Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Jetzt ist es durch.

    Wenn ich heute meine letzten 2.600 Allianz-Aktien verkaufe, dann habe ich keine einzige Einzelaktie mehr im Depot.

    Ich bin schockiert! =O (Ironie!).
    Ich befürchte damit wird uns hier im Forum zukünftig so manche seitenlande Diskussion entgehen (oder erspart bleiben? ;)).
    Ich hoffe, dass Du auch zukünftig immer mal wieder Zeit und Muße finden wirst um uns 'Jungspunden' an Deinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.
    Jetzt laufen halt die ETF langsam von links unten nach rechts oben.

    Gruß ins 'Grüne' Schwabenland oder an die Cote d'Azur.

  • Zum Thema Nachteilhaftigkeit von Einzel-Aktien gibt es ja die Studie von Bessembinder:

    Damit ist eigentlich alles gesagt...

    Vielen Dank für dieses wirklich gute Posting.
    Es ist eben leider die schonungslose Wahrheit.
    Es geht auch darum, dass sich auch sehr hohe Buchgewinne sehr schnell einfach verflüchtigen können.

    in Deutschland gibt es da auch wieder einige Opfer. SAP z.B.

    Zusammenfassung: Einzelaktien lohnen sich einfach nicht, weil das Risiko in Relationen zur Geldanlage insgesamt zu hoch ist.

  • Hallo monstermania

    zu früh gefreut – ich bin noch im Ländle!
    Südfrankreich kommt erst Ende April dran, gleich nach der Invest in Stuttgart.

    Bei allem Spaß: Du hast natürlich recht.
    ETFs müssen im Gegensatz zu Einzelaktien von links unten nach rechts oben laufen – sonst hätten wir nicht nur an der Börse ein echtes Problem.
    Gerade weil da viele Aktien drin sind, wird alles etwas „glatter“.
    Das kann für einen alten Börsianer wie mich allerdings fast schon langweilig wirken.

    Aber das ist wohl das Alter.
    Mit jedem Jahrzehnt wird man ruhiger – ob man will oder nicht.
    Man kann es höchstens ein bisschen hinauszögern… aber aufhalten geht nicht.

    Wenn ich zu unserem Jahrgangstreffen gehe (alle um die 80), dann sieht man es deutlich:
    gleiche Jahrgänge – aber komplett unterschiedliche Entwicklungen.
    Optisch, körperlich… und vor allem im Kopf.

    Und bei mir ist es tatsächlich auch so:
    Das Interesse an Aktien hat wohl länger gehalten als manches andere im Leben…

    Bevor jetzt falsche Gedanken kommen:
    Ich meine natürlich die Politik

    Viele Grüße
    McProfit

  • Vielen Dank für dieses wirklich gute Posting.
    Es ist eben leider die schonungslose Wahrheit.
    Es geht auch darum, dass sich auch sehr hohe Buchgewinne sehr schnell einfach verflüchtigen können.

    in Deutschland gibt es da auch wieder einige Opfer. SAP z.B.

    Zusammenfassung: Einzelaktien lohnen sich einfach nicht, weil das Risiko in Relationen zur Geldanlage insgesamt zu hoch ist.

    OK, wir haben noch einmal bestätigt bekommen, was wir schon geahnt haben. Einzelaktien sind risikoreicher als ETFs/Fonds.

    Aber ernst gemeinte Frage: was ist die weitergehende Schlußfolgerung aus der Studie?

    Reicht ein ETF mit 100 Aktien? Könnte klappen, wenn man die richtigen 100 Aktien hat, siehe z.B. der gerade hochgejubelte VanEck, der gerade die weltweite Konkurrenten einfach mal hinter sich lässt.

    Oder sollen wir jetzt in möglichst breit streuende ETFs investieren, in der Hoffnung, dass die künftigen Gewinner mit dabei sind?

    SPDR ACWI IMI - 4644 Positionen
    Kommer - 4244 Positionen
    Vanguard FTSE AllWorld - 3804 Positionen
    Avantis Global - 3282 Positionen
    Invesco RAFI 3000 - 1217 Positionen

    Oder besser etwas aus Einzelregionen zusammenbasteln? Da könnte man eine noch grössere Streuung erreichen. Da bietet sich die neue Avantis Palette an, die investieren nämlich wirklich breit in Small, Mid und Large Cap.

