Sammelthread Fragen zum Altersvorsorgedepot

  • Denn Sinn dabei, als Besserverdiener ungefördert höhere Beträge ins AVD einzuzahlen (statt in einen privaten ETF-Sparplan), sehe ich aktuell nicht so richtig. Und allein die fehlende Flexibilität (erst mit 67 (?) drankommen; weitestgehend zwingende Verrentung) und nur teilweise Vererbbarkeit (wenn ich das richtig verstehe) wären für mich auf jeden Fall Gründe, mir das sehr gut zu überlegen, bzw. Faktoren, die mich eher zu einer privaten Anlage tendieren lassen.

    Ja, ist auch meine Tendenz. Bis zur Fördergrenze ins AVD und den Rest privates Depot. Das ist auch der O-Ton den ich bislang an mehreren Stellen gelesen habe.

    Aber mal abwarten was da noch an Infos kommt.

  • Ja, ist auch meine Tendenz. Bis zur Fördergrenze ins AVD und den Rest privates Depot. Das ist auch der O-Ton den ich bislang an mehreren Stellen gelesen habe.

    Aber mal abwarten was da noch an Infos kommt.

    Und selbst da würde ich ab einem gewissen Alter kritisch nachdenken. Ich bin dann 55, wenn es losgeht.
    Also noch maximal 12 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die volle Förderung mitzunehmen.
    Nur habe ich ja eigentlich vor mit 63 in den Unruhestand zu wechseln. Wären dann also nur 8 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die Förderung mitzunehmen.
    Dann evtl. ab 70 einen Entnahmeplan bis 85... :/
    Ich kann schlichtweg überhaupt nicht einschätzen ob es sich für mich überhaupt (noch) rechnen würde.

  • Und selbst da würde ich ab einem gewissen Alter kritisch nachdenken. Ich bin dann 55, wenn es losgeht.
    Also noch maximal 12 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die volle Förderung mitzunehmen.
    Nur habe ich ja eigentlich vor mit 63 in den Unruhestand zu wechseln. Wären dann also nur 8 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die Förderung mitzunehmen.
    Dann evtl. ab 70 einen Entnahmeplan bis 85... :/
    Ich kann schlichtweg überhaupt nicht einschätzen ob es sich für mich überhaupt (noch) rechnen würde.

    Ja, absolut richtig. Ich schaue mir das auch gerade eher für junge Erwachsene die ins Berufsleben starten an.

    Aber selbst da bin ich eher für deie Kombi aus Altersvorsorgedepot bis zur Förderhöchstgrenze plus privatem und ungefördertem ETF Sparplan.

  • Ich habe bereits diverse KIs mit sämtlichen zur Verfügung stehenden persönlichen Angaben und IST-Beständen gefüttert und bekomme da ziemlich gute Ergebnisse mit Rechenbeispielen / Vergleichen / Steuersimulationen etc.
    Sicherlich muss man die Ergebnisse überprüfen - es schleichen sich wie so soft bei KI schnell Fehler ein, bspw. wurde oft die Teilfreistellung bei ETF nicht berücksichtigt, sowas muss man halt erkennen und korrigieren.
    Meine persönliche Situation ist nicht sehr komplex, daher kann ich bereits jetzt - auf Basis der zugänglichen Infos zum AV Depot - schon sagen, was ist aller Voraussicht nach ab 01.01.2027 machen werde.
    Auch sehe ich das AV-Depot als Sicherheitsbaustein, da das dortige Vermögen analog zu Riester bei Arbeitslosigkeit geschützt ist, als Schonvermögen gilt und nicht herangezogen werden darf. Mir persönlich ist das wichtig, natürlich kostet das aber Flexibilität und je nach persönlicher (steuerlicher) Situation auch Rendite.

  • Ich hardere mit diesen Punkten

    -> D.h. ich muß jedes Jahr das Geld aus der Steuereklärung reinvestieren. Mache ich das? Denke ich daran?

    -> Bei mir macht es 30€ Unterschied. Soll ich mir wirklich wegen 30€ diese unflexibilität antun?
    Mich stört ein wenig die starre Entnahme. Gut es wird alle 3 Jahre neu berechnet. Beim normalen Depot, habe ich jedoch mehr Handlungsspielraum.

    Im Gegenzug, sind das bis 85 eine Summe von ca. 7.500€ Unterschied. (lt. Rechner)

  • Davon habe ich noch nie gehört. Ist das eine Spezialität des Anbieters? Wo hast du das denn her?

