GRV ungleich Investment

  • Es gibt valide Studien, die darauf hinweisen, dass die 'Restlebenserwartung' auch mit den sozialen Umfeld/Stand der Menschen in Zusammenhang steht. So haben Akademiker eine höhere Restlebenserwartung als gewerblich beschäftige.
    Evtl. sollte sich dieser Umstand auch in die Berechnung der Rentenhöhe auswirken?

    Die Lebenserwartung ab Ende der Berufstätigkeit hängt an den Genen und am eigenen Verhalten, letzteres ist ein Bildungs- und Lifestylethema.
    Ich gehe mal davon aus, dass alle Betroffenen weiterhin irgendwie krankenversichert sind und genug zum Essen haben.

    Das Thema Arbeitsunfälle ist ja ab diesem Zeitpunkt beendet.

  • Die Lebenserwartung ab Ende der Berufstätigkeit hängt an den Genen und am eigenen Verhalten, letzteres ist ein Bildungs- und Lifestylethema.
    Ich gehe mal davon aus, dass alle Betroffenen weiterhin irgendwie krankenversichert sind und genug zum Essen haben.

    Das Thema Arbeitsunfälle ist ja ab diesem Zeitpunkt beendet.

    Also das Frauen ca. 4,8 Jahre älter werden als Männer, dazu statistisch auch noch früher in Rente gehen ist also ein "Bildungs- und Lifestylethema". Aber ja nicht über diese Themen reden, lieber als Lifestyle abtun.

  • Die Lebenserwartung ab Ende der Berufstätigkeit hängt an den Genen und am eigenen Verhalten, letzteres ist ein Bildungs- und Lifestylethema.

    Ist sicherlich etwas einfach gedacht.
    Es soll ja auch Berufe/Tätigkeiten geben, die einen gewissen Einfluss auf die generelle Lebenserwartung haben. Sei es nun weil diese Berufe körperlich besonders anspruchsvoll oder gar einen direkten Einfluss auf die langfristige Gesundheit haben können.
    Bei jemandem der jahrzehntelang mit Reinigungs- oder Lösungsmitteln in Berührung gekommen ist, könnte dass auch Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben.
    Viele Schäden zeigen sich ja teilweise erst nach Jahrzehnten bzw. werden erst dann bekannt wenn entsprechende wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse vorliegen. Nur nutzt es einem auch nix, wenn man weiß dass der eigene Krebs möglicherweise dadurch begünstigt wurde. :/

  • Also das Frauen ca. 4,8 Jahre älter werden als Männer, dazu statistisch auch noch früher in Rente gehen ist also ein "Bildungs- und Lifestylethema". Aber ja nicht über diese Themen reden, lieber als Lifestyle abtun.

    Gesünderer Lebensstil? Die typisch weiblichen Laster sind meistens nicht ganz so ungesund wie die männlichen.

    Gene (XX vs. XY)? Wobei es da Studien an Ordensleuten gab. Bei entsprechend gleichem Lebensstil sind die Unterschiede sehr gering. Und diese Ordensleute haben kark gelebt...


  • Bei jemandem der jahrzehntelang mit Reinigungs- oder Lösungsmitteln in Berührung gekommen ist, könnte dass auch Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben.

    Ein typischen BG-Fall. Die zahlen auch eine Rente ,wenn es relevante Gesundheitseinschränkungen gibt.
    Also das System, dass es einfach vom Lebensalter abhängig gemacht wird (mit wenigen Ausnahmen) ist schon mathematisch fundiert.


    Bei all dieser Argumentation verstehe ich auch nicht, warum man hier unbedingt die Beamten mit rein haben will.. Kurzfristig verbessert das die Aufstellung, die verdienen im Schnitt besser als der Rest der Bevölkerung. Aber da der Bildungsgrad oft höher ist, leben sie dann auch länger...
    Klar, das könnte das Problem (wieder mal) in die Zukunft schieben.

  • Ich will gar keine Beamten mit rein nehmen, ich finde es sollte deutlich weniger Beamte zukünftig geben, es braucht keine verbeamteten Bürokräfte oder Lehrkräfte, Beamte nur noch in hoheitlichen Aufgaben wie Polizei, Grenzschutz und Judikative. Warum müssen teilweise Feuerwehrleute oder Banker verbeamtet werden, da gibt es noch jede Menge anderer Beispiele. Zukünftig diese Leute in den öffentlichen Dienst, dann sind die automatisch in der GRV und der GKK. Das klappt allerdings nur bei Berufsanfängern, nur anfangen sollte man mal langsam und nicht wie aktuell den Beamtenapparat weiter aufblähen.