    Avantis America - 1534 Positionen
    Avantis Europe - 1041 Positionen
    Avantis Pacific - 834 Positionen
    Avantis Emerging Markets - 2370 Positionen

    Nur noch eine Anmerkung, weil wir ja eigentlich im Kommer KISS Strang sind:
    Der Kommer hat nur unwesentlich weniger Aktien als der ACWI IMI im Portfolio, so richtig viel hat er da also wohl nicht aussortiert. Ob die Performance nicht doch in aller erster Linie von der regionalen Verteilung (weniger USA, mehr EM als der Rest der weltweiten Konkurrenz) abhängt, und die Faktoren nicht doch etwas überbewertet sind....?



    Dann hätte ich eine Empfehlung

  • Reicht ein ETF mit 100 Aktien?

    Zunächst mal erlaube ich mir die Frage, wofür der ETF denn genau reichen soll?:/
    Und ja, grundsätzlich reicht auch ein ETF mit 100 Aktien. Wichtig ist, dass ein ETF marktbreit ist.
    Es kommt dann auch nicht mehr darauf an, ob es wirklich die 'richtigen' Aktien sind. Darum immer die 'richtigen' Aktien zu haben kümmert sich ja der ETF bzw. der Index der durch den ETF getrackt wird.

    Als Beispiel führe ich hier einfach mal einen 'alten' Dividenden-ETF mit 100 Positionen an.
    Den STOXX Global Select Dividend 100:
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen…H1,IE00B4L5Y983


    Ja, aber der MSCI World war ja viel 'besser' kannst Du jetzt sagen. Ja, das stimmt. Aber die Rendite des STOXX Global Select Dividend 100 lag auch deutlich über der Inflation und es hätte auf jedem Fall auch gereicht um auch mit diesem ETF das Ziel zu erreichen nicht arm zu sterben!
    In den letzten 3 Jahren war der ETF sogar 'besser' als ein MSCI World.
    Und allemal besser als sein Geld auf einem Girokonto liegen zu lassen.

    Nur, ich kann eben heute für eine TER von 0,17% p.a. einen ETF kaufen der 99% der weltweiten Aktienmarktkapitalisierung abbildet (SPDR MSCI ACWI IMI). Warum sollte ich mich mit weniger zufrieden geben? Z.B. mit einem ETF der nur 100 Aktien enthält?

    EDITH: Hier mal ein ETF mit 50 Positionen...
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen…83,DE0006289382

    Hätte auch dicke gereicht! ;)

  • OK, wir haben noch einmal bestätigt bekommen, was wir schon geahnt haben. Einzelaktien sind risikoreicher als ETFs/Fonds.

    Das haben wir nicht geahnt, sondern es ergibt sich allein aus Sachlogik, dass die Angelegenheit umso riskanter wird je weniger Einzelwerte man hat.

    Aber ernst gemeinte Frage: was ist die weitergehende Schlußfolgerung aus der Studie?

    Überlege bitte mal 5 Sekunden selbst!


    Reicht ein ETF mit 100 Aktien?

    Für was soll der reichen? Für erotische Gefühle? Ja, dafür reicht er!

  • Lieber McProfit ,

    Du schaffst es tatsächlich noch, mich total zu überraschen. Es gab ja sehr viele und lange Diskussionen mit Dir, an denen ich mich auch immer wieder beteiligt hatte. Ich hatte aber den Eindruck, dass Du absolut unverrückbar an Deiner Strategie festhalten willst. Womöglich hast Du sogar den Begriff "persönliche Rendite" aus Deinem Wortschatz gestrichen?

    Aber gut, ich habe auch seit 40 Jahren Einzelaktien und heute noch zwei kleine Restposten. Du bist also konsequenter, als ich!

    Herzlichen Gruß und alles Gute!

  • Lieber McProfit ,

    schon verblüffend wie verwandlungsfähig du in deinem Denken bist. Andere sind bereits mit 50 Jahren im Kopf alt und du machst jetzt noch solche Sachen. Donnerwetter. 8|

    Aus Interesse: Hast du dich wirklich von allen Aktien getrennt, auch vom steuerlichen Altbestand?

    Ich habe mittlerweile auch einige Aktien in ETFs umgeschichtet, aber mein Altdepot habe ich noch nicht wirklich angetastet. Da denke ich mir immer, wenn der Klingbeil irgendwann auf 30 Prozent KESt geht, ist das schon eine Hausnummer, wenn man die Werte steuerfrei vereinnahmen kann, zumal die ja nur aus Kursgewinnen bestehen.

  • Nachdem Irving sich verabschiedet hat, doch eigentlich egal?

