Was verdient ihr & seid ihr zufrieden?

  • In den meisten Fällen kein Wunder. Die Bezahlung ist gerade als Berufseinsteiger und in kleineren Betrieben (ohne Tarifbindung) auch wahnwitzig. Habe das Spiel über ein Jahrzent durch und mit und ohne Ausbildung in vielen Handwerken gearbeitet. Davon hab ich jetzt vor allem eine gigantische Rentenlücke sowie ein geringes Vermögen.

    Bin immernoch Handwerklich tätig (dank zweiter (selbstfinanzierter Ausbildung, also ohne Umschulung), aber komme durch Tarifbindung zumindest mal beim Medianlohn raus.

    Stellenweise muss sich da einiges ändern. Übrigends wurden anderen in meinem Umfeld jobs für die Hälfte des Gehaltes angeboten. Wurde notgedrungen zumindest zeitlich befristet angenommen.

    Ja das ist leider wirklich so. Bin mit 3.000€ Brutto eingestiegen damals.

    Darf ich fragen ob du auch so in meinem Bereich liegst oder drüber?

  • Ja das ist leider wirklich so. Bin mit 3.000€ Brutto eingestiegen damals.

    Darf ich fragen ob du auch so in meinem Bereich liegst oder drüber?

    Ich bin jetzt Braue und Mälzer, was einer der bestbezahlten Ausbildungen war/ist (tarif nrw). Liege jetzt bei so ca. 4.2k bei 13 Gehältern brutto (aber im 3-Schichtbetrieb). Hab angefangen als Kfz Mechatroniker in ner Vertragswerkstatt mit 1.6k Brutto und 12 Gehältern. Das ist allerdings auch schon 15 Jahre her. Bei der neuen Ausbildung bin ich damals mit 1k Brutto eingestiegen.

    Negativrekord als Mechaniker war über ne Zeitarbeitsfirma 1.5k Brutto mit 30km Anfahrt. Wobei die Halbtagsanstellung mit Aussicht auf ne Vollzeitstelle (die es natürlich niemals gab) auch schon ne 10 von 10 war.

    Ist aus dem Gedächtnis geschrieben, bitte nicht auf Mindestlohn oder so was zu bestimmten Zeiten festnageln.

    Derzeit bin ich relativ zufrieden. Leider liegt der Haustarif mittlerweile zu deutlich unter dem Nrw Tarif(ca. 15%). Daher würde ich sagen 8/10. Das Geld ist durchaus ok. Aber dadurch das die nächste besser bezahlte Stelle relativ weit weg ist sind mir doch die Hände gebunden.

  • Duregar Ist zwar teilweise schon ein paar Jahre her aber puhh, wie soll man denn da überleben geschweige denn eine Familie ernähren?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Duregar Ist zwar teilweise schon ein paar Jahre her aber puhh, wie soll man denn da überleben geschweige denn eine Familie ernähren?

    Ja als berufseinsteiger geht viel. Ist hauptsächlich ein Grund warum wir erst mit anfang/mitte 30 gestartet haben an kinder zu denken und bis dahin praktisch keine rücklagen gebildet haben. Wäre das so weitergelaufen wäre die alterarmut gesetzt gewesen.

    Zum Glück bin ich dann über nen neuen Arbeitskollegen an ein Depot sowie Finanztip geraten, sonst wäre es wohl die dvag geworden. Ich denke das ein Großteil der (deutschen) Erwerbsbiografien so aussehen.

    Hab daher auch gewisse Vorbelastungen entwickelt und habs schwer wenn sich Menschen mit 70-120k vom Staat ausgenommen fühlen. Da habe ich extrem viel Mitleid😉

  • Beamter, mittlerer Dienst (derzeit), ca. 3200-3300 € netto nach Abzug KV. Brutto ist hier ja nicht so entscheidend. Perspektivisch solls bis A12 gehen, aber mal schauen. Sorgen muss ich mir mit dem Gehalt und der Zukunftsperspektive keine machen, Ansprüche sind bescheiden.

    Fühle mich für meine Arbeit ausreichend entlohnt. Halte eher den Abstand zum gehobenen Dienst für zu gering. Aber als Beamter bin ich aus meiner Sicht ohnehin privilegiert, auch wenn das Gehalt im aktiven Arbeitslohn angemessen (aber aus meiner Sicht nicht überbezahlt ist), so ist der große Vorteil natürlich die Pension.

  • Zum Glück bin ich dann über nen neuen Arbeitskollegen an ein Depot sowie Finanztip geraten, sonst wäre es wohl die dvag geworden.

    Gut, dass du hier gelandet bist. Dem Kollegen kannst du echt dankbar sein, wieder ein Grund mehr, warum ich diese Finanzvertriebe verabscheue. Da werden Leute ausgenommen, die eh schon nicht so extrem viel haben und deren Altersvorsorge essenziell ist.

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  • Ich bin nach der Ausbildung seinerzeit mit 2k brutto angefangen. Gut, ledig und keine Kinder, da ging das noch „irgendwie“.

    Wurde schon mal diskutiert, das kommt natürlich auch immer sehr auf die Lebensumstände an.

