Was sagt ihr zu den geplanten Einschränkungen beim Bargeldverkehr?

  • Ist doch offensichtlich.

    Offensichtlich ist eher, dass bei dir ein bedenklicher Antiamerikanismus vorherrscht.


    Ja ne ist klar. Die Kriminellen sind erst danach auf die Idee gekommen, dass sie nicht offen, im Klartext, Telefon und SMS miteinander kommunizieren sollten.... augenroll.

    Ich habe jahrelang Ermittlungsverfahren geführt, auch mit TKÜ. Und Überraschung, es wird tatsächlich offen per Telefon und SMS kommuniziert. Zumal in deiner US-Paranoia auch Verschlüsselung nicht viel hilft, die böse NSA hat doch bestimmt überall eine Hintertür, oder?

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Mit anderen Worten: Die Verträge wurde nicht gebrochen, aber die einzelnen Staaten haben sich freiwillig aus freien Stücken zu einer Schulden- (Eurobonds) und Haftungsunion (Garantien) zusammengefunden?

    Ich würde eher sagen, da gilt - aufgrund der Melange aus diversen massiven Konstruktionsfehlern (u. a. Zentralisierung der Geldpolitik bei dezentraler Fiskalpolitik) bei gleichzeitiger noch dazu Nichtbeachtung der eigenen EU-Verträge die Währungsunion betreffend (AEUV) und zwar von Anfang an - inzwischen längst "Not kennt kein Gebot (mehr)"

    Um nur ein Beispiel aus diversen zu nennen:

    Art. 311 (Eigenmittel der Union) AEUV normiert: "Der (Anmerkung von mir: EU-) Haushalt ist unbeschadet der sonstigen Einnahmen vollständig aus Eigenmittel zu finanzieren.

    Wie man daraus eine Verschuldung - noch dazu eine gemeinsame - "ableiten" kann, bleibt eine mehr als "sportive" Deutung.

    Nach meinen Erfahrungen ist aber in dem Bereich (Umgang mit den eigenen EU-Verträgen) praktisch nix mehr unmöglich, angefangen von der reine Rabulistik sprich im Ergebnis und der Wirkung Umgehungstatbeständen (siehe in Nr. 537 das "direkt" versus "indirekt" mit der "juristischen Sekunde") bis hin zum hundertfachen Bruch des Vertrages von Maastricht bzw. der Maastricht-Kriterien - bei dem die EU-Kommission stets mit "am Tisch" saß und sitzt und diese sogar noch orchestriert hat - sich aber selbst als EU-Kommission ständig und wörtlich als "Hüterin der EU-Verträge" bezeichnet präziser geriert (man könnte fast an Orwellschen Neusprech denken). Diese Liste ließe sich leicht fortsetzen.

    Dazu kommt, wie es einmal - schon vor sehr langer Zeit (2010 -2012) - treffend einige Juristen und Verfassungsrechtler sowie mehrere Bundestagsabgeordnete bezeichnet hatten: "Was hilft dem Bürger eine Gewaltenteilung - wenn die beteiligten Gewalten sich beim Rechts- oder Vertragsbruch einig sind ?"

    Ich hoffe es ist dem Souverein Trost genug, dass der AEUV nur umgangen wurde.

    Eher nicht, um es noch zurückhaltend zu formulieren. Siehe Eurokrise samt erforderlicher Euro-Dauerrettung - um nur ein Beispiel zu nennen: Denn so was, kommt von so was.

    Einen gewissen "Trost" bietet in dem Kontext EU-Verträge, Euro, EZB, Euro-Bargeld usw. nur noch der Blick auf meine finanzielle Aufstellung. Immerhin und besser als nix.


    Als ultima ratio empfiehlt sich für diesbezüglich kritische Geister und mobile Protagonisten der Blick auf eine zeitlose Empfehlung des legendären Dichterfürsten Goethe (in leicht abgewandelter Form): "Wem die Gesetze oder der Umgang der Obrigkeit mit ihren eigenen Verträgen nicht zusagt - muß die Gegend verlassen, wo diese Gesetze und Verträge gelten"

    Bis dahin gilt: Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren.


    Nur meine persönliche Meinung basierend (leider) auf langjährigen Erfahrungen und ebensolchen Beobachtungen.


    Dir weiter gute Gedanken und ebensolche Finanz-Entscheidungen !

