Unsicher bzgl. BAV

KI-Zusammenfassung

: Soll beim bAV-Angebot des Arbeitgebers nur der Mindestbeitrag fließen oder ein deutlich höherer Beitrag, wenn 15 % Zuschuss, VWL und 420 € Jahresbonus dazukommen?

Soll beim bAV-Angebot des Arbeitgebers nur der Mindestbeitrag fließen oder ein deutlich höherer Beitrag, wenn 15 % Zuschuss, VWL und 420 € Jahresbonus dazukommen?

  • Mehrere Beiträge sehen den Mindestbeitrag wegen Zuschuss, VWL und Bonus als interessantesten Teil des Angebots.
  • Hohe freiwillige Einzahlungen werden in der Community wegen niedriger Garantien und vermuteter Versicherungskosten überwiegend kritisch gesehen.
  • Als wichtige Prüfpunkte nennen mehrere Beiträge Steuern, GKV- und Pflegebeiträge im Alter, mögliche geringere Sozialversicherungsansprüche, Arbeitgeberwechsel und den nicht garantierten Bonus.

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  • fotoman  Duregar


    Heute kam das neue Angebot der Versicherung. Bisher nicht von mir erwähnt, weil vergessen: Rentengarantiezeit 15 Jahre.

    Ausgangslage ist, dass ich nur den Mindestbetrag einzahlen möchte, damit ich die VWL des AG und den Jahresbonus in Höhe von 420,00€ erhalte:

    Von meinem Brutto: 8,44€
    VWL: 13,30€
    +15% Zuschuss AG: 3,26€

    = 25,00€/Monat + 420€ Bonus/Jahr = 60,00€/Monat. Das Angebot der Versicherung ist OHNE den Jahresbonus gerechnet. Ich hake gleich nochmal nach, warum das so ist.


    Rentenbeginn mit 65 (nach 25 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 26,00€ bzw. 9.034,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 33,00€ bzw. 11.479,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 45,00€ bzw. 15.717,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 20,55€ bzw. 7.200,00€ Einmalig


    Rentenbeginn mit 72 (nach 32 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 42,00€ bzw. 12.293,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 57,00€ bzw. 16.823,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 85,00€ bzw. 24.915,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 31,47€ bzw. 9.300,00€ Einmalig


    Ich denke, dass ich das so mitnehmen kann/soll, da der von mir zu tragende Anteil sehr gering ist. Was haltet ihr davon bzw. was hält der Rest davon, der hier mitliest?

  • Soeben kam die Antwort...

    "Sehr geehrter AJ1979,

    gerne möchte ich etwas Klarheit zum Jahresbonus schaffen: Der Jahresbonus in Höhe von aktuell 420,00 € wird in unseren Vorschlägen bzw. Anträgen bewusst nicht in die Kalkulation einbezogen.

    Der Hintergrund ist, dass sich hier AG einfügen vorbehält, die Ausgestaltung des Bonus künftig anzupassen. Insbesondere bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann nicht garantiert werden, dass der Bonus dauerhaft in gleicher Höhe bestehen bleibt. Deshalb wird dieser Betrag nicht als fest kalkulierbarer Vertragsbestandteil berücksichtigt.

    Ein weiterer Punkt ist, dass der Bonus von verschiedenen Faktoren abhängen kann. So macht es beispielsweise einen Unterschied, ob es sich um eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung handelt. Zudem lässt sich heute nicht vorhersagen, ob ein Mitarbeiter während der gesamten Laufzeit bei hier AG einfügen beschäftigt bleibt. Aus diesem Grund wäre eine pauschale Berücksichtigung des Bonus über die komplette Vertragsdauer nicht realistisch.

    Daher rechnen wir bei unseren Berechnungen ausschließlich mit den fest zugesagten Leistungen. Der Jahresbonus wird von hier AG einfügen separat behandelt und findet entsprechend keine Berücksichtigung in der Vertragskalkulation."


