren 6stelligen Betrag angespart, weitgehend aus eigenen Einzahlungen. Ich könnte so etwa knapp 10 Jahre Vorruhestand finanzieren. Und ich sage Dir, nur aus dem Depot würde ich mir das nicht erlauben.


    Der Vorteil beim Zeitwertkonto vs. eigenem Ansparen hat aber meiner Meinung nach viele Hebel:

    - Bruttosparen (verdoppelt die Netto-Rendite nahezu, voller Zinseszins-Effekt auf den Brutto-Einzahlungsbetrag)

    - Der AG muss die SV-Anteile über der BBG in das ZWK einbringen (ca. 20% Zusatzeinzahlung, die sonst nicht stattfinden würde)

    - Evtl. weitere Zuzahlung oder Zuschuss des AG

    - Steuereffekt, da Du vermutlich aktuell über der BBG höhere Steuern zahlst als dann bei reduzierter Auszahlung in der Entnahmephase

    - Volle Krankenversicherung in der Ruhestandsphase, ohne dass die Kapitalerträge mit in die KV Basis zählen würden, das müsste alternativ aus dem ETF Guthaben bezahlt werden, insofern eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV notwendig wäre. Die GKV zieht dafür sämtliche Einkünfte heran.

    - Weiterer Erwerb von Rentenpunkten während der Ruhestandsphase


    Ein weiterer großer Vorteil ist die psychologische Komponente der Planbarkeit bei Auszahlung vs. ETF-Vermögen. Es macht einen gravierenden Unterschied für mich ob ich über das ZWK finanzieren kann oder es über das Depot mache.

    Alle Vorteile zusammen können je nach indivdueller Konstellation einen ETF Sparplan mit 8% schlagen (5,x% bei Dir alleine aus der Bruttosparrate vs. Nettosparen, Rest machen Krankenversicherung, Rentenpunkte, SV über BBG, Steuereffekte). Ohne dabei ein besonderes Schwankungs- und Wertentwicklungsrisiko zu haben, was ein immenser Vorteil ist.


    Zum Vergleich mit einem ETF:

    Der Vergleich zu einem ETF Depot hinkt gewaltig, da man in überschaubarer Zeit auf eine sichere Auszahlung kommen müsste um sicher den vorgezogenen Ruhestand auf ETF Vermögen zu realisieren. Der Diskussion von 3,x Prozent sichere Auszahlungsquote folgend, würdest Du eine extrem hohen Kapitalbedarf benötigen, den Du mit der freien Sparrate niemals erreichen würdest. Oder dann im Umkehrschluss doch nicht vollständig in Aktien anlegen, was wiederum auf die Vergleichsrendite drückt.


    Allerdings, und das gilt es zu bedenken, mit neuen Risiken eines langfristigen Vertrages, der dem Risiko von Gesetzesänderungen unterworfen ist. Dazu würde bei einer Übertragung zur Rentenversicherung die Verzinsung stark zurückgehen, da dort sicher und kurzfristig angelegt wird (bis auf 0%, wie vor einigen Jahren). Auch ist die Komplexität hoch bzw. Fehlannahmen daraus wahrscheinlich und zukünftige Änderungen von SV- und Steuergegebenheiten können besonders stark negativ wirken.

    Mein Vorgehen könnte Fehler enthalten. Also Disclaimer! Falls jemandem ein Denkfehler auffällt, gerne her damit.:-)

    2 Mal editiert, zuletzt von Physics (5. August 2026 um 21:09)

  • - Sind die oben genannten Bedingungen einigermaßen akzeptabel bzw. was man eben von einem Zeitwertkonto erwarten kann? Oder komplett unterirdisch?

    Ist das Finanzielle überhaupt Dein Hauptpunkt?

    Denn nein, ich finde die Kosten extrem hoch: 0,82% Verwaltungskosten und 1% Verzinsung heißt für mich, dass Du quasi auf 0 heraus kommst. Mit den 2,2% Beitragsbezigenen Kosten bist Du damit extrem lange (eigentlich lebenslang) im Minus.

