Internetanbieter-Vergleich

Den besten Internetanschluss für Ihr Zuhause finden

Das Wichtigste in Kürze

  • Am häufigsten gibt es Internetanschlüsse per Telefondose (DSL) und per TV-Kabel.
  • Günstige Internetanbieter gibt es bereits für unter 30 Euro im Monat. Familien und Vielsurfer zahlen ein paar Euro mehr.
  • Entscheidend ist vor allem die Download-Geschwindigkeit. Sie bestimmt maßgeblich wie schnell Sie im Netz surfen.
  • Normalnutzer kommen in der Regel mit 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download aus. Vielsurfer und Familien brauchen eher 50 Megabit pro Sekunde.
  • Beim Wechsel zu einem anderen Internetanbieter nimmt der neue einige Arbeit ab. Doch sollten Sie das Formular genau ausfüllen und auf die Kündigungsfrist achten.
  • Schnäppchenjäger können in der Regel alle zwei Jahre neue Rabatte einstreichen.
  • Einige DSL-Anbieter nehmen in bestimmten Gebieten einen „Regional-Zuschlag“ von 5 Euro. Ist Ihre Adresse betroffen, weichen Sie am besten auf eine Alternativ-Empfehlung von Finanztip aus.

Finanztip-Empfehlungen

Normalnutzer

Vielsurfer, Familien

  • DSL 50 von 1&1 für effektiv 31 Euro im Monat
  • Wo verfügbar: Internet & Phone 100 Cable von Vodafone (Kabel Deutschland) für effektiv 31 Euro
  • Wo verfügbar: Eazy50 für effektiv 26 Euro (Kabelanschluss von Unitymedia)
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Über das Internet kommen Informationen aus aller Welt in die eigenen vier Wände und neueste Blockbuster auf den Smart-TV. Kaum ein Haushalt mag heute noch auf einen Internetzugang verzichten. Doch bei der Suche nach dem richtigen Internetanbieter geht schnell mal der Überblick verloren.

Dabei ist am Ende recht eindeutig, welcher Internettarif der richtige für Sie ist, sobald Sie wissen, was bei der Auswahl wichtig ist. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche die günstigsten Internetanbieter sind.

Welcher Internetanschluss ist der beste?

Am Anfang steht die Entscheidung, wie das Internet nach Hause kommen soll. Die meisten Haushalte in Deutschland besitzen eine DSL-fähige Telefonleitung. In jedem zweiten Haus ist außerdem ein TV-Kabel verlegt. Wer eine der beiden Möglichkeit hat, sollte diese auch nutzen. Darüber hinaus bleiben noch weitere Wege, das Internet in die eigenen vier Wände zu holen.

DSL und Kabel sind der Standard

Per Telefondose (DSL) oder TV-Kabel bekommen Sie zum günstigen Preis ausreichend Leistung. In mehr als 95 Prozent der Haushalte ist DSL verfügbar. Bei unseren Empfehlungen ist daher auch immer mindestens ein DSL-Tarif dabei. Das Telefonnetz gehört zum Großteil der Telekom, doch auch andere Internetanbieter nutzen das Netz mit und bieten oftmals günstigere Internetverträge an.

In etwa der Hälfte der Haushalte ist ein TV-Kabel verlegt, das auch als Internetanschluss dienen kann. Allerdings können Sie beim TV-Kabel immer nur einen Internetanbieter pro Gebäude wählen. Das heißt: Wenn Ihre Nachbarn beispielsweise alle bei dem Kabelanbieter Pÿur sind, können Sie in der Regel keinen Vertrag mit Unitymedia abschließen.

Die größten, überregionalen Kabelanbieter haben wir in unseren Internetvergleich aufgenommen. Falls der Kabelanschluss in Ihrem Haus von einem kleineren regionalen Anbieter betrieben wird, kann es sich lohnen, unsere Empfehlungen mit seinem Angebot zu vergleichen.

Glasfaser eignet sich für Hausbauer

Alternativ können Sie sich auch für Internet per Glasfaserleitung entscheiden. Glasfaser gilt als Zukunftstechnologie mit sehr hoher Leistung. Gerade für Eigenheimbauer empfiehlt es sich, eine Glasfaserleitung ins Haus zu legen. Allerdings sind die Tarife zurzeit noch verhältnismäßig teuer, und die hohe Geschwindigkeit ist für kaum einen Internetnutzer wirklich relevant.