  • Wie man daraus eine Verschuldung - noch dazu eine gemeinsame - "ableiten" kann, bleibt eine mehr als "sportive" Deutung.

    Für dich vielleicht. Wer sich auskennt weiß, dass Anleihen, die eine Notenbank aufkauft, nicht zum Haushalt gehören.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Apropos Jack Dawson: Ist die Titanic nicht an einem Eisberg zerschellt und untergegangen ? Da könnten sich gewisse Assoziationen aufdrängen, etwa wenn man in einem solchen Eisberg die Realität sehen will oder Grundlagen der monetären Ökonomik und in der Titanic einen großen Tanker wie die Eurozone ...

    Für dich vielleicht.

    Ist das so ?

    Wer sich auskennt weiß, daß Anleihen, die eine Notenbank aufkauft ...

    Aus meiner Laien-Sicht des aber immerhin am Thema Interessierten ging es im Kontext der Problematik und damaligen Diskussion "gemeinsame EU-Verschuldung" versus mit dem von mir erwähnten Art. 311 AEUV (Haushalt ist aus Eigenmittel zu finanzieren) explizit und ausdrücklich nicht um die Notenbank sondern um den sogenannten EU-Wiederaufbaufonds "NextGenerationEU" ...

    Um aus einer damaligen offiziellen diesbezüglichen EU-Verlautbarung zu zitieren:

    Die Finanzierung der EU-Aufgaben samt EU-Haushalt durch die Aufnahme von Schulden ist gemäß Art. 311 eigentlich nicht zulässig. Zur Finanzierung der im Rahmen des Aufbaufonds NextGenerationEU gewährten Zuschüsse und Kredite wurde die Kommission ausnahmsweise und zeitlich befristet ermächtigt, bis zu 750 Mrd. € am Kapitalmarkt aufzunehmen. Diese Kredite werden Teil der im Vertrag von Lissabon definierten Eigenmittel (Anmerkung von mir: Der letzte Satz entfaltet besonderen und zusätzlichen Charme, da semantisch jedenfalls aus Schulden bzw. Krediten damit Eigenmittel werden ...).

    By the way: Es käme fast einem Wunder gleich, wenn einige Länder der Eurozone und die EU selbst nicht versuchen würden aus dieser einmaligen Vorgehensweise eine Dauereinrichtung zu machen - auch für andere Zwecke. Das wäre aber wieder ein eigenes Thema.

    Wer sich auskennt weiß, dass Anleihen, die eine Notenbank aufkauft, nicht zum Haushalt gehören.

    Aus meiner Laiensicht des aber immerhin am Thema Interessierten, ist es eine Tatsache, daß diese (von der EZB gekauften) Anleihen jedenfalls zur EZB Bilanz gehören und die Länder (abgesehen von den ganzen Rettungsschirmen, Bürgschaften, Target2-Salden usw.) der Eurozone (gemäß ihrem Anteil bzw. Kapitalschlüssel) für den definierten Anteil des gesamten gemeinsamen Risikos an diesen Anleihen haften ...

    So viel zum Thema "Haushalt" - sollten damit die Staatshaushalte einzelner Länder gemeint gewesen sein.

    Könnte man generell übrigens mal checken, vermutlich ist inzwischen die EZB der größte Gläubiger der Eurozone ...


    Beste Grüße ins "Kommissariat" - wer immer auch Dein "Dienstherr" sein mag.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Mal überraschend zum Thema Bargeld zurück:

    Mein Sohn kommt gerade von einem Auslandssemester in Südafrika zurück. In der ersten Woche hatte er sich etwas Bargeld besorgt. Insbesondere hat es sich einen Schein für Notfälle in die Handyhülle geklemmt.

    Bezahlt wurde dort ausschließlich mit dem Handy, auch Kleinbeträge und auch beim einfachen Straßenhändler. Einzige Ausnahme für Bargeld waren manchmal Trinkgelder (nicht in Restaurants o.ä.). Viele "bessere" Geschäfte nehmen kein Bargeld mehr an. Er musste aufpassen, wie er in der letzten Woche sein Bargeld der ersten Woche wieder los wird.

    Jetzt wieder in D beschwert er sich, dass er wieder Karten und Bargeld braucht.

    Er kennt den Unterschied zwischen Zentralbankgeld und Buchgeld. Aber ihn stört, dass Zahlungsvorgänge hier so "kompliziert" sind.