    Denn zu bedenken ist: Du zahlst heute den Gegenwet deines Stundensatzes ein, musst zur Freistellung aber den Gegenwert Deines dann gültigen Stundnesatzes entnahmen.

    Seit ihr nicht tarifgebunden und der AG zahlt darüber ggf. einen Tarifzuschuss?

    - Wieviel würdet ihr einzahlen? Nur Überstunden oder auch vom Brutto?

    Bei mir waren die Bedingungne besser, daher bin ich jetzt 7 Jahre auf Basis des Zeitwertkontos meines AG freigestellt (unter Weiterzahlung aller Sozailbeiträge). Je nach politischem Entschluss gehe ich direkt anschließend mit 63 in Rente oder nahc 1 bis 1,5 Jahren (und möglichst langer ALG1 Zeit).

    Es stellen sich aber mit 45 für mich einge Fragen:
    - was möchtest Du mit dem Geld machen (z.B. zusätzlichen Urlaub, Teilzeitarbeit mit Vollzeitgehalt, Freistellung vor Rente)
    - wie sicher ist Dein Job, der AG im Allgemeinen und Dein Wunsch, bei diesem AG bis zur Auszahlung des Kontos zu bleiben?

    Zudem sind die Kosten sehr hoch. Da kannst du dein Geld lieber in die hier immer wieder empfohlenen ETFs stecken.

    Hängt sehr stark von der Nutzung ab und was einem Freizeit wert ist.

    Während der Freistellung muss der AG die Sozialbeiträge weiter zahlen (man selber auch) und er sollte auch den Gegenwert der Urlaubs zahlen.

    Länger wie einen Monat Freiustellung ohne Lohnfortzahlung führt dazu, dass man selber die KV Beiträge (vollständig) aufbringen muss und dazu keine Rentenbeiträge und keine AV Beiträge mehr zahlt.

    Warum sollte man so etwas tun?

    Ich habe das liebend gerne (wenn auch mit geringeren Kosten bzw. mehr AG-Zuschuss) getan. Ich hätte von dem selben Geld niemals privat 7 Jahre Vollfreisgtellung inkl. Sozailbeiträgen zahlen können, außer ich hätte über die Einzahlungszeit (also nicht nur die 6 Jahre, in denen ich recht viel eingezahlt habe) 20% p.A. im ETF erhalten.

    Es hängt halt davon ab, wie wichtig das Geld sonst für den Lebensunterhalt ist, was man mit der Zeit machen möchte (mit oder ohne Familie/Partner) usw.

    Die Problematik bei solchen Konten ist

    Das ist zumindest noch mathemtisch irgendwie ausrechenbar. Für mich ist das Problem viel eher, dass es zunächst an den AG gebunden ist. Ob das Geld an die DRV übertragbar ist, wenn der AG in die Insolvenz geht, einem betriebsbedingt kündigen möchte oder man selber den AG wechseln möchte, wäre für mich vorab ebenfalls zu klären.

    Sonst tritt in einem solchen Fall der "Störfall" ein und das angepsarte Geld ist umgehend voll zu versteuern und zu verbeitragen (wer PKV ist, hat da einen Vorteil).

    Aber das kann man evtl auch relativ kurz vor dem Ausscheiden durch hohe Einmalzahlungen regeln, da müsstest du in deine Bedingungen reinschauen, was da möglich ist.

    Was sich (a) auf das eigene Netto auswirkt, (b) auf den möglichen Entnahmebetrag (die genannten 70-130% der letzten 12 Monate vor Freistellung) und (c) ggf. auch zu seltsamen Reaktionen im Betrieb führen soll (hatten wir hier im Forum jedenfalls schon, ist mir allerdings schleierhaft, wie das gehen soll).