Satellit und Hybrid sind nur Notlösungen

Gerade in ländlichen Regionen ist schnelles Internet noch zu oft Mangelware. Für diesen Fall bieten Telekom und Vodafone spezielle Router an, die zur Unterstützung der Telefonleitung auch auf mobiles Internet zurückgreifen (Hybrid-Lösung). Mehr dazu erfahren Sie in unserem LTE-Ratgeber. Internet per Satellit hingegen ist mit hohen Anschaffungskosten verbunden und hat einen sehr geringen Upload. Das schränkt beim täglichen Surfen stark ein und ist daher nicht zu empfehlen.

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Worauf sollte ich bei der Wahl des Internetanbieters achten?

Wenn Sie die wichtigsten technischen Begriffe kennen, fällt Ihnen die Wahl des richtigen Telefon- und Internetanbieters leichter. Daher zunächst ein paar Grundlagen: Beim Internetvergleich geht es neben dem Preis vor allem um die Download-Geschwindigkeit (Downstream) und das Upload-Tempo (Upstream). Der Downstream bestimmt, wie schnell sich Webseiten aufbauen und wie schnell Sie große Datenmengen runterladen können. Außerdem beeinflusst er die Qualität der Filme auf dem Computer und Smart-TV, wenn Sie mit einer Streaming-Box fernschauen. Der Upstream kommt zum Einsatz, wenn Sie Ihre Dateien und Fotos per Cloud-Dienst speichern oder über das Internet einen Videochat nutzen, zum Beispiel Skype.

Internetanbieter werben gern mit hohen maximalen Download-Geschwindigkeiten. In vielen Städten gibt es mittlerweile DSL-Tarife mit bis zu 100 Megabit pro Sekunden (Mbit/s). Durch das Super-Vectoring-Verfahren steigt die Geschwindigkeit bei immer mehr DSL-Anschlüssen sogar auf 250 Mbit/s. Internetanbieter für Kabel bieten im Vergleich bereits 400 Mbit/s und mehr Tempo. Dafür ist beim TV-Kabel die Upload-Geschwindigkeit in der Regel langsamer.

Lassen Sie sich nicht von der Werbung zu einem überdimensionierten Internetvertrag verführen. Den besten Internettarif finden Sie, wenn Sie wissen, wie schnell Ihre Internetverbindung wirklich sein muss. Außerdem preisen die Internetanbieter bewusst das schnellste Tempo ihrer Tarife an. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) steht meist sehr versteckt, wie schnell Sie normalerweise unterwegs sind.

In unserem Blog-Artikel lesen Sie, wo genau Sie die Angaben finden und was Sie machen können, wenn der Vertrag nicht hält, was der Internetanbieter verspricht. Für unsere Empfehlungen haben wir die entsprechenden Produktblätter in den Tabellen weiter unten verlinkt.

Wie schnell das Internet sein sollte

Für unseren Vergleich der Internetanbieter unterscheiden wir grundsätzlich zwei Nutzertypen: die Normalnutzer und die Vielsurfer, die unterschiedlich schnelle Internetverbindungen benötigen.

Normalnutzer - Sie gehen regelmäßig ins Internet und verschicken E-Mails oder Messenger-Nachrichten? Sie hören gern nebenbei Musik aus dem Netz und spielen online? Auch Filme in HD-Auflösung von der Streaming-Box gehören für Sie dazu. Ab und an rufen Sie noch von Festnetz zu Festnetz an und wollen sich um die Anrufe nicht extra Gedanken machen müssen? Dann sind Sie ein Normalnutzer. Dafür reicht in der Regel ein Internetanschluss mit 16 Mbit/s Download-Geschwindigkeit.

Vielsurfer und Familien - Sie laden öfter größere Dateien herunter und sichern Ihre Daten bei Cloud-Diensten? Filme schauen Sie in Ultra-HD-Auflösung, während in der Küche das Internetradio läuft? Das Festnetztelefon ist nicht nur Dekoration, sondern Sie nutzen es auch noch zum Telefonieren? Dann passen Sie in unsere Kategorie Vielsurfer.