    Beim Thema Datenschutz haben wir unterschiedliche Vorstellungen. Er freut sich, dass er eine automatische Landkarte im Internet aufrufen kann, die genau reportet, wo er (genauer sein Handy) überall gewesen ist.

  • Offensichtlich ist eher, dass bei dir ein bedenklicher Antiamerikanismus vorherrscht.

    Ich glaube nicht, dass du so etwas noch irgendjemand überzeugst.

    Ich habe jahrelang Ermittlungsverfahren geführt, auch mit TKÜ. Und Überraschung, es wird tatsächlich offen per Telefon und SMS kommuniziert. Zumal in deiner US-Paranoia auch Verschlüsselung nicht viel hilft, die böse NSA hat doch bestimmt überall eine Hintertür, oder?

    Und der Auftrag der NSA ist die Jagd auf Kriminelle?

    US-Paranoia, Anti-Amerikanismus, EU-Hasser, Putin-Freunde... alles Verbrecher außer Mutti?

    Wie einfach die Welt doch so sein kann...

    Was die Verschlüsselung angeht.... wieder totale Fehlannahme.

  • Mein Sohn ...

    Eine eher rein anekdotische Annäherung an das Thema Bargeld bzw. Bargeldverkehr.

    Auslandssemester in Südafrika ...

    Vermutlich gilt da auch andere Länder andere Sitten bzw. Usancen.

    Jetzt wieder in D beschwert er sich, dass er wieder Karten und Bargeld braucht.

    Vom Anekdotischen (und fernen Ländern) zum Repräsentativen (und Deutschland): Aus der jüngsten Studie der Deutschen Bundesbank zum Thema Bargeld ist mir noch in Erinnerung: "93% der repräsentativ Befragten wollen selbst entscheiden, ob sie bar oder unbar zahlen" ...

    Er kennt den Unterschied zwischen Zentralbankgeld und Buchgeld.

    Das finde ich gut - und fast schon ungewöhnlich für einen (sehr ?) jungen Menschen.

    Aber ihn stört, dass Zahlungsvorgänge hier so "kompliziert" sind.

    Das dürfte zum einen eine Frage der individuellen Einstellung sein. Zum anderen auch eine der individuellen Erfahrungen. Eventuell auch eines des Hintergrunds an Kenntnissen und Wissen den Themenkomplex betreffend.

    Aus meiner Sicht beispielsweise wirken auf mich Aspekte wie Informationelle Selbstbestimmung, gläserner Bürger, ausfallsicheres Bargeld, Bail-Ins, Hair-Cuts, flächendeckende Negativzinsen ohne Ausweichmöglichkeit, unbegrenzte Macht des Staates (Debanking - um ein Stichwort zu nennen), unbegrenzte Macht der staatlichen Notenbank die Geldpolitik betreffend etc. pp. noch deutlich "komplizierter" ...

    Ein unbegrenztes Vertrauen habe ich nämlich weder in Unternehmen noch in Staaten noch in eine staatliche Notenbank. Das gibt auch weder die Wirtschaftsgeschichte noch die Währungsgeschichte her.

    Beim Thema Datenschutz haben wir unterschiedliche Vorstellungen

    Die hätte ich - in Bezug auf Deinen Sohn - dann wohl auch.

    Er freut sich, dass er eine automatische Landkarte im Internet aufrufen kann, die genau reportet, wo er (genauer sein Handy) überall gewesen ist.

    So viel Vertrauen, Unbeschwertheit und Unbedarftheit ist vielleicht ein Privileg der Jugend ?

    War an anderer Stelle mal ein Thema: In sozialen Medien hatten jüngere Uhren- und Autofreaks ihre Schätze gepostet, samt Fotos (auf denen auch gewissen weitere Infos erkennbar waren wie Straßennamen, Hausnummern usw.). Als sie dann über bevorstehende Urlaube gepostet hatte - waren sie nach der Rückkehr aus dem Urlaub ob der Einbrüche "überrascht" ...


    Nur am Rande aber in dem Kontext

    in Südafrika

    muß ich stets an den südafrikanischen Rand (ZAR) denken - und meinen ersten Krügerrand (1 Unze Gold) mit dem damaligen Preis von 27 ZAR - aktuell im Chart mit 42.421,70 ZAR ...


    Nur meine persönliche Meinung basierend (leider) auf langjährigen Erfahrungen


    Deinem Sohn ein weiter erfolgreiches und hoffentlich auch Spaß bringendes Studium !