    Der taucht doch nach seinem Aufenthalt ohnehin wieder auf. Der Kommer-ETF ist bis dahin um 25 % gefallen und er kann dann erzählen, dass er auch mit 3,5 Mio Euro gut mit den Teilzeitjobs leben kann.

    Der Erlös vom Hausverkauf kommt ja auch noch rein, der eigentlich an die Kinder gehen soll.

    Der Kommer-ETF ist nach dem weiteren Salami-Crash von Freitag nun seit Jahresanfang im Minus.
    Der MSCI-World auch schon 3 % im Minus.

  • Ich bin Irving vor allem dankbar, dass er hier seine Strategie und seine Vermögensverhältnisse irgendwie schon offenlegt und Beiträge mit sehr viel Substanz einbringt. Ich hoffe nur, dass das möglichst lange so bleibt. Ich würde mir wünschen, dass man solchen Foristen mehr Dank und Wertschätzung entgegen bringt.

    Tomarcy : auch deine Beiträge und deine scheinbar unermüdliche Energie schätze ich sehr.

  • Irving bekommt fachlich schon Respekt und Anerkennung.

    Es geht auch um die Ausgangslage.
    Wer 4,6 Mio Euro in einem einzigen ETF hat und in einer Mietwohnung lebt, kann auch einen Kursrückgang von 70 % aussitzen.
    Dann erben die Kinder eben weniger.

    Wer sich jahrelang „zäh“ durch alle Wirrnisse mit einem Sparplan bis auf 200.000 Euro hochgekämpft hat, will mit 65 Jahren nicht einfach wegen zufälliger komischer Errignisse mit 60.000 Euro dastehen.

  • Wer 4,6 Mio Euro in einem einzigen ETF hat

    In Beitrag Nr. 1 waren es (angebliche, da nicht verifizierbar) 4,9 Mio. Euro (ob sein ETF inzwischen seit dem 7. Februar so nach unten korrigiert hat, entzieht sich meiner Kenntnis).

    Wer 4,6 Mio Euro in einem einzigen ETF hat und in einer Mietwohnung lebt

    In meinem näheren und weiteren (ziemlich großen) Umfeld ist mir kein einziger Fall bekannt mit diesen drei Komponenten: "Mittleres achtstelliges Vermögen", angelegt in einem "einzigen ETF" noch dazu wohl ausschließlich in einer einzigen Anlageklasse (Aktien) und "Leben in einer Mietwohnung".

    So gesehen und angenommen die Angaben entsprechen der Realität: Eine im wahrsten Sinne des Wortes "exklusive" Aufstellung ...

  • Ich würde mir wünschen, dass man solchen Foristen mehr Dank und Wertschätzung entgegen bringt.

    Dafür, dass er hier irgendwelche Geschichtchen erzählt von seinem angeblichen Vermögen, die wahr sein können, oder eben auch nicht? Ich meine, wir sind hier im Internet … in anderen Ecken des WWWs geben sich 150 Kilo schwere Jürgens mit Mitte 60 als 13-jährige Mädchen aus. Ich würde sehr dazu raten, allem erstmal mit einer gesunden Skepsis zu begegnen.

    Und sachlich/fachlich hat er freilich an manchen Stellen durchaus Punkte und Recht. Aber er ist leider von seiner Sicht der Dinge - bspw. auf Faktorprämien und die Frage, was welchen Einfluss auf die Performance eines Portfolios hat - so sehr, zu sehr überzeugt, dass er berechtigte kritische Einwände entweder wegwischt oder gleich ignoriert oder dafür, sich als den einzig Intelligenten darzustellen, der für die Herde der Trottel als Mephisto erscheint. So ein Mangel an Souveränität und an der Bereitschaft, sich mit Gegenpositionen auseinanderzusetzen, entwertet leider den Gesamtauftritt.

  • Ich sehe den Punkt nicht. Wenn man 70 % verliert, ist es ärgerlich. Egal von wie viel. Ich sehe es eher so, dass ich es toll finde, dass er sich die Zeit und die Muße nimmt, hier im Forum tolle Beiträge zu schreiben. Er könnte ja genauso gut im Luxushotel um die Ecke für den Rest seines Lebens Champagner saufen.

    Er stellt auch immer klar, dass es sich bei seinem Beiträgen um seine eigene Meinung und Überzeugung handelt. Oftmals stellt er sogar andere Argumente dar und legt dar, warum er sich dagegen entschieden hat. Mir kommt es immer ausgeglichen vor. Und alles andere als absolut. Ich wünschte mir, mehr TN hier hätten eine Debattenkultur, wie er sie pflegt.

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