GRV ungleich Investment

  • Ich finde wir sollten und dauerhaft vom Umlagesystem trennen, realitisch braucht es dafür eine Arbeitsgeneration, also 45 bis 50 Jahre. Also jedes Jahr ab nächsten Jahr 2% verpflichtend in die eigene Vorsorge stecken, in 50 Jahren dann 100% eigene, verpflichende Vorsorge. Wer dann in der Rente nicht mehr klar kommt hat halt Pech gehabt und muss auf Spenden der anderen hoffen. Wer 30% eigene Vorsorge getroffen hat kann nur noch mit 70% der Rente in der jetzigen Form rechnen. Der Zeitraum ist auch lange genug so das sich jeder darauf einstellen kann. Wer jetzt noch 10 Jahre bis zur Rente hat muss dann ab sofort zu sehen 20% selbst zzum Ruhestand beizutragen, Berufseinsteiger müssen direkt auf Eigenvorsorge setzen. So ein System lässt auch einen später zu moderierenden Renteneinstieg deutlich flexibler gestalten. Ebenso würden in so einem System die Lohnnebenkosten sinken, was Deutschland für zukünftige Firmen interessanter macht.

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  • 1995 wurden noch 3.9 Millionen Euro aus der Vermögensteuer an die Bundesländer gezahlt, die jetzt ersatzlos weggefallen sind. Ich glaube ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster wenn ich behaupte die Summe wäre heute signifikant höher und würde die angespannte Haushaltskassen der Länder entlasten.

    Ich nehme an es waren 3,9 Milliarden. Beim gesamten Ausgaben von Bund und Ländern von 2,21 Billionen Euro 2025 ein völlig irrelevanter Betrag, ob du den hast oder nicht - darauf ist am Ende komplett geschissen. Erhebungsaufwand dürfte ähnlich hoch sein.

    Und nochmals: es gibt weltweit nur 2 Ländern mit einer umfassenden Vermögenssteuer auch auf Betriebsvermögen. Norwegen und die Schweiz. Norwegen hat daraus keine nennenswerten Einnahmen, ob diese Steuer existiert oder nicht ist nicht relevant.
    Das Schweizer Steuer und Sozialsystem können wir hier gerne einführen. Keinelei Kündigungsschutz mehr, keine Betriebsräte, keine Kapitalertragsteuer, kaum Sozialleistungen, maximaler Druck auf Arbeitslose, keine Familiebversicherung, allgemein niedrige Steuern aber dafür alles selber zahlen,….da würden alle Linken heulen wie Schlosshunde.

  • Ich finde wir sollten und dauerhaft vom Umlagesystem trennen, realitisch braucht es dafür eine Arbeitsgeneration, also 45 bis 50 Jahre. Also jedes Jahr ab nächsten Jahr 2% verpflichtend in die eigene Vorsorge stecken, in 50 Jahren dann 100% eigene, verpflichende Vorsorge. Wer dann in der Rente nicht mehr klar kommt hat halt Pech gehabt und muss auf Spenden der anderen hoffen. Wer 30% eigene Vorsorge getroffen hat kann nur noch mit 70% der Rente in der jetzigen Form rechnen. Der Zeitraum ist auch lange genug so das sich jeder darauf einstellen kann. Wer jetzt noch 10 Jahre bis zur Rente hat muss dann ab sofort zu sehen 20% selbst zzum Ruhestand beizutragen, Berufseinsteiger müssen direkt auf Eigenvorsorge setzen. So ein System lässt auch einen später zu moderierenden Renteneinstieg deutlich flexibler gestalten. Ebenso würden in so einem System die Lohnnebenkosten sinken, was Deutschland für zukünftige Firmen interessanter macht.

    Also ein jetzt 20 Jähriger zahlt 2% seines Rentenbedarfs ein und noch die vollen Rentenbeitäge? In seinem letzten Arbeitsjahr anteilig 100% seines Rentenbedarfs und noch 50% des Rentenbeitrags?

  • Stimmt war ein Tippfehler. Natürlich 3.9 Milliarden Euro.

    Das Totschlagargument schlechthin ist immer das so wenig nichts bringt. Ich gehe aber auch davon aus das wenn man die Steuer reformieren würde und bei den deutlich gestiegenen Vermögen weitaus mehr rumkommt. Weiterhin bezweifel ich das die Erhebung der Daten 3.9 Milliarden Euro kostet. Es sei denn Jens Soahn eröffnet wieder ein open house Verfahren 😉

    Das andere Länder sich anders finanzieren steht auf einem anderen Blatt. Das ist an der Stelle relativ irrelevant, da die beiden genannten Länder grundsätzlich anders funktionieren.

  • Also ein jetzt 20 Jähriger zahlt 2% seines Rentenbedarfs ein und noch die vollen Rentenbeitäge? In seinem letzten Arbeitsjahr anteilig 100% seines Rentenbedarfs und noch 50% des Rentenbeitrags?

    Nein, es geht um die Restarbeitszeit, ein Berufseinsteiger muss dann 100% ab sofort selbst vorsorgen.