  • Der EuGH hat eine eindeutige politische Agenda ... winkt alles durch, ... "Rechtsprechung" (wenn man das so nennen kann und will) ...

    Eine vergleichbare Farce wie .... EZB selbst....

    Haben mir schon diverse Händler exakt so bestätigt. Was aber überflüssig war....

    ....würde vor Gericht von einem klassischen "Umgehungstatbestand" gesprochen.

    Zig Professoren, Juristen und auch renommierte Verfassungsrechtler hatten zum Themenkreis EuGH u. a. in folgende

    Alles falsch und wird durch ständige wortgewaltige Wiederholung nicht richtiger.

    Weder winkt der EuGH alles durch, noch sind "zig Professoren", die mehrfach vor sämtlichen Gerichten (auch dem Bundesverfassungsgericht) gescheitert sind, repräsentativ für die richtige Auslegung des Verfassungs- oder EU-Rechts.

    Deine Wortwahl ("Farce", "Umgehung", "Agenda") in völliger Verkennung der tatsächlichen Sach- und Rechtslage richtet sich selbst.

    Das ist völlig unsachliche Schmähkritik und Verachtung des Rechtsstaats.

  • Ich glaube nicht, dass du so etwas noch irgendjemand überzeugst.

    Ich glaube, der weitaus größere, vernünftigere Teil des Forums nimmt dich und den Souvereign so oder so nicht ernst. Da braucht man keine Überzeugungsarbeit mehr.


    Und der Auftrag der NSA ist die Jagd auf Kriminelle?

    Zumindest die Unterstützung dabei.

    Aus meiner Laien-Sicht des aber immerhin am Thema Interessierten ging es im Kontext der Problematik und damaligen Diskussion "gemeinsame EU-Verschuldung" versus mit dem von mir erwähnten Art. 311 AEUV (Haushalt ist aus Eigenmittel zu finanzieren) explizit und ausdrücklich nicht um die Notenbank sondern um den sogenannten EU-Wiederaufbaufonds "NextGenerationEU" ...

    Und wenn man jetzt noch wüsste, dass NextGenerationEU durch Anleihen der EU finanziert wird und nicht aus gemeinsamen Schulden der Staaten...

    Diese Kredite werden Teil der im Vertrag von Lissabon definierten Eigenmittel (Anmerkung von mir: Der letzte Satz entfaltet besonderen und zusätzlichen Charme, da semantisch jedenfalls aus Schulden bzw. Krediten damit Eigenmittel werden ...).

    Tja... Semantisch möglicherweise, was Eigenmittel sind hast du trotzdem nicht verstanden. Aber ist bei juristischen Begriffen bei dir ja eh ein allgemeines Problem.


    Könnte man generell übrigens mal checken, vermutlich ist inzwischen die EZB der größte Gläubiger der Eurozone ...

    Dann check das mal. Du bist da etwas ganz Großem auf der Spur. ;)

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Dann check das mal. Du bist da etwas ganz Großem auf der Spur.

    Habe das Thema gerade nochmal "gecheckt" - und auch mit zwei Schweizer Freunden telefoniert. Zumindest bin ich so dem betreffenden Schweizer Referendum "auf der Spur" geblieben ... :)

    An diesem Sonntag dem 8. März soll demnach nämlich die Volksabstimmung in der Schweiz zum Thema "Bargeld" durchgeführt werden.

    Die Volksinitiative "Bargeld ist Freiheit" - Volksbegehren "Ja zu einer unabhängigen freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten" - verlangt, daß die "Verfügbarkeit von Bargeld in der Bundesverfassung verankert" wird. So soll verhindert werden, daß Bargeld und die Bargeldinfrastruktur zurückgedrängt werden oder sogar Bargeld eines Tages ganz abgeschafft wird.

    Zudem wollen die Initianten in der Verfassung festgehalten sehen, daß der "Schweizer Franken als schweizerische Währung erhalten bleibt" und "nur mit Zustimmung des Volkes und der Kantone ersetzt" werden darf.

    So wie ich die Schweiz und die Schweizer Bürger seit Jahrzehnten kennenlernen durfte, halte ich ein Procedere wie in Deutschland - Aufgabe bzw. Abschaffung der bisherigen bewährten Währung (in dem Fall die Deutsche Mark) gegen das Experiment einer europäische Einheitswährung über den Kopf der Bürger hinweg sprich ohne Volksabstimmung - ohnehin für unmöglich bis undenkbar (siehe auch diesbezügliche Referenden in anderen Ländern wie beispielsweise Schweden und Dänemark).

