Petition für eine rentable private Altersvorsorge By finanztip

  • Bei dem Kostenapparat können die auch gar keine Produkte mit 0,5% Kosten und weniger verkaufen. Wie soll das funktionieren? Allein die Sparkassen haben über 10.000 Filialen (fast ausschließlich in Top-Lage!) und über 250.000 Mitarbeiter.

    Und das sollen wir alle gesetzlich gezwungen mitfinanzieren, weil unnötig teure Produkte zugelassen werden, die dann mehr Förderung brauchen um attraktiv zu wirken? Nein, danke.

  • Und das sollen wir alle gesetzlich gezwungen mitfinanzieren, weil unnötig teure Produkte zugelassen werden, die dann mehr Förderung brauchen um attraktiv zu wirken? Nein, danke.

    Auf keinen Fall. Ich denke, dass wir das überhaupt nicht in die Privatwirtschaft geben sollten. Es werden dadurch ohnehin kaum Leute erreicht. Auf jeden Fall nicht die Richtigen. Egal wie günstig das Ding wird. Ich bin für einen Staatsfonds wie in Norwegen. Das wäre wirklich für alle und deutlich weniger bürokratisch und kostenintensiv. Aber die Finanzlobby wird das zu verhindern wissen . . .

  • Ich bin für einen Staatsfonds wie in Norwegen. Das wäre wirklich für alle und deutlich weniger bürokratisch und kostenintensiv. Aber die Finanzlobby wird das zu verhindern wissen . . .

    Die Finanzlobby ist da das eine, dass dafür nicht soviel Geld wie in Norwegen (pro Einwohner) zur Verfügung steht, das andere. Daher ist „unser“ Modell ja leider darauf angewiesen, dass der größte Teil von den privaten Sparern selbst finanziert wird, was all die von dir genannten Nachteile mitbringt.

  • Die Finanzlobby ist da das eine, dass dafür nicht soviel Geld wie in Norwegen (pro Einwohner) zur Verfügung steht, das andere. Daher ist „unser“ Modell ja leider darauf angewiesen, dass der größte Teil von den privaten Sparern selbst finanziert wird, was all die von dir genannten Nachteile mitbringt.

    Der Bundeshaushalt geht Richtung 650 Mrd. Euro im Jahr. Wenn man dem Bund der Steuerzahler glaubt, ist darin so viel Unfug, dass man den größten Staatsfonds aller Zeiten aufstellen könnte. Die Entscheider wollen halt nicht. Und der Bürger will auch nicht, weil ,,Aktien Zockerei sind" und Subventionskürzungen und andere wegfallende Zuckerl, die einen selbst betreffen, ,,gar nicht gehen".

  • Bei der Rente.

    Bei z.B. der Anlage von Pensionsrücklagen der Beamten oder der Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung isses ja kein Problem.

    Es ist auch kein Problem bei Aktiengesellschaften zu arbeiten, deren Produkte zu konsumieren oder deren Steuergelder zu nutzen … nur bei direkter Beteiligung hört der Spaß auf. Schließlich könnte das schwanken.

  • Ob man nun unterschreibt oder nicht ist eine persönliche Entscheidung, zum Thema, hier wissen alle, was eine günstige Anlage ist und was nicht, außerhalb unseres Universums sieht es völlig anders aus und dort werden die Finanz-Unternehmen die Unwissenheit schamlos ausnutzen.

  • Ich habe aber das Gefühl, dass wir hier eigentlich nur immer über die Selbermacher Variante reden.

    Ich denke, hier im Forum würden die meisten nicht zum Standardprodukt greifen, wenn das mit zwingender Umschichtung im Alter kommt. Ohne diese Umschichtung wäre das für mich durchaus OK. Ob ich jetzt alles als "Selbermacher" in 1 ETF stecke oder alles in ein Standardprodukt mit praktisch demselben Inhalt...