  • Diskutabel wäre die Mindestversicherungszeit für langjährig und besonders langjährig Versicherte, z.B. anheben auf 38 Jahre bzw. 47/48 Jahre. Das wäre deutlich abgemildeter und besser vermittelbar als pauschal den Renteneinstieg mit 65 für besonders langjährig Versicherte komplett zu streichen wollen. Das würde auch direkt die "belohnen" die mit 16 oder 17 Jahre ihre Lehre angefangen haben und eine durchgehende Erwerbsbiografie haben, warum gerade diese Gruppe die dieses System am stärksten am Leben hält wie eine Sau durch Dorf getrieben wird ist mir absolut schleierhaft.

    Also jugendschutzkonformer Minijob ab 13 und abschlagsfrei in Rente ab 60?

  • Ist sicherlich etwas einfach gedacht.
    Es soll ja auch Berufe/Tätigkeiten geben, die einen gewissen Einfluss auf die generelle Lebenserwartung haben. Sei es nun weil diese Berufe körperlich besonders anspruchsvoll oder gar einen direkten Einfluss auf die langfristige Gesundheit haben können.
    Bei jemandem der jahrzehntelang mit Reinigungs- oder Lösungsmitteln in Berührung gekommen ist, könnte dass auch Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben.
    Viele Schäden zeigen sich ja teilweise erst nach Jahrzehnten bzw. werden erst dann bekannt wenn entsprechende wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse vorliegen. Nur nutzt es einem auch nix, wenn man weiß dass der eigene Krebs möglicherweise dadurch begünstigt wurde. :/

    Längerfristige Nachschichten senken das Krebsrisiko auch nicht.

    Der Ansatz "schädliche Arbeit" beim Rentenanspruch begünstigend zu berücksichtigen gefällt mir weniger als der Ansatz, die Arbeitswelt weniger schädlich zu gestalten.

  • Also jugendschutzkonformer Minijob ab 13 und abschlagsfrei in Rente ab 60?

    Auch solche Extremfälle könne man ja durch entsprechende Gesetze regeln. Wie hoch ist denn die Zahl der GRV-Versicherten die mit 60 schon 47 Versichertenjahre voll haben überhaupt?

    Erinnert mich an die Diskussion wie viele Menschen in Deutschland die theoretisch möglich gesetzliche Höchstrente beziehen. Da wurden Menschen auf der Straße gefragt wie viele Menschen es Ihrer Meinung nach seien. Keiner der Befragten hat auch nur annährend die richtige Zahl geschätzt. Alle lagen mit Ihren Schätzungen viel zu hoch.
    Als die Menschen dann erfuhren, dass es gerade mal rund 50 Menschen sind, die überhaupt nur die theoretisch mögliche Höchstrente beziehen waren Sie schon sehr erstaunt.:/

  • Naja, vermutlich beginnen Facharbeiter ihre Ausbildung mit etwa 16 teilweise mit 18 Jahren, wenn dann 45 Jahre eingezahlt wird, sind diese Anfang bis Mitte 60, womit ein Renteneintritt mit Mitte 60 möglich wäre. Heißt mit 65 könnten sie in Rente und damit wären die Diskussionen um schwere Arbeit im Alter erledigt. Sicherlich muss dann für andere, zB. operierende Ärzte und so weiter eine Regelung geschaffen werden, aber auch da gäbe es Möglichkeiten.

  • Auch solche Extremfälle könne man ja durch entsprechende Gesetze regeln. Wie hoch ist denn die Zahl der GRV-Versicherten die mit 60 schon 47 Versichertenjahre voll haben überhaupt?

    Erinnert mich an die Diskussion wie viele Menschen in Deutschland die theoretisch möglich gesetzliche Höchstrente beziehen. Da wurden Menschen auf der Straße gefragt wie viele Menschen es Ihrer Meinung nach seien. Keiner der Befragten hat auch nur annährend die richtige Zahl geschätzt. Alle lagen mit Ihren Schätzungen viel zu hoch.
    Als die Menschen dann erfuhren, dass es gerade mal rund 50 Menschen sind, die überhaupt nur die theoretisch mögliche Höchstrente beziehen waren Sie schon sehr erstaunt.:/

    Eine Höchstrente gibt es ja nicht. Im Regelfall wird niemand gezwungen, mit Erreichen der Regelaltersgrenze die Rente zu beanspruchen, daher kann es Zuschläge geben.