    Klar, wenn es nur um ein paar Monate Freistellung vor Rente geht, dann sieht es ggf. anders aus. Bei mehreren Jahren sollte der AG hoffentlich die Urlaubstage bei der Auszahlung mit einrechnen. Trotzdem bekommt man den Betrag nur dann innerhalb voin 1-2 Jahren eingezahlt, wenn man (problemlols) von 50-70% des bisherigen Bruttos leben kann/will.

  • Der Diskussion von 3,x Prozent sichere Auszahlungsquote folgend, würdest Du eine extrem hohen Kapitalbedarf benötigen, den Du mit der freien Sparrate niemals erreichen würdest.

    Warum muss das Geld für die vergleichbare Freistellung per ETF 20-30 Jahre reichen? Es muss exakt für die Zeit der Freistellung reichen, ggf. inkl. Sparbeiträgen für die eigene Altersvorsorge, wenn man das mit einbeziehen möchte.

    Da (bei mir) der Auszahlungsbetrag aus dem ZWK über die Jahre identisch bleibt, wäre im ETF (nein, in einem Tagesgeldkonto als Netto gerechnet) etwa der Betrag nötig, den ich Brutto im ZWK hatte (GKV Beiträge bei Eigenfinanzierung schon eingerechnet, auf DRV Beiträge würde ich liebend gerne in der Phase verzichten).

    Ob hier der AG Sonderzahlungen (13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und co) auch in der Freistellung zahlt, muss akstr in seinen Unterlagen nachlesen bzw. den AG fragen. Dann sieht die Rechnung natürlich anders aus.

  • Warum muss das Geld für die vergleichbare Freistellung per ETF 20-30 Jahre reichen? Es muss exakt für die Zeit der Freistellung reichen, ggf. inkl. Sparbeiträgen für die eigene Altersvorsorge, wenn man das mit einbeziehen möchte

    Ja, das stimmt natürlich. Auf der anderen Seite, der Fragesteller ist 45 Jahre alt. Wenn er nun 2,3 oder 4 Jahre Vorruhestand sicher finanzieren möchte hat er noch eine Ansparzeit von vielleicht 18 Jahre und beispielhaft 4 Jahre Freistellungsphase. Wie soll er denn das SORR absichern, wenn er zu 100% in einem Aktien-ETF investiert? Selbst 50% wären hier schon mutig und keine sichere Bank. Wenn es aus dem undifferenzierten Portfolio entnommen werden soll dann sind es halt dann nur 3,x%

  • eure Erfahrungswerte

    Bei meinem AG nennt sich das Langzeitkonto und man kann fast jegliche Art des Bruttolohns einbringen oder eben auch nicht genommene Urlaubstage oder Überstunden. Geführt wird es in Euro. In den ersten ca. 5 Jahren gab es auch noch Zuschüsse vom AG (15% on top auf Einzahlungen bis 2.400 € p.a.). Zuschüsse gibt es zwar seit 2024 nicht mehr aber alle Kosten trägt der AG. Und aktuell wird das Guthaben mit 3% p.a. verzinst.
    Ich nutze es als Urlaubsüberlauf und um Bruttolohn einzuzahlen, der mir keine Rentenpunkte bringt (also alles oberhalb der RV-Beitragsbemessungsgrenze).
    In der Freistellungsphase kann man zwischen 70% und 100% des letzten Bruttomonatsgehalts wählen.
    Ich bin froh, so ein Instrument zu haben, und kann sehr entspannt möglichen Auszeiten (Sabbatical, Pflege der Eltern oder ähnliches) entgegensehen. Falls ich die nicht brauche, nutze ich es für den früheren Ruhestand.

  • Wie soll er denn das SORR absichern, wenn er zu 100% in einem Aktien-ETF investiert?