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  • Ich finde auch das es im Handwerk sehr schwierig ist, gerade was Zeitaufwand & körperliche Arbeit in Bezug aufs Gehalt betrifft. Man sagt man kann im Handwerk viel Geld verdienen, dass ist dann meist aber nur auf die Selbsständigkeit bezogen oder mit guter Schwarzarbeit nebenbei

  • Ich will dir nicht zu nahe treten, aber TikTok ist meiner Meinung nach mit die schlechteste aller Informationsquellen.

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  • Wenn man bei TikTok schaut, verdient gefühlt jeder deutlich mehr als man "normalo"

    Gefühlt ... die meisten "Normalos" haben auch kein Geltungsbedürfnis auf dieses Plattformen. Viele Influencer leben eh auf einen anderen Planeten, aber das ist ein anderes Thema.

    Ich bin mit meiner Situation durchaus zufrieden, bin jetzt im ÖD gelandet mit E9C Stufe2, wenn alles gut geht nächstes Jahr 10 und es gibt wohl auch Entwicklungsspielraum bis Stufe E12. Netto komme ich aktuell auf 2530 €, fast 300 € mehr als noch im vergangenen Jahr. Nach meiner Lehre (gut 20 Jahre her) war ich Netto bei 980 € (Brutto ca. 1.6K) ausgenommen von einem Unternehmer aus Schwaben der seinen Hauptsitz bewusst im Osten der Republik gewählt hat, zum Glück konnte ich dann schnell Land gewinnen. Und viele berufliche Entscheidungen und Fortbildungen haben sich in den letzten Jahren für mich zum positiven entwickelt.

  • Ich bin Notarfachwirt (33 Jahre alt). Bekomme jetzt 4.000,00 € Brutto. Das ist so nach meiner Recherche so ziemlich im Deutschlandweiten Median für meinen Beruf. Leider ist die Branche (ReNo und Konsorten) insgesamt nicht so gut bezahlt. Ob ich da noch mit weiteren Gehaltserhöhungen (außerhalb von Inflationsausgleich alle paar Jahre) rechnen kann, ist fraglich.

    Aber zumindest momentan bin ich noch ganz zufrieden damit.

  • Man sagt man kann im Handwerk viel Geld verdienen, dass ist dann meist aber nur auf die Selbsständigkeit bezogen

    Und wo ist das Problem der Selbstständigkeit? Das Risiko? Das hat man als Akademiker auch, wenn man sich nicht mit dem erstbesten Jobangebot abfindet.

    Aber ich lebe wieder mal in meiner Blase, in der ich keinen Handwerker kenne, der mit seiner Selbsständigkeit erst pleite gegangen ist und danach nicht wieder einen Job gefunden hat. Wenn er denn überhaupt pleite gegangen ist. Dafür habe ich einige ehemalige Kollegen, die Dank Selbsständigkeit bedeutend mehr verdienen wie sie es in vergleichbaren Angestelltenjobs geschafft hätten.

    Wenn mein Elekritker nur 62€/Stunde (plus Steuer) berechnet, ist das sein Problem und ich werde ihm sicher nicht ungefagt das Doppelte zahlen.

    Hab daher auch gewisse Vorbelastungen entwickelt und habs schwer wenn sich Menschen mit 70-120k vom Staat ausgenommen fühlen. Da habe ich extrem viel Mitleid

    Und ich habe kaum Mitleid mit Leuten, die nur deshalb einen Job zum Mindestlohn annehemen, weil sie sonst zu unflexibel sind. Außer ggf. ein paar Monate direkt nach Ausbildungsabschluss, weil der eigene Ausbildungsbetrieb nichts taugt.

  • Aber ich lebe wieder mal in meiner Blase, in der ich keinen Handwerker kenne, der mit seiner Selbsständigkeit erst pleite gegangen ist und danach nicht wieder einen Job gefunden hat. Wenn er denn überhaupt pleite gegangen ist. Dafür habe ich einige ehemalige Kollegen, die Dank Selbsständigkeit bedeutend mehr verdienen wie sie es in vergleichbaren Angestelltenjobs geschafft hätten.

    Als Handwerker findest du heute recht schnell einen Job. Hast du dich allerdings mit einem Betrieb selbständig gemacht, ist das kein Selbstläufer, auch da gibt es Insolvenzen. Häufig, wenn man viel im Objektbereich tätig ist und der Auftraggeber, aus welchen Gründen auch immer, nicht zahlt. Da kann man sehr schnell in Liquiditätsprobleme kommen.

  • Sakurei,hast du das studiert?

    D.

    Die Ausbildung zum Rechtsanwalt- und Notarfachangestellten ist eine gewöhnliche 3-jährige Ausbildung.

    Die Fortbildung zum Notarfachwirt war in meinem Fall ein 3-semestriges Fernstudium mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen zum Abschluss. Die Antwort ist also ein klares Jein.

    Bin übrigens Vollzeit beschäftigt. Hatte ich nicht mit erwähnt.

  • Die Ausbildung zum Rechtsanwalt- und Notarfachangestellten ist eine gewöhnliche 3-jährige Ausbildung.

    Ich kenne zwei Personen, die mit dieser Ausbildung inzwischen bei einer kommunalen Verwaltung im Finanzbereich arbeiten. Höheres Gehalt und Erfahrungsstufen nach TVÖD kommen auch noch.

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