    Ich fühle dem Versicherer weiter auf den Zahn und lasse mir noch eine hypothetische Berechnung inkl. dem aktuell gezahlten Bonus' erstellen.

  • Das Problem: Die Police steht und fällt mit dem Bonus des AG. Fällt der Bonus in ein paar Jahren weg (worauf Du absolut keinen Einfluss hast), ist und bleibt das Ganze ein reines Zuschussgeschäft für Dich.

    Und diese Aussage ist die 'garantierte' Wahrheit: :rolleyes:

    Du zahlst 25 Jahre lang monatlich 25€ ein, um dann 15 Jahre lang 20€/MOnat rauszubekommen.

    Klasse Geschäft. Für die Versicherung. Welche war das nochmal? Da hol ich mir gleich Aktien von.

  • monstermania  Tomarcy

    Angenommen es gäbe den Bonus nicht und ich erhalte bei Rentenbeginn 20,55€ Brutto/Monat: Dadurch, dass ich nur 8,44€ von meinem jetzigen Brutto für die BAV abdrücken muss und mein Arbeitgeber insgesamt 16,56€ zusteuert, dürfte bei Rentenbeginn ja netto dennoch etwas mehr rauskommen, als der Anteil, den ich selbst beigesteuert habe. Nicht viel, aber es dürfte mehr sein.

    Sehr interessantes Thema. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto weniger Bock habe ich auf Versicherungen.

  • Ja, das stimmt wohl, da die Berechnung auf heutigem Geldwert basiert. Auch, wenn die Versicherung mir kein Angebot mit inkludiertem Bonus bereitstellen kann, so habe ich dennoch nochmals darum gebeten, mir ein Angebot mit 60,00€ statt 25,00€ zu erstellen. Das entspräche dann dem monatlichen Betrag mit Bonus.

  • Ich wollte zwar eigentlich ein neues Angebot mit 60,00€ Brutto/Mon., aber der Mitarbeiter hat den Bonus erneut vom falschen Betrag berechnet, daher habe ich nun ein Angebot mit 69,00€:


    Rentenbeginn mit 65 (nach 25 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 72,00€ bzw. 24.930,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 91,00€ bzw. 31.684,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 125,00€ bzw. 43.388,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 56,72€ bzw. 19.872,00€ Einmalig


    Rentenbeginn mit 72 (nach 32 Jahren)

    Angenommen...

    ...bei Indexbeteiligung 2,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 116,00€ bzw. 12.293,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 4,00% und freier Investmentlage 4,00% = Monatliche Rente 159,00€ bzw. 16.823,00€ Einmalig

    ...bei Indexbeteiligung 6,00% und freier Investmentlage 8,00% = Monatliche Rente 236,00€ bzw. 24.915,00€ Einmalig

    Garantierte Leistungen zum Beginn der Rentenbeginnphase = Monatlich 86,86€ bzw. 25.668,00€ Einmalig


    Ob nun 60,00€ oder 69,00€, besser wird das Angebot nicht.

  • Angenommen es gäbe den Bonus nicht und ich erhalte bei Rentenbeginn 20,55€ Brutto/Monat: Dadurch, dass ich nur 8,44€ von meinem jetzigen Brutto für die BAV abdrücken muss und mein Arbeitgeber insgesamt 16,56€ zusteuert, dürfte bei Rentenbeginn ja netto dennoch etwas mehr rauskommen, als der Anteil, den ich selbst beigesteuert habe. Nicht viel, aber es dürfte mehr sein.

    Das ist ein übliches Verkaufsargument der Versicherer. Sie erwähnen allerdings nicht, dass das oft zu Lasten von Beiträgen in die GRV geht und dort zu Verlusten bei der Rente führt (bei 8 € monatlich allerdings in nur geringem Maße). Das gleiche gilt für die Beiträge in die Arbeitslosenversicherung.