    Die Schweizer Regierung hat inzwischen einen moderaten "Gegenvorschlag" erarbeitet, der etwas weniger weiter geht, aber dem Kernanliegen der Initiative entgegenkommt. Demnach soll in der Verfassung aufgenommen werden, daß die schweizerische Währung der Franken ist und daß die Nationalbank die Bargeldversorgung der Bevölkerung gewährleistet.

    Gemäß meinen Schweizer Freunden soll die Zustimmung für das Ansinnen der Initiative ziemlich groß sein ...

    Für meinen Teil hoffe ich für den Sonntag inständig auf einen Erfolg der Initiative, u. a. da ich seit vielen Jahren einen Alternativ-Standort in der Schweiz vorhalte.


    Dir übrigens weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !


    PS: In dem Kontext

    Ich glaube, der weitaus größere, vernünftigere Teil des Forums nimmt dich und den Souvereign so oder so nicht ernst.

    Keine Ahnung wer oder was ein "Souvereign" sein soll ... ?

    Den "Sovereign" jedenfalls als bewährte Handelsgoldmünze nehmen sehr viele Menschen weltweit - inklusive meiner Wenigkeit - durchaus ernst.

    Ebenso nimmt die Schweiz ihre Bürger ernst - und damit auch Initiativen und darauf folgende Volksabstimmungen.

    Was vernünftig ist oder auch nicht liegt oftmals im Auge des Betrachters (*).


    (*) Von der Manipulierbarkeit, Zugriffsbegehrlichkeiten und Zugriffsmöglichkeit seitens EU und EZB ganz abgesehen: Preis Sovereign im Jahr 1999 bei Euroeinführung: 58,91 - aktueller Ankaufspreis im Esperantogeld gerechnet 1.034,48 € ...

    (Zahlen aus der Erinnerung - Kundigere mögen das gerne korrigieren)


    War sonst noch was ... ? Ach ja ...

    Ein gewisses Außenseitertum scheint manchmal unabdingbar und sozusagen der Preis dafür zu sein, um Kollektivirrtümern zu entgehen.

    :)

  • Da hat also mal wieder einer die „Totenruhe“ eines Uralt-Threads gestört.
    :huh:8|:/

    Mehr als seltsam.

    Erst entlarvst Du mich in Deiner Genialität als

    der standardmäßige Forentroll

    und dann wunderst Du Dich noch über einen Beitrag von mir ... ?!


    In dem Kontext:

    ich die taz präferiere.

    Als Finanz-Laie steht es mir selbstverständlich nicht zu jemand mit dem Status "Finanzgenie" - wie Dir - einen Rat zu erteilen. Daher nur als Hinweis oder Option zu lesen:

    Vielleicht künftig etwas weniger "taz" konsumieren, um auf diese Weise Deinen Bezug zur Realität zu verbessern ... ?


    Sei vorgewarnt: Sollte der Initiative via Volksabstimmung in der Schweiz am Sonntag Erfolg beschieden sein (*) - werde ich mir erlauben die "Totenruhe" dieses Threads ein zweites Mal - wenn auch dann nur kurz - zu "stören".

    (*) Nicht wenige Bürger in der Schweiz sehen in dem entgegenkommenden alternativen Vorschlag der Regierung bereits eine Art von Erfolg.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen bzw. den Finanzen Deiner Familie und auch mit dem Schweizer Vermögensverwalter (bevorzugt der auch die "taz" ?) Eurer Familie ... !


    PS: Wie kannst Du Beiträge lesen, die hinter irgendwelchen farblichen (blauen ?) Balken verborgen sind ... ? ^^

  • Vielleicht künftig etwas weniger "taz" konsumieren, um auf diese Weise Deinen Bezug zur Realität zu verbessern ... ?

    Weil das von Dir immer wieder kommt: Du hast wohl schon lange die taz nicht mehr gelesen und Dein Vorurteil ist noch auf dem Stand von ca. Jahrtausendwende? Die taz hat sich seitdem (mal abgesehen von der aktuellen Wochenendausgabe zum Internationalen Frauentag) sehr verändert.

  • Du hast wohl schon lange die taz nicht mehr gelesen

    Mit der Annahme liegst Du daneben - hin und wieder schaue ich bis zum heutigen Tag auch in die taz rein (neben der FAZ bevorzuge ich aber schon seit vielen Jahren internationale Presse - insbesondere aus der Schweiz, USA und UK).