  • Stimmt war ein Tippfehler. Natürlich 3.9 Milliarden Euro.

    Das Totschlagargument schlechthin ist immer das so wenig nichts bringt. Ich gehe aber auch davon aus das wenn man die Steuer reformieren würde und bei den deutlich gestiegenen Vermögen weitaus mehr rumkommt. Weiterhin bezweifel ich das die Erhebung der Daten 3.9 Milliarden Euro kostet. Es sei denn Jens Soahn eröffnet wieder ein open house Verfahren 😉

    Das andere Länder sich anders finanzieren steht auf einem anderen Blatt. Das ist an der Stelle relativ irrelevant, da die beiden genannten Länder grundsätzlich anders funktionieren.

    Wir leben in einem extrem Hochsteuerland, wer kann haut heute bereits ab. Kannst mir sicherlich erklären warum so viele Unternehmen in Irland oder CH ihren Sitz haben. Und als einzige Reaktion die einem einfällt kommt „ja juhu noch mehr Steuern“.
    Wenn dann benötigt es eine weitreichende Steuerreform und ich halte sehr wenig von einer Substanz-Steuer auf Betriebsvermögen, völlig unabhängig vom Gewinns. Das eine Vermögenssteuer funktionieren kann, zeigt die Schweiz, aber eben in Kombi mit amerikanischem Arbeitsrecht, extrem geringer Besteuerung von Unternehmensgewinnen und keiner Kapitalertragsteuer. Viele reiche Leute sind dahin abgehauen, auch viele Unternehmer hier in der Region. Die zahlen lieber Vermögenssteuer und besteuern und investieren Geld in ihr Unternehmen das nicht mit abartiger Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer belastet wurde.

    Nochmals: es gibt nur 2 Länder weltweit die eine umfassende Vermögenssteuer erheben. 2 von 200.

  • Wir leben in einem extrem Hochsteuerland, wer kann haut heute bereits ab. Kannst mir sicherlich erklären warum so viele Unternehmen in Irland oder CH ihren Sitz haben. Und als einzige Reaktion die einem einfällt kommt „ja juhu noch mehr Steuern“.
    Wenn dann benötigt es eine weitreichende Steuerreform und ich halte sehr wenig von einer Substanz-Steuer auf Betriebsvermögen, völlig unabhängig vom Gewinns. Das eine Vermögenssteuer funktionieren kann, zeigt die Schweiz, aber eben in Kombi mit amerikanischem Arbeitsrecht, extrem geringer Besteuerung von Unternehmensgewinnen und keiner Kapitalertragsteuer. Viele reiche Leute sind dahin abgehauen, auch viele Unternehmer hier in der Region. Die zahlen lieber Vermögenssteuer und besteuern und investieren Geld in ihr Unternehmen das nicht mit abartiger Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer belastet wurde.

    Bitte gerne Fakten zum Wegzug von Vermögenden. Ich hab noch keine belastbare Zahlen dazu gesehen, obwohl das Argument andauernd aufgeführt wird.

  • Bitte gerne Fakten zum Wegzug von Vermögenden. Ich hab noch keine belastbare Zahlen dazu gesehen, obwohl das Argument andauernd aufgeführt wird.

    Henley private Wealth Migration Report. Und das ist sehr sehr konservativ weil darin nur liquides Vermögen erfasst wird. Unternehmen die ihren Sitz nach CH verlagern gibt es extrem viele. Und obwohl die Fiskaleinnahmen gemessen am BIP viel geringer ausfallen funktioniert alles Bestens.

  • Henley private Wealth Migration Report. Und das ist sehr sehr konservativ weil darin nur liquides Vermögen erfasst wird. Unternehmen die ihren Sitz nach CH verlagern gibt es extrem viele. Und obwohl die Fiskaleinnahmen gemessen am BIP viel geringer ausfallen funktioniert alles Bestens.

    Also wenn man sich die Gesamtabgavenquote im Vergleich zum BIP anschaut, ist Deutschland bei weitem nicht ganz oben. Eher im Mittelfeld, ggf. oberen Mittelfeld. Und das obwohl Arbeitseinkommen mit sehr hohen Abgaben belegt sind... Woran mag das liegen?

  • Das muss übergansweise durch ein Sondervermögen geregelt werden, danach wäre das System aber wieder "clean"

    OK, könnte man machen. Ich würde dem Entgegenhalten, dass der Staat dafür auf der einen Seite Schulden macht, damit der Bügrer es auf der anderen Seite in den Aktienmarkt steckt.

    Ich denke, wenn man das macht, muss es vermutlich eine Kombination sein, die einerseits eine staatliche Bezuschussung vorsieht und andererseits eine Doppelbelastung der Einzahler vorsieht. Vermutlich muss das dann weicher sein und eher über 100 Jahr gehen. Ganz überzeugt bin ich aber nicht.

    Ich bin aber der Meinung, das schrieb ich aber schon, dass wir bei allem was wir tun, uns extrem Gedanken über die Veränderungen die KI über uns bringt machen sollten. Ich befürchte hier eine wirklich große Welle von Arbeitsplatzabbau in den nächsten 10 Jahren. Und wenn man Musk Pläne zu seinen Robotern hört, nicht nur im Bürobereich.