    In der GKV ist das nicht direkt spürbar, weil ein geringerer Beitrag nicht unmittelbar zu geringeren Leistungen führt. Angesichts der aktuellen Diskussionen über die Finanzierung der GKV dürfte es in der Summe dann doch relevant sein, wenn Leute ihren KV-Beitrag auf diese Weise drücken. Natürlich zahlt man als Rentner dann KV-Beiträge, aber das Argument der geringeren späteren Steuer gilt analog auch für geringere spätere KV-Beiträge.

    Sehr interessantes Thema. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto weniger Bock habe ich auf Versicherungen.

    Ich sehe nur zwei Punkte, an denen es sich lohnt, über solche Versicherungen nachzudenken (nachdenken, nicht zwangsläufig unterschreiben):

    - Der Arbeitgeber zahlt extrem viel dazu, idealerweise zahlt nur er.

    - Man ist unterhaltspflichtig und der anrechenbare Anteil bei der Altersvorsorge ist nur über zertifizierte Verträge möglich.

  • Sie erwähnen allerdings nicht, dass das oft zu Lasten von Beiträgen in die GRV geht und dort zu Verlusten bei der Rente führt (bei 8 € monatlich allerdings in nur geringem Maße)

    Da verliert man schon durch die vermutliche (da noch nicht final beschlossene) Erhöhung des durchschnittlichen Bruttojahresarbeitsentgeltes für 2027 von ehemals (RV Bericht von 2025) prognostizierten 52.292 € auf 53.452 € bedeutend mehr.

    In der GKV ist das nicht direkt spürbar, weil ein geringerer Beitrag nicht unmittelbar zu geringeren Leistungen führt.

    Ob jemand 220€ oder 1000€ im Monat zahlt, hat überhaupt keine Auswirkung. Wer gut verdient, wird mittlerweile nur noch ausgequetscht.

    Für 7200€ Brutto in 25 Jahren würde ich mir den Aufwand der BAV nicht antun.

    Muss man sich halt anhand der genannten Werte selber ausrechnen, was inkl. Jahresbonus bei rauskommen sollte und wie sehr man seinem AG vertraut, dass er diesen beibehält. Ohne Rendite sind auch 17.700€ Brutto in 25 Jahren aus meiner Sicht nicht viel wert.

    Andererseits kommen von 4,50€ zusätzlicher Sparrate am Ende auch keine Reichtümer heraus. Ggf. kommt beim AVD am Ende mehr raus, wenn man alt genug wird.

  • Mach einen ETF-Sparplan über 25 Euro monatlich

    Wenn die 20€ Zusaztinvest sonst nur ungenutzt auf dem Girokonto verbleiben würden, wäre das die übersichtlichere Lösung.

    Es rentiert sich mehr, als dein Konstrukt

    Der fünffache eigene Einsatz sollte sich schon lohnen. Hier geht es um 8,44€ Brutto eingenen Einsatz, von denen nach seinen Angaben im 1. Posting gerade mal knapp 54% Netto übrig bleiben würden.

    Falls ich meinem AG vertraue, dass er den Bonus langfristig zahlen wird, würde ich das machen.

  • Ich hatte an anderer Stelle bei einer bAV-Bedienung schon einmal auf die Minderzahlung aufs Rentenkonto respektive die niedrigeren Sätze von Kranken- und Arbeitslosengeld hingewiesen. Bei diesen Beträgen sind es sicher Marginalien. Trotzdem müsste man imho diese mit einrechnen, wenn das, wie hier grundsätzlich doch ziemlich haarklein gemacht wird.

  • Ich hatte an anderer Stelle bei einer BAV-Bedienung schon einmal auf die Minderzahlung aufs Rentenkonto respektive die niedrigeren Sätze von Kranken- und Arbeitslosengeld hingewiesen. Bei diesen Beträgen sind es sicher Marginalien. Trotzdem müsste man imho diese mit einrechnen, wenn das, wie hier grundsätzlich doch ziemlich haarklein gemacht wird.

    Nicht jede bAV funktioniert über Bruttoentgeltumwandlung. (Z. B. erhöht die VBL das SV-Brutto.)

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