Hi,
eine Anregung für eine eurer tollen Analysen. Der Hintergrund meiner Frage:
Klassische Fonts sind seit gut 100 Jahren bewährt. Analysten bewerten Einzeltitel und Trends und entscheiden was für den Font gekauft wird und was abgestossen wird. Im Crashfall entscheiden die Fontsmanager,ob sie mit dem Markt gehen oder investiert bleiben. Insofern ist da immer ein gewisser Puffer und eine gewisse Autonomie, die den Markt bei extremen Ereignissen abfedern.
Bei ETFs ist das ja etwas anders. Ein ETF, der den Dax repliziert, reagiert mechanisch. D.h. wie die Lemminge wird dem Trend gefolgt und werden Werte im Crashfall abgestossen, um z.B die Dax-Balance wieder herzustellen. D.h. im Gegensatz zu einem Marktmacher wie einem Fontmanager ist der ETF nur ein Marktfolger. D.h. jeder Euro in einem ETF verringert vom Handeln her die Menge an handelbaren Aktien, weil diese ja passiv sind und erst bei der Anpassung des ETF in den Handel kommen.
Mich würde Interessieren bei welchem Prozentsatz eines Einzelwertes in ETF Hand sich die Gefahr eines massiven Herunterschaukelns aufbaut. Der Markt geht nach unten, bestimmte institutionellen Akteure verkaufen und verkaufen (und kaufen und kaufen zu günstigen Preisen, der Verkauf ist ja immer auch ein Kauf eines anderen Akteurs). Und dann setzt der ETF Handel noch einen drauf und verkauft per Algorithmus noch mehr,um am Ende der Woche seinen Index wieder gerade zu kriegen.
Ist das eine valide These? Je mehr wir als Sparer in ETF stecken, desto volatiler machen wir den Markt? Natürlich unabsichtlich, aber wie gesagt, die aktive Menge an frei gehandelten Aktien wird meiner Ansicht nach reduziert.
Was meint ihr?
Gruß, Alex