    Das frage ich mich auch.
    Warum ? Der Anbieter weiß aufgrund des Steuergeheimnisses überhaupt nichts von dem Ergebnis einer Einkommensteuererklärung. Er weiß nicht einmal, ob eine Einkommensteuererklärung gemacht wurde.
    Geht ihn ja auch nichts an.
    Meine bescheidene Meinung.

  • Das frage ich mich auch.
    Warum ? Der Anbieter weiß aufgrund des Steuergeheimnisses überhaupt nichts von dem Ergebnis einer Einkommensteuererklärung. Er weiß nicht einmal, ob eine Einkommensteuererklärung gemacht wurde.
    Geht ihn ja auch nichts an.
    Meine bescheidene Meinung.

    Vielleicht eine Halluzination

  • -> D.h. ich muß jedes Jahr das Geld aus der Steuereklärung reinvestieren. Mache ich das? Denke ich daran?

    MÜSSEN tut man das ja nicht, für die maximale Effizienz sollte man es aber machen. So meint er das glaube ich.

    Du könntest die jährliche Steuererstattung schätzen, durch 12 teilen und dann auf deinen Sparplan draufrechnen. Statt 150 EUR für den maximal geförderten Teil überweist du dann 180 oder was auch immer dabei dann rauskommt. Ob die bspw. 30 EUR Differenz ins AV-Depot oder in ein anderes Depot geht, bleibt ja dir überlassen.

  • Und selbst da würde ich ab einem gewissen Alter kritisch nachdenken. Ich bin dann 55, wenn es losgeht.
    Also noch maximal 12 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die volle Förderung mitzunehmen.
    Nur habe ich ja eigentlich vor mit 63 in den Unruhestand zu wechseln. Wären dann also nur 8 Jahre in denen es sich noch lohnen würde die Förderung mitzunehmen.
    Dann evtl. ab 70 einen Entnahmeplan bis 85... :/
    Ich kann schlichtweg überhaupt nicht einschätzen ob es sich für mich überhaupt (noch) rechnen würde.

    Aus dem Newsletter von heute:

    Kurz vor der Rente ➡️ AV-Depot

    V.a. wegen der Möglichkeit des zeitlich begrenzten Auszahlplans.


    (Ich hab es etwa so weit zur Rente wie du und ich habe schon beschlossen, dass ich den Riester ins AVD umziehe, damit die Rente bis zum 110. Lebensjahr wegfällt. Vorausgesetzt natürlich, es kommen nicht noch irgendwelche Details, die die Entscheidung ändern könnten.)

  • damit die Rente bis zum 110. Lebensjahr wegfällt.

    Die Möglichkeit des zeitlich begrenzten Auszahlens bis 85 soll für alle zertifizierten AV-Verträge gelten - theoretisch auch für alte Rieser-Verträge. Das müsste man ggf. mit seinem Anbieter ausfechten - ggf. Anbieter wechseln oder Gebühr akzeptieren. Ich habe dazu mal eine Anfrage bei meinem Anbieter gestellt, mit einer Antwort ist erfahrungsgemäß in ca. 8 Monaten zu rechnen ;)
    Sofern der alte Riester passabel läuft (bei mir ist das der Fall - knapp 0,4% Effektivkosten bei derzeit ca. 5,x% Rendite), sollte man das ggf. in die Berechnungen und Überlegungen einfließen lassen.

    "Finanztest erläutert in seiner Analyse zur Riester-Reform explizit die zwei Auszahlvarianten, die ab 2027 gelten: die lebenslange Rente oder der befristete Auszahlplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr. Zudem wird dort bestätigt, dass ein Anbieterwechsel nach fünf Jahren Vertragslaufzeit kostenfrei möglich sein muss, wenn der alte Anbieter die neuen Auszahlmodelle nicht im Altvertrag umsetzt."

  • Die Möglichkeit des zeitlich begrenzten Auszahlens bis 85 soll für alle zertifizierten AV-Verträge gelten - theoretisch auch für alte Rieser-Verträge. Das müsste man ggf. mit seinem Anbieter ausfechten - ggf. Anbieter wechseln oder Gebühr akzeptieren. Ich habe dazu mal eine Anfrage bei meinem Anbieter gestellt, mit einer Antwort ist erfahrungsgemäß in ca. 8 Monaten zu rechnen ;)

    Haben wir den gleichen Anbieter (angesichts deiner Rendite eher nicht...)?

    Danke für den Hinweis auf den Auszahlplan bei Riester-Verträgen! Meine Rendite ist übel und angesichts einer Zeit von 10+ Jahren, spricht viel für meinen Wechsel.

  • Haben wir den gleichen Anbieter (angesichts deiner Rendite eher nicht...)?

    Standard Life / Hannoversche Leben. Das Geld geht da in irgendeinen "With-Profit-Funds", der unterliegt irgendwelchen "Smoothing"-Verfahren. Gestartet damals 2002 mit über 70% Aktienquote ... Das kann sich natürlich alles noch zum deutlich schlechteren drehen, aber bis dato plane ich, den Vertrag bzw. das Guthaben erst mal nicht direkt ins AV-Depot zu konvertieren. Das AV-Depot wird zunächst parallel laufen, der Riester beobachtet. Habe noch ca. 24 Jahre bis zur Rente ...

  • Das frage ich mich auch.
    Warum ? Der Anbieter weiß aufgrund des Steuergeheimnisses überhaupt nichts von dem Ergebnis einer Einkommensteuererklärung. Er weiß nicht einmal, ob eine Einkommensteuererklärung gemacht wurde.
    Geht ihn ja auch nichts an.
    Meine bescheidene Meinung.

    Tomarcy  fabioso

    Entschuldigt bitte für die Verwirrung. Das ist lediglich ein Infotext von dem AVD vs. ETF Rechner.

    Das Ergebnis das herauskommt, kann man sich einmal mit Wiederanlage und ohne anzeigen lassen.

    Was ich damit sagen wollte, ob ich so viel Selbstdisziplin besitze dies zu tun.


  • Tomarcy  fabioso

    Entschuldigt bitte für die Verwirrung. Das ist lediglich ein Infotext von dem AVD vs. ETF Rechner.

    Das Ergebnis das herauskommt, kann man sich einmal mit Wiederanlage und ohne anzeigen lassen.

    Was ich damit sagen wollte, ob ich so viel Selbstdisziplin besitze dies zu tun.

    Die meisten Leute werden da nicht dran denken und sich schlicht über die Steuererstattung freuen.

    Man müsste dann ja auch schon bei der Vorbereitung der Steuererklärung schauen, was der Unterschied in der Erstattung ist mit/ohne das AVD, die Erstattung wird ja nicht automatisch separat irgendwo ausgewiesen.

  • Die ING hat inzwischen auch eine "Warteliste" eingerichtet. Wer's braucht :/

    https://www.ing.de/sparen-anlegen/altersvorsorge/#warteliste

    Künstliche Verknappung! ^^ Wenn es schon eine Warteliste gibt, muss das ja der heiße Sch*** sein!

    Wobei man der ING zugute halten muss, dass der "Altersvorsorge-Plan in 4 Schritten" erstaunlich sachlich und vernünftig gehalten ist. Gesetzliche Rentenansprüche prüfen, Schulden tilgen und Notgroschen anlegen, erst dann kommt die Altersvorsorge.

  • Wegen Einzahlungen oberhalb der 1800€: bei Bedarf kann man die doch jederzeit wieder entnehmen. Da Beträge größer 1800€ nicht gefördert werden, gibt es auch keine förderschädliche Verwendung. Bei Entnahme erst ab 62 und mind 12 Jahren Laufzeit profitiert man vom Halbeinkünfteverfahren, was meist besser ist als Kapitalertragsteuer+Soli + Teilfreistellung.

    Man profitiert von der Möglichkeit der steuerfreien Umschichtung, und keine Steuer auf die Vorabpauschale. Wenn das AVD keine (oder nur minimalste) Kosten verursacht, sollte man doch auf jeden Fall maximal ins AVD einzahlen (2x 6840€ pro Person), und erst dann in ein normales ETF Depot weiter einzahlen.

  • Wegen Einzahlungen oberhalb der 1800€: bei Bedarf kann man die doch jederzeit wieder entnehmen. Da Beträge größer 1800€ nicht gefördert werden, gibt es auch keine förderschädliche Verwendung. Bei Entnahme erst ab 62 und mind 12 Jahren Laufzeit profitiert man vom Halbeinkünfteverfahren, was meist besser ist als Kapitalertragsteuer+Soli + Teilfreistellung.

    Man profitiert von der Möglichkeit der steuerfreien Umschichtung, und keine Steuer auf die Vorabpauschale. Wenn das AVD keine (oder nur minimalste) Kosten verursacht, sollte man doch auf jeden Fall maximal ins AVD einzahlen (2x 6840€ pro Person), und erst dann in ein normales ETF Depot weiter einzahlen.

    So verstehe ich es auch. Daher plane ich zwei Depots. Eins minimal mit 1800 Euro für die Förderung und ein zweites ungefördertes zum rebalancing

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