MSCI World, USA lastig, Risiko?

KI-Zusammenfassung

: Soll der nachhaltige ETF A1W3CQ wegen seines hohen USA- und Tech-Anteils umgeschichtet oder durch einen breiter gestreuten ETF ergänzt werden, wenn die USA unsicher wirken? Aus der Community gibt es keinen Konsens. Häufig wird der USA-Anteil als Folge der Marktkapitalisierung eingeordnet. Eine gezielte Reduzierung wäre aus dieser Sicht eine Wette gegen die USA. Mehrere Beiträge sehen beim A1W3CQ aber wegen des SRI-Filters eine stärkere Konzentration und damit mehr USA- und Tech-Klumpenrisiko. Als breitere Alternativen werden All-World- oder ACWI-IMI-ETFs genannt, vor allem für künftige Sparraten. Die fragende Person nennt am Ende keine abschließende Umschichtungsentscheidung.

Soll der nachhaltige ETF A1W3CQ wegen seines hohen USA- und Tech-Anteils umgeschichtet oder durch einen breiter gestreuten ETF ergänzt werden, wenn die USA unsicher wirken? Aus der Community gibt es keinen Konsens. Häufig wird der USA-Anteil als Folge der Marktkapitalisierung eingeordnet. Eine gezielte Reduzierung wäre aus dieser Sicht eine Wette gegen die USA. Mehrere Beiträge sehen beim A1W3CQ aber wegen des SRI-Filters eine stärkere Konzentration und damit mehr USA- und Tech-Klumpenrisiko. Als breitere Alternativen werden All-World- oder ACWI-IMI-ETFs genannt, vor allem für künftige Sparraten. Die fragende Person nennt am Ende keine abschließende Umschichtungsentscheidung.

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  • Hallo zusammen,


    dies ist mein erster Post und ich möchte gerne generell das Engagement der Finanztip loben.

    Nachdem ich mich länger mit ETF‘s beschäftigt hatte, habe ich den auch hier empfohlenen A1W3CQ gekauft und bespart. Vor Kurzem gab es die Warnung, dass diese MSCI World ETF‘s zu USA lastig seien, was ja durchaus korrekt ist.

    Wie haltet Ihr es? Schichtet Ihr um, wenn die Lage in den USA zu unsicher erscheint?

    Danke vorab und viele Grüße

    Dirk

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  • Kater.Ka 18. August 2026 um 09:03

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Willkommen im Forum.

    Ich weiß nicht auf welche Warnung Du Dich beziehst. Der US- und Tech-Anteil steigt schon seit Jahren. Auf der anderen Seite wurden vor einiger Zeit z.B. China-Aktien als uninvestierbar angesehen und der Niedergang Europas wurde als ausgemacht angesehen. Insofern musst Du Dir selbst eine Meinung bilden.

    Finanztip empfiehlt inzwischen vorrangig All World-ETF. Damit senkt man dem USA-Anteil um etwa 10 Prozentpunkte ab.

    Quellen hierzu
    IMI-Strategie: Warum Finanztip jetzt den MSCI ACWI IMI empfiehlt
    8:1:1-Strategie: MSCI World sinnvoll erweitern

  • Real_Dirk Da du den USB SRI besparst. ist durch die kleinere Anzahl von enthaltenen Unternehmen das Klumpenrisiko USA und Technik noch größer als bei konventionellen Welt-ETF.

    Eine Möglichkeit wäre, da es keinen genügend diversifizierten nachhaltigen ETF gibt, den Invesco FTSE All World zu besparen. Invesco ist prinzipiell nachhaltig orientiert, zu sehen im Verhalten bei Abstimmungen von Unternehmen, in die Invesco investiert ist. Auch bei Amundi wird das so gehalten. Andere große Anbieter fallen leider nicht durch besonders nachhaltige Orientierung auf.


    Es wären z.B. diese ETF:

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…YHJ7#uebersicht

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…A0J9#uebersicht

    Beides junge ETF, aber schon mit stattlicher Größe.