    Trotzdem finde ich es wichtig, dass auch beim Standardprodukt die Kosten niedrig sind. Der Staat generiert Geld nicht aus dem Nichts, sondern muss das vorher jemand anderem durch Besteuerung wegnehmen. Und da muss er aus Respekt gegenüber demjenigen, der das Geld überhaupt erwirtschaftet hat, einfach effizient mit umgehen. Und nicht direkt einfach nur Provisionen finanzieren

  • Trotzdem finde ich es wichtig, dass auch beim Standardprodukt die Kosten niedrig sind.

    Ich halte es - wie beschrieben - vor allem beim Standardprodukt für sinnvoll.
    Mein Einwurf galt aber vor allem der Unterscheidung zwischen Standardprodukt und Selbermacher.
    Für mich scheint es manchmal so als wäre das nicht klar und einige denken es gäbe nur ein Altersvorsorgedepot. Da mag ich mich aber auch täuschen.

  • Der Kommer ETF hat ja "nur" 0,45% TER. Wäre also nicht ausgeschlossen.

    Nein. Aber meine eigentliche Frage war ja: Hätte der Anbieter in dem Fall noch 0,05% Spielraum?

    Aber die 0,5% beziehen sich ja wohl auf das Standardprodukt, wie auch immer das aussehen wird. Der Kommer-ETF wird da vermutlich keine große Rolle spielen.

  • Auf keinen Fall. Ich denke, dass wir das überhaupt nicht in die Privatwirtschaft geben sollten. Es werden dadurch ohnehin kaum Leute erreicht. Auf jeden Fall nicht die Richtigen. Egal wie günstig das Ding wird. Ich bin für einen Staatsfonds wie in Norwegen. Das wäre wirklich für alle und deutlich weniger bürokratisch und kostenintensiv. Aber die Finanzlobby wird das zu verhindern wissen . . .

    Es geht ja um ein Standardprodukt. Wem selbst Finanztest nicht helfen kann, kann die Finanzwirtschaft ja ihre aktiven Fonds verkaufen. Aber die Basis muss günstig sein.

    • Offizieller Beitrag

    Ich frag mich ja eher warum die petition nicht auf der bundespettutions Website erstellt wurde, denn dort wird man nach erreichen des quorums (50 000stimmen) sogar eingeladen

    https://epetitionen.bundestag.de/

    kurz gesagt: Dauert viel zu lange. Wir wollten und haben das ja innerhalb von ein paar Tagen angeleiert, nachdem sich am Gesetzentwurf beim Thema Kosten nichts getan hat

    • Offizieller Beitrag

    Ich versuche ein paar Dinge zusammenzufassen:
    - die max. (!) 0,5% sollten für alle Varianten gelten. Keine Schlupflöcher. Es geht v.a. darum zu verhindern, dass wieder Millionen Menschen in teure Versicherungen oder aktive Fonds reinverkauft werden

    - die 0,5% sollten wirklich all-in sein, also inkl. TER für Kapitalanlage

    - gegen ein staatliches Produkt (Staatsfonds o.ä.) spricht nichts. Würde für weiteren Kostendruck am Markt sorgen

    - aus dem AC-Depot wird man aller Voraussicht nach jederzeit raus verkaufen können (natürlich Gewinn versteuern). Geld ist also verfügbar. Allerdings wird die Förderung dann abgezogen - die damit erzielte Rendite jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht

  • Da muss man strategisch eben ganz schwere Geschütze auffahren.
    Wenn der Kostendeckel mit 0,5 % nicht kommt, würde man dann komplett von jeglichem Vertragsabschluss abraten.

    Wie ich gestern geschrieben habe, gibt es eine Frau in meiner Yoga Gruppe, die nach 15 Jahren Riester-Bank-Sparplan auf 26.800 € steht und für das Jahr 2025 0,25 € Zinsen bekommen hat.

  • - die 0,5% sollten wirklich all-in sein, also inkl. TER für Kapitalanlage

    Die Forderung nach max. 0,5% sind meinem Verständnis nach ja "nur" die laufenden, jährlichen Kosten. Wie sieht es mit anderen Kostenarten aus, die man aus bisherigen Riesterverträgen kennt, wie z.B. Ausgabeaufschlag?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen