Unsicher bzgl. BAV

KI-Zusammenfassung

: Soll beim bAV-Angebot des Arbeitgebers nur der Mindestbeitrag fließen oder ein deutlich höherer Beitrag, wenn 15 % Zuschuss, VWL und 420 € Jahresbonus dazukommen?

Soll beim bAV-Angebot des Arbeitgebers nur der Mindestbeitrag fließen oder ein deutlich höherer Beitrag, wenn 15 % Zuschuss, VWL und 420 € Jahresbonus dazukommen?

  • Mehrere Beiträge sehen den Mindestbeitrag wegen Zuschuss, VWL und Bonus als interessantesten Teil des Angebots.
  • Hohe freiwillige Einzahlungen werden in der Community wegen niedriger Garantien und vermuteter Versicherungskosten überwiegend kritisch gesehen.
  • Als wichtige Prüfpunkte nennen mehrere Beiträge Steuern, GKV- und Pflegebeiträge im Alter, mögliche geringere Sozialversicherungsansprüche, Arbeitgeberwechsel und den nicht garantierten Bonus.

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  • Hallo Forum,

    zu spät in meinem Leben (...ich bin 40) beschäftige ich mich aktuell mit dem Thema AV bzw. BAV. Mein AG bietet zu folgenden Konditionen eine BAV an:

    Obligatorisch 15% auf den monatlichen Brutto-Betrag (263,48€ + 15% (39,52€) = 303,00€

    13,20€ VWL / Monatlich

    420,00€ / Jahr als Bonus zur BAV

    Ich überlege, ob ich den Maximalbetrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze monatlich einzahlen soll (338,00€), habe aber Bedenken, ob dass das richtige Paket für mich ist, oder ob ich das Geld (Monatliche Nettobelastung ca. 140,00€) anderweitig und effizienter bis zur Rente anlegen kann/soll. Der Versicherer hat mit den oben genannten Beträgen folgenden Vorschlag erstellt:

    Die Beiträge fließen in einen USA lastigen aktiv gemanagten Aktienfond.

    Rentenbeginn mit 65 (nach 25 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 317,00€ bzw. 109.533,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 403,00€ bzw. 139.121,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 552,00€ bzw. 190.677,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 249,09€ bzw. 87.264,00€ Einmalig


    Rentenbeginn mit 72 (nach 32 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 511,00€ bzw. 149.988,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 702,00€ bzw. 204.509,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 1045,00€ bzw. 304.265,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 381,41€ bzw. 112.716,00€ Einmalig


    Wie ist eure Meinung dazu? Falls ich irgendwelche wichtigen Eckpunkte vergessen haben sollte, kurz Bescheid geben. Ich kann mich innerhalb meines AG sicher noch etwas beraten lassen, ich schätze andere/eure Meinung aber auch sehr.

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  • Referat Janders 24. September 2026 um 16:37

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ich wäre sehr vorsichtig was das Thema bAV angeht.
    Der Klassiker, der das ganze Dilemma aufzeigt: https://hartmutwalz.de/bav-petra/

    Meine bAV habe ich schon über 10 Jahre beitragsfrei gestellt. Unter dem Strich ein großer Griff ins Klo.<X

    Ich würde auch sehr skeptisch sein, was die Prognosen der Versicherung angeht. Es gibt reichlich Fälle aus der Praxis bei denen dann am Ende nur die Garantieleistung zustande kam.
    Wenn ich mal überschlägig rechne, zahlst Du im Laufe von 25 Jahren mehr ein als Dir garantiert wird (80%ige Beitragsgarantie!?)
    Ab 2027 gibt es das AV-Depot. Das wäre zunächst mal meine erste Wahl. Eine bAV lohnt sich eigentlich nur wenn der AG richtig viel zuschießt und nicht nur 15% oder 20%.

    Wie bist Du Krankenversichert (GKV/PKV)?

  • Danke für den Link zum Artikel von Hartmut Walz. Da stehen wirklich einige Dinge drin, die ich mir zwar gedacht, aber nicht während der Beratung gehört habe. Interessant.

    Ich bin in der GKV. Hast du gelesen, dass mein AG zu den 15% jährlich 420,00€ dazugibt? Ich könnte mir vorstellen, den Mindestbeitrag einzuzahlen (der liegt bei ca. 25,00€ Brutto) und könnte so den Bonus dennoch einstreichen.


    Buntbart Danke für das Video. Auch das hat mir sehr weitergeholfen. Wie ist deine Meinung zu dem jährlichen Bonus in Höhe von 420,00€ durch meinen AG? Ursprünglich wollte ich ja knapp 265,00€ Brutto/mon. in die bAV fließen lassen, ich könnte aber auch den Mindestbeitrag in Höhe von 25,00€ Brutto/mon. einzahlen und würde den Bonus dennoch bekommen.

  • Ich kann nur über meine BAV berichten, diese hat mein Arbeitgeber zu 100% getragen. Ich habe mal gerechnet was da im Laufe der Jahre eingezahlt wurde und ich jetzt Netto ausgezahlt bekomme, bin nach Steuern im minus. Heißt, wenn ich die Möglichkeit genutzt hätte und selbst eingezahlt, würde ich mich richtig ärgern. Zumal darauf auch noch neben der Steuer die Sozialversicherung fällig wird.

  • Wie ist deine Meinung zu dem jährlichen Bonus in Höhe von 420,00€ durch meinen AG?

    Mmh, ich hab mich nie eingehender mit bAV beschäftigt. Mein Arbeitgeber macht das automatisch für einen bestimmten Kreis der Mitarbeiter und man hat keine Option, das abzuwählen. Der AG zahlt damit zwangsweise ein (fester Prozentsatz vom Brutto, bei mir aktuell 244 € pro Monat), er trägt die Kosten der Verwaltung und der AN kann, wenn er mag, auch noch einzahlen (was ich nicht tue).
    Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich wahrscheinlich an den Empfehlungen zu den Förderquoten ausrichten und Angebote erst über 30% AG-Beitrag (über den Daumen gepeilt) überhaupt in Betracht ziehen und anfangen zu prüfen. Daher wäre dann die Frage, kommst du mit jährlichem Bonus über die 30% oder liegst du drunter?

  • Also durch den Bonus finde ich das Angebot jetzt nicht so schlecht. Bissl Sorgen macht mir der Aktiv gemanagte Fond. Da wäre es wichtig zu wissen wie hoch da die Kosten sind.

    300€ pro Jahr einzahlen.

    45€ bonus (15%) einstreichen.

    420€ pro Jahr Bonus bekommen.

    (158.4€ VWL pro Jahr sofern du ihn nicht anderweitig unterbringen kannst)

    Finde das Verhältnis klingt schonmal durchaus attraktiv mit 300€ zu 465€.

    Mehr einzahlen würde ich definitiv nicht.

    Ist die Frage was für eine Garantiesumme rauskommt bei deiner Mindesteinzahlung. Die Summe kann man dann relativ gut vergleichen. Dazu einfach mal die 25€ in den Finanztipprechner eingeben als Sparplan für die gesamte Zeit bis zur Rente. Dabei ruhig die Rendite auf 4-5% runtersetzen um das ganze weniger optimistisch zu sehen. Wobei der Fond mit Sicherheit auf die Zeit ähnlich oder schlechter performt als ein weltweit gestreut Index. Für 25 Jahre 25 Euro mit 4% kommen ~11.5-12k raus. Da würde ich als Benchmark setzen. Wenn mehr garantiert ist würde ich es vermutlich machen.

  • Wie ist eure Meinung dazu?

    Ich würde ds ganze zunächst anders angehen: kannst Du davon ausgehen, die kommenden 25 Jahre (oder mind. große Teil davon) bei diesem AG zu bleiben? Eine BAV kann man nahezu nie mitnehmen.

    oder ob ich das Geld (Monatliche Nettobelastung ca. 140,00€) anderweitig und effizienter bis zur Rente anlegen kann/soll.

    Demnach gehe ich davon aus, dass die BAV am Ende als Einmalbetrag auszahlen lassen würdest? Eine neue pürivate RV aus dem Netto macht für einen AN in D nahezu niemals einen Sinn.

    Falls die Berechnung der Versicherung bereits inkl. aller AG-Fördrung war, gehen beim Garanntiebetrag gut 20% an Versicherungskosten drauf.
    Einzahlung: (303€ + VL)*12 + 420€/Jahr.
    Also in 25 Jahren: 105.360€
    Garantiert: 87.264€

    Hier mal eine ganz grobe Schäztung für die 25€ Brutto-Variante:

    Geschätzter Garantiebetrag 19200€, also auch 20% Versicheurngskosten.
    Davon 35% Einkommenssteuer ab (keine Ahnung, wie hoch die bei Dir im Auszahkungsjahr liegt): 12480€
    GKV und PV fallen bei der (!!!) Variante aus heutiger Sicht nicht an, wenn Du sonst keine BAV beziehen solltest. Mit den 303€ Monatsbeitrag sieht die Rechnung ganz anders aus.

    Bei 53% Nettogehalt von den 25€ Brutto ergibt das ca. 13,25€ Nettolohn, den Du selber ansparen kannst.

    Dagegen komme ich bei 7% Rendite auf die 13,25€ monatlich in 25 Jahren auf ca. 10.800€ Brutto-Depotwert. Oder grob geschätzt 9320€ Netto (oder 9534 ohne Kirchensteuer).

    Da wäre diese BAV mit 25€ Eigenbeitrag und den heutigen Bedingungen also lukrativer und auch noch planbarer.

    Das alles geht aber von 99% gerateten Werten und zukünftigen Bedingungen aus und wäre im Zweifel mit Deinen Planwerten zu berechnen. Genauso lässt es außer Acht, wieviel Spaß Du daran hast, Dich lebenslang um eine Rentenzahlung zu kümmern (das habne hier nahezu alle, die antworten) oder ob Du den Service einer solchen Rente zahlen möchtest (ich kenne einige Personen, die das machen, wenn die Bedingungen dafür nicht zu schlecht sind).

    Ich habe vor ein paar Jahren eine BAV abgeschlossen, die für mich am Ende auf ähnliche "Verhältnisse" kommt. Dank AG-Zuschuss und nach Abgaben erhalte ich dort zum Rentenbeginn garantiert mind. den Einmalbetrag, den ich mir in der gleichen Zeit von meinem Netto-Sparbetrag in meinem ETF erhoffe. Liefert die BAV eine Rendite, kommt diese obendrauf. Liefert sie keine Rendite, steht auch mein ETF zm Auszahlungszeitpunkt tief im Minus.

    Dazu einfach mal die 25€ in den Finanztipprechner eingeben als Sparplan für die gesamte Zeit bis zur Rente.

    Ohne Sonderkonstrukte (z.B. AVD) muss man privat mit dem Netto rechnen.

  • Ja man müsste mit dem Netto rechnen, dann allerdings auch die Rentenpunkte mit verrechnen die durch weniger brutto verloren gehen.

    Wie du sagst sind wir hier bei ganz groben Schätzungen, da würde ich persönlich nochmal gröber überschlagen. Es gibt da ja noch etliche kleine Unterpunkte die zu beachten wären.

  • Danke für den Link zum Artikel von Hartmut Walz. Da stehen wirklich einige Dinge drin, die ich mir zwar gedacht, aber nicht während der Beratung gehört habe. Interessant.

    Ich bin in der GKV. Hast du gelesen, dass mein AG zu den 15% jährlich 420,00€ dazugibt? Ich könnte mir vorstellen, den Mindestbeitrag einzuzahlen (der liegt bei ca. 25,00€ Brutto) und könnte so den Bonus dennoch einstreichen.

    Ja, ich habe mal grob gerechnet.
    12 x 303€ + 420€ = 4.038€ p.a. die in die bAV fließen.
    Auf 25 Jahre wären das dann 109.950€ die in die bAV fließen. Davon garantiert Dir die Versicherung 87.264€ oder 249€ monatliche Rente. Und darauf werden dann Steuern und Beiträge zur GKV/PV fällig. :/
    Ich würde immer nur mit der Garantie rechnen!
    Über den Daumen gepeilt kommst Du auf eine Förderquote von ca. 30%. Eben noch weit von gut entfernt.:rolleyes:
    Bei meiner Partnerin zahlt der AG die Pensionskasse zu 100%. Dann ist so eine bAV natürlich ein No-Brainer.