    Ein ETF-Lösungen haben den Vorteil, dass du nicht basteln musst (s. Rebalancing).

  • was ja durchaus korrekt ist.

    Nein.

    Deshalb:

    Wie haltet Ihr es?

    Solche Weisheiten einfach ignorieren. Die Weltwirtschaft ist viel zu vernetzt, als dass der Standort des Hauptbriefkastens einer Firma zu einer verlässlichen, aussagekräftigen Kennzahl taugen würde. Oder mal mit Zahlen zu dem bösen US-Techklumpen:

    Nvidia: 30,7% des Umsatzes und 46% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Amazon: 27,6% des Umsatzes und 30% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Microsoft: 48,7% des Umsatzes und 45% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Alphabet: 58,2% des Umsatzes und 52,5% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Broadcom: 74% des Umsatzes und 40,7% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Meta: 62,8% des Umsatzes und 57,6% der Arbeitsplätze liegen außerhalb der USA.

    Und nur aus Spaß darf natürlich der vermutliche Spitzenreiter nicht fehlen: Philip Morris: bescheidene 88% des Umsatzes und 99% der Arbeitsplätze sind außerhalb der USA.

    Und alles zusammengerechnet gibt das dann natürlich die Kennzahl: 100% USA. Und nachts ist es kälter als draußen.

  • Der ETF bildet den Markt ab und der ist nun mal US-lastig. Wenn sich das ändert, wird sich auch die Zusammensetzung des ETF ändern. Vollautoamtisch. Da musst du nichts tun.

    A1W3CQ das sind 361 Positionen mit zwei Großklumpen.

    Es ist fahrlässig, dass hier welche antworten ohne zu schauen, welcher ETF der User bespart.

    Was Vanguard betrifft - das ist ein Anbieter im Kielwasser einer umweltignoraten Regierung. Das muss jede:r für sich ausmachen, ob er, sie das unterstützen möchte. Vanguard bestimmt, welche ESG-Kriterien zur Anwendung kommen.

    Invesco und Amundi haben durch ihr Abstimmungsverhalten gezeigt, dass Nachhaltigkeit für sie nicht nur ein Etikett ist.

  • Ich unternehme gar nichts. Es wäre ja eine Wette darauf das die USA schlechter performt als der Rest. Kann richtig und falsch sein.

    Falls man wirklich der Meinung ist das das relevant ist, würde ich wohl einen kleinen Teil, am besten zusätzliches Geld, in einen ex-USA etf investieren. Auch der möglichst breit, halt nur ohne den us Klumpen.

    Dann kann man sich in 10-20 Jahren so richtig schön in den Allerwertesten beißen. Entweder hat ex usa performt und man hat zu wenig reingesteckt, oder ex usa hat nicht performt und man hätte mit weniger Aufwand mehr rausholen können. Oder die performance ist fast gleich und hätte sich alles sparen können;)

  • Es geht um eine möglichst große Anzahl von Unternehmen im ETF. Dass finanztip einen ETF empfiehlt, der so wenig diversifiziert ist ...... Das Risiko eines Invests in einen nicht-ESG MSCI World ist mit dem, was UBS da macht, nicht zu vergleichen.

    Dann eben den ESG Vanguard mit 5.500 Unternehmen und 0,24 % TER ....

    Ich habe mit nachhaltigen World-ETF angefangen und bin davon weg. Als 1-ETF-Lösung eignen sie sich meiner Meinung nach nicht.

    Und wenn sie noch dazu von an Nachhaltigkeit desinteressierten Anbietern kommen......

  • ...Vor Kurzem gab es die Warnung, dass diese MSCI World ETF‘s zu USA lastig seien, was ja durchaus korrekt ist.

    Wie haltet Ihr es? Schichtet Ihr um, wenn die Lage in den USA zu unsicher erscheint?