Neben den Vielsurfern gehören auch Familien mit Teenagern und Wohngemeinschaften zu diesem Nutzertyp. Da sollte der Internetvertrag schon 50 Mbit/s parat halten. Ein schnellerer Downstream ist zwar ein netter Bonus, fällt allerdings im Alltag nicht größer ins Gewicht.

Um den Vergleich übersichtlicher zu halten, gehen wir davon aus, dass Sie keinen eigenen Internetrouter besitzen und die Grundversion des Internetanbieters mieten, mit der Sie auch über W-Lan ins Internet gehen können.

Nutzertypen

Mindest-Download Mindest-Upload Festnetz-Flat Drosselung
Normalnutzer 16 Mbit/s 1 Mbit/s inkl. 300 GB Fair-Use¹
Vielsurfer, Familien 50 Mbit/s 2 Mbit/s inkl. nein

¹ Gedrosselt, sobald drei Monate nacheinander mehr als 300 Gigabyte versurft werden.

Wer nur selten ins Internet geht, aber nicht ganz darauf verzichten möchte, kann unter Umständen noch 2 Euro zusätzlich im Monat sparen. Mehr zu den Angeboten für solche Wenignutzer finden Sie weiter unten im Text.

Welcher Internetanbieter ist am günstigsten?

Für die beide Typen Normalnutzer und Vielsurfer/Familie hat Finanztip im Februar 2018 die zehn wichtigsten DSL- und Kabelanbieter untersucht. Im Oktober 2018 haben wir unsere Empfehlungen noch einmal überprüft und die Konditionen angepasst.

Dabei hat sich gezeigt, dass zahlreiche Internetanbieter die endgültigen Kosten hinter dauerhaften Rabattaktionen verstecken. Um den tatsächlichen Preis für den Verbraucher herauszustellen, haben wir sämtliche Kosten mit den Neukunden-Rabatten bei einem Anbieterwechsel verrechnet. Dieser Effektivpreis setzt sich zusammen aus Geräte-Miete, Einrichtungskosten, Neukunden-Rabatten, Festnetz-Flatrate und der monatlichen Grundgebühr über fünf Jahre.

Die günstigsten Internetanbieter für Normalnutzer im Detail

Vodafone schneidet sowohl bei DSL als auch bei Kabel sehr gut ab. Mit dem Tarif Red Internet & Phone 16 DSL  zahlen Internetnutzer effektiv knapp 29 Euro im Monat für 16 Megabit pro Sekunden (Mbit/s) Download-Tempo. Hochgeladen werden die Daten mit 1 Mbit/s. Etwa 40 Prozent der Haushalte müssen jedoch mit 5 Euro „Regional-Zuschlag“ rechnen. Das macht den Tarif zu teuer.

Mit dem Tarif Red Internet & Phone 16 Cable von Vodafone können Sie den Aufschlag umgehen. Für rund 26 Euro bietet der Internetvertrag eine Download-Geschwindigkeit von 16 Mbit/s und einem Upstream von 2 Mbit/s. Um den Tarif buchen zu können, muss Vodafone den Kabelanschluss im Haus allerdings auch betreiben. Außerhalb von Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ist Vodafone Kabel weit verbreitet.

Die drei Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und NRW hingegen sind vor allem Ausbaugebiet des Internetanbieters Unitymedia. Der TV-Kabelanbieter kooperiert dort mit dem Tarifvermittler Eazy. Durch diese Zusammenarbeit kommen Sie mit dem Tarif Eazy20 konkurrenzlos günstig ins Internet. Für effektiv knapp 18 Euro im Monat bekommen Sie 20 Mbit/s im Download und 1 Mbit/s Upload.

Den eigentlichen Vertrag schließen die Kunden mit Unitymedia ab. In Fragen der Kundenbetreuung und des Entstörungsservice sind sie von daher nicht schlechter gestellt als reguläre Unitymedia-Kunden.