  • Ich befürchte hier eine wirklich große Welle von Arbeitsplatzabbau in den nächsten 10 Jahren. Und wenn man Musk Pläne zu seinen Robotern hört, nicht nur im Bürobereich.

    Dann sollte doch endlich mal das gemacht werden, was in den 80ern schon öfters propagiert wurde. "Jeder Roboter soll Rentenversicherung und Krankenversicherung zahlen."

    Man könnte es ja etwas umschreiben: Jede Maschine (Roboter als auch KI), die einen menschlichen Arbeitsplatz ersetzt, muss verpflichtend RV und KV zahlen."

    Dann würde alles wieder gut werden.

  • Dann würde alles wieder gut werden.

    Dann werden auch die letzten Arbeitsplätze ins Ausland abwandern.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Henley private Wealth Migration Report. Und das ist sehr sehr konservativ weil darin nur liquides Vermögen erfasst wird. Unternehmen die ihren Sitz nach CH verlagern gibt es extrem viele. Und obwohl die Fiskaleinnahmen gemessen am BIP viel geringer ausfallen funktioniert alles Bestens.

    Hast du da einen Link zu?

    Was heißt extrem viele? Es gibt ultra viele die nicht in die Schweiz auswandern.

  • Wenn man Opt-Out-Regelungen schafft, wie wird dann das Risiko von Erwerbsminderung bedacht?

    Durch den Abschluss einer BU? Stell dir vor, der Markt hat tatsächlich Lösungen. Aber klar, das Exotenthema EU-Rente ist natürlich der Hauptgrund, warum man nichts ändern kann und immer mehr Steuern in ein Umlage-Sozialsystem pumpen muss. Der eigene Arbeitsplatz wohl eher nicht....

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Lass es, ich lese keine permanenten Selbstzitate und endlose Litaneien die klug wirken sollen, aber kaum was aussagen.

    Nur am Rande: Was ich "lasse" oder nicht pflege ich selbst zu entscheiden.

    Ein bißchen schade, daß Du meinen Beitrag Nr. 4.167 offensichtlich so wenig ästimierst (der zum einen viel an Inhalt und Aussage bietet sowie entscheidende Zusammenhänge aufzeigt und zum anderen übrigens kein einziges "Selbstzitat" enthält).

    Mein - ganz persönlicher - Eindruck war, daß Du Dich weder mit der Mikroebene (Deine privaten Finanzen) noch der Makroebene (ökonomische Zusammenhänge rund um den Standort Deutschland und dessen internationaler Wettbewerbsfähigkeit) bislang näher beschäftigt hast. Beides ist - neben dem Humankapital natürlich - nach meinen Erfahrungen für die eigene Finanzaufstellung sehr bedeutsam bis entscheidend. Daher hatte ich mir in dem besagten Beitrag die Mühe gemacht auf das (von Dir selbst übrigens zuvor in Nr. 4.165) eingebrachte Thema

    Vermögensteuer

    etwas näher einzugehen und die Zusammenhänge und Hintergründe darzustellen. Zumal Du mit Deinen privaten Finanzen ja nicht so recht zufrieden zu sein scheinst, jedenfalls deute ich das so, siehe hier

    Anscheinend hat sich jemand die Taschen voll gemacht ...

    Deine vermutlich an mich gerichtete Ansprache

    @Minztee. Lass es ...

    erschließt sich mir nicht. Zumal ich Kaffee präferiere.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !


    "Statt Nationalstolz und Patriotismus, wie in den meisten anderen Ländern üblich, hat sich in Deutschland - wohl aufgrund der jüngeren, fraglos schrecklichen Geschichte - offensichtlich und wohlmöglich als Surrogat der Neid zum Nationalgefühl der Deutschen entwickelt"

    (um eine professorale Freundin zu zitieren)


    Damit wenigstens hier ein Selbstzitat vorhanden ist und weil es gut paßt:

    In einer mir noch erinnerlichen Studie - (Allensbach und Ipsos MORI) - gehört Deutschland auf Platz Nr. 2 (SEC 0,97) zusammen mit Frankreich auf Platz Nr. 1 (SEC 1,26) zu den Ländern mit dem am stärksten ausgeprägten Sozialneid in der Bevölkerung ...

    SEC = Social Envy Coefficient

  • Dann sollte doch endlich mal das gemacht werden, was in den 80ern schon öfters propagiert wurde. "Jeder Roboter soll Rentenversicherung und Krankenversicherung zahlen."

    Man könnte es ja etwas umschreiben: Jede Maschine (Roboter als auch KI), die einen menschlichen Arbeitsplatz ersetzt, muss verpflichtend RV und KV zahlen."

    Dann würde alles wieder gut werden.

    Wenn das auf irgendeine technische und international einführbare Weise möglich wäre… Aber es ist unmöglich und daher braucht man über so einen Quatsch nicht nachzudenken. Das fängt schon beim Rasenmäherroboter an.

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