    Ich habe den ETF ebenfalls gekauft und er macht derzeit etwa 1/3 meines ETF-Engangements aus. Die Warnungen, dass ein MSCI World zu USA-lastig ist, gibt es ja schon lange, das ist ein alter Hut.

    Den großen USA-Anteil hat sich ja nicht jemand ausgedacht, sondern er hat sich durch die Marktkapitalisierung so ergeben. In den USA sind nunmal die Unternehmen, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten am besten entwickelt haben.

    Ob das irgendwann einmal zum Problem wird, kann dir niemand prognostizieren. Wenn man die Befürchtung hat, könnte man gegensteuern und einen Ex-USA-ETF besparen oder Europa oder Schwellenländer oder oder oder. Ob man damit am Ende Rendite einbüßt oder den richtigen Riecher hatte, zeigt sich erst in der Rückschau. Ich habe darüber nachgedacht und mich dagegen entschieden. Wenn die USA an den Börsen ein Problem hat, ist es egal, welchen ETF du hältst, es wird alles mit in die Tiefe gezogen.

    Ich bespare den A1W3CQ heute nicht mehr, halte ihn aber im Depot. Weil inzwischen Rüstung und fossile Brennstoffe wieder "in" sind, hat er sich in den letzten Jahren schlechter entwickelt als ein Standard-MSCI-World oder ein All-World-Index. Als Anleger in nachhaltigen Aktien nimmt man so etwas in Kauf, weil es ja eher um das grüne Gewissen geht als um die Rendite. Ich habe inzwischen realisiert, dass es Unsinn ist, Umweltschutz über eine ETF-Investition machen zu wollen. Die Menschheit ist einfach zu dumm, die richtigen Weichen zu stellen.

    Ich schichte also nicht um, die USA-Lastigkeit sehe ich nicht als Problem, sondern als Spiegel ihrer Wirtschafts- und Innovationskraft. Ich habe aber meine Sparraten auf den FTSE-All-World umgestellt und seit einigen Monaten auf den ACWI IMI, um stärker zu diversifizieren.

  • Es hilft Nachhaltigkeit im Alltag leben und - wie bei allen anderen Käufen auch - Augen auf bei der Auswahl der ETF-Anbieter.

    Den USB SRI ETF hätte ich liegenlassen, wenn es ein größerer Betrag gewesen wäre. Umgeschichtet in den Invesco FTSE All World, der noch dazu etwas Small Caps beinhaltet.

  • Ja der US-Anteil überragt natürlich zu einem gewissen Klumpen im "normalen" MSCI World.

    Aber zum einen ist die USA nun mal auch die größte Weltwirtschaft.

    Zum anderen sind diese Weltkonzerne weltweit vernetzt und machen ihren Umsatz auch weltweit.

    Dazu bin ich persönlich der Meinung dass die Wirtschaft auch weltweit zusammenhängt. Spricht geht es der USA wirtschaftlich schlechter wird es der ganzen Welt so gehen und ihre Indizes sind richtungsweisend für alle anderen Indizes und den darin enthaltenen Werten.

    Ich persönlich bin daher entspannt mit dem MSCI World und seiner US-Lastigkeit. 🫡

  • Beim ETF von Real_Dirk (dem USB SRI) ist das Klumpenrisiko ja tatsächlich nochmal deutlich krasser als beim normalen A1JX52, weil durch den SRI-Filter halt einfach viele Nicht-US-Werte rausfallen und die übrig gebliebenen Tech-Riesen prozentual noch mehr Gewicht kriegen. Deshalb finde ich den Hinweis auf Invesco/Amundi FTSE All World ganz gut, aber ob "Abstimmungsverhalten" wirklich als Nachhaltigkeitskriterium reicht, sehe ich skeptisch – das ist eher Governance als Impact. Den Vanguard ESG Global All Cap fahre ich selbst seit zwei Jahren und bin damit zufrieden, auch wenn er mit gut 1500 Positionen natürlich trotzdem stark US-gewichtet bleibt, nur eben breiter gestreut als der SRI.

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