Übersicht Empfehlungen für Normalnutzer

AnbieterVodafone DSLVodafone KabelEazy (Unitymedia)
TarifnameInternet & Phone 16 DSLRed Internet & Phone 16 CableEazy20
Tempo Download (maximal)16 Mbit/s16 Mbit/s20 Mbit/s
Tempo Upload (maximal)1 Mbit/s2 Mbit/s1 Mbit/s
übliches Tempo¹Vodafone 16 DSLVodafone 16 KabelEazy20 Kabel
Handygespräche (je Minute)19,9 Cent19,9 Cent19,9 Cent
endgültiger Monatspreis inklusive Hardware32,98 €27,98 €16,98 €
Effektivpreis/Monat²28,62 €³25,82 €17,65 €

¹ Verbindliche Minimalleistung; Produktinformationsblatt zum 22. Oktober 2018.
² Der Effektivpreis ergibt sich aus allen Kosten (inklusive Hardware-Miete) und Rabatten gerechnet auf fünf Jahre.
³ 31,82 Euro an Orten mit „Regional-Zuschlag“.
Quelle: Anbieter-Websites, Finanztip-Berechnung (Stand: 22. Oktober 2018)

Vodafone
Red Internet & Phone 16 DSL

  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • günstiger Effektivpreis
  • „Regio-Zuschlag“ von monatlich 5 Euro an manchen Adressen

O2 (Telefonica)
DSL S

  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • schneller als vergleichbare Tarife
  • Datendrossel ab 300 GB
  • etwas teurer als vergleichbare Angebote

Vodafone
Red Internet & Phone 16 Cable

  • günstiger Effektivpreis
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar
  • nicht in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen

Eazy
Eazy20

  • sehr günstiger Effektivpreis
  • Telefon-Flat abwählbar
  • nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar

Die günstigsten Internetanbieter für Vielsurfer und Familien im Detail

Im Vergleich der DSL-Internetanbieter ist 1&1 für Vielsurfer der günstigste. Im Tarif DSL 50 zahlen Internetnutzer effektiv etwas mehr als 31 Euro im Monat für 50 Megabit pro Sekunden (Mbit/s) Download-Tempo. Vor allem mit dem schnellen Upload von 10 Mbit/s können die preiswerten Kabelanbieter nicht mithalten.

Wenn Ihnen ein schnelles Download-Tempo wichtiger ist, sollten Sie schauen, ob Sie einen Vodafone Kabelanschluss im Haus haben: Der Red Internet & Phone 100 Cable bringt für etwas unter 31 Euro im Monat 100 Mbit/s Download-Tempo in die eigenen vier Wände. Allerdings hat er nur einen Upstream von 6 Mbit/s und ist nicht in allen Haushalten verfügbar.

Vor allem in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen hat eine Vielzahl der Häuser wahrscheinlicher einen Unitymedia-Kabelanschluss. Über den Tarifvermittler Eazy ist der Internetvertrag Eazy50 für effektiv knapp 26 Euro der günstigste Internetanbieter im Preisvergleich. Der Tarif hat einen Downstream von 50 Mbit/s und einen Upload von 2,5 Mbit/s.

Übersicht Empfehlungen für Vielsurfer und Familien

Anbieter1&1VodafoneEazy (Unitymedia)
TarifnameDSL 50Internet & Phone 100 CableEazy50
Tempo Download (maximal)50 Mbit/s100 Mbit/s50 Mbit/s
Tempo Upload (maximal)10 Mbit/s6 Mbit/s2,5 Mbit/s
übliches Tempo¹1&1 DSL 50Vodafone 100 CableEazy50 Cable
Handygespräche (je Minute)19,9 Cent19,9 Cent19,9 Cent
endgültiger Monatspreis inklusive Hardware32,98 €34,99 €24,98 €
Effektivpreis/Monat²30,88 €31,16 €25,65 €

¹ Verbindliche Minimalleistung; Produktinformationsblatt zum 22. Oktober 2018.
² Der Effektivpreis ergibt sich aus allen Kosten (inklusive Hardware-Miete) und Rabatten gerechnet auf fünf Jahre.
Quelle: Anbieter-Websites, Finanztip-Berechnung (Stand: 22. Oktober 2018)

1&1
DSL 50

  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • schneller Upstream
  • günstiger Effektivpreis
  • Extrakosten bei Neulegung des Internetanschlusses

Vodafone
Red Internet & Phone 100 Cable

  • doppelt so schnell wie vergleichbare Tarife
  • günstiger Effektivpreis
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar
  • nicht in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen

Eazy
Eazy50

  • sehr günstiger Effektivpreis
  • Telefon-Flat abwählbar
  • nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar

Die passenden Internetanbieter für spezielle Wünsche und Schnäppchenjäger

In einigen Sonderfällen kommt es auf mehr als die Download-Geschwindigkeit an. Zum Beispiel, wenn Sie oft Handynummern vom Festnetz aus anrufen, nicht wissen, wie lange Sie in Ihrer Wohnung wohnen bleiben oder regelmäßig Daten zwischen Homeoffice und Büro hin- und herschicken. Finanztip hat die wichtigsten Details zu kostenlosen Handygesprächen und kurzen Laufzeiten hier zusammengefasst. Je nachdem, worauf Sie neben der Download-Geschwindigkeit am meisten Wert legen, können Sie so die Internetanbieter aus dem Finanztip-Vergleich an Ihre Wünsche anpassen.