    Mit Ulrike Herrmann (von der taz) beispielsweise hatte ich schon mehrfach einen angeregten - wenn natürlich auch sehr kontroversen - persönlichen Austausch zu Wirtschafts- und Finanzthemen.

    Solltest Dich ihr ganz persönlicher Blick auf die Finanz- bzw. Kapitalmärkte interessieren und falls Dir noch nicht bekannt ein Podcast mit ihr zum Anhören:

    Der Finanzwesir rockt; Folge 106, November 2021, Gast: Ulrike Herrmann; Titel: "Aktionäre ? Alles Hütchenspieler !"

  • Da hat also mal wieder einer die „Totenruhe“ eines Uralt-Threads gestört.

    Und wird ihn ein zweites Mal stören. Dabei bitte ich im Voraus um Deine Nachsicht ... :)


    Übrigens: Sogar die Tagesschau im "Ersten" hatte im TV über die gestrige Volksabstimmung samt Ausgang in der Schweiz berichtet (bei der mehrere Themen zur Abstimmung standen) - aber einzig, daß die Eidgenossen dabei die "Halbierung des Rundfunkbudgets" (Initiative: "200 Franken sind genug") abgelehnt hatten ^^ - keine einzige Silbe zur am Sonntag inkludierten Volksabstimmung "Bargeld ist Freiheit" und der Tatsache, daß die Schweizer ein ausdrückliches Ja-Votum zum Bargeld ausgesprochen hatten und die Gewährleistung der Bargeldversorgung ab jetzt Verfassungsrang genießt... In der Schweiz jedenfalls 8)

    Immerhin ist nach der Volksabstimmung vom gestrigen Sonntag nunmehr in der Schweiz die Verfügbarkeit von Bargeld künftig in der Bundesverfassung verankert (da der - der Volks-Initiative "Bargeld ist Freiheit" entgegenkommende - Alternativvorschlag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde (rund 73%)).

    Siehe schon hier in Nr. 552, was sich mit dem Ergebnis des Referendums bestätigt hat

    (*) Nicht wenige Bürger in der Schweiz sehen in dem entgegenkommenden alternativen Vorschlag der Regierung bereits eine Art von Erfolg.

    Die Schweizer Bundesverfassung wird demnach entsprechend ergänzt, daß in Artikel 99 künftig normiert wird, daß

    die schweizerische Landeswährung der Franken ist und die schweizerische Nationalbank die Bargeldversorgung gewährleistet.

    Siehe hierzu übrigens auch (*)


    Dir mit Deinem Staatsvertrauen bis - nach meinen Dafürhalten - hin zur Staatsgläubigkeit vermutlich gleichgültig - für eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bürger (so wie für mich) aber von großer Bedeutung:

    Damit hat das Thema "Gewährleistung der Bargeldversorgung" nunmehr Verfassungsrang während dies bisher in der Schweiz nur auf Gesetzesebene geregelt war.


    (*) In dem Kontext zum Vorgehen beispielsweise in Österreich:

    die Österreichische Nationalbank (OeNB) konkret plant selbst etwas für die Bargeldversorgung ihrer Bürger samt Bargeld-Infrastruktur zu tun, indem sie als Zentralbank (!) selbst Geldautomaten aufstellen wird ...

    Anstatt als Deutsche Bundesbank vor dem Hintergrund der seit mindestens 10 Jahren laufenden orchestrierten Zurückdrängung des Bargelds seitens der EU nur ein "Nationales Bargeldforum" ins Leben zu rufen (Anfang 2024) - würde ich mir diese Vorgehensweise der Österreichischen Nationalbank auch von der Deutschen Bundesbank wünschen.

    Noch deutlich besser wäre es natürlich der Gewährleistung der Bargeldversorgung auch hierzulande Verfassungsrang einzuräumen sprich dies ins Grundgesetz (GG) aufzunehmen. Das würde aber die real existierende EU - aus guten Gründen (aus EU-Sicht) - als Affront werten und dürfte daher seitens Deutschlands bzw. seitens der aktuellen Regierung (leider) unterbleiben.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen und/oder denen Deiner Familie und Eurem Schweizer Vermögensverwalter ... !