    Die Idee mit der Einzahlung des Mindestbeitrags und die Mitnahme der Förderung erscheint mir deutlich lukrativer zu sein. Dann als ein (kleiner) Baustein einer zusätzlichen AV. Siehe auch die Rechnung von Duregar

    Und dann ab 2027 das AV-Depot nutzen und dort 150€ aus dem Netto einzahlen:
    https://www.finanztip.de/altersvorsorge/altersvorsorgedepot/

    Hier ein Rechner dazu:
    https://www.finanztip.de/altersvorsorge…edepot-rechner/

    Ja, da hast Du dann gar keine Garantien, wenn Du ein freies AV-Depot abschließt. Dafür landet dann die Rendite voll bei Dir und es fallen später keine Abgaben für GKV/PV auf die Auszahlung an. Das wäre dann ein weiterer Baustein in der AV.

    Hallo Forum,

    zu spät in meinem Leben (...ich bin 40) beschäftige ich mich aktuell mit dem Thema AV...

    Bringt nix sich zu ärgern. Du kannst Dein Leben nur nach vorne Leben. Und es ist mit 40 noch nicht zu spät die eigene AV-Planung anzugehen.
    Ich habe erst in meinen späten 40'ern richtig damit begonnen und meine gesamten Finanzen neu strukturiert. Und aus der AV-Planung heraus entstand dann das Ziel nicht bis 67 arbeiten zu müssen, sondern nach Möglichkeit ohne finanzielle Einschränkungen bereits mit 63 und Abschlägen in den Ruhestand gehen zu können.
    Und heute mit Mitte 50 befinde ich mich auf einem guten Weg dieses Ziel zu erreichen.

    Den ersten Schritt hast Du ja schon mal gemacht. Und den wesentlichen Punkt hast Du ja bereits verstanden. Erst unabhängig informieren und dann unterschreiben!
    Viel Erfolg auf Deinem Weg. Und bei Fragen einfach hier im Forum nachfragen.

  • In diesem Zusammenhang würde ich mir von der Politik wünschen, endlich auch die BAV zu durchleuchten. Was mit dem Wechsel von Riester zum AVD möglich ist, sollte doch auch dort möglich sein. Wenn eine Vorsorge nur Sinn ergibt wenn der Arbeitgeber viel dazu gibt, sind die Anbieter fein raus und schöpfen den Rahm genüsslich ab.
    Zum aktuellen Fall, ich habe auch noch mal grob überschlagen, es macht im Moment nur die Einzahlung des Minimalbetrags Sinn, sollte sich an den Voraussetzungen etwas ändern, besteht immer noch die Möglichkeit den Vertrag anzupassen, allerdings sehe ich da momentan kein Licht am Ende des Tunnels.

  • Wahnsinn, so viele nützliche Antworten und Informationen. Das muss das erste Online-Forum sein, in den mir wirklich richtig geholfen wird und wo sich keiner die Köpfe einschlägt. Vorab tausend Dank an jeden von euch.


    ichbins

    Dann muss dein Arbeitgeber aber recht wenig eingezahlt haben, oder? Weißt du noch, wie hoch der Betrag war?


    Buntbart

    Mit meiner ursprünglichen Rechnung, liege ich gerade so bei ca. 33%:

    Mein monatlicher Bruttobeitrag: 263,48€ x 12 = 3.161,76€/Jahr

    VWL 13,20€ = 13,20€ x 12 = 158,40€/Jahr
    AG-Bonus = 420,00€/Jahr
    15% auf meinen Bruttobeitrag: 39,52€ x 12 = 474,26€/Jahr

    Ich zahle im Jahr: 3.161,76€
    Mein AG zahlt im Jahr: 1.052,66€ (33,29%)

    Bitte korrigiere mich, wenn meine Rechnung von deiner Frage abweicht.


    Duregar

    Ich bitte die Versicherung gleich um ein neues Angebot, bezogen auf 25,00€/Mon. Ich poste es dann.


    fotoman

    Ich habe einen wirklich super AG, einen sicheren Arbeitsplatz und kann mir sehr gut vorstellen, bis zur Rente hier zu bleiben. Danke für die Hinweise und die Berechnung. Ob ich mir die BAV bei Rentenbeginn als Einmalbetrag oder monatlich auszahlen lassen würde, wüsste ich aktuell noch nicht.

    Nein, der Versicherer bezieht die AG-Förderung (420,00€) nicht mit ein. Zu den von dir genannten 303,00€ kommen die 35,00€ (35*12 = 420,00€) noch hinzu, somit lande ich bei der aktuellen BBG. Genau diese (Versicherungs-)Kosten sind mir ein Dorn im Auge. Ja, sie kümmern sich um mein Geld und wollen "nur mein Bestes", mir ist das aber keinen fünfstelligen Betrag Wert. Da klemm ich mir mein Geld lieber und die Matratze.

    Weshalb fallen bei der 25,00€ Brutto-Variante aus heutiger Sicht keine GKV und PV an?

    Mir macht es mehr Spaß, mich mit dem Thema zu beschäftigen, als zu wissen, dass sich jemand ein großes Stück meines Ersparten wegschnappt. Ich setze mich selbstverständlich nicht nur auf die BAV fest. Mit dem (und vielleicht ein bisschen mehr), was ich nicht die BAV einzahle, lege ich mir einen Krypto-Sparplan (...habe schon welche) und einen ETF zu. Solange Kryptogewinne nach einem Jahr steuerfrei sind, setze ich gerne auf dieses Pferd. Bei den möglichen Gewinnen eines ETF sieht's natürlich anders aus, das ist mir bewusst.

    Wie ist denn deine persönliche Meinung zum 2027 in Kraft tretenden Altersvorsorge-Reformgesetz? Wo ist da der Haken?

    monstermania

    Auch an dich die Frage: Wie ist denn deine persönliche Meinung zum 2027 in Kraft tretenden Altersvorsorge-Reformgesetz? Was sollte man abschließen? Wo ist da der Haken?

    ichbins

    Von der Politik erwarte ich nichts mehr. Ich muss es leider selbst in die Hand nehmen. Für mich klang die BAV anfangs echt prima, gerade mit den Zuschüssen des AG. Nach den Beratungsterminen mit den beiden Versicherern, war allerdings ein Gefühl da, dass sich irgendetwas nicht richtig anfühlt. Ich bin froh, dass ich hier gelandet bin. Tolles User. Tolle Antworten. Tolles Forum.


    Edit: Wichtig für euch. Der Mindesteinzahlbetrag in Höhe von 25,00€ ist schon inkl. VWL und 15%. Entspricht 8,44€ Bruttobelastung für mich.

  • Bei niedrigen Renten aus einer BAV gibt es einen Freibetrag von aktuell 197,75 Euro brutto (2026). Erst wenn Du über diese Grenze rüber kommst, musst Du Krankenkasse und Pflegeversicherung abführen. Solltest Du später 200 Euro bekommen zahlst Du nur für die Differenz zum Freibetrag.

  • Auch an dich die Frage: Wie ist denn deine persönliche Meinung zum 2027 in Kraft tretenden Altersvorsorge-Reformgesetz? Was sollte man abschließen? Wo ist da der Haken?

    Warum soll dir das jetzt monstermania persönlich beantworten ?

    Informiere dich bitte regelmäßig bei Finanztip zum Thema Altersvorsorgedepot und den sicherlich bis Ende des Jahres im mehr eintrudelnden Angeboten.

    Es gibt keine Eile dabei.Ein Abschluss auch Ende 2027 mit Geldeinzahlung reich völlig.

    Von der Politik erwarte ich nichts mehr.

    Völlig falsche Ansicht. Siehe die gute Konzeption des Altersvorsorgedepots.