    Die Umfrage ist von Grund auf unsinnig. (Es sei denn, man bastelt an einem Narrativ.)


    Ich fürchte, man wird dann wieder die Diskussion wie bei der Grundrente haben, nach dem Motto "Ab wann ist Arbeit echte Arbeit?", das würde ich uns allen gerne ersparen.

    Daher auch meine Überlegung, das Lebensalter in der Voraussetzung zu behalten.

  • Ich glaube auch das die Diskussion in der Politik (bewusst oder unbewusst) absolut in die falsche Richtung läuft, das Problem der GRV sind nicht die Leute mit einer Erwerbsbiografie von 45 oder mehr Jahren, das Problem sind die Leute die deutlich darunter liegen. Nur sollen diese Leistungsträger der GRV noch zusätzlich geschröpft werden weil der Bund nicht selber für versicherungsfremde Leistungen eintreten will.

    Wenn ich aktuell sehe wie die Politik (bis auf Grüne und Linke) sich schützend vor 10% der Bevölkerung stellt (die Spitzenverdiener), was ich auch erst mal so mittragen kann, würde ich mir wünschen die gleichen Politiker würden das bei den Leistungsträgern der GRV machen. Nur da hat man Angst die laufen ins Ausland weg (also die Spitzenverdiener), was wäre wenn die Leistungsträger der GRV auch im Alter "flüchten" würden, in Arbeitslosigkeit und Krankenstand, auch das wäre möglich. Warum gibt es in diesem Land gute und schlechte Leistungsträger ?

  • ..., das Problem der GRV sind nicht die Leute mit einer Erwerbsbiografie von 45 oder mehr Jahren,...

    Natürlich sind diese Leute ein Problem für die GRV. In den nächsten Jahren gehen nämlich genau diese Leute in Rente. Mit vergleichsweise 'hohen' Rentenansprüchen und hoffentlich noch einer langen Restlebenserwartung.
    Und natürlich wäre es für das Rentensystem besser wenn diese Klientel noch einige Jahre weiter in die GRV einzahlen würde als möglichst frühzeitig eine Rente zu beziehen.
    Dummerweise können sich verhältnismäßig viele dieser Leute es sich auch noch leisten sogar früher in Rente zu gehen (Rente mit Abschlägen). Aktuell gehen rund 25% aller Rentenempfänger mit Abschlägen vorzeitig in Rente. Zumindest in meiner Blase sind das auch eher die sog. Leistungsträger die das tun. :/

  • Nur am Rande aber in dem Kontext mit dem von Dir hier eingeführten Thema

    Punkte.

    "Punkte" sind für mich ohne jede Relevanz - mit einer Ausnahme, die das Flensburger Fahreignungsregister (FAER) beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) betrifft. Da notiere ich - auf öffentlichen Straßen (*) - exakt bei "Null Punkten" aufgrund meiner umsichtigen, vorsichtig-defensiven und damit StVO-konformen Fahrweise. Vor dem Hintergrund der Nutzung mehrerer PS-starker Fahrzeuge auch im Alltagsbetrieb keine Selbstverständlichkeit, wie mir aus meinem Umfeld bekannt ist.

    (*) Für abgesperrten Rennstrecken gelten eigene Regeln.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Ich meinte eigentlich - in Bezug auf "Agitprop" - den https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Eduard_von_Schnitzler

    Mit solchen DDR-Vergleichen und DDR-Bezügen solltest Du (*) vielleicht etwas vorsichtiger umgehen ...

    Zumal die Obrigkeit hierzulande eine neue Begrifflichkeit implementiert hat; siehe schon hier:

    Hierzulande hat man die Begrifflichkeit der "verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates" eingeführt ...

    Um aus einem Gutachten des Verfassungsschutz aus dem Jahr 2025 zu zitieren:

    "Vergleiche mit der DDR, der SED oder anderen totalitären Systemen zielen darauf ab, das Vertrauen der Bevölkerung in eine funktionstüchtige Demokratie als Teil der verfassungsrechtlichen Ordnung zu unterwandern und letztere als letztlich untauglich ansehen zu lassen"

    (*) Für meinen Teil - hatte schon in den Merkel-Jahren insbesondere ab 2010 häufiger die Formulierung "Mutation in Richtung einer DDR 2.0" verwandt - weiß ich einen diesbezüglich hervorragenden Rechtsbeistand an meiner Seite. Über einen solchen verfügt aber nicht jede(r).

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