  • Immerhin ist nach der Volksabstimmung vom gestrigen Sonntag nunmehr in der Schweiz die Verfügbarkeit von Bargeld künftig in der Bundesverfassung verankert

    Das mag sein. Da die Schweiz aber EU-Recht dynamisch übernimmt dürfte das im Fall der Fälle keine große Rolle spielen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • So wie ich die Schweiz und die Schweizer Bürger seit Jahrzehnten kennenlernen durfte, halte ich ein Procedere wie in Deutschland - Aufgabe bzw. Abschaffung der bisherigen bewährten Währung (in dem Fall die Deutsche Mark) gegen das Experiment einer europäische Einheitswährung über den Kopf der Bürger hinweg sprich ohne Volksabstimmung - ohnehin für unmöglich bis undenkbar (siehe auch diesbezügliche Referenden in anderen Ländern wie beispielsweise Schweden und Dänemark).

    Na sowas.

    Schließlich sind Volksabstimmungen in der Schweiz (im Gegensatz zu Deutschland) fester Bestandteil des Gesetzgebungsprozesses.

    Daher ist es allein aufgrund der Verfassung vorgegeben, dass in dieser Frage in der Schweiz eine Volksabstimmung durchgeführt werden müsste, in Deutschland aber der Bundestag darüber befindet.

    Vielleicht muss der geneigte Wähler in Deutschland intensiver darüber nachdenken, wo er sein Kreuzchen setzt und ob das nicht evtl. doch einen Einfluss auf die Entscheidungen des Bundestags haben könnte. Nur so als Anregung.

  • Vielleicht muss der geneigte Wähler in Deutschland intensiver darüber nachdenken, wo er sein Kreuzchen setzt und ob das nicht evtl. doch einen Einfluss auf die Entscheidungen des Bundestags haben könnte. Nur so als Anregung.

    Es ist relativ egal, wo man sein Kreuzchen setzt, solange es keine Mindestvorgaben für Ministerämter gibt. Die Führungsebenen in den MInisterien müssen zwingend Volljuristen sein (bis auf wenige Ausnahmen), die Führung eines MInisteriums kann man aber einer Sozialversicherungsfachangestellten oder (wer sich noch an Walter Riester erinnert) einem Fliesenleger anvertrauen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Es ist relativ egal, wo man sein Kreuzchen setzt, solange es keine Mindestvorgaben für Ministerämter gibt. Die Führungsebenen in den MInisterien müssen zwingend Volljuristen sein (bis auf wenige Ausnahmen), die Führung eines MInisteriums kann man aber einer Sozialversicherungsfachangestellten oder (wer sich noch an Walter Riester erinnert) einem Fliesenleger anvertrauen.

    Aber ist das im Grundsatz falsch? Der Minister ist eine politische Position und die sollte in der Demokratie von jedem besetzt werden können, für die Feinarbeit hat das Ministerium besagte Juristen. Ich würde eher behaupten, dass wir in der Politik zu viele Juristen haben und zu wenige Politiker mit klassischen Berufen.

  • Es ist relativ egal, wo man sein Kreuzchen setzt, solange es keine Mindestvorgaben für Ministerämter gibt. Die Führungsebenen in den MInisterien müssen zwingend Volljuristen sein (bis auf wenige Ausnahmen), die Führung eines MInisteriums kann man aber einer Sozialversicherungsfachangestellten oder (wer sich noch an Walter Riester erinnert) einem Fliesenleger anvertrauen.

    Ich bin sogar ganz ausdrücklich dafür, dass der Minister kein Jurist ist. Der Minister ist politisch legitimiert und bringt seine politischen Ideen ein. Für die Formulierung in Gesetzestexte gibt es die Mitarbeiter in den Ministerien.

    Das, was oft nicht gut läuft, ist, dass der Minister öffentlich etwas sagt, was sich hinterher nicht im Gesetz findet. Da stimmt dann das Requirement an die Mitarbeiter, die das ausformulieren, nicht.

    Am Ende braucht das Gesetz auf jeden Fall eine Mehrheit im Bundestag und da sind wir wieder bei meiner Aussage oben, dass man hinschauen möge, wo man sein Kreuzchen setzt.

    Und ja, Partei-/Fraktionsdisziplin - wenn man politische Ämter/Mandate auf max 2 Wahlperioden begrenzt, dann fällt das weg, weil niemand mehr erpressbar ist, dass er nicht mehr auf eine Liste kommt, nur weil er eine eigene Meinung äußert.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen