Petition für eine rentable private Altersvorsorge By finanztip

  • https://www.finanztip.de/petition-altersvorsorge-depot/

    "Stoppt die Gebührenfalle: Kosten im Altersvorsorge-Depot auf 0,5 % deckeln!" unterzeichnet und würde mich sehr freuen, wenn auch ihr dieses Anliegen unterstützt. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Bitte unterzeichnet hier die Petition:

    https://weact.campact.de/petitions/stop…b6-420d175509c5

  • Ich glaube das Forum hier ist für die eher ein afterthought. Und wenn ich mir ansehe, wie viele Unterschriften sie über ihren Newsletter & Co in unter 24 Stunden gesammelt haben, verstehe ich das auch ein bisschen. Trotzdem schade.

  • Mal eine dumme Frage: Sind die 0,5% unabhängig von den ETF-Kosten? Da bliebe ja (je nach Wertpapier) für den Anbieter nach TER nicht so viel übrig.

    Die geringen Kosten sind ja aber ein wichtiger Grund, warum Vorsorge per ETF so gut funktioniert. Da die Anbieter ja auch nix machen müssen (keine Garantie aufbauen, keine komplizierten Kopplungen mit anderen Produkten) bleibt doch bei einer TER von 0,10 bis 0,20 % noch ordentlich was hängen.

  • für den Anbieter nach TER nicht so viel übrig.

    Es muss ja auch nur soviel sein das der Anbieter davon leben kann und sich nicht die Taschen bis obenhin vollstopft.

    viele Versicherungsunternehmen haben ein Halsleiden: Sie bekommen den Hals nicht voll.

    Mal abwarten ob es wirklich eine günstige Lösung geben wird. Sollten die Neobroker da in die Bresche springen bin ich mir sehr sicher das diese von der von Profitgier getrieben Finanzlobby derart beschossen werden das es nicht leicht sein wird eine wirkliche gute Lösung für beide Seiten zu erreichen.

    Ich stehe am Spielfeldrand und schaue interessiert zu.

  • Hallo Asna,

    ich werde die Petition nicht unterschreiben. Warum?

    M.E. lenkt die ganze Diskussion über eine staatlich organisierte private Altersversorgung nur vom Thema ab, dass die GRV dringend reformiert werden muss. Man redet über die Zusammensetzung der Weißen Salbe, statt über Diagnose und Therapie der Grunderkrankung.

    Gruß Pumphut

  • Hallo Asna,

    ich werde die Petition nicht unterschreiben. Warum?

    M.E. lenkt die ganze Diskussion über eine staatlich organisierte private Altersversorgung nur vom Thema ab, dass die GRV dringend reformiert werden muss. Man redet über die Zusammensetzung der Weißen Salbe, statt über Diagnose und Therapie der Grunderkrankung.

    Gruß Pumphut

    Okay, die Entscheidung trifft natürlich jeder selbst.

    Aber um beim Bild aus der Medizin zu bleiben: der Untergewichtige verdient therapeutische Behandlung auch im Fall der Fehlernährung.

    Ich sehe nicht, warum man untätig eine erneute Riester Malaise zulassen sollte.

  • Mal eine dumme Frage: Sind die 0,5% unabhängig von den ETF-Kosten? Da bliebe ja (je nach Wertpapier) für den Anbieter nach TER nicht so viel übrig.

    m.E. wird fast immer vergessen, dass es nicht DAS EINE Altersvorsorgedepot (Produkt) geben wird.

    Nach meinem Verständnis gilt der Kostendeckel nur für die Standardvariante bei der man dem Anbieter die Auswahl der Produkte überlässt. Wenn dieser durch einen Kostendeckel wie von Finanztip gefordert von 0,5% gezwungen ist günstige Produkte für das Standardprodukt zu nutzen, kommt das denjenigen, die sich dafür entscheiden, weil sie selbst nicht genug Ahnung haben, sicherlich entgegen. Eine Herabsetzung der max. Kosten macht hier m.E. daher absolut Sinn. Die 1,5% sind mir da auch eindeutig zu hoch.

    Die Selbermacher sollten von dem Kostendeckel m.E. nicht betroffen sein.
    Ich habe aber das Gefühl, dass wir hier eigentlich nur immer über die Selbermacher Variante reden.
    Sollte der Kostnendeckel hier entgegen meines Verständnisses ebenfalls greifen, würde man die Selbermacher mit einem niedrigen Kostendeckel in ihren Möglichkeiten ggf. Beschränken.
    Wobei mir persönlich gerade kein ETF einfällt, den ich mit reinnehmen würde, der mehr als 0,5% TER hat.

  • Ich frag mich ja eher warum die petition nicht auf der bundespettutions Website erstellt wurde, denn dort wird man nach erreichen des quorums (50 000stimmen) sogar eingeladen

    https://epetitionen.bundestag.de/

    Die Wahl der Plattform verstehe ich auch nicht. Ich habe generell ein gewisses Problem mit Petitionen, weil da öfter mal Unsinn kommt, dem Bürger aber auch eine Art von Einfluss oder gar Mitbestimmung vermittelt wird, den man über eine Petition, egal wieviele Mitzeichner, am Ende aber doch nicht hat. Wirklich erfolgreiche, objektiv sinnvolle Petitionen hat es nur sehr, sehr wenige gegeben. Wer mal die Möglichkeit hat, Tagesordnungen von Petitionsausschüssen o.ä. anzuschauen, kann da mal sehen, was sich dort alles ansammelt. Die steigende Anzahl von Petitionen und Petitionsplattformen folgt dem Stil des Deutschen, möglichst viel Zeichen zu setzen, egal wie wenig tatsächlich bewirkt wird. Und Finanztip springt mit einem an sich nachvollziehbaren Anliegen auf so eine Lifestyle-Petitionsplattform auf, statt sich an den Bundestag zu richten, wo es hingehört. Für mich nicht gut gemacht. Inhaltlich gehe ich die Petition durchaus mit, wobei die Forderung, Geringverdiener hier noch besser zu stellen, mit der Kostenfrage etwas unglücklich verknüpft wird. Wenn das Ding so in die Koalitionsrunde kommt, wird eher stundenlang erfolglos über die Geringverdiener debattiert, und nur ganz am Rande mal über die Kosten und deren Folgen für alle Anlieger nachgedacht.

  • Hallo Asna,

    ich werde die Petition nicht unterschreiben. Warum?

    M.E. lenkt die ganze Diskussion über eine staatlich organisierte private Altersversorgung nur vom Thema ab, dass die GRV dringend reformiert werden muss. Man redet über die Zusammensetzung der Weißen Salbe, statt über Diagnose und Therapie der Grunderkrankung.

    Gruß Pumphut

    Und wenn das nicht passiert dann lieber nichts machen? Sind kleine Verbesserungen nicht besser als gar keine? Ich mag dein Bild aber für mich ist das eher wie:

    „Wenn der Reifen schleichend Luft verliert, fährst du nicht weiter ‘bis das neue Auto kommt’ – du änderst sofort etwas“

    Gruß

  • Die geringen Kosten sind ja aber ein wichtiger Grund, warum Vorsorge per ETF so gut funktioniert.

    Es kommt letztlich darauf an, wie man „funktionieren“ definiert. In Deutschland investiert nach wie vor nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Bevölkerung in ETFs. Fast 70 Mio. Bürger dieses Landes haben nicht eine einzige Aktie und nicht einen einzigen Fondsanteil. Auch wenn das in bestimmten Online-Blasen manchmal anders wirkt.

    Wenn die Gebühren bei maximal 0,5 % gedeckelt sind, könnten die Anreize für Verkäufer allerdings relativ gering sein, das Produkt überhaupt zu vertreiben. Warum auch? Gibt ja genügend provisionsschwangere Alternativen. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Deutsche bei Finanzthemen selten ein Selbstentscheider. Oft braucht er jemanden, der ihm das Ding ,,aufschwatzt".

    Gut möglich also, dass ausgerechnet diese 0,5 % zum Problem werden. Denn ein Modell „funktioniert“ am Ende nur dann wirklich, wenn es auch von einer breiten Masse genutzt wird.

    Ich bin da pessimistisch. Ohne Finanzbildung in der Breite wird das schwierig. Ich würde dieses Bürokratiemonster nicht loslassen und einen aktienlastigen Staatsfonds für alle gründen.

  • Das Problem wird sein, dass gerade „an der Basis“ mit den Millionen Kund:innen gerade der Kreissparkassen und Volksbanken dann Produkte „verkauft“ werden, die eben nicht kostengünstig sind.
    Dafür sollen sie dann „viel besser“ sein.

  • Ich werde diese Petition auch nicht unterschreiben.

    Zum einen werde ich diese Altersvorsorge nicht nutzen und zum anderen stört mich, dass ich Zeitraum X nicht an die Kohle komme.

    Es ist mir egal, wenn jetzt hier einige meinen das man dann ja gezwungen ist nichts zu verkaufen, aber ich will an mein Geld wenn ich doch mal muss.

    Ich nehme meine AV selbst in die Hand und nutze vom Staat VL und fertig.

    Außerdem, wurde wieder nur mal der Versicherungswirtschaft der Arsch gepudert und das ist für mich auch ein NoGo!

  • Das Problem wird sein, dass gerade „an der Basis“ mit den Millionen Kund:innen gerade der Kreissparkassen und Volksbanken dann Produkte „verkauft“ werden, die eben nicht kostengünstig sind.
    Dafür sollen sie dann „viel besser“ sein.

    So sieht es aus. Sind wir doch mal ehrlich: Bei dem Kostenapparat können die auch gar keine Produkte mit 0,5% Kosten und weniger verkaufen. Wie soll das funktionieren? Allein die Sparkassen haben über 10.000 Filialen (fast ausschließlich in Top-Lage!) und über 250.000 Mitarbeiter. Das kann man mit einem ETF-Anbieter überhaupt nicht vergleichen. Und wenn eine Filiale zumacht, laufen die Leute Sturm, weil sie kein Bargeld mehr bekommen.

  • Wenn die Gebühren bei maximal 0,5 % gedeckelt sind, könnten die Anreize für Verkäufer allerdings relativ gering sein, das Produkt überhaupt zu vertreiben.

    Ein Anbieter könnte aber auch ein langweiliges 60/40 Portfolio mit 2 ETF anbieten, die ihn zusammen keine 0,2% TER kosten und den Rest als Gewinn einsacken.

  • Ein Anbieter könnte aber auch ein langweiliges 60/40 Portfolio mit 2 ETF anbieten, die ihn zusammen keine 0,2% TER kosten und den Rest als Gewinn einsacken.

    Ich denke das wäre für die meisten Banken und Sparkassen ein Verlustgeschäft bei dem Kostenapparat. Die sind strukturell gar nicht auf ,,günstig" ausgelegt und der Kunde würde bei einem Umbau Richtung Effizienz auch nicht mitmachen. Viele wollen eine Filiale in jedem Kaff und viele wollen auch ausgiebige ,,Beratung". Bei jeder Filialschließung werden die Mistgabeln aus dem Gartenhaus geholt. Ist leider so.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen