Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Broker in der EU kein „Payment for Order Flow” mehr kassieren. Also keine Zahlungen mehr dafür annehmen, dass sie Kundenorders gebündelt an bestimmte Handelsplätze weiterleiten. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche vom 7.8.2026 warnt Ferdinand Haas vom Analysehaus Portfolio Generator (ehemals langjähriger DWS-Manager) jedoch, dass Broker auf andere Wege ausweichen könnten, um trotzdem an Kund:innen zu verdienen.
Sein Punkt: Broker kennen die Ausführungstermine vieler Sparpläne (häufig der Monatserste). An solchen Tagen ließe sich die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs gezielt vergrößern, oder beide Kurse ließen sich leicht nach oben verschieben. Der Spread selbst bliebe dabei optisch eng, wirtschaftlich zähle aber nur der höhere Kaufkurs. Haas selbst bringt es so auf den Punkt: „Es gibt durchaus Spielräume, um unbemerkt zu kassieren”.
Für Sparplan-Anleger:innen heißt das: Es lohnt sich, gerade an typischen Ausführungstagen (z. B. 1. des Monats) die tatsächlichen Ausführungskurse mit dem Referenzkurs zu vergleichen, statt sich nur auf einen engen Spread zu verlassen.
Quelle: Wirtschaftswoche, Ausgabe vom 7.8.2026, Zitat von Ferdinand Haas (Portfolio Generator)