Falls Sie hingegen nur sehr selten vom Festnetztelefon anrufen oder das Internet nur für Gäste und gelegentliche E-Mails nutzen, können Sie im Monat noch ein paar Euro sparen. Sowohl 1&1 als auch O2 bieten günstigere Tarife mit abgespeckten Leistungen an. Bei einigen Internetanbietern zahlen Sie weniger, wenn Sie auf die Telefonflatrate verzichten (Eazy, Easybell, Pÿur, Congstar).

Sofern Sie bereit sind, alle zwei Jahre den Tarif zu wechseln, können Sie immer wieder aufs Neue auf Schnäppchenjagd gehen. Ist die Vertragslaufzeit abgelaufen, können Sie bei einem anderen Internetanbieter wieder den Neukunden-Rabatt einstreichen. Das sind gut und gern um die 100 Euro.

Oft muss es dabei gar nicht bis zu einer Kündigung kommen. Wenn Sie bei der Kundenhotline ankündigen, dass Sie den Anbieter wechseln möchten, bekommen Sie oft einen neuen Rabatt zugeschrieben. Wer dagegen nichts sagt und seinen Tarif einfach weiterlaufen lässt, zahlt häufig drauf.

Übrigens: Auch mit Neukunden-Rabatt und zwei Jahren Laufzeit bleiben die Finanztip-Empfehlung die günstigsten Angebote. Alle Tarife finden Sie in unserer Übersicht am Ende des Ratgebers.

Wie wechsle ich meinen Internetanbieter am besten?

Bei vielen Internetanbietern kommen Sie nur einmal im Jahr aus einem bestehenden Internetvertrag heraus (nach Abschluss sogar erst zwei Jahre später). Damit Sie nicht selbst den passenden Termin im Auge behalten müssen, können Sie bei einem neuen Anbieter in aller Regel einen Anbieterwechsel beantragen. Wenn Sie Ihre alten Vertragsdaten zur Hand haben, geht das am einfachsten per Online-Formular auf der Anbieter-Website. Haben Sie das Formular gewissenhaft und korrekt ausgefüllt, kümmert sich der neue Internetanbieter darum, dass der Vertrag erst anfängt, wenn der alte endet.

Gewissenhaft und korrekt deswegen, weil viele Internetanbieter sehr allergisch darauf reagieren, wenn kleinere Angaben nicht stimmen. Ein fehlender Bindestrich im Namen kann dazu führen, dass der ganze Anbieterwechsel scheitert. Wenn alles glatt läuft, sollten Sie nicht länger als einen Tag ohne Internet und Telefon sein.

Passen Sie auf, dass Sie keine Zusatzprodukte mitbestellen, etwa Sicherheitspakete oder Musikdienste. Diese sind oftmals überflüssig oder auf lange Sicht überteuert. Wie Sie die größten Fallstricke vermeiden und worauf Sie beim Wechsel von DSL auf Kabel beachten müssen, lesen Sie hier.

So haben wir getestet

Der Finanztip-Vergleich von Internetanbietern beruht auf den Angeboten überregionaler DSL- und Kabelanbieter. Bei zehn Unternehmen haben wir die drei geläufigsten Nutzertypen abgefragt. Wenn Sie genauer wissen wollen, wie wir vorgegangen sind, lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber Kabel- und DSL-Vergleich.

Untersuchungsprofile

Mindest-Download Mindest-Upload Festnetz-Flat Drosselung
Wenignutzer 2 Mbit/s 384 kbit/s inkl. 100 GB
Normalnutzer 16 Mbit/s 1 Mbit/s inkl. 300 GB Fair-Use¹
Vielsurfer, Familien 50 Mbit/s 2 Mbit/s inkl. nein

¹ Gedrosselt, sobald drei Monate nacheinander mehr als 300 Gigabyte versurft werden.