  • monstermania

    Auch an dich die Frage: Wie ist denn deine persönliche Meinung zum 2027 in Kraft tretenden Altersvorsorge-Reformgesetz? Was sollte man abschließen? Wo ist da der Haken?

    Ich finde es grundsätzlich eine gute Lösung. Zumindest für die ersten 150€/Monat (1.800€ p.a.) um die volle Förderung von 540€ p.a. mitzunehmen. Ich werde auch ein AV-Depot abschließen, obwhol ich nur noch recht wenige Jahre vor mit habe. Eben ein zusätzlicher Baustein der eigenen AV.
    Es bedingt jedoch, dass man sich selbst grundsätzlich mit der Geldanlage beschäftigt. Wer ab 2027 einfach nur irgendwo bei einer Versicherung abschließt kann (und wird!) auch wieder in die gleiche Kostenfalle(n) laufen wie jetzt auch. Und jeder Euro, der in die Hände der Anbieter fließt, fehlt Dir später als Kunde im Alter!
    Aktuell gibt es noch keine konkreten Produkte. Es gibt aber bereits Anbieter die angekündigt haben das AV-Depot quasi kostenlos anbieten zu wollen. Ggf. werde die ETF die Du im AV-Depot besparst dann etwas kosten. Da gibt es aber inzwischen auch sehr günstige weltweite ETF mit jährlichen Kosten von < 0,1% p.a.!
    Wesentlicher Vorteil des AV-Depots ist aus meiner Sicht, dass die unselige Zwangsverrentungspflicht entfällt.

    Es besteht auch kein akuter Zeitdruck jetzt am 02.01.27 sofort etwas abzuschließen. Im Prinzip reicht es im Dezember 2027 die 1.800€ einzuzahlen um die volle Förderung für 2027 zu erhalten.
    Daher in Ruhe abwarten, welche Anbieter Finanztip im Laufe des Jahres 2027 empfehlen wird.

    Und ganz wichtig: Bei AV sprechen wir ganz schnell von mehreren 100.000€ um die es geht. Allein Deine gesetzlichen Rentenansprüche werden einem Gegenwert von mehreren 100.000€ entsprechen.
    Das AV Depot wird daher i.d.R. nur ein Baustein der zukünftigen AV sein. Du solltest auch noch selbst ein eigenes ETF-Depot abseits der AV-Depots besparen. AV-Planung ist aber höchst individuell und hängt in erster Linie von Deiner zu erwartenden Rentenlücke im Alter ab.

  • AJ1979 Die Höhe der Einzahlung spielt bei der prozentualen Rendite keine Rolle. Insgesamt gab es verschiedene Faktoren, Betriebszugehörigkeit, hier wuchs der Betrag alle 5 Jahre und begann nach 10 Jahren, weiterhin gab es eine Zahlung laut Tarifvertrag, die dritte Möglichkeit war eine eigene Zahlung die mit etwa 20% unterstützt wurde. Da hätte man zusätzlich die VL mit einfließen lassen können. Der gesamte Betrag liegt im hohen fünfstelligen Bereich, der Bruttozuwachs, also Rendite in der gesamten Laufzeit bei knapp 15k, heißt für mich, ich bekomme nach Steuern weniger raus als der Arbeitgeber eingezahlt hat. Genaue Beträge oder Prozente habe ich noch nicht, bin erst seit 2 Monaten Rentner und die Steuererklärung soll nächstes Jahr, dann auch die Einmalzahlung, über die Fünftel-Regelung erfolgen. Der grobe Überschlag mit dem Steuerprogramm zeigt etwa 2k minus. Spielt für mich jetzt nicht die große Rolle, da ich nichts dazu gezahlt habe. Nur im Vergleich zum Aktienmarkt MSCI der pA bei etwa 8% im gleichen Zeitraum lag, wäre es für mich sehr ärgerlich gewesen, wenn ich da eingezahlt hätte.

  • Ich habe einen wirklich super AG, einen sicheren Arbeitsplatz und kann mir sehr gut vorstellen, bis zur Rente hier zu bleiben.

    Das haben sich viele Leute bei SAP oder VM vermutlich auch gedacht. Soll Deinen AG nicht schlecht machen, kann aber durchaus ein Gedanke mehr sein, nicht zu hohen Beträgen in die BAV einzuzahlen

    mir ist das aber keinen fünfstelligen Betrag Wert. Da klemm ich mir mein Geld lieber und die Matratze.

    Dann ist die "lebenslange" Rente nocht viel schneller weg.

    Ob ich mir die BAV bei Rentenbeginn als Einmalbetrag oder monatlich auszahlen lassen würde, wüsste ich aktuell noch nicht.

    Schon davon würde ich die Höhe der Zahlung abhängig machen. Ich wüsste jedenfalls nicht, was mir eine Zusatzrente von ein paar Euro im Monat bringen soll. Deine Angaben ergeben mit 65 einen Rentenfaktor von ca. 28,5 (Euro je 10.000€ Kapital), bei 19200€ Garantiebetrag sind das dann knapp 55€ Brutto-Monatsrente.

    Weshalb fallen bei der 25,00€ Brutto-Variante aus heutiger Sicht keine GKV und PV an?

    Als KVdR Mitgleid gibt es einen Freibetrag für die GKV von derzeit 197,75€ im Monat, und eine Freigrenze in der Höhe bei der PV. 19200€/120 sind 160€ im Monat als "virtuelle" Auszahlung beim Einmalbetrag. Mit PKV oder freiwilliger GKV in der Rente sieht es anders aus.

    Mir macht es mehr Spaß, mich mit dem Thema zu beschäftigen

    Kein Problem, mir auch. Ob das aber mit 80 Jahre bei mir auch noch so sein wird, kann ich nur vermuten. Bin ich dann ähnlich drauf wie meinen Mutter, bn ich froh, wenn ich mit Hilfe noch in meiner Wohnung leben darf und es noch schaffe, Bargeldlos einzukaufen. Da ist das Kümmern um mein Depot reichlich egal, das muss dann automatisiert laufen.

    Daher bin ich froh, dass ich über meinen AG eine BAV als Direktzusage habe, die mir am Ende, zusammen mit der gesetzlichen Rente, meinen Lebensunterhalt zahlen wird. Das ist mir mittlerweile lieber wie wenn ich die Beiträge dazu als Netto zusätzlch erhalten und selber angelegt hätte.

    Wie ist denn deine persönliche Meinung zum 2027 in Kraft tretenden Altersvorsorge-Reformgesetz? Wo ist da der Haken?

    Persönlich für mich halte ich garnichts davon, ich bin zu alt dafür. Mit 9 Jahren Laufzeit bis 65 ist der Nutzen für mich viel zu gering und die Gefahr eines Marktcrashes genau zum Beginn vom Auszahlungszeitpunkt zu hoch. Ein Auszahlungsbeginn mit 70 mag für Leute etwas sein, die erwarten, dass sie bis 90 noch persönlich etwas von dem Geld haben.

    Dazu gibt es halt nur den "Auszahlungsplan" über 20 Jahre oder (ggf. auch nur bei der Standardvariante) eine lebenslange Verrentung. Steht der Markt zum Beginn der Auszahlungsphase schlecht, wird trotzdem 1/20 verkauft (oder 30% bei der Variante mit Teilzahlung). Im eigenen ETF lasse ich das Geld im Zweifel stehen bis ich es nutzen will.

    Ich könnte mich natürlich genauso intensiv um mein AVD kümmern wie um das eigene Depot und früh genug (sogar steuerfrei) umschichten. Die Auszahlungszeit bleibt aber bestehen egal, wann ich ggf. das Geld benötige. Da lasse ich also von 65-85 Auszahlen, komme leider schon mit 80 ins Pflegeheim und kann nur den jährlichen Teilbetrag für dessen Kosten nutzen.

    Bei 9 Jahren Einzahlung von 1800€ im Jahr kommt am Ende kein Betrag raus, der für mich eine sinnvolle, lebenslange Zusatzrente bedeuten würde. Soviel Kinder kann ich bis zur Rente nicht mehr zeugen.

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