    Da man kein Langlebigkeitsrisiko sondern eine vorher fest definierte Zeit absichter muss, spricht für mich bei relativ kurzen Zeiträumen bis 10 Jahren nichts gegen TG oder zusätzlichen Festgeld/Laufzeit-ETFs wenn man Angst vor einer Nullzinsphase hat.

    Persönlich würde ich für 2-4 Jahre niemals irgendein Roisiko eingehen, wenn ich vom Geld abhängig wäre und sonst keine Einnahmen hätte.

    Ob man den nötigen Betrag ansparen kann, hängt für mich viel zu sehr vom eigenen Bedarf ab. Finanziere ich mich nur selber oder die Familie, brauche ich eher 2500€ oder 5000€ Netto jeden Monat.

    Wer es im Jahrzehnt vor der Rente nicht schafft, 120k€ Netto (4*12*2500€) über >=10 Jahre im ETF anzusparen, dürfte auch nicht das Geld dafür haben, den entsprechenden Bruttobetrag bei den genannten Voraussetzungen/Kosten im ZWK anzusparen.

    Ich hätte meinen Betrag nicht aus meinen Beiträgen ansparen können, da ich realistisch nur 5 Jahre dafür gespart habe. Der übrige Betrag kam durch eine seltsame, von mir früher nicht überblickte Vorgabe des AG zustande.

  • Persönlich würde ich für 2-4 Jahre niemals irgendein Roisiko eingehen, wenn ich vom Geld abhängig wäre und sonst keine Einnahmen hätte.

    Wir haben zu 100% dieselbe Meinung zum Thema.

    Für mich ist in der Diskussion wichtig, den Vergleich zu einem Ansparen in einem Aktien ETF kritisch zu hinterfragen. Das war alles.

  • Mit den Kosten - kann es sein, dass es 2,2% auf den jeweiligen eingezahlten Betrag sind und 0,8% pro Jahr auf das Gesamtguthaben?

    3% Kosten pro Jahr auf das Kapital machen das ganze sonst sofort zum Verlustgeschäft.

    Ansonsten wäre noch interessant, ob es noch irgendwelche Besonderheiten gibt, wie z.B. eine Einmalzahlung des Arbeitgebers, wenn du das Geld auf eine bestimmte Weise entnimmst.

  • Mit den Kosten - kann es sein, dass es 2,2% auf den jeweiligen eingezahlten Betrag sind und 0,8% pro Jahr auf das Gesamtguthaben?

    3% Kosten pro Jahr auf das Kapital machen das ganze sonst sofort zum Verlustgeschäft.

    Ansonsten wäre noch interessant, ob es noch irgendwelche Besonderheiten gibt, wie z.B. eine Einmalzahlung des Arbeitgebers, wenn du das Geld auf eine bestimmte Weise entnimmst.

    Steht doch ganz oben im ersten Beitrag.

    Verzinsung:

    - Garantierter Zins: 1%

    - Zinsüberschussanteil: 1.75%

    - Schlussüberschuss (derzeit): 0.75%

    Insgesamt derzeit bei längerer Laufzeit: ca. 3.5%

    Kosten:

    - Beitragsbezogene Kosten: 2.22%

    - Verwaltungskosten: 0.82%


    Beitragsbezogene Kosten sind Kosten auf die Einzahlung.

    Ansonsten hat der Tarif eine Nettoverzinsung von 3,5% - 0,8%, also 2,7%. Allerdings machen es die Anbieter hier wirklich clever. Nur 1% Garantiert sind dann auch nur 0,2% garantierter Zins nach Kosten. Rest nicht gesichert oder erst wenn die Gesamtlaufzeit erreicht wird. Die 0,75% Schlussüberschuss werden wohl nur in einem Bruchteil der Fälle wirklich zur Auszahlung kommen, da das Guthaben vorher durch Sabbatical oder Übertragung oder Störfall aufgelöst wird. Nur meine Vermutung :)

    Daher sollte man sich schon sehr sicher sein, dass man das bei dem derzeitigen Arbeitgeber auch druchhält.

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