Getestete Internetanbieter

Nutzer Anbieter Tarif Anschluss mtl. kündbar Download Upload Preis
Normal Eazy Eazy20 Kabel nein 20 Mbit/s 1 Mbit/s 18 €
Vodafone DSL 16 DSL DSL nein 16 Mbit/s 1 Mbit/s 27 €
Vodafone Kabel¹ 32 Mbit/s Kabel nein 32 Mbit/s 2 Mbit/s 29 €
Unitymedia 2play Start 30 Kabel nein 30 Mbit/s 3 Mbit/s 29 €
Telefónica¹ O2 DSL S DSL Aufpreis 25 Mbit/s 5 Mbit/s 30 €
1&1 DSL 16 DSL Aufpreis 16 MBit/s 1 MBit/s 30 €
Easybell Komplett basic DSL ja 16 Mbit/s 1 Mbit/s 30 €
Congstar Komplett 2 DSL Aufpreis 16 Mbit/s 1 Mbit/s 31 €
Pÿur Pure Speed 200 Kabel nein 200 Mbit/s 8 Mbit/s 35 €
Telekom Magenta Zuhause S DSL nein 16 Mbit/s 2,4 Mbit/s 39 €
Viel Eazy Eazy50 Kabel nein 50 Mbit/s 2,5 Mbit/s 26 €
1&1 DSL 50 DSL Aufpreis 50 MBit/s 10 MBit/s 30 €
Vodafone Kabel 100 Mbit/s Kabel nein 100 Mbit/s 6 Mbit/s 32 €
Vodafone DSL 50 DSL DSL nein 50 Mbit/s 10 Mbit/s 32 €
Telefónica O2 DSL M DSL Aufpreis 50 Mbit/s 10 Mbit/s 33 €
Unitymedia 2play JUMP 150 Kabel nein 150 Mbit/s 10 Mbit/s 33 €
Pÿur Pure Speed 200 Kabel nein 200 Mbit/s 8 Mbit/s 35 €
Congstar Komplett 2 VDSL DSL Aufpreis 50 Mbit/s 10 Mbits 37 €
Easybell Komplett easy DSL ja 50 Mbit/s 2,8 Mbit/s 42 €
Telekom Magenta Zuhause M DSL nein 50 Mbit/s 10 Mbit/s 43 €
Wenig Eazy Eazy20 Kabel nein 20 Mbit/s 1 Mbit/s 18 €
1&1 DSL Basic DSL Aufpreis 16 Mbit/s 1 Mbit/s 25 €
Telefónica O2 DSL XS DSL Aufpreis 10 Mbit/s 2,4 Mbit/s 25 €
Vodafone DSL 16 DSL DSL nein 16 Mbit/s 1 Mbit/s 27 €
Vodafone Kabel 32 Mbit/s Kabel nein 32 Mbit/s 2 Mbit/s 29 €
Unitymedia 2play Start 30 Kabel nein 30 Mbit/s 3 Mbit/s 29 €
Easybell Komplett basic DSL ja 16 Mbit/s 1 Mbit/s 30 €
Congstar Komplett 2 DSL Aufpreis 16 Mbit/s 1 Mbit/s 31 €
Pÿur Pure Speed 200 Kabel nein 200 Mbit/s 8 Mbit/s 35 €
Telekom Magenta Zuhause S DSL nein 16 Mbit/s 2,4 Mbit/s 39 €

¹ Nicht mehr im Sortiment des Anbieters (Stand: 22. Oktober 2018)
Quelle: Anbieter-Websites, Finanztip-Berechnung (Stand: 12. Februar 2018 bzw. 22. Oktober 2018)

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Artikel verfasst von

Arne Düsterhöft

Finanztip-Experte für Telekommunikation

Arne Düsterhöft ist Redakteur für Telekommunikation und Digitales. Zuvor war er Volontär in der Redaktion von Finanztip. Erste praktische Erfahrungen sammelte er in der Online-Redaktion von teltarif.de, wo er ebenfalls über digitale Technologien und Telekommunikation geschrieben hat. Nach Auslandssemestern in Dublin und New York hat Arne Düsterhöft seinen Masterabschluss in Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin gemacht.